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Re: Entwicklungen Fliegerabwehr
Verfasst: Do 8. Mai 2025, 23:30
von theoderich
maro-airpower hat geschrieben: ↑Do 8. Mai 2025, 22:12andererseits wäre ein System das in die C-390 passt glaub ich auch ganz interessant. Riesige LKW und oben drauf sind Raketen mit 1.500kg inkl. Container....ich find das immer übertrieben.
Das kriegt man vielleicht bei der IRIS-T SLS hin. Bei der IRIS-T SLM wird es schwierig:
https://www.bundeswehr.de/de/ausruestun ... iris-t-slm
VINCORION versorgt IRIS-T SLM mit Energie
Das Technologieunternehmen VINCORION liefert für das modernste Luftverteidigungssystem aus Deutschland die Energieversorgung: Das IRIS-T SLM System wird im laufenden wie im kommenden Jahr Module für die Energieversorgung aus Wedel erhalten, wie VINCORION mitteilt.
Die Komponenten von VINCORION werden als EVM („Energieversorgungsmodul“) oder englisch PSM („Power Supply Module“) bezeichnet. Dieses Modul ist für die komplette Versorgung des Launchers verantwortlich, also für alle Komponenten, die eine Stromversorgung benötigen. Dazu zählen Beispielsweise das Drehsystem des Abschussgerätes, der Waffencomputer oder auch die Heizung. Die Anlage kann eine Dauerleistung von 10 Kilowatt erzielen.
https://www.vincorion.com/vincorion-iri ... ersorgung/
https://www.linkedin.com/posts/vincorio ... 26464-itjT
Es gibt keine technischen Daten zum EVM/PSM. Ein Äquivalent von Cummins, das
10RMP-1040A, das ebenfalls eine Leistung von 10 kW erbringt, hat Abmessungen von 1403 x 816 x 918 mm und ein Leergewicht von 465 kg. Dann kommen zwei sechsteilige Masten für Datenlinks dazu, vom Typ
Geroh KVR - Gewicht, je nach Konfiguration, zwischen 176 und 240 kg. Und zusätzlich das Startgestell inkl. Hydraulik und acht Startbehälter mit je einer Lenkwaffe.
Laut den in diesem
Video der ukrainischen Armee erkennbaren Daten auf dem Startbehälter wiegt ein Behälter brutto
371 kg, bei einem Volumen von 10 m³ (Lagertemperatur des Startbehälters: min. - 51°C, max. + 71°C; Lagertemperatur der Lenkwaffe: min. - 19°C, max. + 71°C). D.h. alleine für die acht Startbehälter kommt man auf ein Gewicht von 2968 kg.
Wenn man das Startgestell auf 2 t schätzt und mindestens 4 t die restlichen Komponenten inkl. Lenkwaffen, könnte zwar theoretisch ein kleinerer Lkw ausreichen (Nutzlast eines
MAN TGM 4x4: ca. 12 t). Nur wenn man das Volumen der Komponenten in Betracht zieht, ist der Transport unterhalb eines RMMV HX2 8x8 (Leergewicht: ca. 20 t; Nutzlast: ca. 21 t) einfach nicht machbar. Dann ist man im Lufttransport mit der C-390M in Kontinentaleuropa bzw. einem kleinen Teil von Nordafrika, d.h. großteils in Regionen, die im Straßenmarsch bzw. per Schiff viel kostengünstiger erreichbar sind.
Re: Entwicklungen Fliegerabwehr
Verfasst: Fr 9. Mai 2025, 00:07
von Woyzeck
Verstehe nicht ganz, warum man irgendwas, was im Auslandseinsatz sowieso nie verwendet werden wird, in eine C-390 reinkriegen sollte. Für die Landesverteidigung, die sich immer innerhalb des Bundesgebiets abspielen wird, braucht man eher keinen Lufttransport.
Re: Entwicklungen Fliegerabwehr
Verfasst: Fr 9. Mai 2025, 01:10
von theoderich
Dieser Meinung bin ich auch. Die einzigen Systeme, die wir möglicherweise irgendwann in einem Auslandseinsatz sehen könnten, sind die Fliegerabwehrversion des Pandur EVO oder das Skyguard NG (Stichwort: Feldlagerschutz).
Re: Entwicklungen Fliegerabwehr
Verfasst: Fr 9. Mai 2025, 08:13
von rober m.
In die C-390 werden die bestellten PANDUR Evolution SKYRANGER 30 und CROSSBOW ja nicht reinpassen, oder schon?
Re: Entwicklungen Fliegerabwehr
Verfasst: Fr 9. Mai 2025, 09:50
von theoderich
Der Laderaum der C-390M ist 2,95 m bzw. 3,2 m hoch. Crossbow könnte sich ausgehen, beim Skyranger 30 mit dem zusätzlichen Sensorkopf wird das sehr schwierig.
Re: Entwicklungen Fliegerabwehr
Verfasst: Fr 9. Mai 2025, 10:01
von Phoenix
Den Sensorkopf kann man ggf. abnehmen / abklappen denk ich mal.
SLM / SLX in C390 wird schwer.
Ein Starter SLS auf Unimog / MAN wäre wohl groß genug und noch in der C390 verlastbar.
Und ich denke mal den Starter für SLS könnte man ins Radar bzw. Einsatzsystem der Skyguard NG bzw. Skyranger als erweiterter Feldlagerschutz sicher mit einbinden
Re: Entwicklungen Fliegerabwehr
Verfasst: Fr 9. Mai 2025, 16:13
von muck
maro-airpower hat geschrieben: ↑Do 8. Mai 2025, 22:12Riesige LKW und oben drauf sind Raketen mit 1.500kg inkl. Container....ich find das immer übertrieben.
Inwiefern?
Re: Entwicklungen Fliegerabwehr
Verfasst: Fr 9. Mai 2025, 23:52
von maro-airpower
Beginnen wir mal mit Short Range....IRIS-T SLS oder AIM-9X oder Barak SR
Ein ACSV (NOMADS) ist 6,2m lang und 2,9m Breit (4 Raketen+Radar)
Eagle 6x6 (IRIS-T) 6,9m lang 2,16m breit (2 Raketen + Radar)
BV410 (IRIS-T 8m lang (anhänger ~4m) und 2,25 breit (4 Raketen)
Sehe keinen Grund weshalb ein Pandur Evo 6,7m lang und 2,6m breit mit 4 Shortrange nicht möglich sein sollte und zwar inkl. Radar. Und der passt dann auch in die C-390 und ist sehr mobil.

Re: Entwicklungen Fliegerabwehr
Verfasst: Fr 9. Mai 2025, 23:57
von maro-airpower
theoderich hat geschrieben: ↑Fr 9. Mai 2025, 09:50
Der Laderaum der C-390M ist 2,95 m bzw. 3,2 m hoch. Crossbow könnte sich ausgehen, beim Skyranger 30 mit dem zusätzlichen Sensorkopf wird das sehr schwierig.
Nö...zu hoch
Drei "Lösungen" (ganz unabhängig davon,, dass ich keine Ahnung hab wie viel Arbeit das jeweils ist)
1) Sensorkopf und Antennen runter oder
2) Räder runter oder
3) Bodenfreiheit verringern (Fahrwerk?)
Re: Entwicklungen Fliegerabwehr
Verfasst: Sa 10. Mai 2025, 13:47
von theoderich
Doppeladler hat geschrieben: ↑Sa 22. Jul 2023, 12:30Es kommen mind. 2 mobile Batterien bodengestützte Fliegerabwehr 50 km - eine nach Zeltweg und eine nach Salzburg.
theoderich hat geschrieben: ↑Di 12. Sep 2023, 18:47Österreich werde insgesamt acht Feuereinheiten beschaffen, so sei es laut Promberger auch im "Aufbauplan 2032" des Bundesheeres abgebildet. Eine Feuereinheit sei modulartig aufgebaut und bestehe aus einer taktischen Einsatzzentrale, drei Launcher (Raketenwerfer) mit jeweils acht Lenkflugkörpern, einem Radarsystem und einer Materialerhaltungseinrichtung. Je vier der Systeme sollen über eine kurze Reichweite (SLS, 15 bis 20 Kilometer) bzw. mittlere Reichweite (SLM, 40 bis 50 Kilometer) verfügen. Damit werden in Summe 24 Raketenwerfer gekauft.
theoderich hat geschrieben: ↑Do 19. Okt 2023, 18:49
Landesverteidigungsbericht 2023 (III-1043 d.B.)
[...]
Vorerst ist die Aufstellung von zwei Fliegerabwehrbatterien mit einem FlA-Waffensystem mittlerer Reichweite geplant. Abhängig von den Systemkosten und dem verbundenen Betriebs- und Personalaufwand wird in weiterer Folge die Erweiterung der Nutzung im ÖBH beurteilt.
Landesverteidigungsbericht 2024/2025 (III-168 d.B.)
6.2 Phase 2 – 2025 bis 2028
In der Phase 2 bis 2028 wird zusätzlich zu den bis 2024 verfügbaren Fähigkeiten (auszugsweise) die Erreichung folgender Ziele angestrebt:
[...]
- Schutz von zumindest zwei Objekten gegen Bedrohungen durch Drohnen.
Umsetzungsstand: Die Planungen zur Drohnenabwehr im Nächst- und Nahbereich sind überwiegend abgeschlossen, die Bearbeitungen sind im Bereich der Realisierung im Gange und die Bereitstellung ist teilweise durch die Modernisierung der 35mm Feuereinheiten sowie der Erneuerung der entsprechenden Radarsysteme eingeleitet. Die Flugabwehrlenkwaffensysteme kurzer und mittlerer Reichweite, die unter anderem zur Abwehr von Drohnen größerer Klassen benötigt werden, sind geplant.
6.3 Phase 3 – 2029 bis 2032
In der Phase 3 bis 2032 wird zusätzlich zu den bis 2028 verfügbaren Fähigkeiten (auszugsweise) die Erreichung folgender Ziele angestrebt:
[...]
- Ein Flugabwehrbataillon mit Luftverteidigungssystemen mittlerer Reichweite ist einsatzbereit.
Umsetzungsstand: Die erforderlichen Planungsdokumente für ein Luftabwehrsystem mittlerer Reichweite sind erstellt.
6.4 Ausblick 2032+
[...]
- Die Fähigkeitserweiterung der bodengebundenen Luftverteidigung ist abgeschlossen (Begleitschutzfähigkeit und ein weiteres Flugabwehrbataillon).
- Die Fähigkeitslücken bis zur mittleren Reichweite der bodengebundenen Luftabwehr ist geschlossen. Die Fähigkeitsentwicklung zur weiten Reichweite ist mit zusätzlichen finanziellen Ressourcen sichergestellt.
7.2.3.3 Mittlere Flugabwehrlenkwaffen (mFAL)
- Die erforderlichen Planungsdokumente zum Schließen der Fähigkeitslücke bei Bedrohungen vor Angriffen durch Flugzeuge, Hubschrauber, Drohnen, Marschflugkörper und ballistische Kurzstreckenraketen sind erstellt.
- Vorerst ist die Aufstellung von zwei Flugabwehrbatterien mit Flugabwehrlenkwaffen kurzer und mittlerer Reichweite geplant. Abhängig von den Systemkosten und dem verbundenen Betriebs- und Personalaufwand wird in weiterer Folge die Erweiterung der Nutzung im ÖBH zu beurteilen sein. Ein Ausbildungselement wird an der Flieger- und Flugabwehrtruppenschule in Langenlebarn abgebildet.
- Aktuell sieht der Zeitplan die Vertragsunterzeichnung Ende 2025/Anfang 2026 vor. Die Systemeinführung ist voraussichtlich ab 2028 möglich.
7.2.3.5 Schwere Flugabwehrsysteme (sFAL)
- Die dazu erforderlichen Grundlagen befinden sich in Bearbeitung.
- Es ist derzeit geplant die Beschaffung dieser Systeme über ein eigenes Ankaufsgesetz sicherzustellen.
7.2.5.1 Aufklärung alle Domänen
[...]
- Das Schließen der Fähigkeitslücke für die Ablöse des sich am Lebenslaufzeitende befindlichen und nicht mehr zeitgemäßen Radarsystems (AZR) ist eingeleitet. Die Bedarfe der Luftraumüberwachung (LRÜ), als auch der bodengebundenen Luftverteidigung mit einer lückenlosen, vernetzten Einbindung in den integrierten Aufklärungs-, Führungs- und Wirkungsverbund Luft (Integrated Air and Missile Defense System – IAMDS) in einer hochmobilen und digitalisierten Welt werden berücksichtigt.
Insbesondere für große Vorhaben, wie z.B. bodengebundene Luftabwehrsysteme mittlerer Reichweite oder Advanced Jet Trainer, ist aber eine langfristige Planungssicherheit für die Finanzierung erforderlich. Eingegangene hohe Vorbelastungen müssen auch in der Zukunft bedient werden können und es muss auch noch Spielraum für andere Vorhaben bestehen. Daher muss insbesondere ab 2027 der vorgesehene Budgetpfad mit dem Ziel 2% Anteil der UG 14 am BIP (inklusive Pensionen) bis 2032 eingehalten werden.
9.3 Folgerungen/Konsequenzen
Die Einhaltung des Budgetpfades ist, neben der erforderlichen Verfügbarkeit der Personalressourcen, von entscheidender Bedeutung für die Umsetzung des Aufbauplans ÖBH2032+. Bei Nichteinhaltung des vorgesehenen Budgetpfades, vor allem ab den Jahren 2027, ist der Aufbauplan ÖBH2032+ in der derzeit geplanten Form nicht bzw. nur eingeschränkt umsetzbar.
Beispielhaft werden Vorhaben des Aufbauplans/Ausrüstung ÖBH2032+ dargestellt, die bei Nichteinhaltung des Budgetpfades in der geplanten Form nicht oder nur teilweise umgesetzt werden können.
[...]
- Bodengebundene Flugabwehrsysteme mittlere Reichweite und großer Reichweite
[...]
Aktuell erfolgt durch den Generalstab die Beurteilung, welche Vorhaben später bzw. in reduziertem Umfang oder nicht umgesetzt werden können.
https://www.parlament.gv.at/gegenstand/ ... dStage=100