Mehrfachraketenwerfer für das Bundesheer?
Re: Mehrfachraketenwerfer für das Bundesheer?
Wird die Artillerie ganz gestrichen oder kommt eine Modernisierung viel später, weil keine Steilfeuerunterstützung kann ich mir nicht vorstellen.
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theoderich
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Re: Mehrfachraketenwerfer für das Bundesheer?
Wenn ich den Landesverteidigungsbericht richtig deute, kommen möglicherweise Precision Guidance Kits ("Munition für weitreichende und hochpräzise Waffenwirkung") für die seit 2019 eingeführte M795 und ganz kleine Stückzahlen von Loitering Munitions. Ob das für die wenigen Jahre Sinn macht, die die M-109A5Ö noch in Dienst bleiben bevor sie höchstwahrscheinlich ersatzlos ausgemustert werden, steht auf einem anderen Blatt.
Die Idee, mit geringen Mitteln einen sehr großen Raum bewirken zu können, macht ja Sinn.
Wie man sich die Eingliederung und die Nutzung von Raketenartillerie vorgestellt hat, ist letztes Jahr im "Truppendienst" erklärt worden:maro-airpower hat geschrieben: ↑Fr 26. Jun 2026, 17:24 - Und die zweite Kernaufgabe - Infiltrationsgruppen die hier robuster Sabotage und Störungen durchführen in den Griff zu kriegen. Und da kann ich HS und M346 mit begrenzten Bodenangriffsfähigkeiten, auch mal wo Kampfpanzer als nützlich sehen - aber sorry - kein MRLS.
Es sei denn wir wollen damit im Verbund mit NATO/EU kämpfen und/oder im Ausland....
https://www.truppendienst.com/beitraege ... gdkampf-20Unterstützungskonzepte
[...]
Eine wichtige Rolle kommt der weitreichenden Feuerunterstützung in der Einsatzführung der 7. Jägerbrigade/Jagdkampf zu. Die auf allen Führungsebenenvorhandenen Joint Fire Support-Elemente (streitkräftegemeinsame taktische Feuerunterstützung) sollen den Einsatz der voraussichtlich in Zukunft im Bundesheer eingeführten Raketenartillerie ermöglichen. Im Projekt WE7X wird daher erprobt, wie ein Aufklärungs-Wirkungsverbund („Recce-Strike Complex“) eingeführt werden kann.
Aufgrund der großen Ausdehnung verfügen die Jagdkampfkompanien und -züge über gesteigerte Fähigkeiten im Bereich der Aufklärung, da der Raum ansonsten nicht abdeckbar wäre. Darüber hinaus müssen innerhalb der Brigade zukünftig eine Vielzahl an Drohnen zur Zielaufklärung verfügbar sein. Daraus lässt sich gemeinsam mit der Raketenartillerie und anderen Wirkmitteln ein schlagkräftiger Recce-Strike Complex bilden.
Die Idee, mit geringen Mitteln einen sehr großen Raum bewirken zu können, macht ja Sinn.
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maro-airpower
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Re: Mehrfachraketenwerfer für das Bundesheer?
Naja - geringe Mittel. Der Fire Point Chef im Interview.theoderich hat geschrieben: ↑Sa 27. Jun 2026, 13:24 Die Idee, mit geringen Mitteln einen sehr großen Raum bewirken zu können, macht ja Sinn.
Die FP-7 als ballistische Rakete mit 200-300km und 150kg Gefechtskopf ist wirtschaftlich bereits obsolet. Weil es System gibt die das um weniger als ein Zehntel des Preises schaffen....und er schränkt ein, mit Ausnahme zeitkritscher Ziele.
Die USAF wird eine eine Luft/Luft+Luft/Boden Rakete mit 1.840km in Auftrag geben...“Air Force Long Range Weapon”.
Lenkung und Steuerung teilautonom/vollautonom geht schon über Distanzen von 150-200km <10.000,- das Stück.
Hab auf der eurosatory mit einem deutschen Rüstungsmanager gesprochen wie so es von "X" nicht eine einfachere, billigere Variante gibt wenn wir doch wissen, dass die Ziele nicht so anspruchsvoll sind.... ehrliche Antwort, weil im billigen Systeme die Spanne nicht da ist und deshalb kein Interesse....
In unseren Köpfen ist immer noch nicht angekommen, dass der INF Vertrag Geschichte ist und man Reichweiten auch problemlos vierstellig denken kann, dass ich in drei Jahren alle 15Min. ein 20cm Auflösung von der gesamten Erdoberfläche bekomme - und selbst wenn nicht - das Zeug navigiert optisch via Geländemerkmale.
Schau dir den Iran an, selbst als "Kleinstaat" kann man Systeme mit strategischen Reichweiten bauen und einsetzen.
3350 so ERAMs (link) kosten 720Mio. Euro....ein Feststoffbooster um das vom Boden starten zu können einen Nasenrammel....
https://militaeraktuell.at/russischer-v ... er-rakete/
Es wird mit was Reichweiten betrifft mit Blick auf die heutige und morgige Realität zu kurz und oder zu teuer gedacht.
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theoderich
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Re: Mehrfachraketenwerfer für das Bundesheer?
Die Iraner hatten auch nie eine andere Wahl, dauersanktioniert und von ausländischen Bezugsquellen nahezu ganz abgeschnitten. Und sie haben mit dieser Technologie immerhin fast dreißig Jahre Erfahrung - Österreich hat überhaupt keine.maro-airpower hat geschrieben: ↑Sa 27. Jun 2026, 20:34Schau dir den Iran an, selbst als "Kleinstaat" kann man Systeme mit strategischen Reichweiten bauen und einsetzen.
Guest Post – Always Be Casting: An Estimate of Iranian Solid Rocket Motor Production
https://www.armscontrolwonk.com/archive ... roduction/ In Israel gibt es mit Tomer, das 2015 aus IMI (Israel Military Industries) ausgegliedert worden ist, ein staatliches Unternehmen, das mit immerhin ca. 750 Mitarbeitern Motoren für ballistische Raketen und Trägerraketen produziert. Und in Westeuropa MBDA (inkl. TDW, Bayern Chemie und Roxel), Avio, Diehl Defence, SAAB, Kongsberg und Nammo.
Das Knowhow in Österreich erschöpft sich in Projekten von Studenten (Zugegeben, nicht uninteressant, aber eben kein Industriemaßstab.):
https://austria-in-space.at/en/portrait ... m-graz.php
https://spaceteam.at/en/lamarr-en/
Aus dem Budget des BMLV wären die Entwicklungsarbeiten kaum finanzierbar. Der Budgetposten "Versuche und Erprobungen auf kriegstechn. Gebiet" ist verschwindend gering (2026: 56.000 EUR; 2027: 70.000 EUR; 2028: 105.000 EUR). Und das Verteidigungsprogramm FORTE, das vom BMF (UG 15: Finanzverwaltung - Detailbudget 15.01.06 Sicherheitsforschung) finanziert wird, hat heuer einen Etat von 4,95 Mio. EUR (Quelle: Ausschreibungsleitfaden 2026), fokussiert aber ausdrücklich nicht auf Waffensysteme.
Re: Mehrfachraketenwerfer für das Bundesheer?
Was für einen Sinn hat dann noch diese Jagdkampfbrigade, wenn diese Systeme nicht zulaufen?
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theoderich
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Re: Mehrfachraketenwerfer für das Bundesheer?
Es wiegt wesentlich schwerer, dass die geplanten Gefechtsfahrzeuge für die kleinen Verbände der Brigade großteils nicht beschafft werden. Ich nehme an, dass man den Status quo mit "Pinzgauer" und mittlerem bzw. schwerem Granatwerfer aufrecht erhalten wird. Vielleicht auch noch vereinzelte PAR, ein paar PAL und Loitering Munitions. Aber ganz sicher keine Ausstattung für den Einsatz.
Re: Mehrfachraketenwerfer für das Bundesheer?
Das nichts mehr beschafft wird ist und war aus jetziger nicht die Realität - das Bild der böse Russe kommt und damit das Programm 2032 - ist nur als politische Schimäre aufgesetzt worden. Damit wurden große Teile der Bevölkerung mit Angst getrieben und man konnte damit politisches Kleingeld wechseln - wie auch im Wehrbudget gemacht.
Es wurde von Anfang an und wird nun noch mehr in das nachträglich politisch erfundene große "+" geschoben und dieses liegt mM bei 2045 und dieses ist bei vorhandenen Budget bei den jetzigen politischen Vorgaben realistisch.
Eine Aussage eines ObstdG vom März von der Dion Fähig&StruktPlan dazu war - " .....die Beschaffungswünsche hätten die Direktionsebenen nicht nach unten kommunizieren dürfen, dort wird die Enttäuschung damit um so großer werden, da man hier mit Politik nicht umgehen kann......" und " .......es wird einen Paradigmawechsel in der Beschaffung geben - keine Goldrandlösungen mehr, es wird beschafft was der Markt gerade anbietet....".
Also für interessierte und aufmerksame Zeitgenossen ist dies gekommene nun keine Überraschung - was viel überraschender ist, dass vielen nicht bewusst ist - wir sind und laufen in Europa durch eine planwirtschaftliche Direktivpolitik in eine Zeit des wirtschaftlichen Niedergangs mit massiven Wohlstandsverlust hinein. Ob hier die jetzige Finanzierung bis 2045 durchzuhalten sein wird halte ich für unwahrscheinlich.
Die soziale Krise auf die wir zusteuern wird vieles zur Makulatur machen auch das Wehr - Wunsch - Budget in Österreich und so manch anderer Staaten.
Hier gilt es das Augenmerk darauf zu legen und nicht auf gesteuerte tägliche Angst- und Frustkommunikation der staatlich finanzierten Medien.
Es wurde von Anfang an und wird nun noch mehr in das nachträglich politisch erfundene große "+" geschoben und dieses liegt mM bei 2045 und dieses ist bei vorhandenen Budget bei den jetzigen politischen Vorgaben realistisch.
Eine Aussage eines ObstdG vom März von der Dion Fähig&StruktPlan dazu war - " .....die Beschaffungswünsche hätten die Direktionsebenen nicht nach unten kommunizieren dürfen, dort wird die Enttäuschung damit um so großer werden, da man hier mit Politik nicht umgehen kann......" und " .......es wird einen Paradigmawechsel in der Beschaffung geben - keine Goldrandlösungen mehr, es wird beschafft was der Markt gerade anbietet....".
Also für interessierte und aufmerksame Zeitgenossen ist dies gekommene nun keine Überraschung - was viel überraschender ist, dass vielen nicht bewusst ist - wir sind und laufen in Europa durch eine planwirtschaftliche Direktivpolitik in eine Zeit des wirtschaftlichen Niedergangs mit massiven Wohlstandsverlust hinein. Ob hier die jetzige Finanzierung bis 2045 durchzuhalten sein wird halte ich für unwahrscheinlich.
Die soziale Krise auf die wir zusteuern wird vieles zur Makulatur machen auch das Wehr - Wunsch - Budget in Österreich und so manch anderer Staaten.
Hier gilt es das Augenmerk darauf zu legen und nicht auf gesteuerte tägliche Angst- und Frustkommunikation der staatlich finanzierten Medien.
"... Es ist ein gutes Land,....das ist der Fluch von unserm edeln Haus:
Auf halben Wegen und zu halber Tat
Mit halben Mitteln zauderhaft zu streben.
Ja oder nein, hier ist kein Mittelweg...."
Auf halben Wegen und zu halber Tat
Mit halben Mitteln zauderhaft zu streben.
Ja oder nein, hier ist kein Mittelweg...."
Re: Mehrfachraketenwerfer für das Bundesheer?
Mir war klar, das dieser Aufbauplan ein reiner Bluff ist….
Eigentlich wäre es mal wieder Zeit für eine neue Herresgliederung, die dem Budget gerecht ist.
Eigentlich wäre es mal wieder Zeit für eine neue Herresgliederung, die dem Budget gerecht ist.
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theoderich
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Re: Mehrfachraketenwerfer für das Bundesheer?
Ich bin mal die damaligen Medienberichte durchgegangen. Als man den Aufbauplan 2022 vorgestellt hat, war von "2032" die Rede - im Januar 2024 plötzlich von "bis zum Jahr 2032 und darüber hinaus".
Die eigentliche Nebelwand für die Öffentlichkeit war das Landesverteidigungs-Finanzierungsgesetz. Und es wurden von Anfang an virtuelle Pensionsaufwände dem Verteidigungsbudget zugeschlagen, um dieses künstlich zu "erhöhen".
Zuletzt geändert von theoderich am So 28. Jun 2026, 16:58, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Mehrfachraketenwerfer für das Bundesheer?
Umso ärgerlicher, dass man im vollen Wissen um die Unfinanzierbarkeit für die Verteidigung unwesentlichere Investitionen vorgezogen hat und nun bei der ungleich wichtigeren Feuerkraft kein Geld mehr hat. MMn sollte man den Generalstab personell erneuern und die Kalten Krieger in die Pension schicken oder auf einem Posten parken, an dem sie keinen Schaden anrichten können, Teile der Investitionen rückabwickeln oder weiterverkaufen und endlich einen den vorhandenen Mitteln und dem Auftrag angemessenen Plan erstellen.
Weg mit den Transportmaschinen, weg mit 1/3 der neuen HS, weg mit den Jet-Trainern und her mit Luftverteidigung, Drohnen, Artillerie.
Weg mit den Transportmaschinen, weg mit 1/3 der neuen HS, weg mit den Jet-Trainern und her mit Luftverteidigung, Drohnen, Artillerie.
