3. Welche Kosten sind Ihrem Ressort bisher aufgrund der Teilnahme an der European Sky Shield Initiative (ESSI) entstanden?
4. Welche Kosten werden im Zeitraum des geplanten BFR bis 2031 aufgrund der Teilnahme an der European Sky Shield Initiative (ESSI) entstehen, aufgegliedert auf die einzelnen Maßnahmen bzw. Beschaffungen?
- Zu 3 und 4:
Bisher sind aufgrund der Teilnahme an der European Sky Shield Initiative (ESSI) keine Kosten entstanden. Die Planungen in diesem Bereich sind noch nicht abgeschlossen, weshalb auch im Zeitraum des geplanten BFR bis 2031 noch keine konkreten Aussagen zu Kosten getroffen werden können.
1. Welche konkreten Leistungen umfasst das im Landesverteidigungsbericht genannte Projektvolumen von mehr als 2,5 Milliarden Euro für die Flugabwehr mittlerer Reichweite, insbesondere hinsichtlich Systeme, Sensoren, Effektoren, Munition, Infrastruktur, Ausbildung, Ersatzteile sowie Betriebs- und Wartungsleistungen?
- Zu 1:
Derzeit findet die finale Bearbeitung der Beschaffungsreife gemäß der Richtlinie für Beschaffungen statt. In Folge wird ein Vergabeprozess mit der definierten Leistung gestartet, welcher mit einem Zuschlag und den entsprechenden Vertragsverhandlungen fortgesetzt wird. Aufgrund dieses Prozessstatus können derzeit noch keine konkreten Zahlen genannt werden. Da die bodengebundene Luftabwehr mittlere Reichweite (MRAD) eine neue Fähigkeit für das Österreichische Bundesheer (ÖBH) darstellt, sind sämtliche erforderlichen Grundvoraussetzungen für den Betrieb des Waffensystems herzustellen. Die angesprochenen Leistungen sind wesentlicher Vertragsverhandlungspunkt für das Waffensystem MRAD.
2. Welche weiteren Ausbauschritte sind über die im Landesverteidigungsbericht genannte „ Anfangsausstattung" der Flugabwehr mittlerer Reichweite hinaus vorgesehen?
a. Welche zusätzlichen finanziellen Auswirkungen werden dafür derzeit angenommen?
- Zu 2 und 2a:
Bei der fachlich zuständigen Abteilung meines Ressorts, der WSM, liegen aktuell Folgemaßnahmen im Bereich der Drohnenabwehr im VSHORAD (Kurzdistanz) Bereich auf, welche nach Vergabezuschlag der (elektronischen) Drohnenabwehr eingeleitet werden sollen. Grund dieser zeitlichen Staffelung ist es, dass die Fähigkeiten/Systeme der kinetischen Drohnenabwehr in den Systemaufbau der elektronischen Drohnenabwehr unmittelbar in deren Systemarchitektur integrierbar sind. Exakte Zahlen können daher erst nach der Systemfestlegung elektronische Drohnenabwehr genannt werden.
theoderich hat geschrieben: ↑Fr 3. Apr 2026, 11:57Ergänzend wird mit dem Passive Emitter Tracker (PET) ein System eingeführt, das elektromagnetische Emissionen erkennt und somit die Aufklärungsfähigkeiten des Bundesheeres noch weiter verbessert.
Čeští specialisté prověřili systém DPET v rakouských horách






Die Übung fand im Grazer Bergland, auf der Brandlucken, statt:
https://maps.app.goo.gl/k7sUTH7Ki6q9gmVH9?g_st=ac
In den Bergen der österreichischen Steiermark, wo unwegsames Gelände den Transport von Ausrüstung und die Ausbreitung elektromagnetischer Signale erschwert, testeten tschechische Soldaten die Leistungsfähigkeit des passiven Überwachungssystems DPET. Die gemeinsame tschechisch-österreichische Übung bestätigte, dass das System schnell verlegt, an spezifische Bedingungen angepasst und auch an schwer zugänglichen Orten eingesetzt werden kann.
Die Übung fand Mitte Juni in der Steiermark statt. Ein Team von Soldaten des 532. Bataillons für Elektronische Kampfführung des 53. Aufklärungs- und Elektronischen Kampfführungsregiments reiste mit dem passiven Ortungssystem DPET nach Österreich. Dieses Gerät zur elektromagnetischen Kampfführung ermöglicht die Suche und Verfolgung von Quellen elektromagnetischer Strahlung, ohne selbst aktiv Signale auszusenden.
Die Übung wurde auf österreichisches Interesse hin durchgeführt, die Leistungsfähigkeit des Systems besser kennenzulernen und seine Einsatzmöglichkeiten in einem Umfeld zu überprüfen, das sich deutlich von den üblichen Trainingsbedingungen in Tschechien unterscheidet. Hauptziel war es, in der Praxis zu testen, wie die Ausrüstung und ihre Bediener mit anspruchsvollen Bewegungen, begrenzter Verfügbarkeit von Positionen und dem Einfluss von Gebirgsgelände auf die Ausbreitung elektromagnetischer Signale zurechtkommen.
https://acr.mo.gov.cz/informacni-servis ... 8Q5glctDIwDie österreichische Seite leistete während der Übung logistische Unterstützung und ihre Experten beobachteten die Arbeit der tschechischen Spezialisten direkt vor Ort. Dadurch konnten sie sich ein praktisches Bild von der Vorbereitung, dem Transport und dem Einsatz des Systems unter schwierigen Bedingungen machen.
Die Übung umfasste auch Expertengespräche über elektromagnetische Kriegsführung, Möglichkeiten für weitere gemeinsame Ausbildung und den Erfahrungsaustausch zwischen den beiden Armeen. Vertreter der Verteidigungsindustrie beteiligten sich ebenfalls an der Veranstaltung, leisteten technische Unterstützung und wirkten an den Expertengesprächen mit.
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