2004 kurz notiert ...

der Pandur II bei den Tests
in Portugal

© mdn

Portugal beschafft den Pandur II !
09-12-2004. Der Pandur II der Steyr-Daimler-Puch Spezialfahrzeug AG gewinnt die Ausschreibung des portugiesischen Verteidigungsministeriums für 260 8x8 Radpanzer. Er lässt damit seine schärfsten Konkurrenten, den Mowag Piranha III und den Patria AMV hinter sich. Für 334,2 Mio Euro liefert Steyr in Kooperation mit Bombardier Portugal 240 Fahrzeuge für das Heer und 20 amphibische Fahrzeuge für die Marineinfanterie. Ende 2009 sollen alle Fahrzeuge übergeben worden sein. Der Pandur II war nicht nur bei der technischen Erprobung voran, sondern auch um 13,4 Mio Euro günstiger als der Piranha. Das Bombardier Werk Sorefame S/A, indem die Montage durchgeführt werden soll, hätte ohne den Steyr-Auftrag schließen müssen.


das Eurofighter IPA1
© Eurofighter

Eurofighter-News aus Großbritannien.
07-06-2004. Der erste Serien-Einsitzer hebt zu seinem Erstflug ab! Bisher wurden ja nur Serien-Doppelsitzer produziert.
Außerdem wurden die Typhoons der Royal Air Force am 13. Mai durch eine grundsätzliche Einsatzfreigabe
voll abgenommen.
Die ersten Testreihen seien schnell und ohne größere Komplikationen absolviert worden. Das Handling und die Leistungen des Eurofighter werden von der RAF als herausragend ("outstanding") bezeichnet.
Die schlechte Presse der vergangenen Wochen wird zurückgewiesen, die Einführungsphase des Eurofighters laufe nicht nur planmäßig, die Erwartungen wären sogar noch übertroffen worden.
Weniger rosig die finanzielle Situation: Die Einsätze in Afghanistan und im Irak waren bisher um 2 Mrd. Pfund teurer als angenommen. So borgte man sich 500 Mio vom Eurofighterprogramm, wo man mit Verzögerungen rechnete, die nun aber nicht eintreffen. Harte Entscheidungen stehen an, die alle Teilstreitkräfte betreffen werden. So werden z.B. über 100 Harrier und Jaguar Kampflugzeuge außer Dienst gestellt.



das AUG ist in Österreich auch als StG-77 bekannt. Bild: AUG A3 mit 40mm Granatwerfer M203.
© Janes

das neue Steyr AUG A3.
13-04-2004. Steyr Mannlicher hat auf der Defence Services Asia 2004 die neue Version des Armee-Universal-Gewehrs vorgestellt.
Die Produktion der Waffe übernimmt ein Joint Venture aus Steyr Mannlicher und den "National Aerospace and Defense Industries" aus Kuala Lumpur in Malaysia, wohin auch die Produktion zur Gänze auswandern wird.
Von dort aus will man - frei von den Handelsblockaden durch Österreichs Verfassung - zu einem weltweit führenden Hersteller wachsen.
Die wesentlichen Änderungen: ein Picatinny-Schienensystem für Zielgeräte usw. (Hauptschiene + je eine Schiene an den Seiten), die Vorbereitung auf einen Granatwerfer und die Möglichkeit, das NATO/M16 Magazin einzusetzen. Ältere AUGs lassen sich aufrüsten. Mehr im Forum.


Der Kürassier A2 ist eine heimische Entwicklung. Der Panzer ist mit einer schnellfeuernden 105mm Kanone und einem 7,62mm MG bewaffnet. Besatzung:
3 Mann.
© Tögel

Kürassiere in den Kosovo.
30-03-2004. Nachdem nach den jüngsten Unruhen 82 Mann der Kaderkompanie des Jägerbataillons 25 und des Jagdkommandos in den Kosovo verlegt wurden, kündigt sich eine weitere Verstärung der österreichischen KFOR Truppen an:
4 Jagdpanzer Kürassier A2 sollen bis spätestens Oktober die 27 Radpanzer Pandur ergänzen. Sie sollen nach deutschem Vorbild gewaltbereite Demonstranten abschrecken und die Ernsthaftigkeit der Bemühungen der KFOR unterstreichen.
Diese ersten Panzer im Auslandseinsatz sind auch ein politisches Signal für das Inland, wo Reformer eifrig an der Demontage der Panzertruppe basteln.


© Bundesheer-Infoecke

Dritte Hercules-Transportmaschine eingetroffen.
18-02-2004. Heute Abend traf die dritte und letzte für Österreich bestimmte Hercules in Linz-Hörsching ein - Kennung: 8T.CB.
Auch bei dieser Maschine handelt es sich um eine Hercules C Mk.1P, die früher unter der Kennung XV291 für die Royal Air Force geflogen ist.
Die Beteiligung britischer Hercules an den Konflikten in Afghanistan und im Irak hat die Auslieferung der österreichischen Maschinen verzögert, weil die Umbauarbeiten bei Marshall of Cambridge in der Priorität zurückgestuft wurden.


© Bundesheer

Luftraumüberwachung WEF Davoz
29-01-2004. Das Bundesheer unterstützte im Rahmen des Host Nation Supports die Schweizer Luftwaffe bei der Luftraumüberwachung während des World Economic Forums vom 19. bis 26. Jänner 2004. In einem Radius von 46 Kilometer um Davos war der Luftraum aus Sicherheitsgründen gesperrt. Davon war auch der Süden Vorarlbergs betroffen, den man nur mit spezieller Genehmigung überfliegen durfte.
Folgende Maßnahmen vom Bundesheer wurden getroffen
200 Soldaten des Kommandos Luftraumüberwachung wurden von Salzburg nach Vorarlberg verlegt. Ein großer Teil davon in die Kaserne Bludesch.
Errichtung einer mobilen Radarstation am Bregenzer Hausberg Pfänder
5 Tieffliegererfassungsradaranlagen TER wurden in die Region verlegt.
3 Draken standen ständig auf Abruf bereit, um verdächtige Flugzeuge identifizieren zu können.
Kosten: etwa 100.000 Euro.
Die Draken mussten nur einmal einschreiten: Ein Sportflieger, der sich vor seinem Abflug in Hohenems nicht pflichtgemäß über die Flugverbotszone informiert hatte, wurde zur Umkehr bewegt.
Ein Großaufgebot der Schweizer Luftwaffe sicherte den Rest der Flugverbotszone. 1500 Mann, darunter 30 Kampfpiloten waren im Einsatz. Ständig kreisten 2 bewaffnete F-18 Kampfflugzeuge über Davoz.
2003 war das temporäre Flugverbot 7mal verletzt worden, heuer musste die Luftwaffe 14mal wegen Verletzungen des gesperrten Luftraums eingreifen, doch handelte es dieses Jahr ausnahmslos um unbeabsichtigte Verstöße. Die Kosten des gesamten Sicherungseinsatzes betrugen über 10 Millionen Franken.
Der nächste Sicherungseinsatz der österreichischen Luftstreitkräfte steht schon fest: Der Katholikentag in Maria Zell, wo 100.000 Gläubige erwartet werden.


© Eurofighter

Österreicher fliegt Eurofighter
19-01-2004. Heute Morgen hob erstmals ein Pilot des Österreichischen Bundesheeres mit einen Eurofighter Taifun ab. Major Franz Six startete vom EADS Betriebsgelände in Manching (D) mit einer Maschine der deutschen Luftwaffe.
Verteidigungsminister Platter erinnerte bei dieser Gelegenheit daran, dass Österreich eine aktive Luftraumüberwachung braucht. "Jeder Militärexperte kann Ihnen bestätigen, dass die größte Gefahr aus dem Luftraum kommt", sagte Platter vor Journalisten und Nationalratsabgeordneten aus Österreich.


die Zitadelle von Bam vor
dem Beben.

die AFDRU ist eine der weltweit erfahrensten Such-und Rettungseinheiten.
Hier suchen Soldaten mit einer Spezialkamera kleine Hohlräume ab. © Bundesheer

Erdbebeneinsatz im Iran
03-01-2004. Am Morgen des 26.12.2003 wurde die historische Stadt Bam von einen Beben der Stärke 6,3 auf Richterskala erschüttert. Etwa ein Drittel der 120.000 Einwohner kam bei diesem Unglück ums Leben.
Trotz der Feiertage und der Anreise der Helfer aus fast allen Bundesländern vergingen vom Zeitpunkt der Alarmierung bis zum Abflug der österreichischen Rettungsmannschaften nicht einmal 20 Stunden.
Am 27.12. verließen um 13:15 Uhr folgende Einheiten den Flughafen Wien/Schwechat:
120 Soldaten der bewährten AFDRU (Austrian Forces Desaster Relief Unit), 16 Mann der Spezialeinheit SARUV (Search and Rescue Unit Vorarlberg), sowie Hundeführer und Suchhunde der Hundestaffel des Wiener Landesfeuerwehrverbandes und der Freiwilligen Feuerwehr Kapfenberg/Stmk (weitere Helfer aus Ö.: das Rote Kreuz, der Österr. Bergrettungsdienstes und die Internat. Rettungshundeorg.)
Das Bundesheerkontingent besteht aus vier Rette- und Bergegruppen sowie einer Trinkwasseraufbereitungsgruppe.
Der Transport nach Bam erfolgte mit einer Boeing 757-230 von Thomas Cook / Condor (GER) für die etwa 150 Mann mit 40 Suchhunden und mit drei ukrainischen Iljuschin-76TD Großraumflugzeugen für die 75 Tonnen an Material und Fahrzeugen.
Die beiden wesentlich kleineren C-130 Hercules Transporter des Bundesheeres wären mit einem raschen Transport in dieser Größenordnung und über diese Entfernung überfordert gewesen.
Am 3.1.2004 wurden letzen Such- und Rettungsmannschaften wieder abgezogen. Großes Lob für den professionellen Einsatz des Bundesheeres kam von internationalen Organisationen und auch die iranischen Behörden drückten ihre Dankbarkeit aus.
Die Gesamtkosten des Einsatzes werden auf 1,2 Mio. Euro geschätzt.


das Bundesheer hat bereits fast 77.000 illegale Grenzgänger aufgegriffen.
© Bundesheer

von unserer grünen Grenze
03-01-2004. Seit Beginn des Assistenz-einsatzes im September 1990 bis heute waren um die 272.000 Soldaten des Bundesheeres im Dienst an der Schengen-Grenze und haben fast 77.000 illegale Grenzgänger aufgegriffen.
Im vergangenen Jahr wurden rund 6.800 illegale Grenzgänger aufgegriffen und über 2000 Personen konnten durch Abweisung von einem illegalen Grenzübertritt abgehalten werden - ein Minus von 40% gegenüber 2002. Diese Entwicklung ist unter anderem durch die verbesserte Zusammenarbeit mit Ungarn und der Slowakei erreicht worden.
Die meisten IGs stammen aus Russland, Indien, Afghanistan, Armenien und dem Irak.
Der Einsatz ist bis Ende 2004 verlängert worden und wird erst bei voller Schengenreife von Ungarn und der Slowakei beendet werden können.

 
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