Medienberichte 2026

Landesverteidigung, Einsätze & Übungen, Sicherheitspolitik, Organisation, ...
theoderich
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

Soldaten im Einsatz
Zwischen Kriegsgefahr, Kameradschaft und Heimweh

https://www.krone.at/4347872
theoderich
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

  • Leistungsschau am Nationalfeiertag: Militärischer Schulterschluss (Kommentar)
    Wenn das Bundesheer auf dem Wiener Heldenplatz seine alljährliche Leistungsschau abhält, dann ist ein Besucheransturm garantiert. In unsicheren Zeiten steht das Militär für Sicherheit. Besonders am 26. Oktober, dem Nationalfeiertag, an dem der Beschlussfassung über Österreichs Neutralität gedacht wird.

    Dass uns dieses Gesetz vor jeglichen militärischen Konflikten bewahrt, das wagen nur noch die wenigsten zu behaupten. Die Mehrheit der Bevölkerung und auch in der Politik weiß, dass auch neutrale Staaten verteidigungsfähig sein müssen.

    Die Heeresschau findet heuer zu einer ganz besonderen Zeit statt. Die Tage danach wird die türkis-rot-pinke Bundesregierung mit den Vertretern der blauen und grünen Opposition intensiv verhandeln müssen, um rechtzeitig den Beschluss über die Verlängerung des Wehrdienstes im Parlament unter Dach und Fach zu bringen. Wobei es weniger daran hakt, dass die Verlängerung nun der Formel 6 + 1 + 2 – sechs Monate Grundwehrdienst, ein Monat Truppenübungen und zwei Monate Milizübungen – folgt.

    Damit könnten sich auch die Freiheitlichen anfreunden, obwohl sie lieber das ursprüngliche Modell – acht Monate Grundwehrdienst und zwei Monate Milizübungen – gehabt hätten. Vielmehr spießt es sich am Zivildienst. Der holprige Kompromiss der Regierung sieht vor, dass es bei neun Monaten bleibt, obwohl die Expertenkommission – übrigens auch die Blaulichtorganisationen wie Rotes Kreuz oder die Arbeitersamariter – zwölf Monate gefordert hatte. Aufgrund des Widerstands der Neos wird nun nur dann automatisch die Zivildienstzeit auf zwölf Monate verlängert, wenn die Zahl der Grundwehrdiener in einem Jahr unter 13.000 sinkt.

    Würde man diesen Prozess bereits 2026 anwenden, dann hätte man den Automatismus schon starten müssen. Die FPÖ ist vorerst strikt gegen diese Zivildienstregelung, die Grünen wiederum verlangen für ihre Zustimmung eine Aufbesserung des monatlichen Zivildienstgeldes. Wie man diese Schere schließen kann, um die notwendige Zweidrittelmehrheit im Nationalrat zu erreichen, bleibt noch ein großes politisches Geheimnis. Theoretisch könnten nach der Begutachtung des Gesetzesentwurfs Mitte November noch die Neos einlenken. Was auch nicht realistisch ist.

    Wobei für alle Verhandler angemerkt werden muss: Auf Kriege wie jene in der Ukraine oder im Nahen Osten, aber auch auf Unruhen wie jene in Frankreich und Italien, kann die Politik nur mit Maßnahmen für mehr Sicherheit reagieren. Da ist die zukünftige Aufstellung des Heeres eines der zentralen Themen. Und für die Bevölkerung wäre da ein All-Parteien-Beschluss für einen längeren Wehrdienst das richtige Zeichen.

    kurier.at, jde | 25.10.2026, 18:00
    https://kurier.at/meinung/leitartikel/n ... /403200851
theoderich
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

Van der Bellen
„Unsere Neutralität ist kein Schutzschild“

https://www.krone.at/4346231
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

Welches Bundesheer wünschen sich die Menschen in Österreich?

https://www.derstandard.at/story/300000 ... esterreich
Zuletzt geändert von theoderich am Di 27. Okt 2026, 14:21, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

Bundesheer am Nationalfeiertag: Ein bisserl Panzerschauen

https://www.derstandard.at/story/300000 ... _entdecken


Eine demografische Bombe bedroht Österreichs Bundesheer

https://www.diepresse.com/41386526/demo ... bundesheer

https://www.facebook.com/kleinezeitung/ ... cale=de_DE

  • Zum Nationalfeiertag 2026: Sterben für Österreich? (Gastkommentar)
    Und Österreich?

    Das Land feierteam 26. Oktober wieder einmal den Beschluss von 1955 über die immerwährende Neutralität, mit dem die Souveränität wiedererkauft worden war. Auf dem Heldenplatz schmettern die Rekruten: „Ich gelobe, mein Vaterland, die Republik Österreich, und sein Volk zu schützen und mit der Waffe zu verteidigen.“ Der Heldenplatz spielt eine besondere Rolle in unserer Geschichte: Hier verkündete Hitler 1938 den „Anschluss“, nachdem das Bundesheer angewiesen worden war, keinen Widerstand gegen Nazideutschland zu leisten.

    Dämonisierung der Nato

    „Ich will nicht, dass meine Kinder in einen Krieg hineingezogen werden.“ Diesen Satz hört man oft in diesen Tagen. Da kommt es nicht überraschend, dass die Zustimmung zur Neutralität extrem hoch ist. Die Idee eines Nato-Beitritts, wie ihn unsere langjährigen bündnisfreien Gefährten Schweden und Finnland vollzogen haben, wird in Österreich von einer überwiegenden Anzahl von Menschen dank einer Dämonisierung der Nato abgelehnt. Politiker meiden das Thema wie der Teufel das Weihwasser. Nur ja nicht daran anstreifen, sonst verlieren wir Wähler, lautet die Devise.

    Die FPÖ, die sich als Neutralitätschampion präsentiert, aber sogar die Luftabwehr-Initiative Sky Shield ablehnt, schmäht die Außenministerin als „Nato-Beate“ - obwohl diese nie für einen Nato-Beitritt eingetreten war, sondern von einer europäischen Armee träumt. Kanzler Stocker, Verteidigungsministerin Tanner und Außenministerin Meinl-Reisinger beschränken sich darauf zu sagen, dass die Neutralität allein nicht schützt. Das führt natürlich zu einer spannenden Frage: Wer oder was schützt dann Österreich eigentlich?

    Abgesehen davon, dass sich kein Staat alleine gegen einen Angriff erfolgreich zur Wehr setzen könnte, kann nicht das Bundesheer gemeint sein. Nachdem es jahrzehntelang unter schwarzen, roten und blauen Verteidigungsministern zu Tode gespart wurde, wurde die letzte Regierung erst nach Beginn des Angriffskriegs Russlands aktiv und legte den Aufbauplan Österreichisches Bundesheer 2032+ vor. Angesichts der aktuellen Sicherheitslage stellt sich bereits die Frage, ob wir uns bis 2032 Zeit lassen können.

    Inzwischen kommt eine zweite Frage hinzu: Hält der Plan überhaupt? Laut Landesverteidigungsbericht vom Juni nicht: Bis 2031 fehlen rund 12,6 Mrd. Euro. Statt wie geplant auf zwei Prozent des BIP zu steigen, grundeln die Verteidigungsausgaben bei rund 1,2 Prozent. Da sind die Nachfolge für die Eurofighter (ca. zehn Milliarden) und Luftabwehrsysteme für große Reichweite noch gar nicht berücksichtigt. Auch die geplante Wehrdienstreform ist noch nicht in trockenen Tüchern.

    „Irische Klausel“?

    Kann es die EU mit ihrer Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik? Artikel 42 Absatz 7 des EU-Vertrags verpflichtet die Mitgliedstaaten, einem angegriffenen Partner alle in ihrer Macht stehende Hilfe und Unterstützung zukommen zu lassen: Österreich kann also im Ernstfall mit Unterstützung rechnen. Und sie auch leisten: Dank Artikel 23j des Bundes-Verfassungsgesetzes nimmt Österreich ohne Einschränkungen an der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik teil. Das heißt, Österreich wäre nicht nur rechtlich verpflichtet zu helfen – wie es das Risikobild 2024 des Verteidigungsministeriums bestätigt – es dürfte im Rahmen der EU einem anderen Land auch militärische Hilfe leisten. Es sollte daher schnellstens unser innerstaatliches Recht in Sachen Truppenentsendungen und Kriegsmateriallieferungen an diese Vorgabe angepasst werden. Oder wäre es wirklich denkbar, sich hinter der „irischen Klausel“ zu verstecken, die die „besondere Verteidigungspolitik einzelner Staaten“ berücksichtigt, und auf die Neutralität zu verweisen? Dann könnten wir nicht erwarten, dass im Ernstfall andere Europäer für Österreich sterben.

    Es kommt aber noch ein Aspekt hinzu: Die EU verfügt nicht über die Strukturen und Fähigkeiten, die notwendig wären, um diesen Artikel umzusetzen. Das hat einen guten Grund: 23 der 27 EU-Staaten gehören der Nato an und die wollen weder teure Parallelstrukturen aufbauen, noch den USA einen Anlass geben, die Nato aufzugeben. Denn trotz berechtigter Zweifel an der politischen Verlässlichkeit der USA ist das Bündnis weiter handlungsfähig. Erst dieser Tage beschrieb sein Oberbefehlshaber in Europa, US-General Grynkewich, wie die Nato einen Angriff abschmettern würde. Gerade die glaubwürdige Aussicht darauf soll Angreifer abschrecken und einen Krieg verhindern.

    Denn es geht natürlich in erster Linie um Abschreckung: Von dieser Abschreckung – nicht zuletzt dank eines nuklearen Schutzschirmes – hat auch Österreich enorm profitiert. Denn wir wissen längst, dass Österreich im Kalten Krieg Kriegsschauplatz geworden wäre, Neutralität hin oder her: die Atombomben auf Österreich hatte die Sowjetunion fix eingeplant. Auch jetzt sehen Experten das neutrale Österreich als Ziel von möglichen Schlägen Russlands, um die Versorgungsketten der Nato zu zerstören. Dazu kommt: Ein Angriff auf Österreich würde keinen Nato-Bündnisfall auslösen. Das könnte für Russland interessant sein.

    Wir müssen bereit sein

    Wenn also die politischen Verantwortlichen in diesem Land einen Nato-Beitritt nicht einmal als Option diskutieren wollen, dann müssen sie erklären, wie sie ohne diesen Abschreckungseffekt die Sicherheit des Landes glaubwürdig gewährleisten wollen. Kein Land kann sich alleine verteidigen und Neutralität schützt nicht vor einem Angriff, das hat die Geschichte wiederholt bewiesen.

    Niemand möchte, dass Österreicher in einem Krieg sterben. Gerade deshalb müssen wir bereit und in der Lage sein, unser Land zu verteidigen – und glaubwürdig klären, mit wem wir das machen wollen. Wenn wir am 26. Oktober auf dem Heldenplatz stehen, sollten wir uns daran erinnern, wohin die Entscheidung geführt hat, Österreich ohne Widerstand preiszugeben.

    Die Rekruten geloben, die Republik mit der Waffe zu verteidigen. Die politisch Verantwortlichen schulden ihnen eine Antwort darauf, wie sie dieses Gelöbnis im Ernstfall erfüllen sollen. Wer von ihnen verlangt, im Ernstfall für Österreich zu sterben, muss ihnen mehr bieten als die Hoffnung, dass schon nichts passieren wird.
    https://www.diepresse.com/41388898/zum- ... esterreich
Zuletzt geändert von theoderich am Di 27. Okt 2026, 14:01, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

https://on.orf.at/video/14344922/161763 ... wir-planen


https://on.orf.at/video/14344927/161764 ... en-koepfen


ZIB 2

26.10.2026, 22:50 Uhr | ORF 2
Nationalfeiertag: Wehrhaftigkeit und Vielfalt im Mittelpunkt

Armin Wolf: "Und damit nach Österreich, wo wir jedes Jahr am 26. Oktober, den Beschluss des Neutralitätsgesetzes von 1955 feiern. Immer auch mit einer Leistungsschau des Bundesheeres am Heldenplatz. Dort ging's heute vor allem um das Thema ,Wehrhaftigkeit'. Die Wehrpflicht wird ja verlängert. Und das Heer teuer aufgerüstet.

Beim traditionellen Tag der offenen Tür in Kanzleramt, Parlament und Hofburg konnte das Volk seine Vertreter besuchen. Und in seiner Ansprache zum Nationalfeiertag lobte der Bundespräsident am Abend die Vielfalt des Landes, warnte vor Spaltung und beschwor den Kompromiss. Pia Lenz berichtet."

Pia Lenz (ORF): "Panzer, Kampfflugzeuge und die Angelobung von mehr als tausend Rekruten. Bei der Leistungsschau des Bundesheeres wird heute ordentlich aufgefahren. Tausende Menschen nutzen den Nationalfeiertag, um sich ein Bild der Landesverteidigung und der politischen Institutionen zu machen und um gemeinsam die österreichische Neutralität zu feiern. Auch der Bundespräsident appelliert in seiner traditionellen Rede an Zusammenhalt:"

Alexander Van der Bellen: "Das Volk sind schon wir alle, egal, wen wir wählen, egal, wen wir lieben, egal, woran wir glauben, egal, welcher Minderheit oder welcher Mehrheit wir angehören, wir alle sind das Volk. Wir gehören zusammen und wie in einer Familie können wir einen Weg finden, friedlich und respektvoll miteinander zu leben."

LENZ: "Eine Leistungsschau alleine reicht aber nicht. Zum Nationalfeiertag macht die Politik heute klar: Die angespannte internationale Sicherheitslage fordert auch ein stärkeres Heer. Die Bundesregierung will deshalb eine Reform der Wehrpflicht und den Grundwehrdienst von sechs auf neun Monate verlängern. Bundeskanzler Christian Stocker betont heute einmal mehr die Dringlichkeit:"

Christian Stocker: "Ein neutrales Österreich muss immer auch ein wehrhaftes sein. Deshalb stärken wir unser Bundesheer durch Investitionen, deshalb entwickeln wir unseren Wehrdienst weiter."

LENZ: "Bei vielen Jugendlichen stößt die geplante Verlängerung auf Skepsis. Laut einer Umfrage des Verteidigungsministeriums hält mehr als die Hälfte der Jugendlichen die derzeitige Dauer für ausreichend, nur ein Drittel ist für eine Verlängerung. Was sagen die Betroffenen heute am Heldenplatz?"

Lenny Pernall: "Ich denke, wenn der Grundwehrdienst verlängert, wollen vielleicht nicht mehr so viele Leute dorthin gehen und gehen eher zum Zivildienst."

Michael Sigety: "Wir müssen uns besser sichern. Vor allem jetzt wegen den neuen Taktiken im Krieg mit den Drohnen und alles weitere, wäre es eigentlich eine gute Idee es zu verlängern."

LENZ: "Rund eine Milliarde Euro an Mehrkosten soll die Reform bis 2031 verursachen. Doch ist ein stärkeres Bundesheer überhaupt mit der österreichischen Neutralität vereinbar?"

Richard Starke: "Ich finde, das ist überhaupt kein Widerspruch, weil Neutralität heißt ja nicht, dass man sich ausliefert, sondern das heißt nur, dass man praktisch einmal bündnisfrei ist, aber natürlich schon auch das eigene Bundesgebiet schützen kann und muss."

LENZ: "Neutralität und Landesverteidigung bleiben damit am Nationalfeiertag zwei zentrale Themen und für viele wohl auch die Frage, wie Österreich beides künftig vereinen will."

Bericht: Pia Lenz
https://on.orf.at/video/14344936/zib-2-vom-26102026



https://bsky.app/profile/bundesheerbaue ... tymfdnqk2w
Zuletzt geändert von theoderich am Di 27. Okt 2026, 13:22, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

  • Drum prüfe, wer verpflichtet wird (Kommentar)
    Neben unzähligen anderen Ländern dieser Welt bereitet auch den Regierenden in Österreich eine Entwicklung berechtigtes Kopfzerbrechen – der demografische Wandel. Wie soll eine stetig schrumpfende Gruppe Junger eine stetig wachsende Gruppe Alter langfristig versorgen, geschweige denn ihre Pensionen zahlen? Diese Frage überlagert in der Debatte eine weitere, die man sich dennoch stellen muss: Wer soll dieses Land verteidigen, wenn ihm die Wehrpflichtigen ausgehen?

    Neben einer sinkenden Geburtenrate sorgen Untauglichkeit und eine andere Staatsbürgerschaft dafür, dass eine zunehmend kleiner werdende Minderheit zum Dienst am Staat (an der Waffe oder zivil) verpflichtet wird. Dass jener an der Waffe auch noch länger dauern wird, wie von der Regierung beschlossen, mag den Personalbedarf des Heeres kurzfristig ausgleichen. Gerechter wird das System damit nicht – im Gegenteil.

    Damit es langfristig (in beiden Bereichen) nicht kippt, braucht es mehr Flexibilität. Wer als nicht geeignet für den Wehrdienst gilt, könnte (je nach Grund für die Untauglichkeit) einer Zivildiensteinrichtung zugeteilt werden, die im Ernstfall auch im Einsatz ist. Wer keinen rot-weiß-roten Pass hat, könnte Vorteile für dessen Beantragung erhalten, wenn er sich freiwillig in den Dienst stellt. Solche Überlegungen kommen mit schwerem ideologischen Gepäck und werden deshalb kaum angestellt. Der demografische Wandel könnte der Politik eine solche Debatte aber bald aufzwingen.
    https://www.kleinezeitung.at/artikel/41 ... chtet-wird
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

ZIB 1300

27. Oktober 2026, 13.33 Uhr

Wehrdienstreform: Immer weniger Grundwehrdiener

https://orf.at/av/video/onDemandVideoNews103434

  • „Krone“-Kolumne
    Schön war es am Heldenplatz
    EINERSEITS hat sich am gestrigen Nationalfeiertag wieder einmal gezeigt, dass die Österreicher ihr Bundesheer lieben. Der Andrang am Heldenplatz war gewaltig und das Interesse der Menschen an ihrer Armee ganz offensichtlich.

    ANDERERSEITS mussten wir gerade erst vor wenigen Tagen vom Rechnungshof vernehmen, dass der sogenannte „Aufbauplan 2030“, durch den das Heer erst wieder wirklich einsatzfähig gemacht werden sollte, unfinanzierbar wäre. Die Kosten würden nämlich von geplanten 17 Milliarden auf 54 Milliarden steigen. Milliarden, die das Land schlicht und einfach nicht hat.

    Neue Abfangjäger, eine effektive Luftabwehr, womöglich das sündteure Sky-Shield-System, die Beschaffung von Drohnen und Drohnenabwehrsystemen, die Modernisierung der gesamten Infrastruktur, für all das gibt es – glaubt man unserem Finanzminister – nicht die nötigen Mittel.

    Wenn dann aus der seit Monaten diskutierten Wehrdienstzeit-Reform auch nur ein fauler Kompromiss wird, muss man zwangsläufig erkennen, dass da am Heldenplatz nur eine schöne Inszenierung zu sehen war. Die Inszenierung einer Operettenarmee.
    https://www.krone.at/4351003
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »




Überzeugen oder abblasen: Wie es mit der Wehrpflichtreform weitergeht
Die Reform des Präsenzdienstes der Bundesregierung könnte in den kommenden Wochen beschlossen werden – oder sich auch völlig in Luft auflösen.

Entscheidend dafür ist, wie weit sich die Regierung noch bewegen will. ÖVP, SPÖ und Neos haben zwar zwei Gesetzesvorschläge – einen für das Bundesheer, einen für den Zivildienst – im Parlament in Begutachtung geschickt; doch um sie tatsächlich zu beschließen, brauchen sie die Stimmen einer Oppositionspartei. Die FPÖ hat die Gespräche schon auf Eis gelegt, bleiben noch die Grünen. Und die verlangen, dass die Koalition ihnen in einigen Punkten entgegenkommt. Kanzler Christian Stocker (ÖVP) blockte am Wochenende allerdings eine Forderung ab: „Wir dürfen nicht den Zivildienst attraktivieren, sondern den Wehrdienst“, sagte er. Grundwehrdiener sollen seiner Meinung nach ein höheres Entgelt von rund 1000 Euro monatlich bekommen, Zivildiener bei einem längeren Dienst aber nicht. „Die Beanreizung des Zivildienstes ist ein falsches Signal“, sagte Stocker und meinte mit dem sperrigen Satz: Wenn das Ziel ist, mehr junge Männer vom Bundesheer zu überzeugen, dürfe man nicht den Zivildienst finanziell verbessern.

Genau das – Zivildienst und Grundwehrdienst gleichberechtigt zu attraktivieren – ist aber ein zentrales Anliegen der Grünen. „Natürlich bleiben wir bei unseren Punkten“, sagt Wehrsprecher David Stögmüller am Dienstag zu den SN. Und einer davon ist eben: eine Erhöhung des Entgelts für alle jungen Männer, die länger dienen müssen. „Möglich, dass in der Begutachtungsfrist noch neue Punkte dazukommen“, fügt Stögmüller hinzu. Denn die Grünen wollen nun abwarten, welche Stellungnahmen von Betroffenen und Organisationen abgegeben werden, und sie in die Verhandlungen einbringen. In ein, zwei Wochen könne man sich wieder zusammensetzen, heißt es.

Erleichterung beim Zivildienst-Ersatz?

Schon jetzt zeigen die Anmerkungen zu den Gesetzestexten in zwei Richtungen: Eine Gruppe fordert vor allem Erleichterungen beim Zivildienst-Ersatz. Bisher ist es so, dass junge Männer ihr Freiwilliges Soziales Jahr oder Umweltjahr für den Zivildienst anrechnen lassen können. Sie arbeiten dann zum Beispiel in Kindergärten oder Seniorenheimen. Die Arbeit hat mehr Ausbildungscharakter, die Männer sind im Wochenschnitt weniger Stunden im Dienst, erhalten aber auch weniger Geld und sind etwas länger verpflichtet. Die Regierung will nun einführen, dass maximal ein Prozent der Stellungspflichtigen ein solches Soziales Jahr machen dürfen. Der Trägerverein kann sich zwar eine Kontingentierung vorstellen – sie müsse aber viel höher als das eine Prozent sein. Auch die Grünen fordern hier weniger tiefe Einschnitte.

Die andere Gruppe fordert Verschärfungen: Wenn der Wehrdienst wie geplant um einen Monat verlängert werde und insgesamt zwei Monate verpflichtende Milizübungen dazukämen, müsste auch der Zivildienst statt neun Monaten sofort auf ein Jahr verlängert werden. Die Koalition hatte sich – vor allem auf Bestreben der Neos – darauf geeinigt, dass das erst passieren soll, wenn sich weniger als 13.875 junge Männer in einem Jahr für das Heer melden. Die Interessengemeinschaft der Berufsoffiziere findet allerdings, dass man die Verlängerung sofort angehen sollte.

FPÖ will Zivildienst sofort verlängern

Ähnlicher Meinung ist auch die FPÖ: Sie zog sich aus den Verhandlungen vorerst zurück, weil die Koalition bei wesentlichen Punkten nicht nachgeben wollte, sagte Wehrsprecher Volker Reifenberger zuletzt. Außerdem sollte der verlängerte Zivildienst am Stück abgeleistet werden müssen. Die Option für junge Männer, zu einem späteren Zeitpunkt für zwei Monate zurückzukommen oder ehrenamtliche Arbeit zu leisten, wollten die Freiheitlichen streichen.

Eine Forderung teilen übrigens FPÖ und Grüne: Wenn sich nicht genug junge Männer freiwillig dafür melden, in der Miliz als Unteroffizier zu dienen, sollen die Bestgeeigneten dazu verpflichtet werden. Sonst gäbe es bei den Übungen kein Führungspersonal.

Für Änderungen beim Grundwehrdienst bräuchte die Regierung keine Zweidrittelmehrheit, nur beim Zivildienst ist die Zustimmung einer Oppositionspartei nötig. Die Regierung will aber das Paket in seiner Gesamtheit beschließen. Entweder sie überzeugt also FPÖ oder Grüne – oder sie bläst die ganze Reform ab.
https://www.sn.at/politik/innenpolitik/ ... art-680719


NATO-Expertin: „Russland nimmt Österreich nicht als neutral wahr“

https://www.profil.at/ausland/nato-fors ... /403200245


Minister Hattmannsdorfer überzeugt von "rechtskonformen Gegengeschäften"

https://www.derstandard.at/story/300000 ... eschaeften


Übervolle Lager, keine Garagen: Die marode Infrastruktur des Bundesheeres
„In dem Bericht des Rechnungshofes hat mich nichts überrascht“, sagt Ex-Generalmajor Andreas Pernsteiner zur „Presse“. Der Rechnungshof hatte vergangene Woche in einem Prüfbericht über den Aufbauplan des Bundesheeres das Bild einer schwer maroden Infrastruktur gezeichnet. Das sei zutreffend, sagt Pernsteiner, der von 2013 bis 2018 das Kommando Logistik im Bundesheer leitete und seit 2023 in Pension ist. Die massiven Probleme kenne er noch aus seiner Zeit – und seither habe sich, wie er aus Gesprächen mit Kameraden erfahre, die Lage nicht wesentlich verbessert.
„Hauptsache, wir kaufen schnell“

Pernsteiner sieht auch Planungsfehler im Militär als Grund für die Misere. Es sei schon so, dass über viele Jahre das Denken vorgeherrscht habe: „Hauptsache, wir kaufen möglichst schnell das Material.“ Mit logistischen Fragen wie Lagerung und Wartung habe man sich hingegen in der Vergangenheit weniger befassen wollen, sagt er. Immerhin sei es politisch wesentlich interessanter, sich mit brandneuem Militärgerät als vor Lagerhallen und sanierten Kasernen abfotografieren zu lassen.

Wer sich militärintern umhört, stößt aber auch auf andere Ansichten. Natürlich gehe es darum, möglichst schnell möglichst viel zu kaufen – immerhin wisse man nicht, wie lange man noch über ein höheres Budget verfüge, heißt es: „Besser wir haben Mannschaftstransporter, die vorübergehend zwei Jahre im Freien stehen, als dass wir überhaupt keine Transporter haben.“
https://www.diepresse.com/41393460/die- ... ndesheeres

https://www.facebook.com/share/p/19xJPgXsBn/
Zuletzt geändert von theoderich am Do 29. Okt 2026, 10:31, insgesamt 1-mal geändert.
theoderich
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

  • „Krone“-Kommentar
    Eine Zukunft, für die man kämpft
    Das ist Folklore als Füllstoff einer großen Ratlosigkeit. So wie es für Verteidigungsministerin Klaudia Tanner eine Pflichtübung sein muss, unverdrossen mehr Geld für das Bundesheer zu fordern. Selbst dann, wenn es wegen der wirtschaftlichen Lage und eines dramatischen Mangels an ökonomischer Weitsicht kein Geld mehr gibt.

    Statt Millionen, die es nicht gibt, für Rüstungsgüter und die üblicherweise an derartigen Geschäften hängenden Lobbyisten zu verpulvern, sollten alle Mittel, die der Finanzminister in den nächsten Jahren irgendwie zusammenkratzen kann, in Schulen und Lehrstätten und Universitäten umgeleitet werden. Dann haben die Jungen auch eine Zukunft, von der sie meinen, dass es sich lohnt, dafür notfalls zu kämpfen.
    https://www.krone.at/4351362

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