CAPRICORN 2012 – ÜBUNG IM GEBIRGE

24. März 2012

BUNDESHEER, NEWS

Capricorn 2012 - Übung im HochgebirgeCapricorn 2012 – Übung im Hochgebirge © Bundesheer

Die Verbandsübung “Capricorn 2012” der 6. Jägerbrigade fand vom 12. bis 15. März 2012 statt. Rund 1.200 österreichische und deutsche Soldaten übten eine Stabilisierungsoperation im hochalpinen Gelände. Die Übung wurde vom Spittaler Jägerbataillon 26 geplant und im Raum Kötschach-Mauthen sowie am Plöckenpass in Kärnten durchgeführt. Der Übungsraum ist “historisch vorbelastet” – im Ersten Weltkrieg wurde hier in den Bergen der gegen die italienischen Alpini gekämpft. Einige Verteidigungsanlagen sind heute noch vorhanden. Im Rathaus der Marktgemeinde Kötschach-Mauthen befindet sich das kleine aber sehenswerte Museum 1914-1918 “Vom Ortler bis zur Adria”. Bei einem Besuch gemeinsam mit dem Freilichtmuseum des Gebirgskrieges 1915-18 am Plöckenpaß (etwa 12 km von Kötschach-Mauthen) erhält man einen guten Überblick über die Schrecken des damaligen Gebirgskriegs. Weitere Infos gibt es bei den Dolomitenfreunden.

Doch zurück zur Übung. Das hochalpine Gelände ist besonders fordernd. “Der Einsatzraum und die zielgerichteten Gefechtsaufgaben verlangen von jedem Soldaten spezielle Fähigkeiten und Fertigkeiten”, so der Kommandant der 6. Jägerbrigade, Brigadier Peter Grünwald. “Der Soldat muss lernen, unter extremen klimatischen Faktoren, militärisches Equipment im Hochgebirge zu bedienen und bereit zu halten”, erklärt Grünwald weiter.

Hauptaugenmerk der Übung war es, typische gefechtstechnische Aufgaben im Rahmen eines internationalen Stabilisierungseinsatzes zu lösen. Der Übung war ein realistisches Szenario zu Grunde gelegt – Angriffe und Anschläge durch irreguläre Kräfte eines fiktiven Nachbarstaates. Die eingesetzte Truppe sollte wichtige Einrichtungen für die Energieversorgung und Kommunikation bereitstellen sowie eine wichtige Transitverbindung durch das Gebirge zu schützen.

Rund 1.180 österreichische Gebirgstruppen und 120 Soldaten des deutschen Gebirgsjägerbataillons 232 aus Bayern nahmen an der Übung teil. Zum Einsatz kamen etwa 250 Fahrzeuge – vom Quads mit Raupenantrieb über diverse geländegängige Kraftfahrzeuge bis zu den hoch beweglichen Hägglunds Bv206D und Bv206S (geschützt) der Deutschen. Elf österreichische Hubschrauber der Typen Sikorsky S-70A-42 Black Hawk, Agusta Bell AB-212 und Bell OH-58B Kiowa sowie zwei Saab 105 Oe Jets unterstützten die Übung aus der Luft. Nicht zu unterschätzen ist auch der Wert der eingesetzten Tragtiere – österreichische Haflinger und deutsche Mulis sind auch im 21. Jahrhundert im extremen Gelände durch nichts zu ersetzen. Unauffällig und nahezu unabhängig vom Wetter übernehmen sie wichtige Versorgungsaufgaben.

GALERIE

Nachdem wir leider selbst nicht teilnehmen konnten, hier ein kleines Best-Of von der Homepage des Bundesheeres. Die Bilder sind wieder einmal ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass die Heeresbild- und Filmstelle HBF auf Top-Niveau arbeitet und nicht einfach mit dem Bundespressedienst verschmolzen werden sollte.

TEILNEHMER

Folgende Einheiten und Verbände nehmen an der Übung “Capricorn 2012″ teil:

  • Kommando der 6. Jägerbrigade (Absam)
  • Jägerbataillon 26 (Spittal an der Drau)
  • Jägerbataillon 23 (Bludesch)
  • Jägerbataillon 24 (Lienz in Osttirol)
  • Tragtierzentrum Hochfilzen des Stabsbataillons 6
  • Stabsbataillon 6 (Innsbruck, Absam, Hochfilzen)
  • Pionierbataillon 2 (Wals)
  • Jagdkommando (Wr. Neustadt)
  • Gebirgskampfzentrum (Saalfelden)
  • Aufklärungs- und Artilleriebataillon 7
  • Militärstreifentrupps (Tirol, Kärnten und Salzburg)
  • Auslandseinsatzbasis der Streitkräfte (Graz)
  • Militärkommando Kärnten
  • Luftstreitkräfte

Weitere Teilnehmer:

  • Gebirgsjägerbataillon 232 (Bischofswiesen/Deutschland)
  • Bergrettung (Kötschach-Mauthen)
  • Feuerwehr (Kötschach-Mauthen)

Weiterführende Links:

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