Medienberichte 2026

Landesverteidigung, Einsätze & Übungen, Sicherheitspolitik, Organisation, ...
Dingosette
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von Dingosette »

Alexander-Linz hat geschrieben: Sa 3. Jan 2026, 07:59 Von der Drohnenabwehrbatterie um 200 Mio, hat man auch nicht wirklich was gehört, oder?
Was könnte das sein/werden?
Sind aber nicht die Kanonen für Flak-Pandur gemeind?
Nein Definitiv nicht. Wenn ich Theoderichs verlinkten Post richtig interpretiere, geschieht gerade im Hintergrund das, was ich schon öfter gehört habe: unsere WS 4 Panther wird zur Drohnenabwehr Kampfwertgesteigert. Vermutlich nicht alle, aber zurück zum Thema. ;)
Alexander-Linz
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von Alexander-Linz »

am besten warten wir mal an was theoderic dazu sagt
Weil er ist die🔮 hier, für alles eine Antwort
theoderich
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

ZIB 2

4. Jänner 2026, 22.21 Uhr
Europa setzt auf eigene Satelliten zur Sicherheit

Marie-Claire Zimmermann: "Einen guten Überblick bekommt man am besten von oben. Von ganz oben, um genau zu sein. Denn wer Satelliten um die Erde kreisen lässt, weiß, was anderswo passiert. Am besten eigene Satelliten, um Störungen und Sabotage zu vermeiden, weshalb Europa und auch Österreich nun in großer Höhe aufrüsten wollen."

[Start einer "Ariane 5" in Kourou] Der Wettlauf um den Weltraum hat längst begonnen. [Bildschirm mit geplanter Flugbahn für die Mission GALILEO-SAT 33-34] Auf dem Weg zum Mond und im Erdorbit. Satelliten umspannen die ganze Welt und liefern wichtige Daten, [Schiffe in einem nebligen Hafen] vor allem in Zeiten geopolitischer Spannungen.

Günter Kargl (Raumfahrtexperte Institut für Weltraumforschung): "Man wird zum Beispiel auch in Echtzeit Flugbewegungen, Schießbewegungen überwachen können. Und wie sich's auch .. wie man sieht auch durch die neue Drohnentechnologie, dass auch mobiles Internet grade über satellitengestützte Verbindungen sehr viel wichtiger ist, als man das gedacht hat noch vor ein paar Jahren."

[Booster einer SpaceX Falcon am Launchpad 40 in Cape Canaveral] In manchen Bereichen ist Europa abhängig von anderen, [Wegweiser "Starbase" mit Montagehallen und Starteinrichtung im Hintergrund] teilweise privaten Anbietern, wie SpaceX, Unternehmen des [Elon Musk bei einem Pressetermin] US-Milliardärs Elon Musk. Immer wieder werden europäische Satelliten [Rakete vor dem Start auf der Startplattform] mit US-Raketen ins All gebracht. [Bgdr Friedrich Teichmann im Gespräch mit Paul Sihorsch] Von anderen Dienstleistungen sei man ebenfalls abhängig.

Friedrich Teichmann (Leiter Bundesheer Cyber Sicherheitszentrum): "Das ist einerseits die Navigation, das ist die Kommunikation und das ist die Aufklärung. Und diese ... die Militärs, die Abhängigkeit dieser Militärs ist massiv gestiegen. Und wegen dem sind auch die Militärs jetzt interessiert, diese Weltraumdienste hochzufahren, aufzurüsten, wenn man so will."

[Abflug eines "Black Hawk" bei einer Übung des Bundesheeres] Beim Bundesheer wird deshalb [Infanteristen und Bordtechniker im "Black Hawk" während des Fluges] ab 2027 in noch größerer Höhe geflogen [CGI eines Satelliten, der um die Erde kreist] - im Erdorbit. Fünf Satelliten [Arbeit an einer Platine in einem Reinraum] sind in Entwicklung für einen einstelligen Millionenbetrag - ausgestattet mit Kameras.

TEICHMANN: "Das eine ist die Aufklärung. Das heißt, wir haben da eine ... der Payload eine gute Kamera drinnen. Und das zweite ist, dass eine Aufklärung über die Frequenzen, Radarfrequenzen, die wir von oben detektieren können. Und diese zwei Dienste, diese zwei Daten, werden dann im Bundesheer dringend benötigt, um das Lagebild zu verbessern, das weltweite Lagebild."

[Booster einer "Ariane 5" im Montagegebäude in Kourou] Aufrüstung im All bedeutet also: Mehr Unabhängigkeit von anderen und [CGI eines Satelliten, der um die Erde kreist] mehr Satelliten. Die Folge sind zusätzliche Aufträge [Testflug der Trägerrakete Isar Aerospace Spectrum am Andøya Spaceport, 30. März 2025] für die Wirtschaft. Vor allem Deutschland, mit einem Milliardenbudget für Raumfahrt, sei Vorreiter, [Dieter Grebner, CEO von im Gespräch mit dem ORF in der Werkshalle von Peak Technology] sagt der Sprecher der heimischen Raumfahrtindustrie.

Dieter Grebner (Präsident Austrospace): "Wir haben nicht die großen Raumfahrtkonzerne, wie's Deutschland hat, leider. Aber wir haben Zulieferfirmen, die mit den großen Konzernen in Europa zusammenarbeiten. Und ich denke, dass sich etwas aufbauen wird, ähnlich der Automobilindustrie, wo wir als starke Zuliefernation tätig sein können und erfolgreich sein können."

[CFK-Wickelmaschine in der Werkshalle von Peak Technology] Grebners Unternehmen, Peak Technology, Satellitentankproduzent, könnte also weiter wachsen. Dafür müsse Österreich, laut dem Unternehmer, aber dranbleiben, beim Wettlauf im All.

Bericht: Paul Sihorsch
https://orf.at/av/video/onDemandVideoNews64452


Bundesheer in Österreich
Junge Soldaten beim Militär: „Sterben kann ich überall“

https://www.kleinezeitung.at/steiermark ... h-ueberall
theoderich
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Beitrag von theoderich »

Österreich rüstet im All auf

5.1.2026, 12.41 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

https://orf.at/av/audio/129258
theoderich
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »


Die Raumfahrtpläne für 2026: Einmal um den Mond – und auch das Bundesheer mischt mit

https://www.sn.at/panorama/wissen/die-r ... art-628110


Europäer warnen USA vor Annexion Grönlands
Schieder: Auf Angriffsszenarien vorbereiten

„Die Europäische Union muss endlich einen Schlussstrich unter eine defensive Außenpolitik der Angst ziehen“, fordert der SPÖ-EU-Abgeordnete Andreas Schieder. Trump habe seine Absichten mit Bezug auf Grönland bereits in der Vergangenheit klar geäußert. Bereits im November habe das Europaparlament eine Strategie für die Arktis und eine EU-Beitrittsperspektive für Grönland gefordert.

Die EU müsse ins Handeln kommen und „nicht nur eine langfristige Strategie für die gesamte Region entwickeln, sondern sich auch ernsthaft auf mögliche Angriffsszenarien vorbereiten“.
https://orf.at/stories/3416350/
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

Pro und Kontra
Soll sich Österreich an einer Ukraine-Mission mit Soldaten beteiligen?

https://www.kleinezeitung.at/politik/in ... beteiligen


7. Januar 2026

Außenministerin Meinl-Reisinger: „Das wäre das Ende der NATO“

https://kurier.tv/bei-gebhart/bei-gebha ... /403119250



Bericht bald fertig
Zehn Monate Wehrdienst: Hört die Regierung auf die Experten?

https://www.kleinezeitung.at/politik/in ... e-experten
  • Sprung über den ideologischen Schatten (Leitartikel)
    Eine Diskussion um eine Wiedereinführung der Wehrpflicht, wie sie zuletzt etwa in Deutschland zu beobachten war, bleibt Österreich zumindest erspart. Mit dem deutlichen Ergebnis der Volksbefragung 2013 ist das hierzulande etablierte Mischsystem aus Berufs- und Milizheer auf Jahrzehnte in Stein gemeißelt.

    Zur Erinnerung: Damals waren es keine sicherheitspolitischen Überlegungen, aus denen heraus das Volk letztlich zu den Urnen gerufen wurde, sondern das taktische Manöver eines wahlkämpfenden Wiener Bürgermeisters. Am Ende musste aber nicht er, sondern der rote Verteidigungsminister den Hut nehmen. Die halbherzige Wehrdienstreform seines Nachfolgers scheiterte (auch) am fehlenden Geld.

    Ganz anders sind die Vorzeichen bei der demnächst anstehenden Reform von Grundwehr- und Zivildienst. Es geht um nichts weniger als die Sicherheit Österreichs in einem dramatisch unsicherer werdenden Umfeld. Bei der Qualität der Ausrüstung hat das Bundesheer als strategische Handlungsreserve der Republik bereits eine Trendwende eingeleitet. Auch haben sich die Ausrichtung der Streitkräfte und das „Mindset“ der Beteiligten der neuen Bedrohungslage angepasst. Fehlt aber die personelle Unterfütterung, bleiben diese Veränderungen weitgehend wirkungslos.

    Aus Sicht des Militärs wäre die Verlängerung des Grundwehrdienstes um zwei bis vier Monate der einfachste Weg, dieses Manko zu beseitigen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Weniger Einrückungstermine, längere Nutzungsdauer der Rekruten, deren effizientere Ausbildung und vor allem ein Milizheer, das sich quasi von allein nährt – mit Soldaten, die durch regelmäßiges Üben fast auf Knopfdruck einsatzfähig sind. Eine höhere Qualität in der Ausbildung anstelle von Leerlauf sollte auch dazu führen, dass sich mehr junge Männer (und Frauen) für eine Karriere als Berufssoldat entscheiden.

    Neben diesem Blickwinkel gibt es aber auch einen gesellschaftlichen, volkswirtschaftlichen und politischen. Der Staat greift entscheidend in die Lebensplanung seiner jungen männlichen Bürger ein. Zwar darf man von diesen durchaus erwarten, einige Monate ihrer Jugend für ein höheres Gut zu opfern – nämlich dem Wohlergehen und der Sicherheit ihres Heimatlandes. Aber je länger so ein Pflichtdienst dauert, der nur gut 50 Prozent der Staatsbürger aufgetragen wird, desto größer wird auch dieser spezielle „Gender-Gap“. Unweigerlich stellt sich dann die Frage der Geschlechter-Gerechtigkeit.

    Interessanterweise steht die österreichische Bevölkerung einer Verlängerung des Wehrdienstes schon seit einigen Jahren weitaus offener gegenüber, als es die in Verantwortung stehende Politik tut. Für die kommende Entscheidung, zu der ihr die Experten wohl harte Fakten unterbreiten, müssen die drei Regierungsparteien eher über ihren ideologischen Schatten springen, als gegen die Mehrheitsmeinung anzukämpfen. Man wünsche ihnen dafür die notwendige Weitsicht.
    https://www.kleinezeitung.at/meinung/le ... n-schatten
Zuletzt geändert von theoderich am Fr 9. Jan 2026, 13:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

Salzburg heute

8.1.2026, 19:00 Uhr | ORF 2
Andreas Landrock: ["Luftverteidigung"]"Salzburg wird offiziell Zentrum der österreichischen Luftverteidigung. Dazu live ["Im Studio: Peter Schinnerl"] im Studio der Salzburger Militärkommandant."

[...]

Salzburg wird Zentrum der Luft- & Drohnenabwehr

LANDROCK: "Das Zentrum der österreichischen Luft- und Drohnenabwehr, das ist seit heute Salzburg - jetzt auch ganz offiziell. In der Schwarzenbergkaserne ist heute die Führung übergeben worden, mit Pomp und Gloria. Allerdings ein bisserl beeinträchtigt vom Wetter."

[Übergabe des Ehrenzeichens durch GenMjr Martin Dorfer] Bei klirrender Kälte hat heute die Führungsübergabe in der Schwarzenbergkaserne stattgefunden. Die Bläser der Militärmusik waren zwar angetreten - spielen konnten sie wegen der Kälte aber nur die Bundeshymne. [Tieffliegererfassungsradar, darüber dicht bewölkter Himmel] Auch der geplante Überflug der Eurofighter musste wegen des schlechten Wetters abgesagt werden.

[Bgdr Peter Schinnerl, LH Karoline Edtstadler, BM Tanner, GenMjr Dorfer und GenMjr Promberger unter den Ehrengästen] Der politischen Freude hat das allerdings [Wappen "Kommando LRÜ" am Kasernengebäude] keinen Abbruch getan.

Klaudia Tanner (Verteidigungsministerin, ÖVP): "Salzburg war immer schon wichtig, aber jetzt wird ein Meilenstein im Rahmen unserer ,Mission vorwärts' auch gesetzt. Und es wird insbesondere auch die Luftraumüberwachung in Richtung einer Luftverteidigung ausgebaut. Und die entsprechenden Schritte sind eben heute gesetzt worden, weil's notwendig ist - und Sie haben's angesprochen - dass wir auch allen Gefahren, die aus der Luft drohen, begegnen können."

Karoline Edtstadler (Landeshauptfrau, ÖVP): "Es geht hier darum, dass man kürzere und mittlere Raketen auch installiert, um hier diese Fliegerabwehr sicherzustellen. Aber vor allem auch die Drohnenabwehr, die hier in Salzburg ganz groß ausgebaut wird und strategisch sehr wichtig ist für ganz Österreich."

Gerfried Promberger (Kommandant Luftstreitkräfte): "Das Fliegerabwehrbataillon in weiterer Folge hier am Standort in der Schwarzenbergkaserne wird auch dann nicht nur mit der Drohnenabwehr ausgestattet, sondern auch mit der Medium Range Air Defence - also eine Fliegerabwehrlenkwaffe bis einer Reichweite von 50 Kilometern. Das ist eine Fähigkeit, die wir bis dato noch nie hatten. Das heißt, neben der Steiermark wird insbesondere Salzburg ein wesentlicher Träger dieser Säule, nämlich der Säule Luftverteidigung."

[ZFlAK 85, im Hintergrund ein altes Radarsystem AN/TPS-1G] Bis die Flugabwehr in Salzburg allerdings voll einsatzfähig sein wird, werden [Rekruten beim Aufziehen der Flagge] noch Jahre vergehen.

Stefan Haselwanter (Kommandant Jägerbataillon 8): "Man rechnet damit, wenn ein System eingeführt wird, ein neues, mit Firmenschulung, Ausbildung nicht der Abläufe, die wir natürlich militärisch haben, dass man ... da kann man schon zwischen einem und bis zu zwei, drei Jahren rechnen. Vor allen Dingen, wenn das ein hochtechnisiertes Gerät ist. Dann geht das nicht von heute auf morgen.

Ganz entscheidend auch die Fähigkeit aufzubauen der Instandsetzung, der Materialerhaltung, nicht? Also diese Dinge sind natürlich sehr wichtig und da dauern Ausbildungen oft [M346 im Flug über einem See; "Quelle: Leonardo S.p.A. and subsidiaries"] durchaus auch länger."

Ein paar Jahre dauern wird es auch noch, bis das Bundesheer wieder selbst Piloten ausbilden wird. Ab 2028, wenn die ersten italienischen Leonardo-Jets für Österreich aufsteigen, soll es so weit sein.

PROMBERGER: "Und in weiterer Folge haben wir - das werden wir heuer ganz massiv angehen - die Nachfolge des Eurofighters. Weil auch hier müssen neue Fähigkeiten aufgebaut werden."

[Aufziehen der Fahne, im Hintergrund Fanfare zu hören] Neue Fähigkeiten aufbauen müssen künftig auch die vier Milizeinheiten, die den Luftstreitkräften unterstellt werden.

Markus Matschl (Jägerbataillon Salzburg): "Jetzt geht's wieder mehr um die militärische Landesverteidigung und da gibt's dann doch wieder stärker dazuzulernen. Und das wichtige wird sein, dass hoffentlich auch politisch die Entscheidungen gefällt werden, dass wir wieder mit dem gesamten Personal üben können. Denn man sieht's in den Konflikten, die man jetzt so auf der Welt sieht: Träger des Gefechts ist die Gruppe, der Trupp, sind die einzelnen Soldaten draußen. Und die müssen üben. Ansonsten hätten wir im Einsatzfall wirklich große Probleme und hohe Verluste."

[Vorbeimarsch der Militärmusik] Hier ruhen die Hoffnungen aktuell auf dem erwarteten Bericht der Wehrdienstkommission, der am 20. Jänner präsentiert werden soll.

Bericht: Andreas Heyer

Kamera: Martin Krebitz

Schnitt: Alexander Steffner
https://on.orf.at/video/14306804/160132 ... hnenabwehr
Luftabwehr, Drohnen, Wehrpflicht: Militärkommandant im Interview
https://on.orf.at/video/14306804/160132 ... n-salzburg


Salzburg als Zentrum der Luftverteidigung

https://salzburg.orf.at/stories/3337057/


Längere Wehrpflicht: Was das für den Zivildienst bedeuten könnte

https://www.sn.at/politik/innenpolitik/ ... art-628856
  • Längerer Wehrdienst droht ein Schuss ins Knie zu werden (Kolumne)
    Sollte sich dieses Gerücht bewahrheiten, werden zwei Dinge spannend sein zu beobachten: Ob sich die Regierung getraut, diese Empfehlung in die Tat umzusetzen. Und was dann mit dem Zivildienst passiert.

    Dass er parallel zum Wehrdienst verlängert werden muss, ist klar. Wie man hört, will ihn die Regierung aber maximal auf zwölf Monate ausdehnen, was für das Bundesheer eine schlechte Nachricht ist. Denn derzeit steht es zwischen Wehr- und Wehrersatzdienst sechs zu neun Monate, und rund die Hälfte der Tauglichen wählt den Zivildienst, der trotz der längeren Dauer angenehmer ist. Steht es künftig zehn zu zwölf Monate, verringert sich also der Abstand zwischen Wehr- und Zivildienst, kann man sich leicht ausrechnen, was passiert. Die Wehrdienstverlängerung, mit der die Einsatzbereitschaft des Bundesheeres und die Verteidigungsfähigkeit Österreichs gesteigert werden soll, würde nach hinten losgehen.
    https://www.sn.at/politik/innenpolitik/ ... art-628896

Zivildienst: Zustrom hält an, Verlängerung steht bevor

https://orf.at/stories/3416535/


Bundesheer rüstet auf
Warum meldet man sich freiwillig zur Miliz?

https://www.salzburg24.at/news/salzburg ... art-313258

Zuletzt geändert von theoderich am So 11. Jan 2026, 13:41, insgesamt 6-mal geändert.
theoderich
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

Vier Bewerbungen für Militärkommando

https://vorarlberg.orf.at/stories/3337078/


Bundesheer-Aufreger
Personalvertreter wollen keine werbenden Soldaten

https://www.krone.at/4008707


Europas neuer Feind: Der böse Onkel in Amerika
Nicht Europa hat sich von den USA abgewandt, Donald Trump hat den alten Kontinent zu seinem Feind gemacht. Eben noch stellten sich Europas NATO-Staaten die Frage, ob sie im Ernstfall auf militärischen Beistand der USA zählen können, plötzlich müssen sie damit rechnen, dass die USA in einem unfriendly take-over Grönland annektieren.

Agiert so ein verlässlicher Freund? Nein. Soll man jemanden, der derartige Drohungen ausstößt, einen Feind nennen? „Allwomenstalk“ würde diese Frage wohl bejahen.

Operation Venezuela oder: Wie Donald Trump die Weltordnung zertrümmert und Europa ratlos zusieht

„Ich bin der Präsident der Republik Venezuela und wurde aus meinem Haus entführt“, sagt Nicolás Maduro. Er sitzt in einem New Yorker Gerichtssaal, eine neonorange Gefängniskleidung und Kopfhörer für die Simultanübersetzung tragend. Die Vorwürfe der US-Justiz: Narkoterrorismus, Drogenhandel und Verschwörung. „Meine Mutter und ich haben vor Freude geweint“, sagt ein venezolanischer Oppositioneller im WhatsApp-Gespräch mit profil. Maduro ist unter den Anhängern der demokratischen Bewegung, die er zu Hunderten einsperren ließ, verhasst. Die autokratische Herrschaft in Venezuela könnte mit Maduros Entführung zu Ende sein. In den ersten Stunden nach der Militäroperation fallen die Statements europäischer Regierungen eher milde aus. Zwar hat Trump ganz offensichtlich gegen die UN-Charta verstoßen und damit das Völkerrecht gebrochen, doch wenn damit ein Sieg der Demokratie einhergeht, ist dies ein überzeugender Grund für Nachsicht.

UN-Generalsekretär António Guterres spricht von einer „Operation nicht im Einklang mit Völkerrecht“, doch die meisten europäischen Staatschefs schweigen oder geben sich überraschend verhalten. EU-Außenbeauftragte Katja Kallas ruft zur „Zurückhaltung“ auf, während EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen einen „friedlichen, demokratischen Übergang“ befürwortet und Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz die völkerrechtliche Einordnung von Trumps Aktion als „kompliziert“ bezeichnet.

Doch rasch wird klar, dass Demokratie und Menschenrechte mit dem Überfall auf Venezuela wenig zu tun haben. Trump und sein Team sagen in so gut wie jeder ihrer Stellungnahmen, dass sie sich den Zugriff auf Venezuelas Erdöl sichern wollen. Es handelt sich um einen ungeschminkten Akt des Imperialismus.

Die US-Regierung belässt das venezolanische Regime im Amt, Maduro wird durch Vizepräsidentin Delcy Rodríguez ersetzt. Trump kündigt keine Wahlen an, die politischen Gefangenen in Venezuela bleiben in Haft. Innenminister Diosdado Cabello, der die Luftschläge überlebte und als Hardliner gilt, posiert mit einem Maschinengewehr in der Hand umringt von Soldaten und brüllt: „Immer loyal, niemals ein Verräter!“

Trump schient all das nicht zu kümmern, er kündigt an, die USA würden Venezuela über mehrere Jahre kontrollieren.

Europa ist konsterniert. Frankreich kritisiert den engen Partner USA am Montag im UN-Sicherheitsrat scharf: „Die Verstöße gegen die UN-Charta untergraben die Grundlagen der internationalen Ordnung.“ Aber worin besteht diese internationale Ordnung noch, die von den USA und Europa – dem Westen – seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges errichtet worden ist?
„Das ist unsere Hemisphäre“

Europa ist in einer neuen Weltordnung aufgewacht, in der das Recht des Stärkeren gilt und nicht mehr das der UN-Charta. Trumps Team hat dafür eine neue Bezeichnung gefunden: Die „Donroe-Doktrin“, eine Anspielung auf die Monroe-Doktrin aus dem Jahr 1823. Damals gab der fünfte US-Präsident James Monroe die Richtlinie für Amerikas künftige Außenpolitik aus: Die USA würden sich nicht in europäische Konflikte einmischen, und die Welt sollte anerkennen, dass Südamerika zum Einflussgebiet der USA gehörte. Es war die Einteilung der Welt in Hemisphären, wobei die Großmächte in ihren eigenen Gebieten Einfluss nehmen dürfen, nicht aber in jenen der anderen.
„Wir müssen uns für eine direkte Konfrontation mit Trump wappnen“, sagte ein EU-Beamter vergangene Woche zum Magazin „politico“. „Er ist in einer aggressiven Stimmung, und wir müssen bereit sein.“ Die Frage ist nur: Wie?

So groß die Empörung in Europa angesichts der Drohgebärden aus Washington sind, so verschwindend sind die Optionen gegen den Imperialisten im Weißen Haus. Sollte Trump tatsächlich Truppen schicken, um Grönland einzunehmen, hätte Europa ihnen wenig entgegenzusetzen. Dänemark hat ein paar Hundert Soldaten auf der Insel stationiert und plant, seine Stellungen weiter auszubauen, doch das dauert. Und den Vorschlag des französischen Präsidenten Emmanuel Macron vom vergangenen Jahr, europäische Truppen zur Abschreckung nach Grönland zu schicken, will offenbar niemand umsetzen.

Die Frage ist auch, was diese ausrichten könnten. Dass sie gegebenenfalls auf US-Soldaten schießen, ist ausgeschlossen.

US-Spione auf Stimmungsmission

Eine feindliche Übernahme Grönlands wäre wohl das Ende der NATO – und der Beginn eines neuen Zeitalters, in dem Europa damit rechnen muss, sich auch gegen die USA zur Wehr zu setzen. Weil sich in Trumps Welt der Stärkere nimmt, was die Schwächeren nicht verteidigen können. 

„Europa wäre wohl gezwungen, über ein neues Militärbündnis ohne die USA nachzudenken“, sagt der Experte für Europapolitik Stefan Lehne. Denkbar sei eine Koalition der Willigen unter Beteiligung Großbritanniens und möglicherweise auch Ländern wie Kanada. „Das geht nicht über Nacht, wäre aber ein notwendiger Schritt.“ 

In Europas Hauptstädten geht die Angst um, dass Trump die US-Unterstützung für die Ukraine im Streit um Grönland als Faustpfand einsetzen könnte. Erpressbar sind Kyiv und seine europäischen Verbündeten durchaus: Ohne die militärische und nachrichtendienstliche Unterstützung der USA kann die Ukraine den Kampf gegen Russland kaum aufrechterhalten. „Für Europas Sicherheit wäre ein Sieg Russlands in der Ukraine noch gefährlicher als eine Übernahme Grönlands durch die USA“, sagt Lehne. Sollte Trump Grönland den USA wirklich einverleiben wollen, sei eine längerfristige Strategie vernünftiger. 

Militärische Gewalt ist dafür nicht zwingend nötig, Washington nimmt bereits auf andere Weise Einfluss auf die Gesellschaft Grönlands. Kurz vor Weihnachten ernannte Trump mit dem Gouverneur von Louisiana Jeff Landry einen Sonderbeauftragten für die Insel, und US-Nachrichtendienste erhielten schon im Frühling den Auftrag, verstärkt auf Grönland zu spionieren. Gesammelt werden vor allem Informationen über die Unabhängigkeitsbewegung.

Mit ihr befassen sich auch US-Bürger, die Trump nahestehen sollen und immer wieder nach Grönland reisen. Laut dem dänischen Rundfunk erstellen sie Listen von Personen, die für eine Sezessionsbewegung rekrutiert werden könnten, und suchen Kontakt zu einflussreichen Geschäftsleuten und Politikern. Das Ziel: die Verbindung Grönlands zu Dänemark zu schwächen und die Insel an Washington heranzuführen. Dänische Medien sprechen von „hybrider Kriegsführung“, Spaltung und Desinformation – nichts, was man von einem Verbündeten erwarten würde.

Von einem Feind schon eher.

Die Strategie erinnert an das Drehbuch Putins – und Europa ist alarmiert. „Trump tut, was Putin vorgemacht hat“, sagt dazu Oberst Markus Reisner vom Österreichischen Bundesheer. „Mit dem Unterschied, dass Amerika, wie es eben in Venezuela bewies, die militärischen Fähigkeiten hat, seine Pläne auch wirklich umzusetzen.“ 

Wegen der geheimen Stimmungskampagne hat die dänische Regierung US-Diplomaten im vergangenen Jahr bereits drei Mal ins Außenministerium zitiert. Gleichzeitig versucht Washington, Dänemark zu umgehen und direkte Deals mit der grönländischen Regierung abzuschließen. Geplant ist etwa ein Assoziierungsabkommen, wie es die USA mit kleinen Staaten im Pazifik haben. 

Womöglich geht es Trump also auch in Grönland vor allem um lukrative Deals. Die Insel ist reich an Bodenschätzen, darunter Seltene Erden, die man etwa zur Produktion von Smartphones und Elektroautos braucht. Die USA streben die Unabhängigkeit von China an, das den Markt für Seltene Erden kontrolliert. Hinzu kommen Gold, Diamanten, Uran, Zink sowie Öl und Gas. Durch Klimawandel und Eisschmelze werden nicht nur neue Handelsrouten frei, sondern auch der Zugang zu Bodenschätzen. Das ist auch der EU nicht entgangen: Seit zwei Jahren hat die Europäische Kommission ein Büro in der Hauptstadt Nuuk, unterzeichnet wurden zwei Kooperationsabkommen über insgesamt 94 Millionen Euro, um Grönland als strategischen Rohstofflieferanten zu gewinnen. Geplant ist auch eine Verdoppelung der EU-Förderungen für die Insel auf 530 Millionen Euro für sieben Jahre ab 2028.

Heute ist Grönland abhängig von den Subventionen aus Dänemark (mehr als 500 Millionen Euro jährlich) und von Fischerei-Exporten. Einkünfte aus Bergbaulizenzen würden der Insel gelegen kommen – und neue Perspektiven für eine Unabhängigkeit von Dänemark eröffnen.

Das weiß Trump zu nutzen. Mit einer Mischung aus Lockangeboten an Grönland und martialischer Rhetorik Richtung Dänemark soll die weltgrößte Insel vom Königreich losgelöst und Kopenhagen an den Verhandlungstisch gezwungen werden.
Wie soll man diese Beziehung nennen? Der ehemalige deutsche Vizekanzler Sigmar Gabriel versuchte es mit dem Begriff „Frenemies“, eine Wortschöpfung aus „friends“ und „enemies“. Doch eine Umfrage des französischen Instituts „Le Grand Continent“ in neun europäischen Ländern ergab, dass bereits 48 Prozent der Bevölkerung Donald Trump als „Feind Europas“ betrachten. Und das war noch vor Trumps Ankündigung, sich Grönland unter den Nagel reißen zu wollen.
https://www.profil.at/ausland/feind-eur ... /403119669
Zuletzt geändert von theoderich am Sa 10. Jan 2026, 15:18, insgesamt 3-mal geändert.
theoderich
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

EU-Aufrüstung: Betriebe fordern weniger Auflagen

https://noe.orf.at/stories/3337186/

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