Soldaten im Einsatz
Zwischen Kriegsgefahr, Kameradschaft und Heimweh
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Medienberichte 2026
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theoderich
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Re: Medienberichte 2026
- Leistungsschau am Nationalfeiertag: Militärischer Schulterschluss (Kommentar)
https://kurier.at/meinung/leitartikel/n ... /403200851Wenn das Bundesheer auf dem Wiener Heldenplatz seine alljährliche Leistungsschau abhält, dann ist ein Besucheransturm garantiert. In unsicheren Zeiten steht das Militär für Sicherheit. Besonders am 26. Oktober, dem Nationalfeiertag, an dem der Beschlussfassung über Österreichs Neutralität gedacht wird.
Dass uns dieses Gesetz vor jeglichen militärischen Konflikten bewahrt, das wagen nur noch die wenigsten zu behaupten. Die Mehrheit der Bevölkerung und auch in der Politik weiß, dass auch neutrale Staaten verteidigungsfähig sein müssen.
Die Heeresschau findet heuer zu einer ganz besonderen Zeit statt. Die Tage danach wird die türkis-rot-pinke Bundesregierung mit den Vertretern der blauen und grünen Opposition intensiv verhandeln müssen, um rechtzeitig den Beschluss über die Verlängerung des Wehrdienstes im Parlament unter Dach und Fach zu bringen. Wobei es weniger daran hakt, dass die Verlängerung nun der Formel 6 + 1 + 2 – sechs Monate Grundwehrdienst, ein Monat Truppenübungen und zwei Monate Milizübungen – folgt.
Damit könnten sich auch die Freiheitlichen anfreunden, obwohl sie lieber das ursprüngliche Modell – acht Monate Grundwehrdienst und zwei Monate Milizübungen – gehabt hätten. Vielmehr spießt es sich am Zivildienst. Der holprige Kompromiss der Regierung sieht vor, dass es bei neun Monaten bleibt, obwohl die Expertenkommission – übrigens auch die Blaulichtorganisationen wie Rotes Kreuz oder die Arbeitersamariter – zwölf Monate gefordert hatte. Aufgrund des Widerstands der Neos wird nun nur dann automatisch die Zivildienstzeit auf zwölf Monate verlängert, wenn die Zahl der Grundwehrdiener in einem Jahr unter 13.000 sinkt.
Würde man diesen Prozess bereits 2026 anwenden, dann hätte man den Automatismus schon starten müssen. Die FPÖ ist vorerst strikt gegen diese Zivildienstregelung, die Grünen wiederum verlangen für ihre Zustimmung eine Aufbesserung des monatlichen Zivildienstgeldes. Wie man diese Schere schließen kann, um die notwendige Zweidrittelmehrheit im Nationalrat zu erreichen, bleibt noch ein großes politisches Geheimnis. Theoretisch könnten nach der Begutachtung des Gesetzesentwurfs Mitte November noch die Neos einlenken. Was auch nicht realistisch ist.
Wobei für alle Verhandler angemerkt werden muss: Auf Kriege wie jene in der Ukraine oder im Nahen Osten, aber auch auf Unruhen wie jene in Frankreich und Italien, kann die Politik nur mit Maßnahmen für mehr Sicherheit reagieren. Da ist die zukünftige Aufstellung des Heeres eines der zentralen Themen. Und für die Bevölkerung wäre da ein All-Parteien-Beschluss für einen längeren Wehrdienst das richtige Zeichen.
kurier.at, jde | 25.10.2026, 18:00
