“SCHWIMMFLÜGERL” FÜR DEN LEOPARD

23. Dezember 2011

BUNDESHEER, NEWS

Kampfpanzer Leopard 2A4 auf der 60 Tonnen FähreKampfpanzer Leopard 2A4 auf der 60 Tonnen Fähre über die Drau © Bundesheer

Bundesheer-Premiere bei der Übung “Decisive Engagement 2011” (deutsch: Entscheidungskampf). Erstmals wurde ein 55 Tonnen schwerer Kampfpanzer Leopard 2A4 mit einer 60 Tonnen Fähre über einen Fluss gesetzt. Die 60 Tonnen Fähre wurde aus Alu-Brückengerät zusammengestellt und von zwei Schubbooten über die Drau bewegt.

“Natürlich war ich etwas angespannt, aber aufgrund meines gut ausgebildeten und funktionierenden Teams konnten alle vier ‘Leos’ ohne Probleme über die Drau transportiert werden”, so Fährenkommandant Vizeleutnant Johann Richter.

Die vier Kampfpanzer des Panzerbataillons 14 aus Wels bildeten die “Eiserne Faust” der Task Force 25. Dieser schnellen Eingreiftruppe, die im Kern vom Klagenfurter Jägerbataillon 25 gestellt wurde, wurden für die Übung neben den Leoparden auch zwei Mannschaftstransportpanzer Pandur A1 vom Jägerbataillon 17 aus Strass zugeteilt.

Da eine fiktive Extremistengruppe im Übungsszenario die einzig verfügbare Brücke über die Drau gesprengt hatte, musste die Task Force Pionierelemente anfordern, um in den Einsatzraum zu gelangen. Das Pionierbataillon 1 aus Villach erhielt den Auftrag, rasch eine 60 Tonnen Fähre zusammenzustellen sowie eine 115 Meter lange Schwimmbrücke über den Fluss zu errichten.
Ganze 14 Jahre hat es gedauert, bis man auf die Idee kam, einem Leoparden “Schwimmflügerl” anzulegen.

Insgesamt 114 Kampfpanzer Leopard 2A4 wurden ab 1997 vom Bundesheer gebraucht von der niederländischen Armee übernommen. Seither bilden sie den harten Kern der Landstreitkräfte des Bundesheeres. Wie berichtet wurden im November 2011 Pläne bekannt, 58 Stück der Kampfpanzer zu verkaufen.

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