[Überschrift: "Drohnen-Abwehr"; im Bild ein HP47-Jammer und Aaaronia AARTOS MJ40 auf einem mit Tarnnetz abgedeckten Tisch] Die Drohnenabwehr soll stark ausgebaut werden.
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Bundesheer plant Ausbau der Drohnenabwehr
Katharina Garzuly (ORF)
: "Herzlich willkommen bei Salzburg heute am Freitagabend.
[Hintergrundbild: AZR RAC-3D und Aaronia AARTOS Sector UAV Jammer in der Schwarzenbergkaserne, im Vordergrund eine Ansammlung von Soldaten] Das Bundesheer will seine Drohnenabwehr und die Luftstreitkräfte in den kommenden Jahren deutlich ausbauen. Das ist heute beim 20-Jahr-Jubiläum der Luftstreitkräfte betont worden.
Wie notwendig diese Investitionen sind, zeige nicht nur der Krieg in der Ukraine. Auch über der Salzburger Kaserne werden immer wieder fremde Drohnen gesichtet."
[Soldat mit Fernbedienung beim Start einer DJI Mavic] Eine Drohne über der Schwarzenbergkaserne in Wals. Was heute Vormittag nur eine Vorführung gewesen ist, das hat in den letzten Tagen durchaus für Aufregung gesorgt. Denn da
[AZR RAC-3D und Besucher vor dem Standortkasino Salzburg in der Schwarzenbergkaserne; im Hintergrund ist das Surren der Mavic zu hören] wurden Drohnen über dem Kasernengelände gesichtet.
Gerfried Promberger (Kommandant Luftstreitkräfte)
: "Wir haben mehrere Vorfälle. Die militärische Sicherheit untersucht das auch. Wir sind gerade in einem Ermittlungsverfahren. Wir nehmen diese Vorfälle sehr, sehr, sehr ernst. Und wir ... wir arbeiten daran."
ORF: "O.K., also wie viele sind das?"
PROMBERGER: "Viele.
[DJI Mavic im Flug] Es kann auch sein, dass das eine Unachtsamkeit ist. Das mag schon sein. Nur, wir leben in einem Rechtsstaat und ich kann nicht einfach überall
[Zwei Soldaten beim Zielen mit einem tragbaren Störsystem HP 47] drüberfliegen."
Dabei gibt es in der Schwarzenbergkaserne eine Drohnenabwehrgruppe. Die ist derzeit aber noch klein, mit 15 Soldatinnen und Soldaten.
[DJI Mavic bei der Landung] Ihr Auftrag ist es, den Luftraum über Bundesheereinrichtungen und dem Personal gegen unbefugte Drohnenflüge zu sichern. So wie zuletzt auch über der Schwarzenbergkaserne selbst.
Paul Grünwald (Elektronische Drohnenabwehr)
: "Wir werden, wenn wir Drohnen über Kasernen oder über übender Truppe erkannt werden, werden wir herangezogen, um diese dann zu überwachen und zu stören.
[AZR RAC-3D und Besucher vor dem Standortkasino Salzburg in der Schwarzenbergkaserne] Wir haben verschiedene Systeme.
[Sich drehende Antenne des RAC-3D] Wir haben einerseits Systeme zur
[3D DF-Peilantenne des AARTOS] Detektion von Drohnen und andererseits
[Soldat am Portable Command Center Analyzer des AARTOS] zur Abwehr von Drohnen. Die Detektionssysteme sind Peilantennen. Mit denen können wir die Funksignale der Drohne erkennen und diese orten. Sobald diese geortet und ausgewertet wurden, können wir verschiedene Störsysteme einsetzen, um die Drohnen zu neutralisieren."
[Zwei Soldaten mit tragbarem Störsystem HP-47; im Hintergrund das Standortkasino und das RAC-3D] Doch die derzeit noch überschaubare Drohnenabwehr des Bundesheers soll angesichts des Ukrainekriegs, aber
[Frachtflugzeug von DHL bei Nacht am Flughafen Leipzig] auch angesichts von Drohnenvorfällen
[Entschärfungsroboter bei Nacht am Flughafen Leipzig] wir vor kurzem am Flughafen in Leipzig deutlich erweitert werden.
[Besucher im Festsaal der Schwarzenbergkaserne beim Verfolgen eines Vortrags; Vortragender, im Hintergrund Powerpoint-Folie "20 Jahre Führung der Luftstreitkräfte in SALZBURG"] Das ist rund um den Festakt zum 20-Jahr-Jubiläum des Luftstreitkräftekommandos in Salzburg heute betont worden.
PROMBERGER: "
[Zwei Soldatinnen beim Fliegen mit der DJI Mavic; Detailaufnahme der Drohne mit Registrierung U-XA] Salzburg wird auch das Drohnenkompetenzzentrum werden. Keine Sorge, da kommt noch viel, viel mehr. Nur: Es bestellt momentan die ganze Welt.
Also wir müssen einerseits Personal rekrutieren, andererseits natürlich das Gerät ankaufen und das passiert in den ... wie g'sagt, das ist kein Vorgang,
[Soldat beim Zielen mit HP47] der einfach von heute auf morgen passiert, sondern das ist ein monate-, jahrelanger Prozess
[DJI Mavic im Flug] und genau den haben wir eigentlich schon vor längerer Zeit gestartet.
[C-390M bei der Landung am Flughafen Klagenfurt] Und es geht ja nicht nur um Drohnenabwehr: Es geht ja um Flugzeuge und Fliegerabwehrkanonen, Fliegerabwehrlenkwaffen ... Also da passiert sehr, sehr, sehr viel."
[Pandur EVO mit Mockup des Skyranger 30 am Wiener Heldenplatz beim Nationalfeiertag] Solche Anschaffungen werden aber Milliarden Euro kosten, was heuer schon für Diskussionen über die Finanzierung gesorgt hat.
PROMBERGER: "Andererseits gibt's gewisse Vorhaben, wie die Eurofighter-Nachfolge - wie g'sagt, wir brauchen diesbezüglich
[Zwei Eurofighter beim Flug in Formation] ein überschallfähiges Kampfflugzeug. Das ist derzeit nicht abgedeckt. Es muss außerbudgetär entsprechend budgetiert werden."
[M346FA mit Zielbehälter, Lenkbomben und Sidewinder auf einem Flugplatz; "Quelle: Leonardo Aircraft"] Neue Trainings- und Luftunterstützungsjets, die aber nicht Überschall fliegen, sind jedenfalls schon
[Zwei M346 im Flug; "Quelle: Leonardo S.p.A. and Subsidiaries"] mit 850 Millionen Euro im Budget
[Pilot in einer M346 während des Fluges; "Quelle: Leonardo S.p.A. and Subsidiaries"] für die nächsten Jahre fixiert.
[M-346 und M-345 im Flug über einem See; "Quelle: Leonardo S.p.A. and Subsidiaries"] Dazu kommen noch 500 Millionen Euro für neue Raketen.
Bericht: Peter-Paul Hahnl
Kamera: Martin Kriebitz
Schnitt: Lisa Reischl