EUROFIGHTER ÜBER DER NORDSEE

16. April 2017

BUNDESHEER, NEWS

Eurofighter Typhoon trainieren mit Skyhawks von Discovery Air Defence © Archivfoto Discovery Air Eurofighter Typhoon trainieren mit Skyhawks von Discovery Air Defence © Archivfoto Discovery Air

Am 27. April 2017 sind die ersten von sieben Eurofighter Typhoon der Österreichischen Luftstreitkräfte am Fliegerhorst Wittmundhafen der Deutschen Luftwaffe gelandet.

Grund für diese ungewöhnlich große Verlegung ist ein Luft-Luft-Scharfschießen über der Nordsee, denn über dem mitteleuropäischen Festland sind derartige Ausbildungen aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Innerhalb Österreichs ist nur das Luft-Boden-Schießen mit der Bordkanone des Eurofighter Typhoon  möglich (Seetaler Alpe).

Patch "Air-2-Air Gunnery Wittmund 2017"Für das Scharfschießen wird das Bundesheer vom am Fliegerhorst Wittmundhafen beheimateten Jagdgeschwader 71 „Richthofen“ (ebenfalls auf Eurofighter Typhoon) unterstützt. Für die eigentliche Luftzieldarstellung wurde ein Vertrag mit dem zivilen Anbieter Discovery Air Defence abgeschlossen. Die kanadische Firma hat für die Jahre 2015 bis 2019 einen Vertrag zur Bereitstellung von sieben Skyhawks für das Luftkamptraining der Luftwaffe abgeschlossen und unterhält dafür eine Niederlassung in Wittmund.

Beim Scharfschießen mit der Bordkanone wird auf Schleppsäcke geschossen, die in diesem Fall von McDonnell Douglas A-4N Skyhawks geschleppt werden. Vorgesehen sind acht Starts und Landungen pro Tag.

Oberst Doro Kowatsch (links) und Oberstleutnant Reinhold Schröder von der Luftwaffe am Fliegerhorst Wittmundhafen © BundesheerOberst Doro Kowatsch (links) und Oberstleutnant Reinhold Schröder von der Luftwaffe am Fliegerhorst Wittmundhafen © Bundesheer

Die Planungen für das österreichische Luft-Luft-Schießen dauerten ein Jahr. Es ist das zweite große Typhoon-Schießtraining nach der Verlegung nach Sardinien im Jahr 2014. 13 Container wurden per LKW von Zeltweg nach Deutschland transportiert. Die Überstellung der sieben Jets von Zeltweg nach Wittmund dauerte hingegen nur 80 Minuten. Das Übungskontingent unter Oberst Doro Kowatsch ist rund 130 Mann stark. Nach rund eineinhalb Wochen Übungsbetrieb wird gewechselt, sodass alle Typhoon Besatzungen an die Reihe kommen. Ob auch die Maschinen gewechselt werden ist derzeit nicht bekannt.

Derzeit an der Nordseeküste: 7L-WB, 7L-WD, 7L-WG, 7L-WH, 7L-WI, 7L-WJ, 7L-WO

Für die Deutsche Luftwaffe ist die Unterstützung der Österreicher keine Einbahnstraße. Im Gegenzug ist ein Boden-Luft-Schießen der Fliegerabwehr in Österreich vorgesehen.

Weiterführende Links:

Herzlichen Dank für die großartigen Bilder aus Wittmundhafen!
Bitte beachten Sie die Copyright-Informationen. Ergänzende Hinweise: Mehr von Mick Balter unter mbaviation-images.com; mehr von EaZy Aviation Photography auf Flickr; mehr von Oliver Jonischkeit und ojpictures.de; mehr von Sven Neumann unter sn-militaryaviation.de; mehr von Jaap Zwagemaker auf Flickr

Update 15./16.05.2017: Zahlreiche neue Bilder aus Wittmundhafen in der Galerie. Patch des Scharfschießens ergänzt.
Update 22.05.2017: 3 neue Bilder in der Galerie.

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