Die kleinen Kreuzer der "Zenta-Klasse".
  Der vorliegende Beitrag ist ein Auszug aus meinem Typenblatt über diesen Kreuzertyp. Das vollständige Werk kann man unter The Modeller Productions bestellen.
 
  Unten zu sehen: Die "Zenta" nach einer langen Reise - beachte den Heimatwimpel, der vom Großmast weht und das mitgenommene Äußere. Nach dem langen Wimpel (je nach Länge der Reise in SM) und dem möglicherweise olivgrünen Anstrich könnte es sich um die Rückkehr nach einer China-Reise handeln.
Die "Zenta" in Pola vor dem Auslaufen zum Ostasieneinsatz. Ein weiteres Indiz für die Anhänger der weiß/gelb-Färbung. Eine Variante wäre, dass die dunkler erscheinenden Schornsteine und Masten einfach noch nicht fertig umgestrichen waren. Waren Sie grau oder olivgrün? Nach Studium einiger Fotos kann ich die schöne weiß/gelb-Färbung als mit großer Wahrscheinlichkeit richtig einstufen und allen Modellbauern nur empfehlen.
Die "Szigetvár"
begegnet der "Donau"
auf hoher See (1903)
 
Modellbeschreibung "Zenta"
im Maßstab 1:700 von WSW-Modellbau.










Mitte 2001 ist als Neuheit das Modell der "Zenta" im Maßstab 1:700 herausgekommen..In diesem Maßstab gibt es bereits eine ganze Reihe von k.u.k. Schiffsmodellen. Zum Vergleich sind nun auch Deutsche, englische, französische und italienische Schiffe aus der Zeit des 1. Weltkrieges erhältlich. Vorweg: Das Modell ist erstklassig. Das Urmodell ist originalgetreu - der Abguss von hoher Qualität. Der Modelleur hat seine Hausaufgaben gemacht.

Wenn man das 17 mm lange Modellchen auspackt, ist man von der Detaillierung überrascht. Nur die Brücke muss noch aufgeklebt werden - dann ist der Schiffskörper fertig. Die Kleinteile sind sauber gegossen und sind leicht zu verbauen. Vorausgesetzt, man traut sich über Resin-Bausätze drüber - siehe "Keine Angst vor Resin-Modellen". Wie immer wird dieses Modell für die Einen bereits ein fertiges Kleinod darstellen - für die Anderen wird es die Basis für weitere Detaillierungen sein. Und das ist richtig so: Jeder soll die Detaillierung haben, die er verwirklichen kann. Eines weiß ich genau: Je mehr Details Sie bauen - umso später werden Sie fertig. Wenn überhaupt. Solche toll halbfertig gebaute Modelle gibt es ja mehr als fertige - nicht nur bei mir.

Die dem Bausatz beiliegende Bauanleitung ist als Minimum anzusehen. Mann kann damit sicher ein hübsches Modell bauen. Das Studium meiner Typenblätter wird helfen, das eine oder andere Detail anzubringen und vor allem typische, vorbildgetreue Schiffe zu bauen. Ich sehe das Sammeln von Vorlagen als nie endenden Prozess: Es gibt immer wieder neue Erkenntnisse und es wird immer wieder jemand geben, der noch bessere Unterlagen kennt oder hat. Ich freue mich auf jeden Beitrag und füge gerne sinnvolle Ergänzungen in meine Typenblätter ein.

 
  
Kriegsschiffe der k.u.k. Marine in Resinbausätzen:
WSW hat ein ganze Reihe von guten Modellen herausgebracht,
... die durch die Anzahl der Typschiffe (in der Klammer) erheblich erweitert wird. Der Umbau in die anderen Schiffe der Typenreihe ist meistens recht einfach und erfordert nur gute Unterlagen.

Schlachtschiffe:
S.M.S. Viribus Unitis (3 + Szent Istvan)
S.M.S. Szent István (wirklich andere Zubehöre)
S.M.S. Radetzky (3)
S.M.S. Erzherzog Ferdinand Max (3)
Leichte Kreuzer:
S.M.S. Saida (3)
S.M.S. Zenta (3)
Bezugsquelle: * www.modellbaustube.com; 1190 Wien, Döblinger Hauptstraße 87>
 
Keine Angst vor Resin-Modellen.
Beispiel "SMS Zenta".
Mein Appell: Trauen Sie sich doch einfach einmal d´rüber. Die Zenta ist ein gutes Einstiegsmodell. Das Basismodell ist so gut, dass es recht einfach zu einem hübschen Endprodukt gestaltet werden kann. Lassen Sie sich von den "Supermodellbauern" die Freude am selbst geschaffenen Modell nicht nehmen. Jeder macht´s so detailliert er eben kann oder möchte.

Zum Säubern der Gussteile ist eine Nagelfeile oder Sandfeile (aus dem Manikürzeug der Gattin/Mutter/Schwester) für´s erste ausreichend. Resinteile sicherheitshalber mit Spülmittel waschen: Rückstände von fettigem Trennmittel behindern beim Kleben und Färben.

Zum Verkleben der Teile verwende ich Sekunden-Kleber (Loctite). Einige Tipps:
1. Klebestelle kurz fest zusammendrücken.
2. Klebestelle nach dem Zusammenfügen anhauchen (Cyanacrylat-Kleber binden mit Luftfeuchtigkeit noch schneller)
3. Tupfen Sie den Kleber mit einem Zahnstocher an die zu verklebenden Stelle. Weniger ist mehr. Nie Tube direkt verwenden!
4. Flüssigkleber für die kleinen Teile. Gel für großflächigere Verklebungen. Mit Gel können Sie sogar kleine Wellen erzeugen.
5. Übrigens: Sekundenkleber ist nach dem Aushärten schleifbar.

Meine Modelle bemale ich mit Acryl-Modellfarben (Tamiya, Gunze, Andrea). Diese sind wasserlöslich und erlauben auch mit dem Pinsel einen dünnen Auftrag. Kleine verschließbare Farbfläschchen. Mit Wasser verdünnen und waschen (Pinsel). Mit der beiliegenden Ätzteil-Platine lässt sich das Modell wunderbar detaillieren: Relings, Stege, Bootskräne usw. Für jemanden, der weiter detaillieren will, empfehle ich den Ätzteil-Satz "Merchant Ships 1:700" von Gold-Metall-Modells: Damit lassen sich vor allem die Leitern zu den Masten sehr fein darstellen. Außerdem: Davits, Rettungsringe, Kranhaken, Niedergänge, Leitern, usw.
Noch ein Tipp: Ich verwende Injektions-Nadeln in verschiedenen Größen für die Kanonenrohre. Aber das ist ja nicht unbedingt notwendig.

Ahoi und gutes Gelingen!
 
Typenblätter "Die kleinen Kreuzer der Zenta-Klasse" zu Bestellen unter "The Modeller Productions - http://themodeller.toegels.at/typen

S.M.S. "Zenta" 1899 bis 1900
als Stationsschiff in Ostasien
S.M.S. "Aspern" in olivgrün (1900 bis 1902)
S.M.S. "Zenta" im Krieg (1914)
S.M.S. "Szigetvár" 1917 -
am Verlegungsmarsch von Pola nach Cattaro
Modellbeschreibung "Zenta"
im Maßstab 1:700 von WSW-Modellbau
      
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