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Re: Entwicklungen Fliegerabwehr
Verfasst: Fr 28. Aug 2026, 17:36
von Wolfgang
Eine Frage an die Allgemeinheit betreffend Flugabwehr/Drohnenabwehr. Wir bzw. die ÖBH Vertreter sprechen immer Luftverteidigung mittlerer Reichweite im Zuge der Sky Shield Initiative - möglich IRIS-T SLM. Gleichzeitige auch von kurzer Reichweite. Was haltet ihr von dem neuen System von Diehl IRIS-T SLS MK4. Ein System auf einem Fahrzeug samt Radar und Raketen (8). Dieses System wäre ja wesentlich flexibler, oder.
Re: Entwicklungen Fliegerabwehr
Verfasst: Sa 29. Aug 2026, 00:26
von öbh
Das SLS MK4 scheint sehr flexibel zu sein. Mit einem Fahrzeug ein komplettes System mit 8 FK könnte bereits ein wichtiges Objekt geschützt werden. Eine herkömmliche Batterie würde zumindest 5 Fahrzeuge (1 Radar, 1 Führung, 3 Starter) mit 12 FK benötigen - im Gegensatz eine Batterie mit nur 2 Fahrzeuge SLS MK4 mit 16 FK.
Mit MK4 würden sich vmtl auch finanzielle Vorteile erwarten lassen.
Re: Entwicklungen Fliegerabwehr
Verfasst: Sa 29. Aug 2026, 11:15
von maro-airpower
öbh hat geschrieben: ↑Sa 29. Aug 2026, 00:26
Das SLS MK4 scheint sehr flexibel zu sein. Mit einem Fahrzeug ein komplettes System mit 8 FK könnte bereits ein wichtiges Objekt geschützt werden. Eine herkömmliche Batterie würde zumindest 5 Fahrzeuge (1 Radar, 1 Führung, 3 Starter) mit 12 FK benötigen - im Gegensatz eine Batterie mit nur 2 Fahrzeuge SLS MK4 mit 16 FK.
Mit MK4 würden sich vmtl auch finanzielle Vorteile erwarten lassen.
Die Ukrainer mischen die Batterie - 3 x SLM + 2 x SLS - dazu kommt ,dass der SLM Launcher ohne Änderungen auch SLX verschießen kann. Erst HYDEF wird dann ganz was neues....

Re: Entwicklungen Fliegerabwehr
Verfasst: Mo 7. Sep 2026, 23:49
von theoderich
5 Nationen, 7 Systeme – Wer schliesst Österreichs Lücke bei der Luftverteidigung?
Im Laufe des Jahres 2025 sowie in den vergangenen Monaten wurden zwei Informationseinholungen (Request for Information, RFI) verschickt – eine an potenzielle Partnerstaaten, eine weitere direkt an Hersteller.
Nach Informationen von Militär Aktuell sind daraufhin Antworten von fünf Nationen sowie Angebote für sechs unterschiedliche Systeme eingelangt. Diese werden derzeit bewertet und miteinander verglichen. Anschließend soll eine Typenentscheidung vorbereitet werden und könnte ein Beschaffungsvertrag bereits bis Ende 2026 oder Anfang 2027 unterzeichnet werden.
https://militaeraktuell.at/7-systeme-au ... teidigung/
https://www.facebook.com/10006389263223 ... mJnhWjVp2S
"bereits bis Ende 2026 oder Anfang 2027" ... Das ist sehr optimistisch, weil es noch immer kein laufendes
Vergabeverfahren gibt.
theoderich hat geschrieben: ↑Fr 12. Jun 2026, 22:50
- Eine Typenentscheidung und die Einleitung der Beschaffung sind bis Ende 2026 vorgesehen.
Re: Entwicklungen Fliegerabwehr
Verfasst: Sa 12. Sep 2026, 13:10
von theoderich
Re: Entwicklungen Fliegerabwehr
Verfasst: Fr 18. Sep 2026, 17:15
von theoderich
theoderich hat geschrieben: ↑Di 12. Jul 2022, 18:09Israel-Besuch: Ballistische Raketenabwehr für Österreich "ein Thema"
theoderich hat geschrieben: ↑Do 11. Jun 2026, 21:18Sicherstellung einer aktiven Luftraumüberwachung
Die Bundesregierung bekräftigt das im Regierungsprogramm festgehaltene Bekenntnis zur Sicherstellung einer aktiven Luftraumüberwachung, zu notwendigen Nachbeschaffungen sowie zur Drohnenabwehr und dem Ausbau von Raketenabwehr über Sky-Shield. Das Verteidigungsministerium erarbeitet die dafür notwendigen Details dazu bis Ende des Sommers. Die konkreten Optionen sollen anschließend gemeinsam in der Bundesregierung evaluiert und bis Ende des Jahres entschieden werden. Erste einleitende Schritte sollen vom Verteidigungsministerium gestartet werden.
theoderich hat geschrieben: ↑Fr 3. Jul 2026, 20:42Bei der Luftverteidigung mittlerer Reichweite, nach der sich auch Friedrich Ofenauer (ÖVP) erkundigte,
hoffe das Ressort laut Tanner noch Ende dieses Jahres auf eine Vertragsunterzeichnung. Vorgesehen seien
zwei Standorte mit jeweils einer Batterie. Insgesamt seien dafür
rund 2,5 Mrd. € vorgesehen, einschließlich Ausbildung und Logistik.
Drohnen über Bundesheer-Kaserne: „Das ist keine Bagatelle mehr“
Sky Shield weiter in der Warteschleife
Eine klaffende Sicherheitslücke besteht auch durch das Fehlen einer bodengebundenen Luftabwehr kurzer und mittlerer Reichweite. Ursprünglich war die Beschaffung dieser für Österreich völlig neuen Fähigkeit über die European-Sky-Shield-Initiative (ESSI) vorgesehen, in der politischen Kommunikation galt Sky Shield überhaupt als Synonym für einen Schutzschirm gegen alle Bedrohungen aus der Luft. 2023 sprach man im Verteidigungsministerium noch davon, dass die ersten Feuereinheiten des deutschen Systems „Iris-T“ im Jahr 2026 geliefert werden sollten. Doch eine Typentscheidung – aktuell stehen fünf Systeme zur Auswahl – ist noch immer nicht getroffen und auch für heuer nicht mehr sicher. Obwohl rund 2,5 Milliarden Euro dafür im „Aufbauplan 2032+“ reserviert sind, wartet das Bundesheer weiter auf die Freigabe der Mittel aus dem Finanzministerium.
Promberger ist die wachsende Ungeduld anzumerken. „Leidtragende sind die Österreicherinnen und Österreicher. Weil wir ihnen nicht den Schutz gewähren können, der ihnen eigentlich zusteht. Und die Bedrohung ist real.“ Ob die Flugabwehr nun über Sky Shield oder über einen anderen Weg beschafft werde, sei nicht mehr das Thema. „Das Schlüsselwort lautet Interoperabilität. Ich muss einfach mit anderen kommunizieren können, wir brauchen dieselben Befehlsformate.“
Für eine Flieger- und Raketenabwehr mit Reichweiten jenseits der 50 Kilometer gibt es derzeit überhaupt keine finanzielle Bedeckung, wie auch im Landesverteidigungsbericht festgehalten ist.
https://www.kleinezeitung.at/artikel/41 ... telle-mehr
Nach über vier Jahren voller Ankündigungen glaube ich nicht mehr daran, dass sich hier jemals etwas tun wird.
https://de.linkedin.com/posts/gerfried- ... 91968-AXdJ
Re: Entwicklungen Fliegerabwehr
Verfasst: Di 29. Sep 2026, 12:19
von theoderich
Wehrpflicht: Neuer Generalstabschef Vodosek zufrieden mit "6 plus 3 Monate"
Gleichzeitig habe die Regierung entschieden, "dass die großen Projekte sonderfinanziert werden". Darunter ist etwa das Luftverteidigungsprojekt, das derzeit bearbeitet werde. Darin befinden sich etwa die Nachfolge der Eurofighter oder die bodengebundene Luftabwehr sowie die Drohnenabwehr. "Also ich sehe da keine Problemlage."
Die Grundlagenarbeit für einen Ministerratsvortragsentwurf und für einen Ermächtigungsgesetzentwurf für das Luftverteidigungsprojekt sei soweit fertiggestellt und könne "in Kürze" Verteidigungsministerin Tanner vorgelegt werden. Auf dieser Basis können dann die politischen Verhandlungen im Herbst stattfinden. Vodosek rechnet damit, dass bis Ende des Jahres ein Ergebnis erzielt werden könne, was die politischen Verhandlungen betrifft. "Wir gehen davon aus, dass die Verhandlungen planmäßig verlaufen und daher auch – und das ist auch eine klare Aussage aus dem Regierungsprogramm – man diese Projekte haben möchte", betonte der Generalstabschef.
https://www.derstandard.at/story/300000 ... s-3-monate
Re: Entwicklungen Fliegerabwehr
Verfasst: Do 1. Okt 2026, 12:57
von theoderich
Gefahr durch Drohnen fordert militärische und zivile Landesverteidigung
https://presse.vorarlberg.at/land/publi ... rteidigung
Re: Entwicklungen Fliegerabwehr
Verfasst: Mi 7. Okt 2026, 06:36
von theoderich
Wehrdienst-Reform ohne neuen Zivildienst? „Wenn das kommt, machen wir das Beste daraus“
In den nächsten Wochen verhandelt die Koalition über die Sonderfinanzierung der Eurofighter-Nachfolge und weiterer Militärkäufe. Um welche Projekte geht es?
Wir haben dazu bereits einen Gesetzesentwurf vorbereitet. Ein Ministerratsvortrag wird derzeit im Verteidigungsministerium erarbeitet. In dem Luftverteidigungsprojekt sind drei große Bereiche enthalten: die Nachfolge der Eurofighter, die bodengebundene Luftabwehr für die kurze und mittlere Reichweite sowie die Drohnenabwehr.
Worum geht es bei der Drohnenabwehr?
Für die Drohnenabwehr sind im Landesverteidigungsbudget derzeit rund 200 Millionen Euro vorgesehen. Um in einem Ersteinsatz sechs Schutzobjekte in Österreich sichern zu können, liegen wir bei den Kosten etwas unter einer Milliarde Euro. Steigern wir diese Mittel, könnte man statt sechs beispielsweise zwölf Objekte schützen.
Also bräuchte man für die Drohnenabwehr mindestens 800 Millionen Euro mehr.
Ja, genau.
Was benötigt das Bundesheer für die bodengebundene Luftabwehr?
Es geht um die Abwehrsysteme für die kurze und mittlere Reichweite. Die mittlere Reichweite umfasst einen Durchmesser von 100 Kilometern mit einer Höhe von bis zu 25 Kilometern. Diese Kuppel kann dann über gewisse Areale gelegt werden. Dieses Projekt ist derzeit nur zu einem Teil budgetiert.
In welchem Ausmaß?
600 Millionen Euro. Das ist jetzt schon im Budget vorgesehen.
Was könnte man mit diesem Geld kaufen?
Eine Feuereinheit besteht aus mehreren Geräten und Einrichtungen. Mit diesem Geld könnte das Bundesheer ein bis zwei solcher Einheiten kaufen.
Damit könnte man etwa den Großraum Wien und Graz schützen?
Ja. Wenn man eine Feuereinheit in Wien stationiert, würde der Radius des Schutzes bis einschließlich Wiener Neustadt, St. Pölten und Eisenstadt reichen.
Und um mehr als nur ein bis zwei solcher Räume vor Bedrohungen aus der Luft schützen zu können, bräuchte das Bundesheer mehr Geld und mehr Feuereinheiten?
Wir wollen, falls sich die Bedrohungslage verschärft, mehrere Räume in Österreich abdecken können. Insgesamt benötigen wir dafür 2,5 Milliarden Euro, das ist dem Finanzministerium auch bekannt.
Zwei weitere Milliarden Euro müsste man für einen umfassenden Schutz also drauflegen.
Ja. Das sind die Beträge – darüber wird auf politischer Ebene verhandelt. Es stellt sich die Frage, wie weitreichend die Republik Österreich sich tatsächlich schützen will.
https://www.diepresse.com/41329781/wehr ... en-wir-das
Re: Entwicklungen Fliegerabwehr
Verfasst: Fr 9. Okt 2026, 09:37
von theoderich