NATIONALFEIERTAG 2009

Auch heuer fand um den Nationalfeiertag wieder eine Leistungs- und Geräteschau des Österreichischen Bundesheeres am Wiener Heldenplatz statt - von Freitag, den 24. Oktober 2009 bis Montag, den 26. Oktober 2009. Das Motto des heurigen Jahres lautete "Schutz und Hilfe, Mensch und Technik".

Mit 850.000 Besuchern am Heldenplatz wurde ein neuer Besucherrekord für eine Leistungsschau des Bundesheeres aufgestellt. Das hätte sich wohl auch Generalstabschef Edmund Entacher nicht gedacht, als er 1995 noch als Kommandant der 3. Panzergrenadierbrigade die Leistungsschau initiierte.
Damals wurde dem Bundesheer eine Parade zum 40-jährigen Jubiläum auf der Ringstraße untersagt, da die Panzerfahrzeuge angeblich zu schwer seien für die Wiener Ringstraße (10 Jahre später wurden die Panzer offensichtlich wieder leichter). Tatsächlich war der SPÖ-ÖVP-Koalition das Spektakel schlicht zu militaristisch. Anstelle der Parade wurde eine Angelobung am Heldenplatz angeboten.
Entacher nahm dankend an und nahm zur Angelobung gleich eine Auswahl einiger Fahrzeuge seiner Panzergrenadierbrigade mit und landete damit einen enormen Publikumserfolg. Seither ist ein Nationalfeiertag ohne Bundesheer am Heldenplatz undenkbar und ein Fixpunkt im Doppeladler.com Kalender.
Wir waren natürlich auch heuer wieder vor Ort und haben die interessantesten Ausstellungsstücke in dieser Reportage zusammengefasst.

 Alle Fotos:
© Doppeladler.com

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Fotos von der Anreise der Panzerfahrzeuge - hier ein Leopard 2A4 - wirklich zu schwer für den Ring?
Sattelzugmaschine ÖAF 33.403 DFAS mit dem Tiefladesattelaufhänger TMPL. Darauf zwei Schützenpanzer A1 - der hintere mit einem 20 mm Maschinenkanone.
Der Jagdpanzer Kürassier ist dagegen wesentlich kompakter
Schützenpanzer Ulan des Amts für Rüstung und Wehrtechnik (ARWT). Das Fahrzeug wird zur Erprobung und Weiterentwicklung des Systems Ulan eingesetzt. Dieser Ulan hat derzeit z.B. geringfügig längere Federwege.
Ein technisches Schmankerl mit Chancen auf Verwirklichung in der Serie - ein Wärmebildgerät für den Fahrer des Ulan.
Yamaha Grizzly 700 FI
Das Transport- und Versorgungsfahrzeug des Gebirgskampfzentrums der Heerestruppenschule kann im Sommer mit Geländereifen und im Winter mit diesem Raupenantrieb betrieben werden.
Arctic Cat 700 D
Auch dieses ATV kann mit Geländereifen und Raupen betrieben werden.
Schidoo Bombardier Alpine III
Die Version des Bundesheeres hat einen größeren Lenkschi-
Abstand und wird von einem 2-Zylinder Rotax-Motor mit 50PS angetrieben.
Hägglunds Bv206 D
Beim schwedischen Bandwagen ist All Terrain Vehicle wörtlich zu nehmen - Schnee, Sand, Geröll oder Wasser können das Fahrzeug nicht stoppen. Für Länder wie Österreich eigentlich ein "must have" für den Gebirgskampf und Katatstropheneinsatz. Aufgrund der Budget-
situation gibt es nur ein eiziges Testfahrzeug mit bereits starken Verschleißerscheinungen. Das Fahrzeug ist ein Unikat, da es mit einem Steyr 6-Zylinder Triebwerk motorisiert ist.
Zuverlässigstes Transportmittel im Hochgebirge ist allerdings immer noch der Haflinger.
7,62 mm Maschinengewehr MG 74 auf der Lafette mit Winkelzielfernrohr.
Ein Soldat im ABC Schutzanzug schwer bei der Dekontamination eines Steyr 12M18
Brennstoffzelle "Jenny" der deutschen SFC Smart Fuel Cell AG
Das tragbare Gerät ist in kleiner Stückzahl beim Bundesheer eingeführt.
Ein 500ml Methanol-Tank liefert für 31 Stunden 25 Watt Leistung für den Betrieb von z.B. Funk- oder Wärmebildgeräten. Die Traglast reduziert sich gegenüber Baterien um bis zu 80%! Jenny ist wartungsfrei, frostsicher und umweltfreundlich, da keine Abgase auftreten und keine Batterien anfallen.
Dieser Pinzgauer ist mit einem Wärmebildgerät für Überwachungs-
aufgaben ausgerüstet.
Auch hier ist eine Brennstoffzelle der SFC Smart Fuel Cell AG im Einsatz.
"Emely" liefert 24 V DC und benötigt 1,1 Liter Ethanol pro kW/h.
Die Zelle ermöglicht geräuschlose Energieversorgung und ist von Triebwerk und Batterie unabhängig. Emely kann die Autobatterie sogar aufladen.

Rechts ein faltbares Solarpanel. Es liefert bis zu 50W - etwa, um die Akkus eines Notebooks aufzuladen.
Links: Ein Scharfschütze des Jagdkommandos im Ghillie Suit. Er ist mit dem Scharfschützengewehr SSG 69 bewaffnet.

Rechts: Ein Jagdkommando-Soldat in Zugriffs-Uniform. Er ist mit der 5,7 mm Maschinenpistole P90 von FN Herstal bewaffnet.

Derzeit erprobt man beim Jagdkommando zwei Tarnmuster für den Kampfanzug 03. Der Aufdruck im Pixel-Design soll nicht nur das menschliche Auge, sondern auch elekto-optische Geräte (z.B. Wärmebildgeräte) täuschen. Ist die Erprobung erfolgreich, werden die Tarnmuster beim Jagdkommando eingeführt. Auch bei Kampfeinsätzen anderer Truppen - etwa im Rahmen der Battlegroups der EU wäre in Folge ein Einsatz möglich.
Bei Peacekeeping-Einsätzen, soll das Muster nicht eingesetzt werden.

Links: Digital Woodland Camo für Einsätze in unseren Breiten.

Rechts: Digital Desert Camo für Einsätze in Wüstenregionen.

Ehrenkompanie der Garde wärend der traditionellen Kranzniederlegung für die gefallenen österreichischen Soldaten in der Krypta.

Feuerleitgerät 98 Skyguard der Fliegerabwehr vor dem Heldentor.

Die 105 mm Panzerabwehrkanone des Jagdpanzers Kürassier A2

Der Kampfpanzer Leopard 2A4 ist mit einem MTU MB 873 Triebwerk ausgerüstet. Der 12-Zylinder Dieselmotor leistet 1.100 kW / 1.500 PS.

Dahinter das 30 t Kransystem PK 30 auf einem ÖAF 32.281FDA LKW.

Bergepanzer M88 A1

Bergepanzer M578






















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