.https://kurier.at/politik/inland/wehrdi ... /403190112Als die Parteispitzen von ÖVP, SPÖ und Neos Anfang der Woche versprochen haben, dass nun ein „Herbst der Ergebnisse“ ansteht, da war damit insbesondere ein Projekt gemeint: die Wehrpflicht – und ihre Verlängerung.
Acht Monate sind vergangen, seit die Wehrdienstkommission ihr Modell für einen auf zehn Monate verlängerten Wehrdienst präsentiert hat („Österreich plus“).
Der entsprechende Gesetzesentwurf liegt bis heute nicht vor, und mittlerweile drängt die Zeit, denn: Setzt man eine Begutachtungsfrist von sechs Wochen voraus, sollte das Gesetz möglichst noch im September ins Parlament kommen, damit es per 1. Jänner 2027 gelten kann.
Um analog zum Wehrdienst auch den Zivildienst verlängern zu können, benötigt die Dreier-Koalition eine Zweidrittelmehrheit im Hohen Haus und damit die Stimmen von zumindest einer Oppositionspartei.
Sowohl FPÖ als auch Grüne haben Vorbehalte. „Allerdings ist bei beiden Parteien keine kategorische Ablehnung spürbar“, erzählt ein Regierungsverhandler.
Was die FPÖ angeht, hat Parteichef Herbert Kickl Anfang der Woche zwar behauptet, er kenne noch kein Gesamtkonzept für die Wehrdienstverlängerung und könne daher nicht sagen, ob man dieser zustimmen wird. In der Regierung legt man aber Wert auf die Feststellung, dass Verhandler der FPÖ längst informiert seien. „Und die haben“, so erzählt ein Mitarbeiter des Kanzleramts, „nachweislich Zugang zum FPÖ-Chef“.
Die politische Haltung der Freiheitlichen lässt sich wie folgt beschreiben: Der im Sommer kolportierte Plan zur Verlängerung der Wehrpflicht sieht im Vergleich zum Vorschlag der Wehrdienstkommission eine kürzere Dauer vor und sei daher nicht ideal.
Dem hält man in der Koalition entgegen, dass jede Verlängerung eine Verbesserung zum Status quo darstellt. Insofern werde es spannend, wie der FPÖ-Parlamentsklub, in dem auffallend viele Miliz-Offiziere sitzen, erklären würde, warum man sich einer Verlängerung plötzlich verschließt.
Bei den Grünen hat Wehrsprecher David Stögmüller die „roten Linien“ definiert. Für ihn gilt es als ausgemacht, dass seine Partei einer Verlängerung nur zustimmen will, wenn die Entlohnung der Zivildiener auf das Niveau der Grundwehrdiener steigt.
In der Koalition gilt das als unrealistisch. „Unser Ziel bestand ja darin, das Bundesheer attraktiver zu machen“, sagt ein Verhandler. Gleiche man einen der Pluspunkte, nämlich die höhere Bezahlung, nun wieder aus, so konterkariere man dieses Ziel. „Und deshalb ist das für die Regierung ein No-Go.“
Medienberichte 2026
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Re: Medienberichte 2026
Wehrdienstreform in Österreich: Wo es sich derzeit spießt
Re: Medienberichte 2026
Es könnte derzeit einfach eine Drohne auf dem Schreibtisch vom Promberger landen.
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theoderich
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Re: Medienberichte 2026
Logistik-Zentrum könnte Heereslager werden
https://kaernten.orf.at/stories/3370829/Mit Ende des Jahres schließt die Lebensmittelkette Hofer ihr Logistik-Zentrum in Weißenstein im Bezirk Villach-Land. Wie es danach mit dem Gebäude weitergeht, ist noch unklar. Aktuell prüft das Bundesheer seinen Bedarf, um das Logistikzentrum als Lager zu verwenden.
Vertreter der Lebensmittelkette Hofer seien auf das Verteidigungsministerium mit dem Verkaufsvorschlag zugekommen, heißt es vom Bundesheer auf Anfrage des ORF Kärnten. Nun werde geprüft, ob es Bedarf für ein Lager in dieser Größenordnung gebe. Der Kauf sei somit nicht fixiert, genauso wenig, wann das Bundesheer sich für oder gegen den Standort entscheiden werde, so ein Sprecher des Heeres.
Bürgermeister will Arbeitsplätze sichern
Der Bürgermeister der Gemeinde Weißenstein, Harald Haberle (SPÖ), bestätigt, dass das Bundesheer mit ihm Kontakt aufgenommen habe. Wie es mit dem Logistikzentrum im Gemeindeteil Weißenbach weitergeht, könne auch er nicht sagen. Haberle wünscht sich, dass seine Gemeinde ein Logistikstandort bleibt.
https://maps.app.goo.gl/KrSvRd3JgcRdJbBP6?g_st=ac
Zuletzt geändert von theoderich am Di 15. Sep 2026, 00:30, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Medienberichte 2026
Generalstabschef: „Bedrohung ist existentiell“
https://noe.orf.at/stories/3370728/
Scheidender Generalstabschef Striedinger: "Eskalationsstufe zwischen Russland und EU auf neuer Ebene"
https://noe.orf.at/stories/3370728/
Scheidender Generalstabschef Striedinger: "Eskalationsstufe zwischen Russland und EU auf neuer Ebene"
https://www.derstandard.at/story/300000 ... euer-ebeneEnde September geht Rudolf Striedinger nach vierjähriger Amtszeit als Generalstabschef in Pension. Zu seinem Nachfolger nominierte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) Rüstungsdirektor Harald Vodosek – der einstige Favorit, Planungschef Bruno Hofbauer, hatte das Nachsehen. Zum Abschied spricht Striedinger über fehlendes Geld, Österreichs Neutralität und hybride Bedrohungen aus Moskau.
STANDARD: Ins Amt kamen Sie wenige Monate nach Russlands Überfall auf die Ukraine, der die vergangenen vier Jahre militärisch prägte. Eine ungewöhnlich ereignisreiche Amtszeit für einen österreichischen Generalstabschef, oder?
Striedinger: Die Ereignisse haben vor allem eine Situation geschaffen, die es im Bundesheer so noch nie gab: eine sehr starke Steigerung der Budgetmittel innerhalb von sehr kurzer Zeit. Wir konnten also mit dem Aufbauplan ein sauberes und langfristiges Konzept für die Entwicklung der Streitkräfte erstellen.
STANDARD: Und damit aufrüsten wie bisher kein anderer in Ihrem Amt. Wie zufrieden sind Sie mit der Bilanz?
Striedinger: Vorweg ist zu sagen, es ist ein Nachrüsten. Wir konnten alle unsere Ziele umsetzen. Neben der Weiterentwicklung des Bundesheers haben wir auch alle Aufgaben erfolgreich bewältigt, die Auslands- wie die Inlandseinsätze. Wir sind in der Lage, uns auf veränderte Rahmenbedingungen rasch einzustellen. Wir denken mit, wie sich Gefechtsbilder verändern und versuchen, die künftige Entwicklung der Streitkräfte darauf abzustimmen.
STANDARD: Im Vergleich zu früheren Plänen wurden allerdings größere Budget-Abstriche nötig. Ihr Stellvertreter Hofbauer, lange Favorit für Ihre Nachfolge, hat das jüngst im Landesverteidigungsbericht klar benannt – und damit bei der Ministerin offenbar an Rückhalt verloren. Wie kritisch sehen Sie die Abstriche?
Striedinger: Der Landesverteidigungsbericht ist ein Dokument, das unsere Situation darstellen soll. Und wenn es eine Differenz gibt zwischen dem, was vorher politisch klar signalisiert und auch festgehalten wurde, und den realen Budgetmitteln für die nächsten Jahre, dann hat das Auswirkungen. Der Differenzbetrag geht in die Milliarden. Das muss abgebildet werden. Und natürlich macht es einen großen Unterschied, ob wir bei kontinuierlich ansteigenden Budgets bis 2032 auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts gekommen wären, oder das jetzt nicht der Fall ist.
STANDARD: Zwei Prozent des BIP für Verteidigung bis 2032 hat die Bundesregierung in ihrem Koalitionsprogramm festgeschrieben.
Striedinger: Wir bleiben jetzt im Wesentlichen bei gut einem Prozent.
STANDARD: Rund die Hälfte der einst geplanten Mittel bedeutet, dass beim Aufbauplan größere Abstriche nötig werden. Wo wird es die geben?
Striedinger: Wenn es enger wird, muss man sich überlegen, wie man innerhalb der Prioritäten noch einmal neue Prioritäten festlegt. Dabei sind die Bedrohungswahrscheinlichkeiten, auch in zeitlicher Hinsicht, zu bewerten. Zu unseren größten Priorisierungen gehört deshalb die Luftverteidigung. Wir haben ja den Vorteil, kein Frontstaat gegenüber Russland zu sein. Daher ist für Österreich nicht von einer unmittelbaren Bedrohung durch Landstreitkräfte auszugehen. Luftstreitkräfte könnten dagegen sofort hier sein.
STANDARD: Abstriche gibt es auch bei der Wehrdienstverlängerung. Aus dem von Ihnen präferierten "8+2"-Modell wurde nichts, das Heer muss mit einem Monat weniger auskommen.
Striedinger: Der Monat weniger bedeutet, dass wir die Übungsintensität nach der Grundausbildung nicht in dem Ausmaß steigern können wie geplant. Der Ausbildungswert wird dadurch zwangsläufig etwas sinken.
STANDARD: Ihr Vorgänger Robert Brieger sagte im STANDARD-Interview, dass Österreich sich allein verteidigen könnte, wäre auch nach vollständig abgearbeitetem Aufbauplan "eine Illusion". Zustimmung?
Striedinger: Das ist absolut richtig. Aber wir sind nicht allein auf der Welt. Und ich gehe davon aus, dass die Republik nur im Rahmen einer europäischen Auseinandersetzung mit militärischen Angriffen konfrontiert würde, nicht solitär. Österreich wäre bei einem möglichen russischen Angriff auf Europa ein rückwärtiger Raum in der Tiefe. Dessen Schutz ist unsere zentrale Aufgabe. Aber die würden wir in Verbindung mit anderen Streitkräften bewerkstelligen. Auch mit einer Mobilmachungsstärke von gut 100.000 Mann, die unser langfristiges Ziel ist, kämen wir nicht in die Größenordnung, die Republik allein verteidigen zu können.
STANDARD: Sehen Sie in den Drohnen-Vorfällen in Leipzig und den Sabotage-Versuchen in Brandenburg eine neue Eskalationsstufe in der hybriden Kriegsführung Russlands?
Striedinger: Absolut. Und das erkennt man schon allein an der Reaktion der deutschen Bundesregierung. Denn die gesetzten Schritte haben natürlich weitere Auswirkungen. So etwas macht man also nicht leichtfertig. Die Eskalationsstufe zwischen Russland und der EU wurde auf eine neue Ebene gehoben. Die hybride Kriegsführung Moskaus dient der Destabilisierung und Verunsicherung der Bevölkerung. Das ist sehr ernst zu nehmen, weil unser demokratischer Zusammenhalt davon stark beeinträchtigt werden kann.
STANDARD: Worauf sollte sich Österreich in puncto hybrider Bedrohung einstellen?
Striedinger: Das hängt natürlich sehr davon ab, wie sich die Situation zwischen Russland, der Ukraine und Europa, möglicherweise auch in Verbindung mit den USA, weiterentwickelt. Verschlechtert sich die Lage Russlands durch zusätzliche Mittel für die Ukraine, kann das dazu führen, dass die stärksten Unterstützer-Staaten mit der Zeit zu so etwas Ähnlichem wie kriegsführenden Ländern werden. Durch die multilateralen Unterstützungen, die über die EU laufen, ist allerdings auch Österreich in diesem Konflikt nicht mehr so klassisch neutral wie etwa die Schweiz. Ich würde also zumindest nicht erwarten, dass die hybride Bedrohungslage abnimmt.
STANDARD: Worüber reden wir konkret? Cyberangriffe? Drohnenüberflüge? Sabotageakte?
Striedinger: Wir reden über das, was wir auch sonst in Europa beobachten können. Allerdings ist Österreich schon in einem geringeren Bedrohungsspektrum als das Nato-Land Deutschland.
STANDARD: Als neutral sieht Österreich beim Konflikt zwischen Moskau und der EU im Ausland eigentlich niemand. Sollte die Republik Konsequenzen aus der De-Facto-Situation ziehen und über ein Ende der Neutralität nachdenken?
Striedinger: Als Generalstabschef vertrete ich die Position, dass die Neutralität eine gesamtstaatliche und gesellschaftspolitische Fragestellung ist. In meinem Amt nehme ich daher keine Positionierung zur Neutralität ein, außer zu sagen: Wir haben sie derzeit. Sie behindert uns jedenfalls bei den notwendigen Kooperationen mit befreundeten Streitkräften in keiner Weise.
STANDARD: Vorstellbar, dass Sie sich nach Ihrer Amtszeit, wenn Sie also nicht mehr Angestellter des Verteidigungsministeriums sind, auch mit Ihrer eigenen Meinung zu dieser Frage äußern?
Striedinger: Bei uns ist es eher unüblich, im Nachhinein zu versuchen, auf das System Einfluss zu nehmen. Weil nicht ganz zu Unrecht gesagt wird: Wenn du was geändert haben hättest wollen, dann hättest das in deiner Amtszeit tun können. Deshalb würde ich die Frage dann wohl nicht viel anders beantworten. Ich glaube, das Bundesheer und das Ministerium brauchen keine Ratschläge von außen.
STANDARD: Haben Sie auch Ihre Pension schon generalstabsmäßig geplant?
Striedinger: Ich habe ganz bewusst darauf verzichtet, mir zu überlegen, was ich dann tue. Ich werde weiter Mitglied mehrerer Vereine bleiben, aus denen sich das eine oder andere entwickeln wird. Ich habe aber vor allem eine sehr kreative Frau, die ebenso wie unsere fünf Enkelkinder dafür sorgen wird, dass mir der Tag nicht lang wird. Es treten jetzt andere Dinge in den Vordergrund. Und möglicherweise werde ich mir bei dem, was jetzt auf mich zukommt, bald die Frage stellen, wie ich früher eigentlich noch Zeit gefunden habe, meinen Dienst zu machen.
(Martin Tschiderer, 12.9.2026)
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theoderich
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Re: Medienberichte 2026
Wehrdienst: Streit über Details
https://www.servustv.com/de/page/AAWF6J ... ch-uneinig
Wehrdienstreform stockt erneut
14.9.2026, 7.09 Uhr
Ö1 Morgenjournal
https://orf.at/av/audio/158628
Stollen in Bad Ischl
Bundesheer muss Berg mit 20.000 Tonnen Beton "stabilisieren"
https://www.meinbezirk.at/salzkammergut ... n_a8851544
Interview-Reihe
Heer und Rotes Kreuz: Wer ist bereit für die nächste Krise?
https://www.servustv.com/de/page/AAWF6J ... ch-uneinig
Wehrdienstreform stockt erneut
14.9.2026, 7.09 Uhr
Ö1 Morgenjournal
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Stollen in Bad Ischl
Bundesheer muss Berg mit 20.000 Tonnen Beton "stabilisieren"
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Interview-Reihe
Heer und Rotes Kreuz: Wer ist bereit für die nächste Krise?
Mit der geplanten Reform wird der Wehrdienst künftig sechs Monate Grundwehrdienst plus drei Monate Milizübungen umfassen. Härtinger sieht darin einen Kompromiss mit Licht und Schatten.
„Ich hätte schon erwartet, hier eine klare, eindeutige Regelung auf den Tisch gelegt zu bekommen, die auch tatsächlich umsetzbar ist.“ Positiv sei aber, dass es künftig mehr Ausbildung und Übungen geben werde. „Es ist definitiv wieder ein Hin zu mehr Übungen und damit eine Erhöhung der Einsatzbereitschaft des Bundesheeres.“
Das Rote Kreuz bildet jährlich mehr als 1.700 Sanitäter aus. Grundwehrdiener, die beim Bundesheer eine Sanitätsausbildung absolvieren, werden dabei auch praktisch geschult.
https://kurier.at/chronik/niederoesterr ... /403190558Mehr Offiziere
Auch Militärkommandant Härtinger kämpft mit einem Personalproblem. Rund ein Drittel der Mitarbeiter des Militärkommandos Niederösterreich geht in den kommenden Jahren in Pension. Bei den Offizieren wurde die Ausbildung deshalb deutlich ausgeweitet. „Wir haben derzeit etwas mehr als 120 Offiziere in der Ausbildung, vor zehn Jahren waren es um die 20.“
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cliffhanger
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Re: Medienberichte 2026
https://www.oe24.at/a/deutsche-speziale ... -900115257
Könnte man die nicht auch für unseren Verein engagieren.....;-)
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Re: Medienberichte 2026
Bundesheer kämpft um Finanzspritze für die Luftabwehr
https://www.diepresse.com/41263780/bund ... luftabwehrDas Doppelbudget für die Jahre 2027 und 2028 wurde im Juni im Nationalrat beschlossen. Für das Verteidigungsministerium geht das Ringen um zusätzliches Geld nun jedoch in die nächste Runde. Bis Jahresende will die Bundesregierung über die Finanzierung einiger Militärbeschaffungen entscheiden. Es geht dabei um für das Bundesheer essenzielle und milliardenschwere Projekte.
Nach „Presse“-Informationen strebt das Verteidigungsministerium derzeit eine Sonderfinanzierung für drei Bereiche an: die Eurofighter-Nachfolge, die Fliegerabwehr für die mittlere Reichweite und die Drohnenabwehr.
Die bei weitem teuerste und heikelste Beschaffung ist die Eurofighter-Nachfolge. Derzeit verfügt Österreichs Militär über 15 Eurofighter der Tranche 1. Diese können, wenn überhaupt, nur mehr bis Mitte der 2030er-Jahre genutzt werden. Aufgrund der jahrelangen Vorlaufzeiten für eine Nachbeschaffung muss bereits jetzt geklärt werden, wie das Vorhaben finanziert wird.
Als Ersatz will das Heer aufgrund der gestiegenen Bedrohungslage 36 überschallschnelle Kampfflugzeuge kaufen. Erste Jets sollen ab dem Jahr 2033 zulaufen. Derzeit gelten fünf Modelle als aussichtsreiche Anwärter: die amerikanische F-35A, ein Eurofighter der Tranche 4 oder 5 des europäischen Herstellerkonsortiums, die schwedische Saab Gripen E/F, die französische Rafale F5 oder die amerikanische F-15.
Marterbauer bisher skeptisch
Die Koalition hat sich im Regierungsprogramm zwar dazu bekannt, die Nachbeschaffung der Eurofighter einzuleiten. Allerdings hat Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) im Frühjahr Zweifel an der Notwendigkeit neuer Jets anklingen lassen. Finanziell handelt es sich um einen riesigen Brocken. Das Militär rechnet mit Kosten von mindestens zehn Milliarden Euro. Allerdings: Dieses Geld wäre nicht auf einmal in dieser Legislaturperiode zu zahlen, sondern erst ab Vertragsabschluss in Tranchen über mehrere Jahre. In Kreisen des Verteidigungsressorts hofft man, so Bedenken innerhalb der SPÖ zerstreuen zu können.
Derzeit arbeitet das Verteidigungsministerium die planerischen Grundlagen aus. Danach wird innerhalb der Koalition verhandelt. Eine etwaige Vertragsunterzeichnung soll jedenfalls mit einigen Monaten Abstand zur Nationalratswahl erfolgen: Die Wahl findet planmäßig im Herbst 2029 statt.
Flugabwehrsysteme für die mittlere Reichweite
Große Lücken gibt es bei der bodengebundenen Luftabwehr. Ziele lassen sich derzeit nur eingeschränkt in kurzer Reichweite bekämpfen. Daher will das Militär Flugabwehrsysteme für die mittlere Reichweite (bis zu 50 Kilometer Reichweite in einer Höhe von bis zu 25 Kilometern) kaufen. Das Vorhaben war bisher unter der deutschen „Sky Shield“-Initiative bekannt – die Idee ist, dass mehrere Staaten deutsche Luftabwehrsysteme kaufen, dadurch einen besseren Preis bekommen und bei der Ausbildung, Wartung und bei Übungen kooperieren. Allerdings könnten auch andere Systeme außerhalb der Initiative beschafft werden. Eine Entscheidung fällt laut dem Verteidigungsressort in den kommenden Monaten.
Das Bundesheer strebt an, je eine Flugabwehrbatterie in Zeltweg sowie in Salzburg aufzustellen. „Mit den aktuell zur Verfügung stehenden Mitteln kann dieses Vorhaben nur in Teilen realisiert werden“, heißt es aber im neuen Landesverteidigungsbericht. Es sei nur eine „Anfangsausstattung“ gewährleistet. Gerechnet wird mit Kosten von insgesamt 2,5 Milliarden Euro. Laut Angaben des Verteidigungsministeriums sind im aktuellen Budget derzeit „die ersten Schritte der Beschaffung vorgesehen“ – verteilt auf fünf Jahre sind es 500 Millionen Euro.
Während bei den Verhandlungen auch über die Finanzierung der Systeme für die mittlere Reichweite gesprochen werden soll, dürfte der Kauf von Abwehrsystemen für die hohe Reichweite kein Thema sein. Solche Systeme wären für die Abwehr von ballistischen Raketen geeignet – die türkis-grüne Bundesregierung hat sich im Jahr 2023 zur Beschaffung bekannt. Dieses Projekt würde aber ebenfalls mehrere Milliarden Euro kosten, daher bräuchte es auch eine Sonderfinanzierung außerhalb des Regelbudgets.
Ausbau der Drohnenabwehr
Ähnlich ist die Lage bei der Drohnenabwehr. Geplant ist, mehr Schutzobjekte als bisher verteidigen zu können. Einiges ist schon im Gange: Die 35 mm Flugabwehrkanonen und dazugehörigen Radar- und Zielverfolgungssystemen werden modernisiert, für den Pandur-Transportpanzer 36 Flugabwehrsysteme „Skyranger“ angeschafft.
Geplant ist weiters, jeweils eine Drohnenabwehrbatterie in Zeltweg und in Salzburg aufzustellen. Allerdings ist laut dem Landesverteidigungsbericht bei der derzeitigen Budgetlage die „Realisierung der zweiten Batterie finanziell nicht sichergestellt“. Derzeit sei hier nur eine „Teilausrüstung“ des Bundesheeres möglich.
Militärintern zerbricht man sich nicht nur über die Finanzierung den Kopf, sondern auch um das Personal. Ausreichend Soldaten zu finden, die diese hochtechnologischen und im Heer noch nie vorhandenen Systeme bedienen können, wird eine Herausforderung – und auch einiges an Kosten verursachen.
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Re: Medienberichte 2026
Rheinmetall will Werk in Wien ausbauen
15.9.2026, 18.10 Uhr
Ö1 Abendjournal
https://orf.at/av/audio/158845
Kanzler Stocker bei Rheinmetall in Wien-Liesing: Schneller in Richtung Aufrüstung?
https://www.sn.at/politik/weltpolitik/k ... art-673114
Rheinmetall: Warum der Rüstungskonzern noch stärker auf Wien setzt
Auf "Puls24" ("Pro Sieben Austria News") gab es gerade einen totalen Verriss des Besuchs.
15.9.2026, 18.10 Uhr
Ö1 Abendjournal
https://orf.at/av/audio/158845
Kanzler Stocker bei Rheinmetall in Wien-Liesing: Schneller in Richtung Aufrüstung?
https://www.sn.at/politik/weltpolitik/k ... art-673114
Rheinmetall: Warum der Rüstungskonzern noch stärker auf Wien setzt
Wenn Rheinmetal-CEO Armin Papperger einen Fabriksbesuch abstattet, ist viel los. Sicherheitsclearings, die Spezialeinheit Cobra rückt aus, das Werk in Wien-Liesing ist rundherum polizeibewacht. Sogar eine sehr kleine Demo hat es vor das Werk geschafft: „Busse statt Panzer“ steht auf einem Transparent.
Der Grund des Aufgebots ist der hohe Besuch von CEO, Bundeskanzler, Wirtschaftsminister und dem designierten Bundesheer-Generalstabschef Harald Vodosek: Der Standort des Rheinmetall MAN Military Vehicles GmbH (RMMV) mit 1.500 Beschäftigten ist das größte Produktionswerk für militärische Logistikfahrzeuge in Europa. Aus dieser Fertigungsstätte für militärische Lkw rollen täglich rund 15 Fahrzeuge, aktuell 3.000 bis 3.500 pro Jahr. In den vergangenen Jahren wurden 50 Millionen Euro investiert, jetzt baut man weiter aus. Die Mitarbeiterzahl soll auf zumindest 1.700 wachsen, je nach Nachfrage könnte man bis zu 4.500 Fahrzeugen pro Jahr produzieren. Trotzdem bleibt so ein Werk mehr Manufaktur als Serienproduktion: „Jedes Fahrzeug ist anders und hat andere Anforderungen. Das ist Handarbeit“, erklärt Papperger. Zu den mehr als 50 Kundenländern zählen neben Deutschland und Österreich etwa Großbritannien, Australien, Norwegen, Schweden, Singapur.
Papperger, der bekannteste deutsche Rüstungs-CEO, ist voll des Lobes für das Werk in Wien-Liesing, in dem seit 120 Jahren produziert wird (damals Gräf & Stift Automobilfabrik). „1,5 Milliarden Euro setzen wir hier aktuell um, das werden wir demnächst auf zwei Milliarden Euro steigern“, sagt er selbstbewusst. Dem Werk bescheinigt er „eine tolle Zukunft, wir sind an großen Aufträgen dran“, so der CEO vor der versammelten Belegschaft. Was er hier am Standort in Wien findet: „Know-how und Fachkräfte, die das können“. Papperger stimmt nicht ins Standort-Lamento ein, klar wären niedrigere Energiepreise gut, aber das sei nicht entscheidend.
https://kurier.at/wirtschaft/rheinmetal ... /403191018Auch Bundeskanzler Christian Stocker betont die Wichtigkeit der Verteidigungsfähigkeit Europas. „Sicherheit ist eine entscheidende Frage geworden. Europa und Österreich müssen wieder stärker für sich selbst sorgen. Ein Europa, das sich nicht selbst versorgen kann und das nicht mehr selbst produziert, verliert“.
Wichtig ist dem Bundeskanzler nicht nur, dass mehr Geld für Verteidigung ausgegeben wird, sondern auch, wo dieses Geld Wertschöpfung schafft. „Hier wird ein Beitrag zur Verteidigungsfähigkeit des Landes geleistet und zugleich Wertschöpfung und Beschäftigung geschaffen“. Papperger betont: „600 bis 700 Millionen Euro geben wir hier am Standort an Aufträgen in die österreichische Wirtschaft weiter“.
Auf "Puls24" ("Pro Sieben Austria News") gab es gerade einen totalen Verriss des Besuchs.
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cliffhanger
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- Registriert: Do 7. Jun 2018, 12:20
Re: Medienberichte 2026
....."Als Ersatz will das Heer aufgrund der gestiegenen Bedrohungslage 36 überschallschnelle Kampfflugzeuge kaufen. Erste Jets sollen ab dem Jahr 2033 zulaufen. Derzeit gelten fünf Modelle als aussichtsreiche Anwärter: die amerikanische F-35A, ein Eurofighter der Tranche 4 oder 5 des europäischen Herstellerkonsortiums, die schwedische Saab Gripen E/F, die französische Rafale F5 oder die amerikanische F-15".......
Endlich, mein Traum wird eventuell wahr ....F15 ! yes :-) :-) :-)
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