Medienberichte 2025

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theoderich
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Re: Medienberichte 2025

Beitrag von theoderich »

"Wer soll uns denn überfallen?" - Kommunistin Elke Kahr sieht Österreich außerhalb jeglicher Gefahrenzone
SN: Aber woher soll denn das Geld kommen?

Wer sagt denn, dass ich zwei Milliarden Euro für die ganze Aufrüstung ausgeben muss? Es ist Geld da. Die Frage ist nur: Wofür gebe ich es aus? Österreich hätte auch schon längst eine höhere Vermögenssteu-er einführen müssen. Ich habe auch den Vorstoß des Finanzministers zur Deckelung der Lebensmittelpreise gut gefunden.

SN: Also kein Geld mehr fürs Bundesheer?

Es braucht eine funktionierende Gerätschaft. Das ist klar. Aber derzeit betreiben wir eine Aufrüstungspolitik, weil die EU das so vorschreibt. Und das ist aus meiner
Sicht nicht mit einer Neutralitätspolitik vereinbar.

SN: Glauben Sie, dass uns die Neutralität im Ernstfall vor einer Bedrohung schützt?

Wer soll uns denn überfallen?

SN: Putins Russland stellt aus Ihrer Sicht keine Gefahr für uns dar?

Nein. Warum? Wir bedrohen das Land ja nicht. Österreich ist kein Nato-Land. Österreich pflegt keine
feindliche Politik. In keine Richtung. Ein Bedrohungsszenario haben wir, wenn Aggressivität gegenüber anderen Ländern da ist. Aber das ist ja nicht der Fall.

SN: Die Ukraine wurde von Russland angegriffen, Niederlande und Norwegen wurden, obwohl sie neutral waren, von Nazideutschland besetzt.

Vollkommen richtig. Russland hat ohne Not die Ukraine überfallen. Aber auch die Aufrüstung eines Landes hilft nicht immer, dass die Menschen geschützt sind. Wenn man das ganze Geld für die Rüstungsindustrie so umverteilen würde, dass es den Menschen zugutekommt, hätten wir keine Not auf
dieser Welt. Ich bin für eine aktive Friedenspolitik. Aber wir folgen ja wie Schafe einer EU-Politik, die vor-
gibt, friedensstiftend zu sein und eine moralische Instanz. Das ist sie aber oft nicht, wenn sie Wohlstand mit Waffenproduktion finanziert.
https://www.sn.at/politik/innenpolitik/ ... -183183385


Wie könnte Österreichs Beitrag zum Frieden in der Ukraine aussehen?

https://kurier.at/politik/ausland/ukrai ... /403075672
theoderich
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Re: Medienberichte 2025

Beitrag von theoderich »

Bundesheer rüstet langsam auf

22.8.2025, 7.21 Uhr
Ö1 Morgenjournal
Paul Schiefer: "Aufrüsten oder Nachrüsten - also das Nachholen dessen, was in der Vergangenheit verabsäumt wurde - das hat sich Europa vorgenommen. Auch um Russland glaubhaft abschrecken zu können. Auch in Österreich kauft das Bundesheer derzeit Waffen aller Art ein. Hubschrauber sind dabei, Schützenpanzer - und auch Ausrüstung zur Abwehr von Drohnen.

Allerdings: Bis das Bundesheer das alles auch hat und dann auch richtig einsetzen kann, da werden noch Jahre vergehen, berichtet Peter Daser."

Peter Daser: "Unter dem Eindruck des russischen Angriffs auf die Ukraine wurde der Aufbauplan 2032+ für's Bundesheer beschlossen. Bernhard Müller war Vorsitzender der Beschaffungs-Prüfkommission des Bundesheeres. Er ist jetzt Berater für Verteidigung und Sicherheit bei PwC. 2032+ bedeutet: Bis zu diesem Jahr und darüber hinaus werden die Beschaffungen dauern."

Bernhard Müller: "Das ist natürlich zeitlich bis zu einem gewissen Grad problematisch. Bis wir wiederum die Militärische Landesverteidigung vollumfänglich leisten können. Die Zeit rennt uns davon. Wir haben nicht mehr bis 2032 Zeit. Umgekehrt sind aber im Rüstungsbereich weder in Österreich noch international die Kapazitäten da, so kurzfristig so großvolumige Beschaffungsvorhaben abzuwickeln."

DASER: "Denn auch die anderen europäischen Länder bauen ihre Verteidigung wieder auf, angesichts der Bedrohung durch Russland. Als besonders wichtig gilt die Luftabwehr, wo sich in der Ukraine gezeigt hat, dass ganze Schwärme aus hunderten Drohnen zugleich angreifen können.

Auch Österreich kauft Luftabwehrkanonen, wie die deutsche ,Skyranger', die zum Beispiel Drohnen auf kurze Entfernung unschädlich machen kann. Ebenso geplant sind Luftabwehrraketen für weitere Distanzen. Bis zur Lieferung können aber Jahre vergehen, erklärt Bernhard Müller."

MÜLLER: "Und selbst dann steht das Gerät ja noch nicht am Kasernenhof bzw. wenn es am Kasernenhof steht, dann müssen die Soldaten, die Kommandanten, auf diesem Gerät ausgebildet werden. Das heißt also, eine Fähigkeit wie beispielsweise im Bereich der Fliegerabwehr, die wir nie hatten, aufzubauen, kann fünf Jahre, sechs Jahre, sieben Jahre ... vielleicht sogar zehn Jahre dauern."

DASER: "Weitere Beschaffungen laufen. Oder Modernisierungen, wie bei den ,Leopard 2'-Panzern - für die noch verbliebenen 58 Stück. Früher hatte das Bundesheer viel mehr. Auch die ,Ulan'-Schützenpanzer werden modernisiert und 225 ,Pandur'-Radpanzer neu gekauft."

MÜLLER: "Drohnen haben das Gefechtsfeld revolutioniert. Aber was wir schon auch in der Ukraine sehen: Die Hardware jetzt am Boden braucht man genauso noch! Und dass ich meine Soldaten in einem geschützten Radpanzer von A nach B schaffe, das ist schon nach wie vor etwas, was wir brauchen."

DASER: "Einige große Kaufvorhaben sind noch nicht ganz fixiert. Unter anderem ist noch kein Vertragsabschluss für die M346-Flugzeuge der italienischen Firma Leonardo bekannt. Das sind Trainingsjets, die bei Bedarf als Abfangjäger dienen. Auch beim Kauf von Luftabwehrraketen - bisher genannt wurden immer wieder die deutschen IRIS-T der Firma Diehl - ist noch keine Entscheidung bekannt."
https://orf.at/av/audio/113373

https://oe1.orf.at/player/20250822/804445/1755840080000
Zuletzt geändert von theoderich am Do 11. Sep 2025, 21:04, insgesamt 3-mal geändert.
theoderich
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Re: Medienberichte 2025

Beitrag von theoderich »

Bundesheer: Prüfer orten Mängel bei Beschaffungen
Strukturelle Mängel bei großen Rüstungskäufen ortet die Beschaffungs-Prüfkommission des Bundesheeres. Sie hat in ihrem Prüfbericht für 2024 vier Beschaffungen analysiert, das Papier liegt der „Presse“ vor. Die Kommission regt darin an, „die Medienkommunikation und das ressortinterne Wissensmanagement im Bereich der Abwicklung von Beschaffungsvorhaben zu verbessern“; Prozesse und Abläufe sollten „hinterfragt werden“.
Der Prüfbericht für das Jahr 2024 wurde von der Kommission im März 2025 beschlossen, bisher wurde das Dokument nicht veröffentlicht. Aus dem Verteidigungsministerium heißt es, dass der Bericht nicht finalisiert sei und Stellungnahmen betroffener Abteilungen eingearbeitet würden. Danach werde er, wie üblich, im Rahmen eines parlamentarischen Prozesses im nächsten Landesverteidigungsausschuss veröffentlicht.

Vier Käufe geprüft

Die Prüfer stützen ihren Bericht auf Akten und Gespräche mit Experten des Ressorts. Sie prüften vier Projekte: den Kauf neuer Kampfstiefel und der Transportflugzeuge Embraer C-390, den geplanten Kauf der Fliegerabwehr mittlerer Reichweite im Rahmen der European Sky Shield Initiative und den Bau des Simulatorgebäudes für die Hubschrauberflotte AW-169 in Langenlebarn.

Positiv wird das Projekt in Langenlebarn beurteilt, die Beschaffung und der Gebäudebau seien „effizient“ gewesen; auf Widrigkeiten sei „rasch“ reagiert worden. Auch wurden bei den anderen drei Projekten keine persönlichen Verfehlungen oder rechtswidrigen Vorgänge festgestellt. So seien beim Kauf der Kampfschuhe „alle beteiligten Stellen bemüht“ gewesen, „den für die Truppe besten Schuh einzukaufen“. Allerdings machte die Kommission Mängel aus, die im Verteidigungsressort „Anlass zu weiteren strukturellen und prozessualen Überlegungen geben“ sollten.

Prüfung erfolge zu spät

Als Hauptproblem sieht die Kommission, dass bei Beschaffungen die Prüfung durch die Abteilung Vergabe und Einkaufsrecht im Verteidigungsressort zu spät erfolge. Diese Prüfung soll klären, was vergaberechtlich machbar und zulässig ist. Sie sollte „nicht am Ende des Planungsprozesses stehen, sondern vor den jeweiligen politischen, militärstrategischen, planerischen, technischen Entscheidungen stattfinden“.

Beim Kauf der Embraer-Transportflugzeuge seien aber „erst sehr spät vergaberechtliche Überlegungen im Rahmen eines informellen Aktenvermerks angestellt“ worden. Gleiches gelte für Österreichs Beitritt im Mai 2024 zur European Sky Shield Initiative (ESSI), der durch die Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding durch Ministerin Tanner erfolgte. Über die Initiative wollen teilnehmende Staaten gemeinsam Waffensysteme kaufen – bei der Fliegerabwehr mittlerer Reichweite steht das deutsche System Iris-T im Fokus. Wichtige vergaberechtliche Fragen seien „einfach nicht vor dem Betritt zur ESSI geprüft“ worden, so der Bericht.

Dieses Vorgehen wird als weder effektiv noch wirtschaftlich gesehen und schafft laut der Kommission Risiken. Nämlich dann, wenn jahrelang Vorarbeiten geleistet werden, dann aber erst spät festgestellt wird, dass das Vorgehen gar nicht vergaberechtlich zulässig ist. Bei den Transportflugzeugen etwa habe sich dieses Risiko zwar nicht verwirklicht. Hätte aber etwa die Vergabeabteilung entschieden, dass das Vorgehen – im gegenständlichen Fall beschaffte Österreich seine Flugzeuge in Kooperation mit den Niederlanden – unzulässig sei, „wäre das gesamte vorgelagerte Verwaltungshandeln obsolet“ gewesen, heißt es im Bericht.

„Die vergaberechtliche Prüfung erfolgt im Verteidigungsressort in allen Fällen zum optimalen Zeitpunkt“, entgegnet Generalleutnant Harald Vodosek, Rüstungsdirektor des Militärs, auf „Presse“-Anfrage. „In annähernd allen Beschaffungsvorhaben wird zuerst eine Fähigkeit geplant, dann werden technische Leistungsbeschreibungen erstellt und schließlich wird das Vergabeverfahren geführt – in jeder Phase ergebnisoffen. Hier ist eine grundlegende Entscheidung vor der Phase der Vergabe nicht vorgesehen.“

Für die Kommission ist das Vorgehen im Ressort hingegen geeignet, „das Vergabeverfahren zu präjudizieren“, also quasi vorwegzuneh­men. Bei der Fliegerabwehr und bei den Transportflugzeugen „wurden politische Entscheidungen für ein bestimmtes System öffentlichkeitswirksam kommuniziert und – wenn auch unverbindliche – völkerrechtliche Verträge geschlossen, die in beiden Fällen faktisch zur Folge haben bzw. hatten, dass der Vergabewettbewerb ausgeschlossen und nur ein bestimmtes Produkt angeschafft werden konnte bzw. kann“.

Vorgehen „wenig zweckmäßig“

Im September 2023 gab Ministerin Tanner öffentlich bekannt, dass Österreich den Kauf von acht Stück Iris-T von Deutschland anstrebe. Danach hieß es jedoch, dass bisher keine Typenentscheidung gefallen sei. Auch Generalleutnant Vodosek hält fest, „dass es keine Festlegung des Hauses auf die Beschaffung eines bestimmten Waffensystems gibt“.

„Es ist wenig wirtschaftlich und zweckmäßig, zuerst ein Memorandum of Understanding zu unterschreiben und ESSI beizutreten, dann aber nicht Iris-T im Rahmen von ESSI als Einkaufsplattform zu beschaffen, sondern praktisch von null zu beginnen“ und die Raketenabwehr „europaweit auszuschreiben“, so die Kommission. Sie regt an, unter anderem angesichts „der in den Medien ursprünglich erfolgten Festlegung“ auf Iris-T „die Medienkommunikation und das ressortinterne Wissensmanagement“ bei Beschaffungen „zu verbessern“.

Das Memorandum of Understanding habe „nicht zur Folge, dass der Kauf eines bestimmten Produktes dadurch präjudiziert ist“, entgegnet Vodosek. Das Memorandum ziele „nicht auf ein bestimmtes Produkt ab, sondern ist immer ergebnisoffen“. „Es ist mittels der ESSI beabsichtigt, dass jeder Partner Projekte initiieren und eine zentrale Beschaffungsstelle nominieren kann. In dieser Phase der Beschaffung befindet sich das Ressort.“
https://www.diepresse.com/20020482/bund ... _aufmacher



https://bsky.app/profile/bundesheerbaue ... z6htvlo22n
Zuletzt geändert von theoderich am Sa 23. Aug 2025, 17:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Medienberichte 2025

Beitrag von theoderich »

Ö3-Hitnacht

Nachrichten
04:59
Nina Lehmann: "Die Krisenvorsorge in Österreich soll verbessert werden. Grund ist die unsichere Weltlage. So sollen staatliche Lebensmittelvorräte aufgebaut und Schutzräume bereitgestellt werden. Für Ö3, Peter Daser."

Peter Daser: "Derzeit ist eine Gesetzesänderung in Begutachtung, die grundsätzlich das Schaffen staatlicher Lebensmittelreserven auch in Österreich möglich macht. Andere Länder, wie Deutschland, haben das bereits seit langem.

Ein anderer Bereich der Krisenvorsorge sind Schutzräume, wie sie etwa in der Schweiz für die gesamte Bevölkerung vorhanden sind. Hier wird gerade eine Bestandsaufnahme gemacht, erklärt Peter Vorhofer, der Krisensicherheitsberater der Bundesregierung: Was ist noch vorhanden an Schutzräumen? Was kann instandgesetzt werden?"

Peter Vorhofer: "Und das dritte ist sozusagen eventuell Neubauten. In weiterer Folge kann man überlegen, wenn diese Analysen dafür sprechen, dass man auch wieder gesetzlich Rahmenbedingungen einführt, wo unter Umständen in den Bauordnungen entsprechende Vorgaben drinnen sind, Schutzräume zu bauen."

DASER: "So verlangten die Bauordnungen der meisten Bundesländer bis in die 1990er-Jahre, Schutzräume in allen Neubauten."
https://sound.orf.at/radio/oe3/beitrag/ ... achrichten
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Re: Medienberichte 2025

Beitrag von theoderich »

„Vertuschung“: FPÖ und Grüne drängen auf Beschaffungs-Bericht des Bundesheeres

https://www.diepresse.com/20024408/vert ... ndesheeres


Bundesheer-Prüfer attestieren Mängel bei Rüstungskäufen
FPÖ und Grüne mit Kritik

Für die Opposition gab der Bericht Anlass zur Kritik. FPÖ-Wehrsprecher Volker Reifenberger sprach in einer Aussendung von massiven strukturellen Mängeln. Dass das Verteidigungsministerium den Bericht der eigens eingerichteten Beschaffungsprüfkommission als "nicht finalisiert" abtue und weiter unter Verschluss halten wolle, sei ein durchschaubares Vertuschungs- beziehungsweise Verzögerungsmanöver.

Ähnlich reagierten die Grünen. "Es ist ein beispielloser Vorgang und zeichnet ein düsteres Bild der Transparenz im Verteidigungsministerium, dass ein seit Monaten vorliegender Bericht der Beschaffungs-Prüfkommission noch immer nicht dem Parlament übermittelt wurde, während er der Presse bereits zugespielt worden ist", kritisiert der Wehrsprecher David Stögmüller. Der Inhalt des Berichts offenbare erhebliche Missstände. Bei militärischen Beschaffungsvorhaben – etwa den neuen Kampfstiefeln – seien die Ausschreibungskriterien offenbar so zugeschnitten worden, dass faktisch jeweils nur ein bestimmter Anbieter zum Zug kommen konnte.
https://www.derstandard.at/story/300000 ... chaffungen







Bundesheer-Prüfer orten Mängel bei Beschaffungen

https://orf.at/#/stories/3403349/
Zuletzt geändert von theoderich am Sa 23. Aug 2025, 18:23, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Medienberichte 2025

Beitrag von theoderich »

Kleinwindkraftanlagen aus Podersdorf
Aktuell forscht und entwickelt das Unternehmen in Kooperation mit dem Bundesheer auf dem Truppenübungsplatz in Bruckneudorf an einem autarken Energie-Versorgungscontainer mit integriertem Speicher – eine sogenannte „Insel-Lösung“. „Einerseits ist da unsere Windkraftanlage mit den ganzen Energie-Management-Systemen und Speicher drinnen. In einem nächsten Schritt kommen dann noch PV-Module dazu. Damit wollen wir ein perfektes Paket schnüren, um auch draußen am Feld autark sein zu können“, so Strudler.

Mehr Effizienz durch Klappensystem

Die vertikalen Wendy-Anlagen erreichen durch ein patentiertes Klappensystem mehr Effizienz. Durch mehr Angriffsfläche brauchen die Rotorblätter zu Beginn weniger Wind, um sich drehen zu können. Bei stärkerem Wind werden die Klappen automatisch eingezogen und über das Energiemanagement-System wird Strom erzeugt. Der Stromertrag hängt vom Standort und den Windverhältnissen ab. Bei perfekten Bedingungen können bis zu zwei Kilowattstunden erzeugt werden.
https://burgenland.orf.at/stories/3318664/


Bundesheer getarnt bei großer Übung

https://kaernten.orf.at/stories/3318724/

  • Die Europäer laufen wie aufgeschreckte Hühner durch den geopolitischen Raubtierdschungel (Leitartikel)
    Egal, ob im Nahen Osten oder im Ukraine-Krieg: Die EU kommt in den großen geopolitischen Krisen der Gegenwart aus der Zuschauerrolle nicht heraus. Auf der großen Weltbühne treten die Europäer bestenfalls als Komparsen auf.

    Schmeicheleien ersetzen keine Außenpolitik

    Vergangene Woche pilgerten fünf europäische Staats- und Regierungschefs gemeinsam mit dem Nato-Generalsekretär und der EU-Kommissionspräsidentin panikartig zu Donald Trump nach Washington, um dem ukrainischen Präsidenten, Wolodymyr Selenskij, den Rücken zu stärken. Das war eine durchaus noble, entschlossene und vermutlich auch notwendige Geste, zugleich aber auch ein Sinnbild für Europas Ohnmacht. Davor war der US-Präsident beim Alaska-Gipfel mit Kreml-Chef Wladimir Putin auf die russische Linie umgeschwenkt und hatte seine Forderung nach einem sofortigen Waffenstillstand ebenso fallen gelassen wie Sanktionsdrohungen.

    Absurdes Theater

    Das Szenario eines Schein- und Diktatfriedens zu russischen Bedingungen über die Köpfe der Ukrainer und Europäer hinweg erschien auf einmal sehr real. In Washington umschmeichelten die sieben europäischen Zwerge ihren Gastgeber, um ihn wieder auf ihre Seite zu ziehen und bei der Stange zu halten. Ein absurdes Theater: Denn von Tag zu Tag wird klarer, dass in Alaska und danach auch in Washington vor allem heiße Luft produziert worden ist. Ein Frieden in der Ukraine ist weit entfernt, ebenso ein Gipfeltreffen zwischen Putin und Selenskij. Auch das Gerede über Sicherheitsgarantien für die Ukraine ist hohl: Russland ist nicht bereit, etwaige Friedenssoldaten aus Nato-Staaten zu akzeptieren. Putin will den Krieg nicht beenden, solang er auf dem Schlachtfeld vorankommt. Er spielt lediglich auf Zeit und hält Trump hin.

    Dennoch beteuern alle ihre Friedensbereitschaft, um den US-Präsidenten nicht zu vergrämen. In diesem seltsamen diplomatischen Tanz geht es seit Monaten nur darum, der jeweils anderen Seite die Schuld für ein Scheitern der Friedensbemühungen in die Schuhe zu schieben.

    Ohne USA steht Europa nackt da

    Hinter der peinlichen Anbiederung der Europäer neulich im Weißen Haus war auch deutlich die Angst zu spüren, dass sich Trump entnervt zurückziehen könnte und den Ukraine-Konflikt komplett der EU vor die Füße wirft. Ohne militärische, logistische und nachrichtendienstliche Unterstützung der USA stünde nicht nur die Ukraine, sondern ganz Europa ziemlich nackt und auf verlorenem Posten da. Die bittere Wahrheit lautet: Die europäische Sicherheit hängt immer noch von Amerikanern ab. Doch ­Donald Trump ist kein wohlwollender, sondern ein wankelmütiger Hegemon, auf den kein Verlass ist.

    Solang die Europäer wie aufgescheuchte Hühner durch den Raubtierdschungel laufen und nicht einmal in der Lage sind, sich selbst zu verteidigen, werden sie keine ernst zu nehmende Rolle im rauen Ringen um eine neue Weltordnung spielen.

    Die harte Währung der Macht ist militärisch notiert
    Wirtschaftskraft allein reicht dafür nicht aus. Die harte Währung der Macht ist militärisch notiert. Die EU muss im Eiltempo zu einer autonomen Verteidigungsunion werden, sonst geht sie unter und kann zur leichten Beute für Aggressoren werden, die sich weder um Regeln noch um Grenzen scheren.

    Der Groschen scheint mittlerweile gefallen zu sein. Doch es geht alles viel zu langsam. In außen- und sicherheitspolitischen Angelegenheiten wird das Einstimmigkeitsprinzip eher früher als später fallen müssen. Sonst bremst und lähmt sich Europa selbst. Zur Not muss eben eine Kerngruppe vorpreschen.
    Wenn Europa unter dem gegenwärtigen geopolitischen Druck nicht endlich zur Tat schreitet, wird es nie geschehen. Wann, wenn nicht jetzt?
    https://www.diepresse.com/20024885/die- ... _aufmacher
Zuletzt geändert von theoderich am Mo 25. Aug 2025, 18:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Medienberichte 2025

Beitrag von theoderich »

Geostrategin Velina Tchakarova
„Unsere Neutralität ist zutiefst unmoralisch“

https://www.kleinezeitung.at/politik/au ... nmoralisch
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Re: Medienberichte 2025

Beitrag von theoderich »

Tadel für Bundesheer
Prüfer kritisieren Mängel bei Rüstungseinkäufen

https://www.krone.at/3877350
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Re: Medienberichte 2025

Beitrag von theoderich »

Rüstungsunternehmen im Fokus der Politik

https://ooe.orf.at/stories/3319039/


Zuletzt geändert von theoderich am Sa 30. Aug 2025, 23:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Medienberichte 2025

Beitrag von theoderich »

theoderich hat geschrieben: Mo 28. Jul 2025, 13:56 "Fatales Signal":
Folgenreicher Zolldeal zwischen USA und EU
Felbermayr zum Zolldeal: „Wer einmal Lösegeld zahlt, tut es wieder“
Sie vergleichen den Zoll-Deal mit einem Fußballspiel, das 0:15 verloren ging. Die EU-Kommissionspräsidentin sagt, er bringe Stabilität und Berechenbarkeit. Um im Bild zu bleiben: Ist das der Ausgleich?

GABRIEL FELBERMAYR: Nein. Wir müssen eingestehen, dass das eine fette Niederlage war. Wie ein Trainer muss man sich fragen: Wie kam es dazu, was muss man ändern? Und sich nicht im Schönreden üben. Es braucht eine schonungslose Analyse.

Was ist schiefgelaufen?

Ich glaube, dass der Spielausgang aufgrund der sicherheitspolitischen Verletzlichkeit Europas so gekommen ist. Ich denke, wir wurden knallhart erpresst. Wenn sich Trump und von der Leyen in einem Schreiduell getrennt hätten und die USA aus der Nato austritt – was hätte das mit dem Euro und den Märkten gemacht? Das ist eine offene Flanke.

Welche Lehren sind daraus zu ziehen?

Wir müssen in hoher Geschwindigkeit überlegen, wie wir Europa wieder wehrhaft bekommen und Europas Erpressbarkeit beenden. Mit einer europäischen Verteidigungsunion tun wir uns in Österreich schwer. Wir brauchen aber diese Diskussion jetzt, Schönfärberei behindert das.

Hätte die EU Vergeltungszölle verhängen sollen?

Vermutlich hätte man in der Europäischen Union eine Eskalationsphase ertragen müssen und sich wehren sollen, statt die weiße Fahne zu hissen. So wie 2018, als Jean-Claude Juncker einen viel besseren Deal zustande gebracht hat. Man hätte die europäischen Verteidigungsanstrengungen hebeln können. Trump blufft oft und die Europäer waren nicht gut genug.
https://www.kleinezeitung.at/wirtschaft ... -es-wieder
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