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Re: Pandur EVO
Verfasst: Di 19. Mai 2026, 22:42
von theoderich
Ich darf darauf hinweisen, dass Deutschland im September 2017 den Boxer als Basisfahrzeug für das JFSTsw ausgewählt und
2021 einen Kaufvertrag abgeschlossen hat - mit dem Ziel einer Auslieferung ab 2023. Inzwischen soll das Nachweismuster
2026 geliefert werden - die Serie könnte Ende 2026 bestellt werden.
Der Kommunikationspanzer KOVS wurde
2015 von Tschechien bestellt - die ersten Fahrzeuge dieses Typs wurden erst im
Mai 2019 präsentiert, gefolgt von einer Güteprüfung im
Juni 2019 und einer Lieferung ab
Februar 2020.
So viel zum Thema:
"Man hätte auch am Markt verfügbare 8x8 Modelle beschaffen können". Als ob das die Sache für die Unternehmen so viel einfacher machen würde. Insbesondere wenn es um die Einhaltung von Minenschutzlevels, Verstaukonzepte und STANAGs geht.
theoderich hat geschrieben: ↑Fr 7. Nov 2025, 21:28Auf Grund geänderter Wannenstrukturen und der Komplexität der einzelnen Systeme ergeben sich umfangreiche neue Herausforderungen.
Re: Pandur EVO
Verfasst: Mi 20. Mai 2026, 09:03
von Phoenix
Was man überlegen hätte können (wurde ggf. ja auch gemacht - keine Ahnung) ob man den Evo nicht auf 8x8 statt 6x6 ausführt. Aber um die Neuentwicklung wäre man so oder so nicht rumgekommen. Und wenn man immer von heimischer Wirtschaft redet sollte man diese auch fördern - man hätte Alternativ über einen Piranha von GDELS in Simmering reden können. Aber so oder so - der Zug is ja durch
Re: Pandur EVO
Verfasst: Mi 20. Mai 2026, 14:44
von Doppeladler
Es gibt keine fertigen Systeme Crossbow, Skyranger 30 & Co auf einem anderen Radpanzer - der PANDUR Evo 6x6 wird aller Voraussicht nach der erste sein.
Re: Pandur EVO
Verfasst: Do 21. Mai 2026, 09:58
von iceman
Doppeladler hat geschrieben: ↑Mi 20. Mai 2026, 14:44
Es gibt keine fertigen Systeme Crossbow, Skyranger 30 & Co auf einem anderen Radpanzer - der PANDUR Evo 6x6 wird aller Voraussicht nach der erste sein.
Bei einigen 8x8 Varianten hätte man Gewichts und Platzreserven.
Ich glaube nicht, wenn man den skyranger Turm leichter macht, er auch billiger wird.
Re: Pandur EVO
Verfasst: Fr 22. Mai 2026, 12:50
von maro-airpower
Das Bundesheer hat Rheinmetall offenbar eine ganz harte Vorgabe fürs Nachladen des mehrere hundert Kilo schweren Magazins für die 30mm des Pandur Evo Skyranger gegeben.
60 Sekunden... :-O

Re: Pandur EVO
Verfasst: Sa 23. Mai 2026, 16:19
von theoderich
Ist die Munitionskiste auf der rechten Seite des Turms (gegenüber des Lenkwaffenwerfers, auf Höhe des meteorologischen Sensors), neben der Elektrooptik untergebracht (dort sind auch zwei Handgriffe erkennbar)? Dann funktioniert es eigentlich nur mit einem Kran.
The main difference between the two cannons is that the 30×173 mm one features a linked ammunition belt while the 35×228 mm has a linkless ammo feed. The turret armed with the 30 mm KCE has 300 ready-to-fire rounds and reloading is done via a logistic vehicle, or with single straps of ammo by the crew itself. The SR35 armed with the 35 mm KDG hosts 252 ready rounds, reloading being carried out in less than 10 minutes by replacing the two magazines at the back of the turret.
https://www.edrmagazine.eu/rheinmetall- ... d-not-only
maro-airpower hat geschrieben: ↑So 25. Feb 2024, 22:12Unser Turm soll offenbar mit einer geladenen Kassette bedient werden - die wird da oben wo rein geschoben. Sind 60kg Muni + rundherum - wasweißich - solls 250kg haben die Box. Das muss ~4m in die Höhe, somit nicht ohne technische Hilfsmittel. Erste Planungen liefen, dass das ein Versorgungsfahrzeug macht per Kran oder so. Kann mir nicht vorstellen, dass das eine Lösung ist mit der alle glücklich sind, die an dem Projekt arbeiten.
theoderich hat geschrieben: ↑Di 24. Jun 2025, 22:54
Stichwort Munitionsvorrat: Wie viel fasst der Turm?
Für den Pandur sind 250 Schuss vorgesehen. Ursprünglich waren es nur 200, aber das war dem Bundesheer zu wenig – also wurde aufgestockt. Außerdem kann man Salvenlängen anpassen – etwa zwölf oder 18 Schuss pro Ziel –, was je nach Bedrohungslage und Zielkategorie bereits mehr als ausreichend ist und die Anzahl möglicher Bekämpfungen erhöht.
Wie läuft das Nachladen im Feld ab?
Es gibt zwei Optionen: entweder ein spezielles Nachladefahrzeug, das die gesamte Munitionskiste austauscht – das dauert nur wenige Minuten – oder die manuelle Befüllung, die etwas länger dauert, dafür aber von der Fahrzeugbesatzung ohne fremde Hilfe bewerkstelligt werden kann. Beides ist im System vorgesehen, was maximale Flexibilität mit sich bringt.
Re: Pandur EVO
Verfasst: Do 28. Mai 2026, 07:30
von theoderich
Re: Pandur EVO
Verfasst: Mo 1. Jun 2026, 19:11
von theoderich
Re: Pandur EVO
Verfasst: Mi 3. Jun 2026, 13:44
von theoderich
Ein Einblick in die Fertigung in der Bleibtreustraße:
https://www.linkedin.com/posts/gdels_gd ... 91520-oe0M
Re: Pandur EVO
Verfasst: Sa 13. Jun 2026, 22:10
von theoderich
https://www.facebook.com/bundesheer/pos ... 5JivFtgZGl
Landesverteidigungsbericht 2026/2027 (III-360 d.B.)
In der Phase 2 bis 2028 wird zusätzlich zu den bis 2024 verfügbaren Fähigkeiten (auszugsweise) die Erreichung folgender Ziele angestrebt:
- Ein großer Verband (auf MTPz) zur Reaktion auf eine unerwartet eintretende Bedrohung (z.B. Wiederinbesitznahme eines Raumes, Überwachung eines großen Raumes oder Zerschlagen eines bis zu bataillonsstarken Gegners) ist verfügbar.
Umsetzungsstand: Die Bereitstellung von Systemfahrzeugen in der Fahrzeugfamilie Pandur ist eingeleitet. Die Bereitstellung von unbemannten Militärluftfahrzeugen ist eingeleitet. Die verbesserte persönliche Ausrüstung der Soldatinnen und Soldaten wird parallel zum Großgerät zulaufen. Für die Vollausrüstung der 3. Jägerbrigade mit dem MTPz Pandur EVO ist eine weitere Tranche von rund 100 Fahrzeugen und somit Ersatz der derzeit noch genutzten Pandur UN aus den 1990er Jahren erforderlich.
Realisierungsrisiko: niedrig.
7.1.1.1 Mannschaftstransportpanzer (MTPz)
- Die im Dezember 2016 eingeleitete Beschaffung von 100 Stück Mannschaftstransportpanzern (MTPz) Pandur EVO wurde 2025 abgeschlossen. Die Kosten für das Vorhaben (inklusive Ausbildung, Infrastruktur, Logistikpaket) betrugen rund 342 Mio. Euro.
- Anfang 2024 wurde der Vertrag für die Beschaffung von weiteren 225 Stück MTPz Pandur EVO unterzeichnet. Die Kosten für dieses Vorhaben belaufen sich auf rund 1,8 Mrd. Euro. Inkludiert sind neben Entwicklungskosten für die neuen Varianten, die Lieferung der Fahrzeuge, notwendige Schulungen sowie Werkzeug- und Ersatzteilpakete.
- Der Zulauf der ersten Fahrzeuge der vierten Tranche hat mit 2026 begonnen. Der Abschluss der Lieferung aller 225 neuen MTPz Pandur EVO ist bis Ende 2032 geplant.
- Die Realisierung ermöglicht die Ausrüstung großer Teile der 3. Jägerbrigade sowie anderer Verbände des ÖBH mit spezialisierten Fahrzeugen auf Basis des MTPz Pandur EVO. Für die Vollausrüstung ist aber eine weitere Tranche MTPz Pandur EVO erforderlich.
- Es werden 12 verschiedene Versionen des MTPz Pandur EVO beschafft.
7.2.3.4 Begleitschutz FlA
- Die Beschaffung von 36 Flugabwehrsystemen „Skyranger“ auf Basis des MTPz Pandur EVO wurde eingeleitet. Das System kann 30 mm KETF (Kinetic Energy Time Fuze) Munition und die Lenkwaffe Mistral 3 (LFK M3) verschießen.
- Der Flugabwehrpanzer Pandur wird in das Gesamtsystem der bodengebundenen Luftabwehr eingebunden. Diese Systeme bilden den beweglichen Schutz der Brigaden. Sie dienen der Nahbereichsflugabwehr, insbesondere gegen Drohnen, und schützen die Truppe im Einsatz.
- Es werden vier Flugabwehrbatterien, jeweils eine bei den vier Landbrigaden, aufgestellt. Diese werden in Eisenstadt, Freistadt, Klagenfurt und Landeck in Tirol stationiert.
- Die ersten Flugabwehrsysteme werden 2027 dem ÖBH zulaufen.
- Die Kosten für dieses Vorhaben sind im Gesamtpaket Mannschaftstransportpanzer inkludiert.
- Die Realisierung läuft planmäßig. Im Bereich der Infrastruktur werden voraussichtlich temporäre Zwischenlösungen erforderlich sein.
Laufende bzw. unmittelbar geplante Vorhaben im Bereich EloKa
- Die dazu erforderlichen Planungsdokumente befinden sich in Bearbeitung.
- Es ist die Aufstellung je einer Kompanie für elektronische Kampfführung bei den beiden Führungsunterstützungsbataillonen sowie je eines Zuges für elektronische Kampfführung bei den vier Landbrigaden und den beiden Luftbrigaden vorgesehen.
- Die Beschaffung von MTPz Pandur in der Version Elektronische Kampfführung ERFOS (Erfassen und Orten) bzw. StörSys (Störsystem) wurde eingeleitet. Die Planungsdokumente für die erforderlichen Komponenten für die elektronische Kampführung sind in Erstellung.
- Die Realisierung ermöglicht eine Teilausrüstung des ÖBH.
https://www.parlament.gv.at/gegenstand/XXVIII/III/360