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Über die meisten Einsätze der Night Stalkers wird man vermutlich
- wenn überhaupt - erst in vielen Jahren erfahren. Dennoch gibt es zahlreiche
offizielle Operationen, von denen diese Seite überblicksmäßig
berichtet. |
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Im Oktober 1980 misslang die Geiselbefreiung
Desert One (Eagle Claw) im Iran. 53 US Bürger sollten aus
der amerikanischen Botschaft in Teheran befreit werden. Man stellte fest,
dass die US Streitkräfte für derartige Missionen über zu wenige geeignete
Hubschrauber und Besatzungen verfügen und die Army beschliesst die Aufstellung
einer entsprechenden Einheit. |
Auf der Suche nach Amerikas besten und erfahrendsten Hubschrauberbesatzungen
und Taktikern wird man bei der
101st Airborne Division (Air Assault) im Fort Campbell, Kentucky,
fündig. Außerdem ist diese Einheit mit den damals modernsten Hubschraubern
der Army ausgestattet. |
Man setzt die als Task Force 158 bezeichnete Einheit aus folgenden
Teilen zusammen:
Die C- und D-Kompanie
des 158th Aviation Battalion ist mit dem damals neuen UH-60A Black
Hawk ausgestattet. Der Hubschrauber ist leicht verlegbar, schnell und
kann trotzdem eine hohe Nutzlast befördern.
Das 229th Attack
Helicopter Battalion stellt die Piloten für die leichteren Transporthubschrauber
OH-6A Little Bird - später auch für die leichten Kampfhubschrauber. Die
Little Birds sind durch ihre geringen Abmaße leicht zu verladen und können
auch in engen Häuserschluchten landen. In Fort Rucker, Alabama beginnt
die hastige Entwicklung von bewaffneten Little Birds. Die B-Kompanie wird
zur Little Bird Einheit der Task Force.
Die A-Kompanie
des 159th Assault Support Helicopter Battalion stellt der Einheit
ihre CH-47C Chinook für schwere Lasten zur Verfügung.
Auch heute noch fliegt das 160th SOAR(A) die drei Basismodelle der Task
Force 158.
Sofort nach Aufstellung der Einheit beginnen die Kampfwertsteigerungen
der Hubschrauber. Sie werden voll nachtflugtauglich, erhalten größere
Tanks und bekommen leistungsfähige Navigations- und Kommunikationsmittel.
In Fort Campbell (Kentucky) beginnt ein intensives Training mit dem Fokus
auf bis zu 10stündige Formationstiefflüge bei Nacht. Die harte Ausbildung
für ihre gefährlichen Aufgaben fordert immer wieder Opfer. Allein in den
ersten drei Jahren gehen 9 Hubschrauber verloren - 21 Besatzungsmitglieder
finden dabei den Tod.
Im Herbst 1980 erhält die Task Force ihren ersten bewaffneten OH-6,
der die Bezeichnung AH-6 bekam. |
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Die Einheit wird in Task Force 160 umbenannt und
erhält eine neue Struktur.
Sie besteht nun aus einer Headquarters and Service Company (HSC), einer
Light Assault Company (MH-6s) und einer Light Attack Company (AH-6s).
Außerdem gibt es zwei Black Hawk und eine Chinook Kompanie. Kurz darauf
kommt eine eigene Wartungs Kompanie hinzu. |
Nachdem die volle Einsatzbereitschaft erlangt wird, tauft man die Truppe
am 16. Oktober 1981 in 160th Aviation Battalion um. Trotzdem wird
die Einheit auch heute noch oft als Task Force 160 bezeichnet.
Die offizielle Aufgabe ist es, neue Techniken und Taktiken für die 101.
Luftlandedivision zu entwickeln - in Wirklichkeit jedoch ist die erste
fliegende Spezialeinheit der Army geboren.
Nach einer tragischen Unfallserie im Jahr 1983, in der 16 Mann und 4 Hubschrauber
verloren gehen, stellt man eine eigene Ausbildungseinheit auf, die Special
Operations Aviation Training Company (SOATC). Auch ein eigenes Systems
Integration and Management Office (SIMO) wird gegründet, um die Hubschrauber-Beschaffungs-,
Umbau-, und Wartungsprogramme besser managen zu können. |
Der erste bekannte Kampfeinsatz führt das Bataillon auf die Insel Grenada.
Am 19. Oktober 1983 wird der Premierminister und Teile seins Stabes von
einem revolutionärem Militärrat ermordet. Grenada soll mit kubanischer
Hilfe ein kommunistisches Regime erhalten. Präsident Reagen befiehlt
darauf einen Militäreinsatz um US Bürger zu evakuieren und eine pro-westliche
Regierung einzusetzen.
Am 21. Oktober verlegt man das Bataillon in C-130 und C-5 Transportern
nach Barbados. Die Night Stalkers sind für die Infiltration und Exfiltration
von Army Ranger zuständig. Ziele sind ein Gefängnis, der Gouvaneursitz
und die TV- und Radiostation.
Der Einsatz gilt als Spaziergang ("walk in the park"). Als Navigationshilfe
gibt es nur Photokopien von Tourismuskarten und die Bewaffnung sieht lediglich
M-60 MGs und die Kaliber .38er Revolver mit 6 Schuss vor.
Aufgrund zahlreicher Verzögerungen kann kein Nachteinsatz geflogen werden.
Die Operation erfolgt also bei Tageslicht und ohne Überraschungseffekt,
da die Invasion der Insel bereits begonnen hat. Schon im Anflug hören
die neun MH-60 Black Hawks im Radio, wie die Bevölkerung der Insel zur
Abwehr der amerikanischen Hubschrauber aufgerufen wird.
Und so kommt es wie es kommen musste: Beim Gefängnis und dem Gouvaneurssitz
werden die Hubschrauber von allen Seiten von gut ausgerüsteten Kämpfern
beschossen. Zwei Hubschrauber werden abgeschossen - alle anderen beschädigt.
Erst beim zweiten Anlauf gelingt das Absetzten von Truppen beim Gouvaneur
- beim Gefängnis ist das Abwehrfeuer zu stark. Nur die Radiostation wird
ohne Schwierigkeiten eingenommen.
Einige Zeit später können die Bodentruppen erfolgreich wieder aufgenommen
werden - bzw. fischte man sie teilweise aus dem Meer. |
| Tageslicht, keine Feuerunterstützung und falsche Geheimdienstinformationen
sind jene Faktoren, die der noch jungen Einheit zwei Hubschrauber kosten.
Bei den Einsätzen auf Grenada verdienen sie sich ihr Motto: "Night Stalkers
Don't Quit." |
Die ersten Einsatzerfahrungen zeigen, das eine kritische Betrachtung
der Taktiken, Möglichkeiten und Organisation der Einheit notwenig ist.
Das Problem ist, dass das Potential immer langsamer als die Anforderungen
zu wachsen scheinen. Es finden zahlreiche geheime Trainings und auch mehrere
"schwarze Operationen" statt.
Im Oktober 1986, wird die 129th Combat Aviation Company mit ihren 15 MH-60,
und das 245th Aviation Battalion mit ihren 25 AH-6 und 23 UH-1 dem 160sten
unterstellt. Die neu strukturierte Einheit wird in 160th Special Operations
Aviation Group (Airborne) umbenannt. Schon im November 1987 erwirbt
jedoch die Gruppe den Regimentsstatus und wird als 160th Aviation Regiment
bezeichnet. |
Gegen Ende des Iran-Irak Krieges (1980-1988) bedroht der Iran die Schiffe
in der Straße von Hormuz und dem persischen Golf mit Seeminen und Silkworm-Raketen.
Kuwait kann seine Öltanker nicht beschützen.
Ab März 1987 fahren deshalb 11 kuwaitische Schiffe unter amerikanischer
Flagge und mit einer Seeeskorte der US Navy.
Am 24. Juli wird der Tanker Bridgeton trotzdem von einer Mine getroffen.
Man beschließt den Einsatz von Navy Seals und MH/AH-6 Little Birds der
Night Stalkers.
Die Little Birds sind klein, schnell, haben eine ausreichende Reichweite
und sind schwer auf dem Radar zu entdecken. Zwei Teams zu je einem MH-6
mit einem neuem FLIR (vorwärtsgerichteter Infrarotsensor) und zwei AH-6
werden aufgestellt. |
USS Klakring. Die Klakring und Jarrett sind Fregatten
der Oliver Hazard Perry Klasse.
© US Navy
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Die Teams werden auf die Fregatten USS Klakring
(FFG-42) und USS Jarrett (FFG-33) verlegt. Von dort aus unterstützen sie
Minenräumboote und übernehmen Begleitschutzaufgaben.
Die Aufgabenteilung sieht vor, dass die bordgestützten LAMPS Seahawks
als Aufklärer dienen, die MH-6 Ziele identifizieren und zuweisen und die
AH-6 die Ziele mit 7,62mm Miniguns und ungelenkten Raketen bekämpfen.
Später werden zwei große Lastkähne mit Hubschrauberplattformen als mobile
Seebasen modifiziert, die Hercules (120x46m) und die Wimbrown VII (76x24m). |
der
Lastkahn Hercules. ©
US Navy
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21. September 1987. Ein umgebautes iranisches RoRo-Schiff will
die Nordküste von Qatar verminen.
Die USS Jarrett, startet um 22.00 einen MH-6 und zwei AH-6. Der MH-6 beobachtet
die Iraner beim Minenabwurf und die AH-6 eröffnen das Feuer. Bis Sonnenaufgang
bleiben die Hubschrauber auf Position, bis USMC Hubschrauber das nunmehrige
Wrack übernehmen.
Am 8. Oktober 1987 wird ein bewaffnetes Boghammer und zwei Boston
Wahler Boote der Revolutionsgarde identifiziert. Der anfliegende MH-6
wird sofort beschossen, die AH-6 greifen an und vernichten die Boote.
Das Boghammer feuert dabei sogar zwei Stinger Raketen auf die Hubschrauber
ab.
Im November 1987 werden zusätzlich zwei MH-60 Black Hawks in den Golf
verlegt. Sie erhalten ein FLIR, Miniguns und ein taktisches Navigationssystem
(TACAN). Da sie in Navygrau lackiert werden, erhalten die beiden Hubschrauber
den Spitznamen "Grayhawks". |
dieses iranische Boghammer wurde nach
den Kämpfen am 8. Oktober 1987 gehoben. Beachte den Raketenein-schlag
unter dem Fahrerstand.
© US Navy
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ein Greyhawk auf der Hercules (beachte die Schnellboote)
Links: Wimbrown VII
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Am 24. Juni 1988 hat ein AH-6 Maschinenschaden. Er muss Notwassern
und die Besatzung wird - an einer Strickleiter hängend - auf eine kleine
Saudi Arabische Insel geflogen. Ein Grayhawk erreicht die beiden gerade
noch vor einem iranischen Kommando. Der AH-6 wird später gehoben.
1988 werden die Night Stalkers durch OH-58D (AHIP) Kiowa des 118th Aviation
Battalion abgelöst. Die Hubschrauber haben fast 6.000 Flugstunden hinter
sich. Der beachtliche Klarstand (Einsatzbereitschaft) unter den schwierigen
Einsatzbedingungen beträgt 97% für die MH/AH-6s und 94% für die MH-60.
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| Nach einem Krieg mit dem Tschad hinterlässt Libyen eine MI-24 Hind
im Land. In einer geheimen Kommandoaktion fliegt eine C-5 Galaxy zwei
MH-47 Chinook in den Tschad. Sie holen sich den geheimdienstlich wertvollen
russischen Kampfhubschrauber und verlegen zurück. Die Aktion verlief bei
völliger Dunkelheit und während eines Sandsturms ab. |
Das 160ste ist der Speerkopf bei der Operation, in der es gilt den
Diktator General Manuel Noriega abzusetzen.
Die Night Stalkers hatten viel Zeit zur Vorbereitung - sogar ein Gefängnis,
eines der Ziele, wurde in den USA nachgebaut.
Am 17. Dezember fliegen drei MH-47 Chinooks mit fünf MH-53J der Air Force
12 Stunden Non Stop auf die Howard AFB nach Panama.
C-5 Transporter fliegen die restliche Einheiten ein - insgesamt 441 Mann
mit 9 MH-6, 11 AH-6G/J, 19 UH/MH-60A und 7 MH-47D. |
ein MH-6 setzt in Panama Spezialtruppen ab.
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Bereits am 19. Dezember setzten die M/AH-6 Fernspäher ab
und AH-6 greifen das Hauptquartier der Streitkräfte Panamas an. Außerdem
wird der Flughafen bei Rio Hato eingenommen. Die MH-60 greifen Einrichtungen
an der Küste an.
Die MH-6 und AH-6 ermöglichen einen Dachangriff auf das Modelo Gefängis.
Trotz des starken Abwehrfeuers gelingt die Befreiungsaktion. In jener
Nacht verlieren die Night Stalkers einen AH-6 und einen MH-6. |
Der offizielle Angriff der US Streitkräfte beginnt erst später. Zwei
Wochen lang jagen die Hubschrauber auf der Suche nach General Noriega
als "Überfallkommandos" von einem Einsatz zum nächsten - bis
der gefangengenommene "Elvis" (Noriegas Codename) am
3. Jänner 1990 von zwei MH-60 zur Howard AFB transportiert werden kann.
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| ..wird in seiner heutigen Form am 16. Mai 1990 aufgestellt und dem
neuen US Army Special Operations Command USASOC unterstellt. (siehe Einleitung) |
Am 2. August 1990 besetzt der Irak das Sultanat Kuwait. Einen Monat
später erreichen 8 MH-47 Chinooks des 2. Bataillons sowie 4 MH-47 und
8 MH-60 Black Hawks des 3. Bataillons die King Khalid Military City in
Saudi Arabien.
Die Black Hawks bekommen noch vor Ort das neue HIRSS (Hover Infrared Suppression
Systems), interne Tanks und Miniguns, und eine neue Navigationsanlage.
Die Aufgabe des 160. SOAR (A) ist in erster Line die bewaffnete Rückführung
von abgestürzten Piloten der Allianz - CSAR (Combat Search and Rescue).
Außerdem setzen die MH-47 tief im Irak Spezialeinheiten ab, die Ziele
für die Jagdbomber markieren oder Raketenstellungen und Kommunikationsanlagen
angreifen. Die Chinooks werden auch zum Auftanken der AH-64 Apache der
101. Luftlandedivision in der Wüste eingesetzt.
Ein Beispiel für einen Einsatz: Am 23. Februar 1991, einen Tag
vor Desert Strom beobachten Dorfbewohner das Absetzen von Spezialeinheiten.
Kurz darauf eröffneten zahlreiche Kämpfer das Feuer. Das Dorf befindet
sich 300 km tief im Irak. Nur ein einziger MH-60 des 3. Bataillons ist
für die Unterstützung der Einheit verfügbar. Er greift mit seinen Miniguns
in das Gefecht ein und evakuiert das Team. Zurück auf der Basis entdeckt
man zahlreiche Einschüsse - darunter auch 6 schwere Treffer.
Über die Einsätze des 1. Bataillons ist nichts bekannt. Man spricht
von hunderten Geheimmissionen, die in einem Zeitraum von 61 Tagen durchgeführt
werden.
Im Golfkrieg verliert das Regiment nur einen MH-60L, der beim Rückflug
nach einer nächtlichen Rettungsmission in einem Sandsturm abstürzt. |
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Am 5. Juni 1993 bricht Mohammed Farah Aidid den Waffenstillstand in
Somalia. Er wird für die Ermordung von 24 pakistanische UN Soldaten
in der Hauptstadt Mogadischu verantwortlich gemacht. Die UN Resolution
837 beschliesst die Gefangennahme von Aidid und seinen Handlangern.
Kurz darauf bombardieren US Luftstreitkräfte Einrichtungen in der Stadt.
Am 2. August wird die Task Force Ranger wird nach Mogadischu befohlen,
sie besteht aus einer Ranger-Kompanie des 3/75, einem Delta Force Kommando
und Teilen des 160. SOAR (A) - MH-6 und AH-6 Little Birds sowie MH-60
Black Hawks.
Vorort erwartet sie ein uralter Hangar, wenig Trinkwasser und gelegentliche
RPG (Rocket Propelled Grenade, siehe Seitenende) Angriffe auf das Lager.
Im September gelingen der Task Force zahlreiche Einsätze gegen Sympathisanten
und mehrere Beschlagnahmungen von Waffen. Um die Bevölkerung ruhig zu
halten werden viele Patrouillenflüge über der Stadt durchgeführt.
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Szene aus dem Film "Black Hawk Down".
MH-6 setzen Einheiten ab.
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Am 3. Oktober 1993 werden 2 Anführer
von Aidids Clan in Mogadischu lokalisiert. 19 Flugzeuge, 12 Fahrzeuge
und 160 Mann werden zu ihrer Gefangennahme ausgeschickt. Die beiden Anführer
werden schnell gefasst und mit einem Verwundeten in die Bodenfahrzeuge
verladen und evakuiert.
Gleichzeitig wird jedoch "Super 61", ein MH-60 Black Hawk, von einer RPG
getroffen und stützt ab. Von allen Seiten stürmen hunderte bewaffnete
Somalier zur Absturzstelle. Bei dem Versuch die Überlebenden zu bergen
entbrennt ein schweres Feuergefecht in den Straßen von Mogadischu.
Auch Super 64 wird von einer RPG getroffen und stürzt ab und auch bei
dieser Absturzstelle beginnt sofort ein heftiges Gefecht. |
Immer wieder greifen die Hubschrauber MH-60 und AH-6 mit ihren Bordwaffen
in die Kämpfe ein und fügen den Somaliern hohe Verluste zu.
Erst ein Konvoi der 10th Mountain Division kann die Überlebenden evakuieren.
Das 160. SOAR (A) verliert bei diesem Einsatz 5 Männer und zwei Hubschrauber.
Es gibt 8 Verletzte und zwei weitere schwer beschädigte Black Hawks. Dazu
kommt noch, das ein Night Stalker in Gefangenschaft gerät und erst Wochen
später wieder freikommt.
Insgesamt verliert die Task Force Ranger 18 Tote und hat 73 Verletzte
zu beklagen. Die Somalier haben an diesem Tag angeblich über 1.000 Mann
verloren. Obwohl alle Missionsziele erreicht wurden, wurde dieser Einsatz
zur schlimmsten Erfahrung für US Streitkräfte seit dem Vietnamkrieg. |
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Originalfotos aus Somalia 1993.
rechts: ein MH-60L auf Patrouille über Mogadischu.
unten: zwei MH-60L über der Altstadt.

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Am 30. September 1991 wird der Präsident von Haiti durch einen Militärputsch
abgesetzt. Auch drei Jahre danach verweigert General Raoul Cedras die
versprochene Wiedereinsetzung des Präsidenten.
Die Operation Uphold Democracy läuft an. Mit dabei sind Teile des 1.
und 2. Bataillons der Night Stalkers. Sie werden auf der USS America
nach Port au Prince, Haiti überstellt. Sie sollten Spezialeinheiten
infiltrieren und Schlüsseleinrichtungen schützen. Kurz vor dem Angriff
kommt es zu einer diplomatischen Lösung.
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| Das 3. Bataillon ist am Einsatz in Bosnien beteiligt. |
| Vier MH-47D Chinooks werden zum Schutz amerikanischer Staatsbürger
vor einem Bürgerkrieg in Liberia abgestellt. In 10 Tagen werden 2.100
Menschen aus Liberia evakuiert. |

Kein ungewöhnlicher Anblick: Hubschrauber des 160th SOAR (A) auf
Schiffen der US Navy. Viele Einsätze der Night Stalkers begannen
auf einem Flugdeck. Im Bild ein MH-60K und ein MH-47E. Ort und Zeit
der Aufnahme unbekannt.
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Der Irak behindert die Arbeit der UN Waffenispektoren und gefährdet
die Flugzeuge der Operation Southern Watch (Überwachung der Flugverbotszone).
Die USA beschließen darauf Luftangriffe gegen irakische Boden-Luft-Raketenstellungen
und andere Einrichtungen.
Im Februar und November werden 4 MH-47E Chinooks des 2. Bataillons der
Night Stalkers für CSAR - Einsätze (Combat Search and Rescue) nach Kuwait
verlegt. Kein US Flugzeug wird abgeschossen. Dafür kann man aber eine
unbemannte Predator Aufklärungsdrohne im Irak bergen. |
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Im Zuge des Kampfes gegen den Terrorismus kommt das 160. SOAR (A) weltweit
zum Einsatz.
7. Oktober 2001. Die Operation Enduring Freedom hat die Zerschlagung
des Taliban-Regimes und des Al-Quaida Terrornetzwerkes im Land zum Ziel.
Der Krieg in Afghanistan war von Beginn an als Krieg der Spezialeinheiten
konzipiert. Natürlich wird der erste Hubschrauberflug amerikanischer
Truppen über Afghanistan in einer Maschine der Night Stalkers geflogen.
Er hat neben der Abzeichen der New Yorker Feuerwehr und Polizei auch
zwei US Flaggen an Bord - eine geht später an die US Botschaft in Afghanistan,
die zweite wird sofort nach dem Einsatz in das Weiße Haus geschickt.
Teile des 160sten erreichen Afghanistan an Bord der USS Kitty Hawk.
Der Träger soll anstelle einiger seiner Flugzeuge 1.000 Mann der Army
Special Forces, etwa 12 MH-60 und 6 MH-47 Chinook an Bord gehabt haben.
In Afghanistan kommen vor allen die MH-47E des 2. Bataillons zum Einsatz.
Nur die Chinooks besitzen die nötige Reichweite und Dienstgipfelhöhe
- über den afghanischen Bergen müssen die Besatzungsmitglieder sogar
Sauerstoffmasken tragen.
Man spricht von bisher weit über 200 Kampfeinsätzen im ersten Jahr.
Ein Einsatz am Begin der Operation ist näher beschrieben und zeigt
deutlich den Wert eines MH-47E. Der Hubschrauber hebt nachts mit einem
Team der Special Forces von einer vorgeschobenen Basis in Uzbekistan
ab, um Anti-Taliban Kräfte zu treffen. Der Chinook muss sich zunächst
bei der Überquerung eines Gebirgskammes bei absoluter Nullsicht
auf sein Radar verlassen. In niedriger Höhe wird von einer MC-130P
Treibstoff übernommen. Kurz darauf muss ein Raketenangriff abgewehrt
werden. Der Hubschrauber gerät in einen Sandsturm und muss in einer
Wolke einen 4.800m hohen Gebirgsrücken überqueren. Die letzte
Etappe wird im extremen Tiefflug zurückgelegt. Am Treffpunkt wird
das A-Team abgesetzt und sofort mit dem Rückflug begonnen. Die
Mission dauert 8,3 Stunden, 6,3 Stunden davon wurden bei schlechten
Wetter über feindlichen Gebiet geflogen.
4. März 2002: Während der Operation Anaconda gegen die Bergfestungen
der Taliban geraten zwei MH-47E bei der Landung in einen Feuerhinterhalt
und werden von RPGs und schweren Maschinengewehren beschossen. Ein Chinook
kann nach einem direkten RPG Treffer nicht wieder abheben. Ein Besatzungsmitglied
kam ums Leben.
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Präsident
Bush besucht das 160th SOAR (A) in Afghanistan. Rechts ein Ranger des
75. Rangerregiments
Im Hintergrund ein MH-47E Chinook der Night Stalkers.
auf der Heckrampe eines
MH-47E über Afghanistan
© 160.SOAR(A)
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Auf den Philippinen ist das 160ste gegen
die Abu Sayyaf im Einsatz. Offiziell sind die US Einheiten nur als Beobachter
und Ausbilder vor Ort. Nach einem elektronischen Defekt kam es zu einem
Absturz einer MH-47E - acht Mann kamen ums Leben.
Rechts: ein MH-47E auf den Phillippinen. |
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US Spezialeinheiten befinden sich auch in Dschibuti. Von dort aus werden
Einsätze gegen das Al-Qa'ida Terrornetzwerk im Jemen geflogen. Die Beteiligung
von Hubschraubern der Night Stalkers ist sehr warscheinlich. |
Die Operation Iraqi Freedom stürzt das Regime des irakischen Diktators
Saddam Hussein. Man will auch angeblich im Land versteckte Massenvernichtungswaffen
aufspüren.
Offiziell befand sich ein "Element" des 160. SOAR (A) in der
Golfregion. Außerdem "Teile" des 75. Rangerregiments und
die 5th Special Forces Group (Airborne). Näheres ist nicht bekannt.
Vermutlich kamen die Night Stalkers wieder als CSAR Element zum Einsatz.
Außerdem operierte das 160ste im Westen und Norden des Landes -
abseits der Vormarschrouten der Koalitionstruppen. Sie sollen auch an
der Einnahme von Husseins Tharthar Palast nahe Baghdad beteiligt gewesen
sein. |
| Bilder von der Befreiung von Private Jessica
Lynch am 2. April 2003. Die 19jährige wurde verwundet und geriet
in Kriegsgefangenschaft. Am rechten Bild ist deutlich ein Black Hawk zu
erkennen. Vermutlich handelt es sich um einen MH-60L. ©
US DoD |
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Der weltweite Kampf gegen den Terrorismus nötigt das Regiment derzeit
zur vollen Auslastung seiner Kapazitäten.
Zusätzlich werden sich künftige Militärschläge der USA in einem erhöhten
Maße auf die Spezialfliegerkräfte stützen. Der Ausbau und die weitere
Modernisierung der Einheit ist bereits beschlossene Sache.
Denkbar ist auch die Aufstellung vergleichbarer Einheiten.
Angesichts der stark steigenden Budgets der US Spezialeinheiten sind Pentagon-Vorstellungen,
nach denen die Army schon bald über eine Flotte von 78 MH-47G
Chinook und 99 MH-60M Black Hawk verfügt, durchaus realistisch!!!
Man kann mit einiger Sicherheit voraussagen, dass das 160. SOAR (A) an
nahezu jeder künftigen militärischen Aktion der Vereinigten Staaten beteiligt
sein wird. |
| Von Grenada 1983 bis zum Irak 2003 - die Bedrohung durch RPGs muss das
160ste ernst nehmen. Die Hubschrauber der Night Stalkers sind durch verschiedene
Defensivsysteme gegen Lenkwaffen best möglich geschützt. Die
meisten Verluste werden ihnen durch diese ungelenkte leichte Panzerabwehrwaffe
russischer Produktion zugefügt. Sie ist klein, leicht, billig und
sehr weit verbreitet. Auf sehr kurze Entfernungen sind sie für schwebende
oder gelandete Hubschrauber eine ernsthafte Bedrohung. |

irakischer Milizsoldat in Bagdad 2003.
rechts: Operation Urgent Fury aus 1983. Dieser Black Hawk hatte Glück.
Er konnte trotz des RPG Treffers sicher landen.
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