Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

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Acipenser
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Acipenser »

Oder wars nicht so, dass die alten Hasen nicht mehr EF tauglich waren und weiter bis zur Pension 105er flogen?
Kaufen wir 10 Unterschalltrainer schiebens die EF in die Ecke und unsere LRÜ ist nur mehr ein Nebenerwerbsfliegerei!
Laut Plan brauchen wir 3 Doppelsitzer EF und in weiterer Folge idealerweise 6 zusätzliche EF, Tranche 1 reichen ja für Air-Police-ing laut Airbus!

Phoenix
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Phoenix »

Werden die 105 in der Konfiguratin mit 4 Sitzen überhaupt noch verwendet? Dachte nämlich das nur mehr 2er Schleudersitze in Verwendung sind.

@Eurofighter - 24 Maschinen mit Rechnerupdate Tranche 2/3 wären sicher das Optimum und wohl auch leistbar (gebrauchte Tranche 1 Maschienen). Das wäre auch von den Ersatzteilen wohl am günstigsten - aber das wird wohl eher nicht kommen.

Maschin
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Maschin »

theoderich hat geschrieben:
Fr 28. Dez 2018, 00:07
Im ursprünglichen operativ-taktische Konzept von 1997 sollten die komplette LRÜ und der Flugstundendownload mit dem Eurofighter erfüllt werden. Bei der Erstellung des operativ-taktischen Konzepts von 2005 (nach Reduktion von 24 auf 18 Flugzeuge) wurde festgestellt, dass die Piloten ihre notwendigen Flugstunden nur dann erreichen könnten, wenn die Saab-105OE weiterhin im Dienst bleibt. Und zum unerlässlichen Bestandteil der aktiven Luftraumüberwachung wurde die Saab erst ab 2011, als 50 % der EB von der Düsentrainerstaffel übernommen werden musste.

Die Zahl 24 ist ja auch eine Österreichische Erfindung sowie der Jettrainer als Abfangjäger. Nur witzigerweise bleiben die Erfindungen auf Österreich beschränkt weil kein Ausländisches Land so beschränkt ist, wie dieser Staat in Sicherheitspolitik ist.

Noch dazu muss man sagen das die Luft im Bundesheer nie was zu sagen hat bzw hatte. War immer so und wird auch immer so bleiben.
Oder was kostet die gesamte Luft im Vergleich zum GesamtBudget? Ich glaube keine 10%!

Eigentlich hätten die EF ab 2015 die EB komplett übernehmen sollen, aber da kam ein ein Klug(er) mitsamt den schlauen (Boden) Generälen dazwischen und anstatt 1500h wurde auf 1000h mitsamt Piloten reduziert. Ja auch so kann man jahrelange Pläne mit einen Wimperschlag zerstören.

theoderich
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich »

Maschin hat geschrieben:
Fr 28. Dez 2018, 07:41
Oder was kostet die gesamte Luft im Vergleich zum GesamtBudget? Ich glaube keine 10%!
Es macht sich halt gut bei "Krone", ORF und APA, wenn man behauptet, das Bundesheer sei bankrott, weil wir den "Eurofighter" haben. Hier ein paar Aussagen der Generalstabschefs in den letzten Jahren bzgl. Eurofighter:
  • Neuer Generalstabschef Entacher: Will 100 Millionen Euro jährlich zusätzlich fürs Heer (9. Februar 2008)
    "Die Luftflotte verschlingt für Österreichs Verhältnisse horrend viel Geld, nicht nur die Eurofighter", stellt der neue Armeechef im "profil"-Interview fest und kündigt an, bei Hubschraubern und Flugzeugen "manches außer Dienst zu stellen".
    https://www.news.at/a/neuer-generalstab ... eer-196922
  • "Das ist schon ein Hammer" (4. Mai 2009)
    profil: Ein Hauptproblem des Heeresbudgets ist der teure Eurofighter. Entgegen ursprünglichen Zusagen, wurden die im Vergleich zum Draken höheren Betriebskosten nun doch dem Heeresbudget zugeschlagen.

    Entacher: Von den Zusagen der Reformkommission wurde wenig eingehalten. nach sehr harten Verhandlungen, die unser Minister angeführt hat, haben wir jetzt ein Heeresbudget erreicht, das nach Abzug der Sportausgaben sogar noch etwas höher als das letzte ist. Aber das Kernproblem ist ein anderes. Beim Sachaufwand, also vom Bauaufwand bis zu Neuinvestitionen, haben wir ab jetzt ein durchschnittliches Minus von 8.9 Prozent pro Jahr. Das ist natürlich schon ein Hammer. Noch dazu ist beim Sachaufwand der größere Teil durch längerfristige Beschaffungsverträge, baufinanzierungen oder Kosten für Strom, Heizung, Treibstoff und Verpflegung gebunden. Bei den Betriebskosten des Eurofighters haben wir ein schweres Erbe übernommen. Die Zusage der früheren Regierungen Schüssel I und II, dass die über die Betriebskosten des Draken hinausgehenden Kosten außerhalb des Heeresbudgets gedeckt würden, wurde nicht eingehalten.

    profil: Um wie viel Geld geht es dabei?

    Entacher: Das liegt in der Größenordnung von 17 bis 20 Millionen Euro pro Jahr. Das könnten wir für dringende Neuinvestitionen gut brauchen.
    http://www.doppeladler.com/forum/viewto ... 36&p=10492
  • im OÖN-Interview: „Ich habe nie gegen Darabos gekämpft“ (19. März 2013)
    Sie waren beim Reizthema Eurofighter stets wortkarg. Der Rechnungshof hält ihn für teuer, der Staatsanwalt vermutet Korruption. Wie fällt ihre Bilanz aus?

    Der Eurofighter ist in der Anschaffung und im Betrieb ein teures System, aber auch modern. Die Rechnungshof-Kritik, wonach wir nur fünf einsatzbereite Maschinen hätten, sehe ich nicht so dramatisch. Damit ist die Luftraumüberwachung in Friedenszeiten erfüllbar.

    Und die Korruptionsvorwürfe?

    Da ist mir nichts bekannt. In Schillingzeiten hieß es aber bei Beschaffungen im Voraus: Alles, was über einer Milliarde liegt, gibt ein Problem. Ich unterstütze jedenfalls den jetzigen Trend in der Politik, Korruption hintan zu halten.
    http://www.doppeladler.com/forum/viewto ... 96&p=29126
  • Commenda: „Dann würde ich meinen Hut nehmen“ (Oberösterreichische Nachrichten, 28. Mai 2013)
    Exkurs zur bislang teuersten Anschaffung, dem Eurofighter „Typhoon“. Derzeit ermittelt die Justiz wegen Korruption bei den Gegengeschäften im Zuge der Typenentscheidung. Sie waren als Kabinettschef (2002 unter Minister Herbert Scheibner, Anm.) ganz nah dran, was ist Ihre Wahrnehmung im nachhinein?

    Beim Militär, das traue ich mich sagen, hat niemand etwas manipuliert. Unsere Empfehlung war eine andere, für den Saab-Gripen.

    War es aus militärischer Sicht also die falsche Entscheidung?

    Da war ich nicht dabei. Ich wäre selber interessiert, einmal zu erfahren, ob was schief gelaufen ist oder ob alles legal war.

    Der Rechnungshof kritisiert die Effizienz des Eurofighters heftig.

    Wir sind in der Lage, den Eurofighter im Rahmen unserer Möglichkeiten so zu betreiben, um die Luftraumüberwachung sichern zu können. Darauf bin ich stolz. Ich bin aber froh, dass wir nicht 24 Eurofighter plus sechs Zweisitzer gekauft haben (wie ursprünglich geplant, Anm.), die hätten sonst das Budget komplett aufgefressen.
    http://www.doppeladler.com/forum/viewto ... 457#p30450
  • Ungarische Gripen sollen Wien sichern (20. Juni 2014)
    Denn ein besonders sensibler Punkt heißt: "Angepasste Luftraumüberwachung". Daran führe kein Weg vorbei, meinen die Generäle. Denn der Eurofighter-Flugbetrieb droht bereits, die Landstreitkräfte in die Pleite zu führen. Eine Flugstunde kostet immerhin 70.000 Euro.
    http://www.doppeladler.com/forum/viewto ... 53&p=38060

Wolfgang
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Wolfgang »

Wir sprechen jetzt immer von der L39NG. Die Tschechen haben doch immer noch eingelagerte L159 und da gibt's ja auch die T1 Version. Die hat auch ein noch stärkeres Triebwerk und Geschwindigkeit von beinahe 1000 km/h.

Wolfgang
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Wolfgang »

Außerdem gibt's immer noch das Angebot der Briten mit EF und Hawk. Die Hawk Mk. 128 ist perfekt auf den EF abgestimmt und hoch modern und Leistungsstark.

Verweigerer
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Verweigerer »

Wolfgang hat geschrieben:
Fr 28. Dez 2018, 12:36
Außerdem gibt's immer noch das Angebot der Briten mit EF und Hawk. Die Hawk Mk. 128 ist perfekt auf den EF abgestimmt und hoch modern und Leistungsstark.
"Bisher bekannt sind potentielle Angebote aus Italien für die M-346 (zum kolportierten Stückpreis von mehr als 30 Millionen Euro) und aus Großbritannien für die BAE Hawk (offenbar rund 40 Millionen Euro)."

https://kurier.at/chronik/oesterreich/m ... /400361957

Wenn man da nach dem Preis ginge würde es wohl die Leonardo werden. Da bekäme man dann locker 12 M-346FA statt deren 10 Hawks. ;-)

alps_spirit
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von alps_spirit »

Wundert mich dass die einmotorige Hawk soviel teurer ist. Die Leistungsdaten sind bei der M346 besser, so steigt sie z.B. doppelt so schnell als eine Hawk oder L159.

öbh
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von öbh »

es ist schon erschreckend, wie Armeechefs wie Entacher oder Commenda solchen Aussagen machen können, als wenn die Luftstreitkräfte nicht Teil des Bundesheeres wären. Dabei sind die Luftstreitkräfte der absolut wichtigere Teil des ÖBH, vor allem schon in Friedenszeiten und besonders in Krisenzeiten!!

theoderich
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich »

Wolfgang hat geschrieben:
Fr 28. Dez 2018, 12:24
Die Tschechen haben doch immer noch eingelagerte L159 und da gibt's ja auch die T1 Version. Die hat auch ein noch stärkeres Triebwerk und Geschwindigkeit von beinahe 1000 km/h.
Von diesen eingelagerten einsitzigen L-159A existieren noch maximal 12 Stück. Die tschechische Luftwaffe hatte insgesamt 36 überzählige Flugzeuge dieses Typs. 2012 sollten vier dieser Flugzeuge an den Irak geliefert werden. 2013 wurden 14 L-159A an Draken International verkauft (Anfrage seitens Draken International für bis zu 28 L-159A um bis zu 516 Mio. CZK, davon 24 komplette Flugzeuge und 4 nicht fertiggestellte Flugzeuge).

Iraq Selects Aero Vodochody L-159 for Training Needs (19. Oktober 2012)
Aero Vodochody built 72 L-159s for the Czech Air Force, in single-seat L-159A ALCA (advanced light combat aircraft) configuration, with avionics housed in the empty rear cockpit space and Selex Galileo Grifo-L radar. However, only 24 entered service (with unit 212.tl at Caslav from April 2000) and the remainder were placed in storage. In March 2007 Aero flew an L-159A converted to a basic-spec two-seater configuration as the L-159T1, and a number of L-159As have been taken out of storage and modified to this standard to provide the Czech Air Force with an advanced trainer. Four of these aircraft will be provided to Iraq and will be replaced in Czech service by four new conversions.

Since the process of creating a single L-159T1 consumes two surplus L-159As and only 32 L-159As remain in storage, no more than 16 L-159T1 trainers can be produced. As noted, four of them are already earmarked as replacements for the early Iraqi deliveries, and the Czech Air Force will use the remaining 12 to replace the L-39 Albatros trainer when it retires in around 2016.
https://www.ainonline.com/aviation-news ... ning-needs


Vláda schválila prodej letounů L-159, prodloužení pronájmu gripenů přerušila (2. Januar 2014)

http://www.mocr.army.cz/informacni-serv ... ila-93121/


Vláda schválila odprodej nepotřebných letounů L-159 (2. Juli 2014)

http://www.mocr.army.cz/informacni-serv ... 9--100074/
2015 sollten weitere 15 Flugzeuge an den Irak gehen (davon 11 eingelagerte und 4 aktive Maschinen) - anscheinend wurden es letztendlich nur 14 Stück:

Vláda projednala odprodej letounů L-159 Iráku a nařízení vlády

http://www.mocr.army.cz/informacni-serv ... dy-107618/


Aero Vodochody produces new-build L-159 trainer for Iraq (16. September 2016)
The Czech air force originally ordered 72 aircraft, but after review, opted to reduce the fleet size to 24.

During the Farnborough air show in 2014, Draken International ordered 21 of the stored aircraft, and in 2015, Iraq signed a deal for more of the unwanted jets.

The Iraqi order consists of two twin-seat examples and 12 single-seat aircraft. Three single-seaters and one twin-seater are being provided from the Czech air force’s active inventory, while the other 10 were to be drawn from the stored fleet and included the additional trainer.
https://www.flightglobal.com/news/artic ... or-429434/


2016 wurde der Umbau von 3 einsitzigen L-159 in zweisitzige L-159 T2 in Auftrag gegeben, um den Bestand der tschechischen Luftwaffe auf 24 L-159 aufzustocken, davon 16 L-159 T1 und 8 L-159 T2.

Podpis smluv na servis L-159 a L-39 a pořízení letounů dvojího řízení L-159 (23. September 2016)

http://www.mocr.army.cz/informacni-serv ... 9--126895/

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