Seite 158 von 158
Re: Entwicklungen Fliegerabwehr
Verfasst: Sa 13. Jun 2026, 13:12
von iceman
Für das Geld kann ich lange Piloten ins Ausland schicken, dazu brauche ich keine eigene top gun Schule, zumindest nicht das vom Besten, das man zurzeit am Markt findet.
Als erste Maßnahme hat das Bundesheer seine Paunza modernisieren lassen als in der Ukraine die ersten Raketen einschlugen, kann man machen, aber man muss eben die richtigen Prioritäten setzen.
War es notwendig bei den Lions gleich die volle Option zu ziehen?
36 Stück finde ich schon üppig.
War es unbedingt notwendig um zwei Mrd Euro Radpanzer zu beschaffen, die außer uns komischerweise keiner haben will?
Re: Entwicklungen Fliegerabwehr
Verfasst: Sa 13. Jun 2026, 13:17
von Timor
Man hat einfach falsche Prioritäten gesetzt. Neue C390 für 1 Mrd, dafür lässt man die Artillerie sterben? M346 für 1 Mrd, dafür lässt man die Pioniere verhungern? Neue Black Hawk, obwohl man eh 36 Aw169 bestellt hat??
Extrem viel Geld für Systeme, welche NULL Verteidigungswert haben. Einen Schwachsinn wie M346 beschaffen,welche noch dazu mangelhaft bewaffnet sein werden,aber kein Geld für bewaffnete Drohnen haben, kann man nicht erfinden….
Man hat einen Großteil des Geldes in Lufttransportgerät gesteckt, dafür lässt man andere viel wichtigere Gattungen nun sterben.
Aber Hauptsache die Wehrpflicht soll erhöht werden. Damit unsere Jungen länger in dieser leicht bewaffneten Pfadfindertruppe „dienen“ dürfen.
Re: Entwicklungen Fliegerabwehr
Verfasst: Sa 13. Jun 2026, 13:22
von Timor
iceman hat geschrieben: ↑Sa 13. Jun 2026, 13:12
Für das Geld kann ich lange Piloten ins Ausland schicken, dazu brauche ich keine eigene top gun Schule, zumindest nicht das vom Besten, das man zurzeit am Markt findet.
Als erste Maßnahme hat das Bundesheer seine Paunza modernisieren lassen als in der Ukraine die ersten Raketen einschlugen, kann man machen, aber man muss eben die richtigen Prioritäten setzen.
War es notwendig bei den Lions gleich die volle Option zu ziehen?
36 Stück finde ich schon üppig.
War es unbedingt notwendig um zwei Mrd Euro Radpanzer zu beschaffen, die außer uns komischerweise keiner haben will?
Noch besser wirds, wenn man sich überlegt welchen Kampfwert diese Panzer nach der Restaurierung haben werden… und lustig wirds, wenn man überlegt, dass man spätestens in 10 Jahren trotzdem in die Nachfolgebeschaffung gehen muss. Mit welchem Geld?
Re: Entwicklungen Fliegerabwehr
Verfasst: Sa 13. Jun 2026, 14:23
von Woyzeck
theoderich hat geschrieben: ↑Sa 13. Jun 2026, 12:30
Glauben Sie wirklich, das BMF hätte z.B. eine Vorbelastung für "kampfkräftiges" Gerät wie Schützenpanzer oder Artillerie genehmigt? Und wo ist dieses "woanders" wo man das Geld "dringender benötigt" hätte, wenn de facto überall Mangel herrscht?
Natürlich herrscht überall Mangel, aber als 1%-Armee kann man halt auch nicht überall dabei sein. Transportflugzeuge brauche ich zur Landesverteidigung beispielsweise keine. Ebenso ist es fraglich, ob eine dermaßen große Anzahl von Transporthubschraubern wirklich notwendig ist.
theoderich hat geschrieben: ↑Sa 13. Jun 2026, 12:30
Man hat fünf Jahre lang um die Mittel für dieAJT gekämpft, weil die hohen Kosten für die nahezu vollständige Auslagerung der Pilotenausbildung an das Ausland nicht zu rechtfertigen sind.
Als man die AJT bestellt hat, war aber bereits ziemlich klar, dass Österreich ein ordentliches Budgetproblem hat und man den eingeschlagenen Weg nicht in dieser Form fortsetzen wird können. Leider hat es die Politik verabsäumt, das klar zu kommunizieren, aber zumindest den Fachbeamten im BMLV hätte das klar sein müssen.
Und den Business Case, wonach der Aufbau und Betrieb einer Flugschule für Kampfpiloten günstiger wäre, als die ca. 50 Piloten, die man in den nächsten 20 Jahren brauchen wird, ins Ausland zu schicken, kann ich mir kaum vorstellen. 1,5 Mrd. Euro plus die Betriebskosten der Flugschule für die nächsten 20 Jahre - um das Geld kann ich eine ganze Menge Piloten ausbilden. Abgesehen davon dass ich erhebliche Zweifel daran habe, dass das Bundesheer die Kompetenz hat, eine solche Ausbildung überhaupt in ähnlicher Qualität durchzuführen.
theoderich hat geschrieben: ↑Sa 13. Jun 2026, 12:30
Wenn man von den Pandur EVO-Systemfahrzeugen und der einen Drohnenabwehrbatterie absieht, waren alle bisher getätigten Investitionen (Lkw, ZFlAK, UH-60M, C-390M, M346FA) "Notmaßnahmen", damit bestehende Fähigkeiten nicht endgültig verloren gehen.
Jein - bei den Panzern sehe ich auch keine wirkliche Alternative außer dem noch teureren Neukauf. Ob die modernisierten Systeme die Kosten wert waren - ich weiß es nicht. Aber was hätte man sonst tun sollen ? Neue kriegt man um das Geld nicht.
Hubschrauber haben wir mMn zu viele - 12 Leonardos weniger und dafür mehr Geld für Drohnen/PAL/FAL hätte ich bevorzugt. Die M346 sind eine unökonomische Problemlösung und die C390 für die Landesverteidigung beinahe wertlos.
Aber egal - wir haben das eh schon oft diskutiert. Let's agree to disagree. Aber jedenfalls danke für die sachliche Diskussion !
Re: Entwicklungen Fliegerabwehr
Verfasst: Sa 13. Jun 2026, 14:39
von iceman
Die Krot mit der c390 hat man schlucken müssen, sonst steht man komplett ohne da..,.
Re: Entwicklungen Fliegerabwehr
Verfasst: Sa 13. Jun 2026, 14:48
von iceman
Timor hat geschrieben: ↑Sa 13. Jun 2026, 13:22
iceman hat geschrieben: ↑Sa 13. Jun 2026, 13:12
Für das Geld kann ich lange Piloten ins Ausland schicken, dazu brauche ich keine eigene top gun Schule, zumindest nicht das vom Besten, das man zurzeit am Markt findet.
Als erste Maßnahme hat das Bundesheer seine Paunza modernisieren lassen als in der Ukraine die ersten Raketen einschlugen, kann man machen, aber man muss eben die richtigen Prioritäten setzen.
War es notwendig bei den Lions gleich die volle Option zu ziehen?
36 Stück finde ich schon üppig.
War es unbedingt notwendig um zwei Mrd Euro Radpanzer zu beschaffen, die außer uns komischerweise keiner haben will?
Noch besser wirds, wenn man sich überlegt welchen Kampfwert diese Panzer nach der Restaurierung haben werden… und lustig wirds, wenn man überlegt, dass man spätestens in 10 Jahren trotzdem in die Nachfolgebeschaffung gehen muss. Mit welchem Geld?
Um das Geld kriegt man aber keine neuen Panzer, vielleicht hätte man im Summe weniger modernisieren sollen, dafür aber noch eine ordentliche Panzerung oder Selbstschutzsysteme dazu?
Re: Entwicklungen Fliegerabwehr
Verfasst: Sa 13. Jun 2026, 16:22
von theoderich
Timor hat geschrieben: ↑Sa 13. Jun 2026, 13:17Einen Schwachsinn wie M346 beschaffen,welche noch dazu mangelhaft bewaffnet sein werden,aber kein Geld für bewaffnete Drohnen haben, kann man nicht erfinden….
Dann erklären Sie bitte, was man mit bewaffneten UAVs machen sollte, wenn diese nicht für den zivilen Luftraum zertifiziert werden?
Woyzeck hat geschrieben: ↑Sa 13. Jun 2026, 14:2312 Leonardos weniger und dafür mehr Geld für Drohnen/PAL/FAL hätte ich bevorzugt.
Mit den M346 spart man sich mittel- bis langfristig Kosten bei der Pilotenausbildung.
iceman hat geschrieben: ↑Sa 13. Jun 2026, 14:48vielleicht hätte man im Summe weniger modernisieren sollen, dafür aber noch eine ordentliche Panzerung oder Selbstschutzsysteme dazu?
Wenn man das vorgehabt hätte, würde man heute ganz ohne Kettenfahrzeuge dastehen. Denn eine echte Kampfwertsteigerung hätte das BMF niemals genehmigt - wobei sowohl beim "Ulan" als auch beim "Leopard" 2A4 sehr fraglich ist, ob so etwas technisch überhaupt möglich gewesen wäre.