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Die französische Foucault war das erste Unterseeboot, das nachweislich
von einem Flugzeug auf offener See versenkt wurde. Dieser Erfolg gelang
k.u.k. Seefliegern am |
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15.09.1916 - Das Flugboot L132 der k.u.k. Kriegsmarine befindet sich
auf dem Rückflug von Durazzo nach Kumbor, als dessen Beobachter,
Sfr. Maximilian Sewera, 10 Seemeilen südwestlich von Punta d'Ostro
ein Unterseeboot entdeckt. Es steuert dicht unter der Oberfläche
Kurs Nordost. Vermutlich lauert es auf Schiffe, die die Bocche di
Cattaro verlassen. In dieser ausgedehnten Bucht befindet sich ein
wichtiger Hafen der k.u.k. Kriegsmarine. |
| ein U-Boot der Brumaire-Klasse auf hoher See. |
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Die in der Zwischenzeit weiter kreisend nach dem Boot suchenden Flugboote
denken bereits an den Heimflug. |
die Rettung der französischen Besatzung auf einer sehr gelungenen zeitgenössische Postkarte. |
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| Kurze Zeit später trifft das alarmierte Torpedoboot Tb 100M am Schauplatz ein, mit dem die Crew der Foucault nach Cattaro gebracht wird. Der französische Kapitän und ein erster Offizier fliegen mit den beiden Seeflugzeugen zurück nach Kumbor. |
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Übersichtskarte mit der ungefähren Position
der Foucault bei ihrem Untergang. |
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| Nach diesem Erfolg erhielt Frglt. Zelezny viele Telegramme und Glückwunschschreiben. Leider liegt uns der Originalwortlaut nicht vor, aber sein Vater schrieb ihm in etwa: |
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| ein unbekanntes Flugboot vom Typ Te oder TI. |
| Gruppenfoto vor einem Hangar der Seeflugstation
Kumbor. Obere Reihe: Frglt. Kunsti, Lschlt. Demeter Konjovic, Frglt. Ritschel. Untere Reihe: Frglt. Klimburg, Seekadett Sewera, Seekadett Fritsch, Seekadett Schmidt. Fritsch war übrigens Beobachter von L48 während der Vernichtung des italienischen Luftschiffes Cittá di Ferrara (siehe eigenen Beitrag - Link) |
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die beteiligten Seeflieger.
Wir hoffen Ihnen in Zukunft mehr über die beteiligten Piloten und Beobachter berichten zu können. Sollten Sie Material - insbesondere über Zelezny - besitzen, würden wir uns sehr über ein Mail von Ihnen freuen! |
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die Foucault am 6. Mai 1916. |
Die Foucault war das vierte Unterseeboot der 16 Boote umfassenden Brumaire-Klasse (Typ Laubeauf). |
| Die Boote dieser Klasse liefen zwischen
1911 und 1913 vom Stapel und wurden im 1. Weltkrieg alle im Mittelmeer eingesetzt. Dieses Boot wurde nach dem französischen Physiker Jean Bernard Leon Foucault benannt (1819-1868). Wie bei fast allen U-Boot Typen im 1. Weltkrieg wurden immer wieder neue Turmvarianten ausprobiert. Der Typ Brumaire verfügte ursprünglich über keinen Turm im eigentlichen Sinn. Die Foucault und einige ihrer Schwestern wurden aber mit einem Schild um die Aussichtsplattform herum ausgerüstet. Erst 1916 war sie mit einer 47mm Schnellfeuerkanone nachgerüstet worden. |
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| Bild der mit der Foucault baugleichen Franklin |
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| Die Foucault war ein Schwesternschiff der Curie
(Q 87, Stapellauf: 18.6.1912), die sich am 20. Dezember 1914 beim Versuch
in den k.u.k. Hauptkriegshafen Pola einzudringen in der Barrikadensperre
verfing. Das U-Boot wurde beschossen und sank. Nur kurze Zeit später wurde die nur gering beschädigte Curie gehoben und als S.M.U. 14 bei der Kriegsmarine in Dienst gestellt. Die neue Besatzung freute sich vor allem über das im Vergleich zu anderen Booten der k.u.k. Kriegsmarine besonders großzügige Platzangebot an Bord. Nach dem Krieg wurde sie der französischen Marine zurückgegeben, wo man über die vielen Verbesserungen staunte, die ihre Curie im Laufe der Zeit erhielt. Sie wurde fast unverändert in Dienst gestellt und 1929 aus der Flottenliste gestrichen. |
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| L 132 und L 135 waren beide Lohner-Flugboote des Typs
TI, dem die Seeflugzeuge von L120 bis L143 angehörten. Dieser Typ bildete gemeinsam mit dem Typ Te (Typ T erleichtert, L58 - L119) eine Baureihe. Diese Baureihe unterschied sich in der Anzahl der Strebenpaare zwischen den beiden Tragflächen vom Lohner Typ T - statt 3 Paaren nur 2 dickere und ein schrägliegendes Strebenpaar. Die Spannweite der oberen Tragflächen wurde auf 16m verkürzt, die der unteren auf 11m verlängert. Bei der k.u.k. Kriegsmarine wurden übrigens alle Flugboote der Typen T, Te und TI als Typ L bezeichnet und markiert. Die 20 Flugzeuge umfassende Tranche L120 bis L139 wurde nicht bei Lohner selbst, sondern im April 1916 bei der UFAG in Auftrag gegeben. Sie erhielten einen neuen Cockpit Aufbau und wurden mit insgesamt 5 (!) verschiedenen Motoren ausgestattet. Der Grund? Die k.u.k. Luftfahrtruppe kämpfte erfolgreich um jeden einzelnen Motor und zwang die Kriegsmarine so, Motoren von mehreren, überwiegend deutschen Herstellern, "zusammenzukratzen". |
das Seeflugzeug L133 auf einem Steg. Beachte den kleinen Wagen, mit dem die Flugboote an Land bewegt wurden. |
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das Flugboot L135 am
23. Juli 1916 beim Start in der Bocche di Cattaro |
Die Flugboote L130 bis L135 erhielten einen Mercedes DF160
Motor mit 160 PS. L132 wurde am 19. Juli 1916 bei der Kriegsmarine in Dienst gestellt und ging am 18. Juli 1918 bei einem Unfall verloren. Der unerfahrene Pilot Lt Kohlhauser startete ohne Starterlaubnis und stützte ab. Kohlhauser selbst überlebte. L135 wurde am 23. Juli 1916 in Dienst gestellt und hat das Ende des Krieges überlebt. |
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Zeichnung der L135. In der Vergrößerung sind weitere Ansichten dargestellt! |
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Mit dem aus dem gleichen Produktionslos wie L132 und
L135 stammenden Seeflugzeug L131 erreichte Frglt. Friedrich
Lang zwei seiner insgesamt fünf bestätigten Luftsiege -
beide Gegner waren Farman-Doppeldecker einer Formation aus sechs Maschinen,
die sich am 22. August 1916 der albanische Küste entlang der
Seeflugzeugstation Durazzo näherten.
Im Bild L131im Juli 1916 über der Bocche di Cattaro. |
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| ein getarnter Hangar der Seeflugstation
Kumbor, von der aus L132 und L135 operierten. L62 ist ein Lohner-Flugboot vom Typ Te. Natürlich starteten und ladeten die Flugboote auf dem Wasser, untergebracht, gepflegt und gewartet wurden sie jedoch an Land. |
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| Am 3. Juni 1918 desertierten die Fliegermatrosen Vincenzo
Splivalo und Carmelo Foresti (keine Piloten!) mit L127 von Lussin
aus. Ihnen ist es zu verdanken, dass wir heute noch ein letztes Lohner
Flugboot in einem Museum bewundern können. L127 ist im Museum der italienischen Luftwaffe in Vigna di Valle bei Rom zu bewundern. Dieses Flugboot war mit einem Rapp Motor mit 150 PS ausgestattet, der leider heute - ebenso wie die Luftschraube - fehlt. Auch die Bemalung entspricht nicht mehr dem Originalanstrich - so war z.B. der Rumpf einfärbig und ohne Wasserlinie. |
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| Die Torpedoboote Tb 98M, Tb 99M und Tb 100M wurden am
5. Juli 1913 bei der Cantiere Navale Triestino (C.N.T.) in Auftrag gegeben.
Das an der Einholung der U-Boot-Besatzung beteiligte Torpedoboot Tb
100 M wurde am 28. März 1914 auf Kiel gelegt. Am 15. Jänner
1915 fand der Stapellauf statt. Durch Streiks, Sabotage, Zulieferprobleme und andere Zwischenfälle wurde die Indienstellung von Tb 100M immer wieder verzögert und daher mit den Beginn der Seeerprobung zusammengelgt, die am 15. März 1916 begann. |
Tb 100M war das letzte fertiggestellte Torpedoboot der Kriegsmarine. |
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| Nach dem Krieg ging das Torpedoboot an Griechenland. Umbenannt in "Kidoniai" wurde das Boot 1941 bei einem deutschen Luftangriff bei Zakinthos versenkt. |
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Flugboote sind sehr anspruchsvolle Vorbilder, die aber aufgrund der Form und Farbgebung ganz besonders schöne Modelle liefern. |
| Von Wings Models Inc. (früher: Wings
72) gibt es ein Lohner Typ Te als Tiefzeihbausatz in 1/72. Ronnie Uggie
hat daraus ein Modell der L135 gebaut. Der Bausatz unterscheidet sich
vor allem durch den Aufbau vor dem Cockpit von der L135 bzw. der L132. Die Modelle von Wings Models finden Sie [hier] (WM72027 Lohner "L" - Decals für L78 und L135M - falsch) |
| Die Firma Choroszy Modelbud bietet vier Flugboote in 1/72 an: Hansa-Brandenburg CC, Lohner Mickl / Oefag R Flugboot, Mk/Lohner M31 Flugboot, Lohner (R30) Flugboot. [hier] |
| eine weitere zeitgenössische
Postkarte, die den Untergang der Foucault darstellt. Es handelt sich
vermutlich um eine deutsche Karte, da die Flugboote als die in Deutschland
üblichen Schwimmerflugzeuge dargestellt wurden. Am rechten Bilderrand sieht man schon Tb 100M herandampfen. |
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