Baubericht S.M.U.5
  Das Holland-Boot der k.u.k. Kriegsmarine in Maßstab 1/32.
 
  Teil 1: Zwischenbericht Turmsegment.
  Nachdem ich den prinzipiellen Aufbau des kleinen Dioramas (120 x 20 cm) geplant und die Vorarbeiten erledigt waren, ging ich an den Bau des Bootes.
 



Zu den Fotos:
Die Aufstiegsklampen an beiden Seiten des Turmes sind noch nicht montiert.
Der zweite obere Teil der Persenningsreling fehlt auch noch - er wird mit der Figur des Kommandanten gemeinsam eingefügt, sobald dieser fertig bemalt wurde.
© The Modeller
Der Turm ist nahezu fertig. Ein Problem ist von Beginn an zu lösen: Der Resinguss des Turms ist im Guss stärker geschrumpft als der Zinnguss des Oberteiles. Dadurch ist das Turmoberteil etwas zu groß geworden. Das Problem ist, den schönen Nietenrand am oberen Rand des Turmes zu erhalten. Es gibt nun mehrere Möglichkeiten zur Korrektur:
1. Die Ränder des Turmoberteils konisch schleifen, sodass sich der Teil auf den Turmrand aufsetzen lässt.
2. Den Turmoberteil einpassen und die Halterungen für die Persenningreling am Turm neu machen.
3. den Oberteil einfach aufsetzen und eventuell mit einigen Streifen Kunststoffplatte verhindern, dass der Oberteil schräg aufgeklebt wird. Eine entstehende Fuge einfach mit Zauberkleber in mehreren Arbeitsgängen bzw. mit einem dünnen Kunststoff-Streifen (dünnes Plattenmaterial oder gezogene Gußäste aus dem Plastikmodellbau) füllen.
Ich habe die Variante 2 gewählt.

Weitere Detaillierungen: Das Lüftungsgitter auf der Luke habe ich nachgebohrt, um mehr Tiefe zu erzeugen. Außerdem wird später dann die Kommandantenfigur mit einem Drahtstück eingesetzt.
Die im Bausatz befindlichen Rettungsmittel waren mir zu klein - ich habe sie daher aus Gussresten neu gebaut und mit Rettungsleinen an den Seiten des ausgefahrenen Sehrohrs montiert. Die Pfeife am Seerohrsockel wurde mit einer feinen Säge im oberen Teil abgetrennt - das Ventil dazu mit einem kleinen geätzten Handrad ergänzt. Die beiden Gitter pro Seite habe ich aufgebohrt und mit geätzten Gittern noch besser dargestellt.
Der Steuerstand wurde mit einem Handrand mit 4 Speichen versehen. Es ist im Prinzip ein Steuerrad wie in einem Auto und sollte in etwa einen Durchmesser von 15 mm haben.
Die beiden Maschinentelegrafen für die Motoren habe ich detailliert, indem ich die Hebel extra aufgesetzt und die Seitenflächen schwarz glänzend lackiert habe. Die Skala wurde dann eingeritzt, sodaß sie Silber durchscheint.
Auf Fotos (z.B. in meinem Typenblatt, das schon lieferbar ist) sieht man eine Peitschenantenne vorne am Turm, dessen Fuß beim Modell mitmodelliert wurde. Ich habe mit Draht und Injektionsnadeln die Antenne weiter aufgebaut.
   
 

Bemalung
Ich verwende fast ausschließlich wasserlösliche Acryl-Farben - vorzugsweise von Tamiya: FIELD BLUE (Tamiya XF 50) - als Grundfarbe, die mit FLAT BLUE (Tamiya XF 8) aufgehellt wird. Abschürfungen sind mit Silber dargestellt. Rost mit einer Mischung aus Gun-Metal und dunkelrot.

Nachdem ich mich entschlossen habe, das Boot im Bauzustand 1914 mit rot-weiß-rotem Bug und Turmnummer zu bauen, habe ich die Turmnummer mit einer geschnittenen Schablone in verschiedensten Weiß-Schattierungen getupft, um eine "beanspruchte" Färbung zu erreichen. Die Schablone ist aus der Schriftfamilie Univers (Condensed) hergestellt, die dem auf Fotos sichtbaren Schriftschnitt am ehesten entspricht.
Mit der gleichen Methode habe ich auch die rot-weiß-rote Fahne am Bug aufgemalt.
Ich gehe davon aus, das Lampenteile, Teile der Pfeife und der Reling, die Verschlüsse und natürlich auch die Maschinentelegraphen in Messing ausgeführt wurden. Die Farbe platzt dort vermehrt ab, was auf meinem Modell schön zu sehen ist.
Die Backbord-Positionslampe (rechts) ist grün - die Steuerbordleuchte rot. Ich habe die Vertiefungen für die Lampen in den gleichen Farben bemalt.
Es fehlt auf meinem Bild noch der unvermeidliche Rost, der aber erst aufgebracht wird, wenn das Boot fertig bemalt und zusammengestellt ist. Damit muss man behutsam umgehen, um die richtige Dosierung zu finden.

Der Turm - ein Modell für sich.


Wird fortgesetzt ...
   
  mehr über den U-Boot Bausatz und über unser Typenblatt über die Holland-Klasse finden Sie auf http://themodeller.toegels.at
          
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