Militärluftfahrzeuge des Österreichischen Bundesheeres ab 1955.
Kommando Luftstreitkräfte - offizielles Wappen.
Kommando-Luftstreitkräfte
Am 13. September 1955 wurde formal die Luftabteilung des Bundesheeres ins Leben gerufen. Doch erst im November trafen die ersten acht Flugzeuge in Einzelteilen ein - Yak-11 "Moose" und Yak-18 "Max" Schulungsmaschinen - ein Geschenk der Sowjetunion.
Am 9. Dezember 1955 um 10 Uhr hob erstmals ein Flugzeug des Bundesheeres der Zweiten Republik ab - es handelte sich um die Yak-18 mit der Kennung 3A-AB.
 

eine Draken-Rotte
© Bundesheer
Das folgende Militärluftfahrtregister basiert auf einer Liste, die 1995 in zwei Ausgaben der ÖFH Nachrichten erschienen ist. Nach der Datenübernahme wurde sie von uns unter Zuhilfenahme zahlreicher Quellen auf einen aktuelleren Stand gebracht. Um dieses Verzeichnis korrekt und aktuell zu bekommen und zu halten sind wir auf Ihre Mithilfe angewiesen! Außerdem schlägt bei so vielen Zahlen schnell mal der Fehlerteufel zu.
Senden Sie uns bitte aktuelle Informationen, Korrekturen oder besseres Bildmaterial zu! Bitte ein Mail an info@doppeladler.com.

Die Militärluftfahrzeuge sind in Flächenflugzeuge und Hubschrauber unterteilt und jeweils nach der Erstzulassung des Typs beim Bundesheer geordnet.
 
  Flächenflugzeuge ab 1955
  Hubschrauber ab 1955
 
Erklärungen  

Beschreibung der Spalten
KN SN BJ VK DATUM ANM NK
Kennz.
registr.
Seriennummer (Werk) - c/n Bj.
y/m
Vorkennung
prev.id.
Reg.Datum
reg.date
Anmerkung
/ notes
Nachkennung
fol.id.
 
Legende    
acc accident Flugunfall
der derelict Wrack
for spares   für Ersatzteile ausgeschlachtet
pr preserved erhalten geblieben. z.B. im ...
HGM- Heeresgeschichtliches Museum
FTL - Museum Fahrzeug-Technik-Luftfahrt
ÖLM - Österreichische Luftfahrt Museum
scr scrapped verschrottet
sold   verkauft
stored   eingelagert
wfu withdrawn from use außer Dienst gestellt
w/o written off durch Flugunfall abgeschrieben
 
zu den technischen Daten  
Höchstgeschwindigkeit Angabe in Bodennähe (wenn nicht angegeben)
Triebwerk

Schubkraft in kg ohne/mit Nachbrenner.
Zum leichteren Verständnis sind die Leistungsangaben der Strahltriebwerke in kg und die der anderen Triebwerke in PS angegeben.
1kg > 9,797N > 0,998kp > 4,059 PS
1 PS > 0,735 kW

   
Kunstflugteams beim Bundesheer.

Im Register finden sich Hinweise zu den Kunstflugteams, den einzelne Maschinen angehör(t)en.
1966-1968 "Silver Birds" auf Fouga Magister
1975-1976 "Silver Birds" auf Saab 105
1975-1984 "Karo As" auf Saab 105
1975-1987 und dann wieder ab 1997 "Das Kleeblatt" auf AB-206.

 
Kennzeichnung der österreichischen Militärluftfahrzeuge.  
Die Kennzeichnung der Militärluftfahrzeuge ist in Österreich im Luftfahrtgesetz von 1957 sowie in der Militärluftfahrzeugskennzeichen-Verordnung 1961 geregelt.
Das Kennzeichen besteht aus dem Hoheitsabzeichen (der Kokarde) und der Dienstbezeichnung.
die Kokarde Die heutige Kokarde (weißes Dreieck in einem roten Kreis) wurde bei den Luftstreitkräften der 1. Republik im Jahr 1934 eingeführt.
Der Entwurf stammt von Ing. Rosner von der Fliegerwerft Graz-Thalerhof.
Die Dienstbezeichnung kann vom Bundesministerium für Landesverteidigung frei gewählt werden, allerdings muss eine Verwechslungsgefahr mit Signalen des Funkverkehrs ausgeschlossen werden.
Bisher wurden hauptsächlich 4-stellige Buchstaben / Zahlen-kombinationen vergeben, die schwarz oder selten auch weiß vor und nach der Kokarde angebracht werden.

Im Prinzip werden die Dienstbezeichnungen nach folgenden Schema vergeben:

1. Stelle: Die Zahl gibt die Gewichtsklasse des Luftfahrzeugs an.
1: bis 500kg
2: 501-1.250kg
3: 1.251-2.900kg
4: 2.901-4.500kg
5: 4.501-8.500kg
6: 8.501-18.000kg
7: 18.001-36.000kg
8: 36.001-90.000kg
9: über 90.000kg
2. Stelle: Der Buchstabe beschreibt die Luftfahrzeug-Kategorie.
Transporthubschrauber: E (Al-III), D (AB-212)
Transportflugzeug: G (PC-6), T (C-130), S (SC-7)
Schulflugzeug: H (PC-7)
Luftraumüberwachungsflugzeug: L (Taifun)
Verbindungshubschrauber: C (OH-58, AB-206)
Mehrzweckhubschrauber: M (S-70A)
  Kokarde oder manchmal auch Bindestrich
3. Stelle u.
4. Stelle
fortlaufende Reihung zur Identifikation des Luftfahrzeugs. Bei mehr als 24 Luftfahrzeugen des gleichen Typs springt die 3. Stelle um einen Platz weiter. Z.B. bei der Alouette III von 3E-KZ auf 3E-LA.
 
eine Formation von Pilatus PC-7 Turbo Trainer.
Die Kennzeichnung ist auf der 3H-FM deutlich zu erkennen.
© Bundesheer
 

An obige Regelung wurde sich aber nicht immer gehalten - aus ganz verschiedenen Gründen. Z.B. wollte man die Abkürzung 3L-MA vermeiden (Leck mich ...). Oft wurde die Dienstbezeichnung willkürlich festgelegt. Ist einmal das System verlassen fällt es schwer bei neuen Typen oder Nachkäufen wieder hineinzukommen.

Ausnahmen:
Das System mit dem Buchstaben in Staffelfarbe, z.B. Yellow H, wurde von der schwedischen Luftwaffe übernommen und findet sich bei der Saab 105 und der Saab J 29F. Bei Draken und Saab 105 wurde die letzten beiden Nummern der Seriennummer mit einbezogen.
Die Saab 105 benutzen folgendes System:
1. Stelle: Anfangsbuchstabe der Farbe - z.B. G für "Green"
2. Stelle: Reihung der Maschinen nach Alphabeth
3. und 4. Stelle: die letzten beiden Stellen der Seriennummer

   
drei Saab J 29 F - die 'fliegenden Tonnen'. Zu sehen ist Rot M und Rot I, sowie Gelb M.
   
  Flächenflugzeuge ab 1955
  Hubschrauber ab 1955
 
 Seitenanfang
die Kokarde - Hoheitsabzeichen seit 1934.
die Kokarde - Hoheitsabzeichen seit 1934.

 

</Anzeige>