Medienberichte 2026

Landesverteidigung, Einsätze & Übungen, Sicherheitspolitik, Organisation, ...
muck
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von muck »

iceman hat geschrieben: Do 10. Sep 2026, 10:03 Offene Pinzgauer Cabrios??
Eigenschutz und Sicherung gegen Drohnen sollte langsam anders aussehen??

Was haltet ihr davon?
Von meiner Warte aus ist "Eigenschutz" eine aktive Tätigkeit, keine passive Eigenschaft. Eigenschutz kann ich auch betreiben, wenn ich mit einem Quad durch die Gegend gurke.

Stichwort: Survivability Onion. Don't be there. Don't be identified. Don't be acquired. Don't be engaged. Don't be hit.

Kritischer als die offenen Fahrzeuge würde ich bewerten, dass im Bereitstellungsraum alle lässig herumsitzen.
theoderich
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

Abschlussübung für 1.600 Grundwehrdiener

https://kaernten.orf.at/stories/3370756/


25 Jahre 9/11
Sicherheit am Flughafen Wien: Alte Gefahren gebannt, Drohnen erkannt?
Drohnenabwehr

Schlägt das Erkennungssystem des Flughafens Alarm und meldet eine Drohne ohne Berechtigung, wandert der Fall zur Austro Control und zur Polizei. Dort wird über weitere Maßnahmen entschieden. Malanik kritisiert das System im Gespräch mit dem STANDARD: Drohnen werden zwar erkannt, doch "bis die Polizei mit den geeigneten Instrumenten anrückt, ist die Drohne wahrscheinlich entweder längst weg, oder es ist etwas passiert." Er fordert die Regierung auf, eine "klare Zuständigkeit zu schaffen und Flughäfen entsprechend auszurüsten".

Unter der Leitung des Innenministeriums arbeitet die Regierung mit dem Infrastruktur- und Verteidigungsministerium seit November 2025 an einer nationalen Drohnenabwehrstrategie. Auf Anfrage des STANDARD heißt es aus dem Innenministerium: Der Schutz kritischer Infrastruktur stehe "zunehmend im Fokus sicherheitspolitischer Maßnahmen". Auf Flughäfen gebe es "etablierte Abläufe" zwischen allen zuständigen Stellen. Durch das "koordinierte Zusammenwirken" könne die Detektion und Abwehr von Drohnen langfristig sichergestellt werden. Konkrete Fragen über Details bleiben unbeantwortet.

Am Flughafen Wien betont Wimmer das eigens angeschaffte Drohnendetektionssystem. In die Entwicklung der nationalen Drohnenabwehrstrategie sei man eingebunden.

Laut Austro Control kommen Drohnensichtungen selten vor: Sechs seien im Vorjahr rund um den Flughafen Wien gesichtet worden. Bei Sichtungen werden Pilotinnen und Piloten umgehend informiert. Unterbrechungen des Flugbetriebs habe es nie gegeben.
https://www.derstandard.at/story/300000 ... en-erkannt
Woyzeck
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von Woyzeck »

muck hat geschrieben: Fr 11. Sep 2026, 01:53 Stichwort: Survivability Onion. Don't be there. Don't be identified. Don't be acquired. Don't be engaged. Don't be hit.

Kritischer als die offenen Fahrzeuge würde ich bewerten, dass im Bereitstellungsraum alle lässig herumsitzen.
Ich stelle mir eher die Frage, welchen taktischen Nutzen ein Aufklärungstrupp auf Pinzgauer hat, der als Sensor nur vier Ohrwaschelpaare und einen Swarowski Habicht aufweisen kann. Den kann man getrost durch zwei Mann mit FPV-Drohnen ersetzen, was weit besser und billiger ist. Die brauchen dann nicht mal ein Fahrzeug, sondern nur ein Loch in der Erde und werden den Einsatz wahrscheinlich sogar überleben - im Gegensatz zu ihren Kollegen am Pinzgauer.
theoderich
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

Massiver Ausbau bei Drohnenabwehr und Luftstreitkräften

https://salzburg.orf.at/stories/3370774/
theoderich
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

Bundesheer nimmt Drohnen ins Visier – „In der Ukraine sehen wir jeden Tag, was es heißt, wenn man die Lufthoheit verliert“
Oberleutnant Paul G. ist Kommandeur des Jägerbataillons acht in der Schwarzenbergkaserne in Wals-Siezenheim. Gemeinsam mit 14 weiteren Soldatinnen und Soldaten ist der Oberleutnant für die elektronische Drohnenabwehr zuständig. Das Jägerbataillon wurde mit Anfang des Jahres Teil der Flugstreitkräfte des österreichischen Bundesheeres und soll in Flugabwehrbataillon 8 umbenannt werden.

„Wir haben einerseits verschiedene Detektionssysteme. Wir erkennen das Funksignal zwischen Drohne und Drohnenbediener und setzen dann verschiedene Störsignale ein.“ Die Drohne werde dann durch ein starkes Störsignal zur Landung gezwungen. Zum Einsatz kommen sowohl kleinere mobile Störgeräte als auch größere stationäre Systeme. Drohnenüberwachungseinsätze habe man in den vergangenen Jahren bereits mehrfach gehabt. „Wir haben aber noch keine Drohne neutralisiert“, sagt Paul G.
Am Freitag feierte die Luftabwehr in Salzburg ihr 20-Jahr-Jubiläum. Es ist kein Zufall, dass man dafür genau 9/11 wählt, jenen Tag, an dem vor 25 Jahren zwei Flugzeuge ins World Trade Center flogen. „Die Sicherung unseres Luftraums ist wesentlich, um unsere Souveränität zu schützen. In der Ukraine sehen wir jeden Tag, welche Folgen es hat, wenn man die Lufthoheit verliert. Vor 25 Jahren an diesem Tag mussten das auch die USA leidvoll erleben“, sagt Gerfried Promberger, Kommandant der österreichischen Luftstreitkräfte. Auch Vorfälle wie jener am 10. September 2025, als mehrere russische Drohnen den polnischen Luftraum verletzten, oder die am Leipziger Flughafen im August gefundene Sprengstoff-Drohne würden verdeutlichen, wie wichtig die Landesverteidigung zur Luft sei.

Ziel sei es deshalb, die österreichische Luftverteidigung so auszubauen, dass sie rund um die Uhr möglich sei. „Da ist auch die Nachfolge der Eurofighter ein Thema. Denn wir brauchen überschallfähige Flugzeuge, um unseren Luftraum schützen zu können“, erklärt Promberger. Zum Schutz der Bevölkerung werde auch in bodengebundene Luftabwehr, Fliegerabwehr und Fliegerabwehrkanonen sowie Lenkwaffen investiert.

Wie viel Geld genau fließen wird und um wie viele Köpfe das Heer wachsen wird, ist noch unklar. „Wir haben die neuen Organisationspläne dem Bundesministerium vorgelegt. Diese werden jetzt beurteilt und verhandelt.“

Laut dem Salzburger Militärkommandanten Peter Schinnerl sind in Salzburg jedenfalls Investitionen in allen Bereichen des Heeres geplant. „Von den Pionieren bis zur Logistik und dem Jägerbataillon. In allen Bereichen wird nachgerüstet“, sagt Schinnerl. Insgesamt sollen rund 2,5 Milliarden Euro in den nächsten Jahren am Standort Salzburg in die Aufrüstung des Bundesheers investiert werden.
https://www.sn.at/salzburg/chronik/bund ... art-672524


Durch Militärgebiet
Bundesheer und Stadt Wien sind sich bei Landstraßer Schulweg uneins
Ende 2025 wurde im Wiener Gemeinderat der neue Flächenwidmungsplan für das Arsenal festgelegt. Neben dem neuen Standort der Akademie der bildenden Künste in der Ballonhalle wurde etwa auch die entsprechende Widmung für die Verwandlung der bestehenden Militärkaserne Arsenal in ein Heereslogistikzentrum geschaffen. Nicht mehr als eine Randnotiz ist eigentlich der ebenfalls umgewidmete, rund 150 Meter lange Fußweg zur Kreuzung Kelsenstraße/Franz-Grill-Straße und Landstraßer Hauptstraße.

Letztes Wort hat Verteidigungsministerium

Dieser soll im Sinne des Modells "Stadt der kurzen Wege" eine wichtige Durchwegung durch das Arsenal schaffen. Etwa für das nahegelegene Sonnwendviertel oder das Stadtentwicklungsgebiet Arsenal zum neuen Village im Dritten samt dem Gymnasium. Ein klassischer Schulweg, von dem man entlang der Landstraßer Hauptstraße bis vor dem Schuleingang gelangen würde.

Allerdings führt dieser 150-Meter-Fußweg durch das Gebiet der Militärkaserne. Bereits im Zuge des Flächenwidmungsverfahrens hatte die Heeresliegenschaftsverwaltung ihre Bedenken deswegen geäußert. Der Weg blieb im Plan enthalten und wurde im Gemeinderat beschlossen. Am Ende liegt die Entscheidung aber beim Liegenschaftseigentümer, also dem Verteidigungsministerium.

SPÖ unterstreicht Dringlichkeit

Man ist also auf die Öffnung des Weges durch das Heer angewiesen, um für Schulkinder und Co. einen Umweg vermeiden zu können. Die SPÖ brachte in der vergangenen Bezirksvertretungssitzung im Juni dazu erneut einen Antrag ein. Unter dem Titel "Direkter Schulweg ins künftige Village-Gymnasium" wird die zuständige Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) dazu animiert, in Verhandlung mit dem Ministerium zu treten, um eine Öffnung zu ermöglichen.

Die SPÖ betonte in der Sitzung, dass sowohl der Bezirk als auch die Stadträtin für den Schulweg sind und nun das Ministerium am Zug sei. Der Antrag solle die Dringlichkeit des Unterfangens unterstreichen. Alle Fraktionen bis auf die FPÖ stimmten dem zu. "
Aus dem Verteidigungsministerium hält man auf Anfrage dennoch nach wie vor wenig von dem Vorschlag. Direkte Zitate sind von einem Sprecher nicht erwünscht, deshalb: Die Nutzung der Liegenschaft müsste für das Heer uneingeschränkt möglich bleiben. Der angedachte Fußweg würde das Areal hingegen teilen, was der militärischen Widmung widerspreche. Angesichts aktueller Bedrohungen sei die Idee eines Fußwegs "grotesk".
https://www.meinbezirk.at/landstrasse/c ... s_a8892256
Zuletzt geändert von theoderich am Fr 11. Sep 2026, 23:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

Milliarden-Investition
Fremde Drohnen! So reagiert unser Heer im Notfall
„Zusatzgeräte für das Drohnenabwehrsystem haben wir heuer neu eingekauft. Damit haben wir eine sogenannte Kampfwertsteigerung“, erklärt Auer. Die neu angeschafften Geräte stammen übrigens von der weltweit im Bereich Drohnenabwehr führenden deutschen Hightech-Firma Aaronia.
https://www.krone.at/4291037


Salzburg heute

11.9.2026, 19:00 Uhr | ORF 2
[Überschrift: "Drohnen-Abwehr"; im Bild ein HP47-Jammer und Aaaronia AARTOS MJ40 auf einem mit Tarnnetz abgedeckten Tisch] Die Drohnenabwehr soll stark ausgebaut werden.

[...]

Bundesheer plant Ausbau der Drohnenabwehr

Katharina Garzuly (ORF): "Herzlich willkommen bei Salzburg heute am Freitagabend. [Hintergrundbild: AZR RAC-3D und Aaronia AARTOS Sector UAV Jammer in der Schwarzenbergkaserne, im Vordergrund eine Ansammlung von Soldaten] Das Bundesheer will seine Drohnenabwehr und die Luftstreitkräfte in den kommenden Jahren deutlich ausbauen. Das ist heute beim 20-Jahr-Jubiläum der Luftstreitkräfte betont worden.

Wie notwendig diese Investitionen sind, zeige nicht nur der Krieg in der Ukraine. Auch über der Salzburger Kaserne werden immer wieder fremde Drohnen gesichtet."

[Soldat mit Fernbedienung beim Start einer DJI Mavic] Eine Drohne über der Schwarzenbergkaserne in Wals. Was heute Vormittag nur eine Vorführung gewesen ist, das hat in den letzten Tagen durchaus für Aufregung gesorgt. Denn da [AZR RAC-3D und Besucher vor dem Standortkasino Salzburg in der Schwarzenbergkaserne; im Hintergrund ist das Surren der Mavic zu hören] wurden Drohnen über dem Kasernengelände gesichtet.

Gerfried Promberger (Kommandant Luftstreitkräfte): "Wir haben mehrere Vorfälle. Die militärische Sicherheit untersucht das auch. Wir sind gerade in einem Ermittlungsverfahren. Wir nehmen diese Vorfälle sehr, sehr, sehr ernst. Und wir ... wir arbeiten daran."

ORF: "O.K., also wie viele sind das?"

PROMBERGER: "Viele. [DJI Mavic im Flug] Es kann auch sein, dass das eine Unachtsamkeit ist. Das mag schon sein. Nur, wir leben in einem Rechtsstaat und ich kann nicht einfach überall [Zwei Soldaten beim Zielen mit einem tragbaren Störsystem HP 47] drüberfliegen."

Dabei gibt es in der Schwarzenbergkaserne eine Drohnenabwehrgruppe. Die ist derzeit aber noch klein, mit 15 Soldatinnen und Soldaten. [DJI Mavic bei der Landung] Ihr Auftrag ist es, den Luftraum über Bundesheereinrichtungen und dem Personal gegen unbefugte Drohnenflüge zu sichern. So wie zuletzt auch über der Schwarzenbergkaserne selbst.

Paul Grünwald (Elektronische Drohnenabwehr): "Wir werden, wenn wir Drohnen über Kasernen oder über übender Truppe erkannt werden, werden wir herangezogen, um diese dann zu überwachen und zu stören. [AZR RAC-3D und Besucher vor dem Standortkasino Salzburg in der Schwarzenbergkaserne] Wir haben verschiedene Systeme. [Sich drehende Antenne des RAC-3D] Wir haben einerseits Systeme zur [3D DF-Peilantenne des AARTOS] Detektion von Drohnen und andererseits [Soldat am Portable Command Center Analyzer des AARTOS] zur Abwehr von Drohnen. Die Detektionssysteme sind Peilantennen. Mit denen können wir die Funksignale der Drohne erkennen und diese orten. Sobald diese geortet und ausgewertet wurden, können wir verschiedene Störsysteme einsetzen, um die Drohnen zu neutralisieren."

[Zwei Soldaten mit tragbarem Störsystem HP-47; im Hintergrund das Standortkasino und das RAC-3D] Doch die derzeit noch überschaubare Drohnenabwehr des Bundesheers soll angesichts des Ukrainekriegs, aber [Frachtflugzeug von DHL bei Nacht am Flughafen Leipzig] auch angesichts von Drohnenvorfällen [Entschärfungsroboter bei Nacht am Flughafen Leipzig] wir vor kurzem am Flughafen in Leipzig deutlich erweitert werden. [Besucher im Festsaal der Schwarzenbergkaserne beim Verfolgen eines Vortrags; Vortragender, im Hintergrund Powerpoint-Folie "20 Jahre Führung der Luftstreitkräfte in SALZBURG"] Das ist rund um den Festakt zum 20-Jahr-Jubiläum des Luftstreitkräftekommandos in Salzburg heute betont worden.

PROMBERGER: "[Zwei Soldatinnen beim Fliegen mit der DJI Mavic; Detailaufnahme der Drohne mit Registrierung U-XA] Salzburg wird auch das Drohnenkompetenzzentrum werden. Keine Sorge, da kommt noch viel, viel mehr. Nur: Es bestellt momentan die ganze Welt.

Also wir müssen einerseits Personal rekrutieren, andererseits natürlich das Gerät ankaufen und das passiert in den ... wie g'sagt, das ist kein Vorgang, [Soldat beim Zielen mit HP47] der einfach von heute auf morgen passiert, sondern das ist ein monate-, jahrelanger Prozess [DJI Mavic im Flug] und genau den haben wir eigentlich schon vor längerer Zeit gestartet. [C-390M bei der Landung am Flughafen Klagenfurt] Und es geht ja nicht nur um Drohnenabwehr: Es geht ja um Flugzeuge und Fliegerabwehrkanonen, Fliegerabwehrlenkwaffen ... Also da passiert sehr, sehr, sehr viel."

[Pandur EVO mit Mockup des Skyranger 30 am Wiener Heldenplatz beim Nationalfeiertag] Solche Anschaffungen werden aber Milliarden Euro kosten, was heuer schon für Diskussionen über die Finanzierung gesorgt hat.

PROMBERGER: "Andererseits gibt's gewisse Vorhaben, wie die Eurofighter-Nachfolge - wie g'sagt, wir brauchen diesbezüglich [Zwei Eurofighter beim Flug in Formation] ein überschallfähiges Kampfflugzeug. Das ist derzeit nicht abgedeckt. Es muss außerbudgetär entsprechend budgetiert werden."

[M346FA mit Zielbehälter, Lenkbomben und Sidewinder auf einem Flugplatz; "Quelle: Leonardo Aircraft"] Neue Trainings- und Luftunterstützungsjets, die aber nicht Überschall fliegen, sind jedenfalls schon [Zwei M346 im Flug; "Quelle: Leonardo S.p.A. and Subsidiaries"] mit 850 Millionen Euro im Budget [Pilot in einer M346 während des Fluges; "Quelle: Leonardo S.p.A. and Subsidiaries"] für die nächsten Jahre fixiert. [M-346 und M-345 im Flug über einem See; "Quelle: Leonardo S.p.A. and Subsidiaries"] Dazu kommen noch 500 Millionen Euro für neue Raketen.

Bericht: Peter-Paul Hahnl

Kamera: Martin Kriebitz

Schnitt: Lisa Reischl
https://on.orf.at/video/14338938/161529 ... hnenabwehr

https://www.facebook.com/share/p/1D9gj6GThT/


https://de.linkedin.com/posts/gerfried- ... 31712-gdzY
Zuletzt geändert von theoderich am Sa 12. Sep 2026, 02:29, insgesamt 8-mal geändert.
öbh
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Registriert: Sa 21. Jul 2018, 12:12

Re: Medienberichte 2026

Beitrag von öbh »

Wäre wirklich interessant was unser Heer tatsächlich derzeit an Drohnenabwehr vorweisen kann. Der Bevölkerung wird in diversen Aussagen von Heer und Politik das Gefühl gegeben als ob wir bei der Drohnenabwehr eine Großmacht wären.
Routemaster
Beiträge: 2
Registriert: So 30. Aug 2026, 19:02

Re: Medienberichte 2026

Beitrag von Routemaster »

Nix bis gar nix!
theoderich
Beiträge: 31195
Registriert: So 29. Apr 2018, 18:13

Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

Nicht mehr als das, was man in Salzburg zu sehen bekommen hat: HP47-Jammer, Aaronia AARTOS MJ40 Handheld Jammer, Aaronia Fixed Bands Sector Jammer und Aaronia Portable Command Center Analyzer. Die Aaronia-Komponenten sind Teil von insgesamt zwei Systemen. Ist großteils schon seit acht Jahren (!) eingeführt und war bis Ende 2021 Teil einer Verfahrenserprobung. Neu dürfte nur der gezeigte Aaronia SJ-Series Man-Portable Jammer sein.

Das ELDRO-Element ist ursprünglich 2017 (!) an der FüUS in Wien aufgestellt worden und ist am 1. März 2022 zum Jägerbataillon 8 nach Salzburg gewandert.

Organisatorisch wollte man eine Drohnenabwehrbatterie (3 Feuereinheiten) in Salzburg und eine weitere Drohnenabwehrbatterie (3 Feuereinheiten) in Zeltweg aufstellen. In Beschaffung ist derzeit nur die Materialausstattung für eine dieser Batterien, die zweite Batterie ist nicht finanzierbar. Bis diese Geräte eingeführt sind, die Vorschriften erstellt und das Personal ausgebildet und einsatzbereit ist, werden noch Jahre vergehen.

Und da gäbe es noch zwei Projekte, die seit einer halben Ewigkeit auf dem Papier existieren, und eigentlich bis 2027 komplett umgesetzt hätten werden sollen - passiert ist gar nichts (Vorstellbar ist, dass die unter dem Kürzel "PIROSA" angedachte Komponente mit der neuen Oerlikon Multi Sensor Unit S des "Skyguard NG" abgedeckt wird.):
theoderich hat geschrieben: Sa 13. Okt 2018, 16:00Bedrohung durch "Unmanned Aerial Vehicles (UAV)", in: AQUILA. Die Fachpublikation der Flieger- und Fliegerabwehrtruppenschule, Ausgabe 16 (März 2018), p. 8-13
Vorhabensabsicht C-EAT

Seitens des BMLVS wurden im Rahmen der Vorhabensabsicht "C-EAT" nachstehende sogenannte Militärische Pflichtenhefte erstellt:
  • Elektronische Kampfführung zur Drohnenabwehr (ELDRO); hier liegt die Federführung beim Kommando Führungsunterstützung & Cyberdefence (KdoFüU&CD)
  • Passives, Infrarot, optoelektronisches System Aufklärung (PIROSA); hier liegt die Federführung bei der Flieger- und Fliegerabwehrtruppenschule (FlFlATS);
  • Wirkmittel zur Abwehr von Mikro- und Minidrohnen im Rahmen der qualifizierten Fliegerabwehr aller Truppen; hier liegt die Federführung ebenfalls bei der FlFlATS.
Vorgabe der Vorhabensabsicht in terminlicher Hinsicht sind die vier Phasen
  • Erprobungen und Erstellung der diversen Konzepte bis Ende 2019;
  • Festlegung des favorisierten Konzeptes bis Ende 2020;
  • Beschaffungen bis Ende 2022, mit Teilen bis Ende 2023;
  • Bereitstellung der Geräte und Herstellung der vollen taktischen Verwendungsfähigkeit bis Ende 2025, mit Teilen bis Ende 2027.
Budgetär ist bis dato lediglich die erste Phase mit Ende 2019 mit rund € 10 Mio. bedeckt. Die Phasen ab 2020 und folgend bis zum Abschluss der Vorhabensabsicht im Jahre 2027 sind aus h.o. Sicht bislang finanziell noch unbedeckt. Hier sei auch erwähnt, dass das Projekt "C-EAT" seine erste größere Bewährungsprobe im Rahmen des EU-Ratsvorsitzes ÖSTERREICHs im zweiten Halbjahr 2018 haben wird. Für die Jahre 2019 und folgend sind in ÖSTERREICH dann aber bis dato keine Großveranstaltungen wie etwa alpine oder nordische Schiweltmeisterschaften geplant. Damit unterliegt das Projekt einer latenten Gefahr, nach Ende 2018 aus dem militärischen Fokus zu geraten.
Personell und materiell dürfte auch die Polizei derzeit viel besser aufgestellt sein als das Bundesheer:
theoderich hat geschrieben: Do 12. Feb 2026, 19:37Polizei und der Staatsschutz können aktuell auf drei mobile Drohnen-Abwehreinheiten der Cobra zurückgreifen, die in Wien, Innsbruck und Graz im Bundesland verteilt sind.

Und wenn ich daran denke, was der ORF Anfang des Jahres berichtet hat ...
theoderich hat geschrieben: Do 8. Jan 2026, 18:40 Salzburg heute

8.1.2026, 19:00 Uhr | ORF 2
Woyzeck
Beiträge: 327
Registriert: Mi 15. Nov 2023, 14:55

Re: Medienberichte 2026

Beitrag von Woyzeck »

Ist das Thema "elektronische Drohnenabwehr" mit der Einführung KI-gesteuerter Drohnen nicht mittlerweile (zumindest im militärischen Bereich) ineffektiv ? Im Zivilbereich wird man hoffentlich noch länger eine Funkverbindung zum Piloten benötigen, die gestört werden kann, aber wie man in der Ukraine sieht, kam man damit ja schon seit einiger Zeit weg (erst Glasfaser, dann immer mehr KI).
Es würde mich auch interessieren, was die von den Medien als "2,5 Mrd. Euro teures Drohnekompetenzzentrum" bezeichneten Kräfte eigentlich wirklich sind. Finde es seltsam, dass es dazu kaum Informationen gibt.
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