Abschluss eines Vertrages mit einem Volumen von mehr als 25 Mio. Euro im „Sondervermögen Bundeswehr“ und im Epl. 14;
Serienbeschaffung von insgesamt neun Schieß- und Gefechtsausbildungssimulatoren des Schützenpanzers PUMA (AGSP SPz PUMA)
BMF-V 258/2025 VS-NfD
Ausschussdrucksache 21(8)3338
Tagesordnungspunkt 35
Vorlage des Bundesministeriums der Finanzen
Abschluss eines Vertrages mit einem Volumen von mehr als 25 Mio. Euro im Einzelplan 14 und im Sondervermögen „Bundeswehr“; 2. Änderungsvertrag für die Nachrüstungsmaßnahme (NRM) des Schützenpanzers (SPz) PUMA
BMF-V 243/2025 VS-NfD
Bundeswehr darf unter Maßgabe 200 weitere Schützenpanzer Puma bestellen
Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner heutigen Sitzung die sogenannte 25-Mio-Vorlage bezüglich eines 1. Änderungsvertrages zur Rahmenvereinbarung über die Herstellung und Lieferung weiterer Serienfahrzeuge des 2. Loses des Schützenpanzer Puma nur unter einer Maßgabe gebilligt. Gut unterrichteten Kreisen zufolge darf nun der im Mai 2023 mit der PSM Projekt System & Management GmbH – einem Joint Venture der Firmen Krauss-Maffei Wegmann (KMW) und Rheinmetall – unterzeichnete Rahmenvertrag von 229 auf nunmehr 254 Puma ausgeweitet werden. Gleichzeitig wurden etwa 4,2 Milliarden Euro freigegeben, um weitere 200 Schützenpanzer Puma im Konfigurationsstand S1 aus dem Vertrag abzurufen. Die Bundeswehr hat bereits bei Vertragsschluss 50 Systeme aus dem ursprünglichen Rahmenvertrag beschafft. Der Verteidigungsausschuss hat dem Vorhaben bereits heute Vormittag zugestimmt.
Die Beschaffung der 200 zusätzlichen Puma-Schützenpanzer darf aufgrund eines Maßgabebeschlusses des Haushaltsausschusses nur unter folgenden Bedingungen erfolgen:
1) Das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) wird aufgefordert, vor Auslösung weiterer Bestellungen aus der Rahmenvereinbarung sowie vor Abschluss des angekündigten Änderungsvertrages S2 nachzuweisen, dass
der Schützenpanzer PUMA die durch den Bundesrechnungshof identifizierten Mängel des 1. Loses nachvollziehbar und wirksam adressiert,
die Einsatzreife der Fahrzeuge im Serienstand S1 belastbar erreicht wird und
die geplanten Anpassungen (S2) technisch validiert und mit dem Heer abgestimmt sind.
Hierzu sind dem Haushaltsausschuss aktuelle Ergebnisse der Nutzererprobungen und der BRH-Prüfverfahren vorzulegen.
2) Das BMVg wird aufgefordert, vor Fälligkeit der Meilensteine darzulegen,
wie die erheblich gesteigerte Lieferkapazität der Industrie (PSM/KNDS/Rheinmetall) abgesichert ist,dass die Lieferkette für kritische Komponenten belastbar ist und
ob zusätzliche Maßnahmen zur Beschleunigung oder Diversifizierung notwendig sind.
3) Das BMVg berichtet jährlich zum 1. März über:
den Klarstand und die technische Verfügbarkeit aller PUMA-Lose,
den Fortgang der S2-Umrüstung,
aktualisierte Nutzungs- und Folgekosten einschließlich Instandhaltung, Ersatzteilen und Obsoleszenzmanagement.
Gut unterrichteten Kreisen zufolge beabsichtigt das Heer in den folgenden Jahren die Puma-Flotte auf über 1.000 Schützenpanzer anwachsen zu lassen.
Verstärkung der PUMA-Flotte der Bundeswehr: Rheinmetall und KNDS Deutschland liefern 200 Schützenpanzer an das Deutsche Heer – Auftragswert rund 4,2 Mrd. EUR
Die Bundeswehr verstärkt ihre PUMA-Flotte. So hat sie die Projekt System & Management GmbH (PSM), ein Joint Venture von Rheinmetall und KNDS Deutschland (KNDS), mit der Lieferung von 200 Schützenpanzern PUMA beauftragt. Ein entsprechender Änderungsvertrag des bestehenden Rahmenvertrags im Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) wurde heute in Koblenz unterzeichnet. Der Vertrag ist zum Januar 2026 rechtswirksam. Die Beschaffung hat ein Gesamtvolumen von 4,2 Mrd. EUR brutto. Davon entfallen 2,1 Mrd. EUR auf KNDS und 2,1 Mrd. EUR auf die Rheinmetall-Tochter Rheinmetall Landsysteme GmbH. Beide Gesellschaften werden das Projekt als Unterauftragnehmer umsetzen. Die ersten Fahrzeuge sollen Mitte 2028 ausgeliefert werden.
Rolls-Royce Power Systems erhält weiteren großen Verteidigungsauftrag
Rolls‑Royce Power Systems erhält einen der größten Verteidigungsaufträge seiner Unternehmensgeschichte. Der Auftrag umfasst rund 200 neue mtu PowerPacks mit dem Motor des Typs 10V 890 für den Schützenpanzer Puma der Bundeswehr.
theoderich hat geschrieben: ↑Fr 19. Dez 2025, 12:49Verstärkung der PUMA-Flotte der Bundeswehr: Rheinmetall und KNDS Deutschland liefern 200 Schützenpanzer an das Deutsche Heer – Auftragswert rund 4,2 Mrd. EUR
Schützenpanzer Puma – 3. Los vermutlich erst 2027
Die Bundeswehr arbeitet offenbar an der Beschaffung eines weiteren Loses des Schützenpanzers Puma im Wert von rund 5 Milliarden Euro. Dies geht aus einer Äußerung des Rheinmetall-CEOs Armin Papperger hervor, die er gestern während einer Analystenkonferenz machte.
Papperger zufolge geht Rheinmetall davon aus, dass der Vertragsschluss für ein solches 3. Los des Schützenpanzers nicht mehr in diesem Jahr erfolgen wird. Für Rheinmetall rechnet er mit Einkünften von etwa 2,5 Milliarden Euro, damit dürfte die Gesamtauftragssumme des 3. Loses 5 Milliarden Euro betragen.
Eine aktuelle Beschaffungsabsicht der Bundeswehr für weitere Schützenpanzer Puma lässt sich auch aus dem Haushaltsentwurf 2027 der Bundesregierung herauslesen. In den Verpflichtungsermächtigungen für die Jahre 2028 bis 2039 sind dort weiterhin über 16 Milliarden Euro hinterlegt. Somit kann davon ausgegangen werden, dass ein weiterer Bedarf von zusätzlichen Schützenpanzern Puma – über den aktuell verfügbaren sowie bestellten Bestand hinaus – besteht.