Deutschland: Zulauf des Leopard 2A6M A2

Wehrtechnik & Rüstung, Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik
theoderich
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Re: Deutschland: Zulauf des Leopard 2A6M A2

Beitrag von theoderich »

Tagesordnung für die 5. Sitzung (Sondersitzung) des Verteidigungsausschusses am Dienstag, 2. September 2025, 13:00 Uhr-nicht öffentlich

a) BMF-Vorlage Nr. 97/2025

Abschluss eines Vertrages mit einem Volumen
von mehr als 25 Mio. Euro im Epl. 14 und im
Sondervermögen Bundeswehr;
Abschluss einer Rahmenvereinbarung über die
Anpassung des Ausbildungsgeräts Gefechts-
simulator Panzertruppe KPz LEOPARD 2 A5/A6
an den Konstruktionsstand KPz LEOPARD 2 A7V


Ausschussdrucksache 21(12)47
https://www.bundestag.de/resource/blob/ ... 9-2025.pdf
theoderich
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Re: Deutschland: Zulauf des Leopard 2A6M A2

Beitrag von theoderich »

BAAInBw hat geschrieben:💶Erste Sitzung des Haushaltsausschusses nach der Sommerpause -
neue Ausstattung für die Bundeswehr

Die Bundeswehr investiert in neue Ausrüstung. Ziel ist es, die Soldatinnen und Soldaten mit modernster Technik und Systemen auszustatten. Hier ein Überblick:

🛩️ Drohnen Heron TP
Ab 2028 erhält die Truppe neue Aufklärungs- und Überwachungsdrohnen. Sie fliegen Tag und Nacht, liefern hochauflösende Bilder und erweitern die Fähigkeiten der Bundeswehr deutlich.

🎯 Patriot-Lenkflugkörper GEM-T
Deutschland stockt seine Bestände auf – für die eigene Verteidigung und um abgegebene Systeme an die Ukraine zu ersetzen. Diese Raketen schützen vor Flugzeugen und Raketenangriffen.

🚀 Umrüstsätze Patriot-Startgeräte
Nur mit diesen Kits können die modernsten Raketen (PAC-3 MSE) gestartet werden – sie fangen feindliche Raketen und Flugzeuge in großer Höhe und Entfernung ab.

💻 IT-Container
Spezialcontainer mit Schutz und IT-Technik für Einsätze am Boden. Sie schaffen sichere Arbeitsplätze für die digitale Einsatzführung.

⛑️ Mobile Sanitätseinrichtungen
Acht neue Systeme ermöglichen hochmobile Notfallchirurgie und Intensivmedizin für Gefechtssituationen – lebensrettend in kritischen Lagen.

🪖 Simulatoren für die Panzertruppe
Die Ausbildungssysteme für den Leopard 2 werden auf die neueste A7-Version gebracht – realistischere Übungen, bessere Einsatzbereitschaft.

🚛 Radpanzer PATRIA 6x6
Erstes Serienfahrzeug für die Pioniertruppe. Es ersetzt langfristig den Transportpanzer Fuchs und ist modular für verschiedene Einsätze anpassbar.

Fazit:
Von Hightech-Drohnen über Luftverteidigung bis hin zur medizinischen Versorgung – die Investitionen zeigen: Die Bundeswehr wird umfassend modernisiert.
theoderich
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Re: Deutschland: Zulauf des Leopard 2A6M A2

Beitrag von theoderich »

25-Millionen-Euro-Vorlagen
Hohes Tempo bei der Beschaffung: Patriot-Lenkflugkörper und Heron-TP-Drohnen

https://www.bmvg.de/de/aktuelles/gruene ... ge-5991106
theoderich
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Re: Deutschland: Zulauf des Leopard 2A6M A2

Beitrag von theoderich »

666917-2025 - Ergebnis
Deutschland – Schulung und Simulation für militärischen Zwecken dienende elektronische Systeme – Ausbildungsgerät Gefechtssimulator Panzertruppe LEOPARD 2 A5/A6 (AGPT) - Anpassung an den K-Stand LEOPARD 2 A7V
OJ S 195/2025 10/10/2025
Bekanntmachung vergebener Aufträge oder Zuschlagsbekanntmachung – Standardregelung
Dienstleistungen


https://ted.europa.eu/de/notice/-/detail/666917-2025
theoderich
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Re: Deutschland: Zulauf des Leopard 2A6M A2

Beitrag von theoderich »

Rollout für neuen Kampfpanzer Leopard 2 A8 und Panzerhaubitze 2000 A4

Bild
https://www.bmvg.de/de/aktuelles/rollou ... a4-6042450


Leopard 2 A8 – der modernste Kampfpanzer der Bundeswehr

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https://www.bundeswehr.de/de/beschaffun ... er-6040490

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https://www.facebook.com/share/p/19r9xW387E/

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https://www.linkedin.com/posts/knds-deu ... 92385-C_yY


https://www.facebook.com/share/1BeVzzH3bk/


Hier die Presseunterlagen vom Rollout:

ROLL-OUT LEOPARD 2 A8 PZH 2000

https://knds.com/en/press/LEOPARDA8-PZH ... %20Rollout






KNDS arbeitet an Nachfolger für Leopard-Panzer
Der Zustand der Bundeswehr lässt sich am Schwund ihres schwersten Fahrzeugs ablesen: dem Leopard 2. 3000 der schweren Panzer hatte die Bundeswehr 1990, heute sind es noch gut 300. Die restlichen wurden ausgemustert oder ins Ausland verkauft. Nun soll ihre Anzahl aber wieder steigen.

Heute übernimmt Verteidigungsminister Boris Pistorius in München das erste von 123 neu gebauten Exemplaren. Die Bundeswehr hatte sie im vergangenen Jahr bestellt, sie sollen vor allem die Panzerbrigade 45 in Litauen ausstatten und Russland von einem Angriff auf das Gebiet des Verteidigungsbündnisses Nato abhalten.
Gut 3,5 Milliarden Euro kosten die neuen Panzer – die eigentlich gut modernisierte Auslaufmodelle sind. Denn der Leopard 2 stammt aus einer anderen Zeit.

Schützenpanzer dürften wichtiger werden

Zwar wurde das 1979 eingeführte 60-Tonnen-Gefährt immer wieder überarbeitet: Die neueste Version 2A8 verfügt über eine neue Panzerung aus Stahl, Wolfram, Keramik und Verbundwerkstoffen. Aufgrund der Erfahrungen im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine wurde der Schutz gegen Drohnen verstärkt. So kann das in Israel entwickelte Trophy-System anfliegende Drohnen erkennen und abschießen. Zusätzlich sollen die von Rheinmetall entwickelten neuen Flakpanzer Skyranger die Leoparden schützen, wenn sie sich in offenem Gelände bewegen.
In der Vorlage zum Bundeshaushalt 2026 stehen „Verpflichtungsermächtigungen“ für „gepanzerte Plattformen“ von über 60 Milliarden Euro für die kommenden zehn Jahre. Ob das Geld aber tatsächlich für schwere Kettenpanzer wie den Leopard ausgegeben werden wird, ist offen. Alternativ könnte die Bundeswehr Radpanzer anschaffen. Modelle wie der Boxer sind zwar etwas weniger geschützt, dafür aber beweglicher und logistisch einfacher zu unterhalten.

Armin Papperger, Chef des Rüstungsherstellers Rheinmetall, sieht im Kampfpanzer deshalb nur begrenzte Wachstumsmöglichkeiten. „Der Kampfpanzer ist nicht der Wachstumstreiber in unserem Panzergeschäft“, sagte er auf dem Kapitalmarkttag seines Unternehmens am Dienstag. „Die entscheidende Rolle werden neben dem Boxer die Schützenpanzer Lynx und Puma spielen.“ Auch deswegen plant Rheinmetall derzeit keine Erweiterung bei der großkalibrigen 120-Millimeter-Munition, die Kampfpanzer wie der Leopard nutzen.

„Alle Spekulationen über die Anzahl der noch zu bestellenden Leoparden sind unseriös“, heißt es aus der Industrie. Erst bis Ostern 2026 soll auf Basis der ersten Militärstrategie für die Bundeswehr das Fähigkeitsprofil der Truppe überarbeitet werden.

Der Hersteller der Leopard-Panzer, KNDS, arbeitet aber schon an einem Nachfolger. Für das deutsch-französische Gemeinschaftsunternehmen KNDS mit Sitz in Amsterdam ist der „Leopard“ das industrielle Aushängeschild. Im Februar hat das Unternehmen vom Verteidigungsministerium grünes Licht erhalten, federführend mit der Entwicklung zu beginnen. Leopard 2 A‑RC 3.0 lautet die offizielle Bezeichnung. Intern heißt der neue Panzer einfach Leo 3 – denn das Konzept geht weit über die bisherigen Entwicklungen hinaus.

Unter dem Namen „Olymp“ entwickelt KNDS gemeinsam mit seinen Motorenlieferanten ein stärkeres Triebwerk, Hensoldt liefert neue Sensoren und Zielerfassungen. Statt vier Soldaten werden nur noch drei den neuen Panzer bedienen. Der Turm soll vollautomatisch und ferngesteuert arbeiten. Das schützt nicht nur die Besatzung, sondern erlaubt auch die Verwendung schwerer Munition, die künftig automatisch geladen wird.\nDas Herzstück ist die neue Kanone, die Rheinmetall in seiner Rolle als Zulieferer entwickelt hat. Mit Kaliber 130 Millimeter habe sie „50 Prozent mehr Firepower“, sagt ein Rheinmetall-Manager. „Wir haben die Versuche gemacht, auch gegen russische Turmfrontziele. Die Kanone ist die Lösung in dem Bereich.“ Mittlerweile interessiere sich auch die amerikanische Industrie für die Technik, schließlich soll das Kaliber Nato-Standard werden. Denn die Feuerkraft der bislang in den Mitgliedsstaaten gängigen 120-Millimeter-Kanone könnte gegen neue Panzer aus russischer Produktion – etwa den Armata – zu gering sein.

Ab dem kommenden Jahr geht der erste Leo-3-Prototyp bei der Bundeswehr in die Erprobung. Das ist nicht nur für die Truppe wichtig – auch für KNDS.
KNDS hofft, dass die bisherigen Leopard-2-Nutzer auch weiterhin auf schwere Kampfpanzer setzen. Zwei Dutzend Staaten haben die Modelle bislang gekauft, aber fast nie eingesetzt. Einige Nutzer wie die Niederlande haben ihre Bestände ganz abgeschafft. Zeitweise lebte die deutsche Panzerindustrie nur noch von Aufträgen aus Katar und Singapur. An einen Landkrieg in Europa glaubte kaum jemand.

Das änderte sich mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine. Nach langem Zögern entschlossen sich Deutschland und weitere Nato-Staaten zur Lieferung gebrauchter Modelle an Kiew. Bislang wurden gut 100 Stück abgegeben. Doch zum „Gamechanger“ taugte der Leopard in der Ukraine nicht.

Zwar ist er in der Feuerkraft den russischen Modellen T72 und T80 überlegen und auch besser gepanzert. Die Chance für Soldaten, in einem Leoparden einen Treffer zu überleben, ist deutlich höher, bestätigen Militärs. Verschleiß, Reparatur und Munitionsverbrauch stellen die Ukraine aber vor große logistische Herausforderungen.

Und auch der Krieg hat sich geändert: In der Ukraine sind Drohnen die wichtigste Waffe geworden. Panzer werden in dem Stellungskrieg im Donbass selbst zum Ziel.

Kritiker sind deshalb skeptisch, ob in Zukunft mehr schwere Panzer auch mehr Sicherheit bringen. „In Deutschland wird bei Rüstung immer noch vom Panzer her gedacht“, sagte Marc Wietfeld, CEO und Gründer des Start-ups Arx Robotics, auf der Handelsblatt-Tagung „Wirtschaftsfaktor Rüstung“. Künftige Fahrzeuge müssten softwarebasierte Fähigkeiten haben. Die Bundeswehr müsse sich dann überlegen, wie sich diese Fähigkeiten mit den geringsten Kosten in der größten Masse beschaffen ließen – „und das ist meiner Meinung nach nicht immer nur Stahl und Kanone“, sagte Wietfeld.

Andere sprechen bereits von einer „Panzerblase“, die sich in Deutschland bilde. Keineswegs brauche die Bundeswehr mehr Kampfpanzer als heute, sagt ein ehemaliger Bundeswehr-General. Auf einen Krieg wie in der Ukraine dürfe sich die Nato ohnehin nicht einlassen.

Viel wichtiger sei die Abschreckung über weitreichende Waffen wie Marschflugkörper und Drohnen, um einen möglichen Aufmarsch aus Russland schon weit vor der Grenze unterbinden zu können. Dafür müssten die Ressourcen aber in andere Systeme als in Panzer gesteckt werden. Wenn man die Leoparden in einem Krieg brauche, sei es schon „zu spät“.

„Der Ansatz, alles so zu machen wie immer, nur mit viel mehr Geld, ist gescheitert“, heißt es auch in einem Thesenpapier, das unter anderem Airbus-Verwaltungsratschef René Obermann und der Kieler Ökonom Moritz Schularick veröffentlicht haben. Sie fordern, bis 2030 rund ein Drittel des deutschen Beschaffungshaushalts in „technologisch getriebene, disruptive Projekte“ einzusetzen. Ob ein Leopard 3 dazugehört, bleibt auch darin offen.
https://www.handelsblatt.com/unternehme ... 73459.html
Zuletzt geändert von theoderich am Sa 22. Nov 2025, 17:13, insgesamt 8-mal geändert.
theoderich
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Re: Deutschland: Zulauf des Leopard 2A6M A2

Beitrag von theoderich »

Leopard 2 A8 – Bundeswehr bereitet Bestellung von 75 zusätzlichen Kampfpanzern vor
Das Verteidigungsministerium bereitet für das kommende Jahr eine Beschaffungsvorlage für 75 weitere Leopard-2-Kampfpanzer für die Bundeswehr vor. Das sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius gestern beim Roll-out der ersten Leopard 2 A8 für die deutschen und die norwegischen Streitkräfte am Stammsitz von KNDS Deutschland im Münchner Stadtteil Allach. Bislang hat die Bundeswehr 123 Exemplare des Leopard 2 A8 – es handelt sich um die modernste Variante des Kampfpanzers – bei KNDS bestellt.

Bei der anstehenden Beschaffung dürfte es sich auch um diese Variante handeln, die auch von anderen Nationen wie etwa Litauen, Schweden, Tschechien und den Niederlanden geordert wurde.
https://www.hartpunkt.de/leopard-2-a8-b ... nzern-vor/
theoderich
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Re: Deutschland: Zulauf des Leopard 2A6M A2

Beitrag von theoderich »


Die Bundeswehr hat Rheinmetall erneut einen Lieferauftrag für 120-mm-Panzermunition erteilt. So bestellten die deutschen Streitkräfte weitere Patronen Gefechts- und Übungsmunition aus dem bestehenden Rahmenvertrag. Der neue Auftragseingang liegt bei mehreren hundert MioEUR.

Im Juli 2023 hatte die Bundeswehr einen bestehenden Rahmenvertrag mit Rheinmetall zur Lieferung von Panzermunition auf ein Volumen von rund 4 MrdEUR ausgeweitet. Bis Ende 2030 können aus dem Rahmenvertrag mehrere hunderttausend Gefechts- und Übungspatronen unterschiedlicher Ausführungen im Kaliber 120 mm x 570 beschafft werden, wie sie z.B. die Hauptwaffe des Kampfpanzers Leopard 2 verschießt.

https://www.facebook.com/share/17CJUPpMo2/



RAFAEL Marks Roll-Out of First Leopard 2 A8 Tanks Equipped with TROPHY Active Protection System

Bild
https://www.rafael.co.il/news/rafael-ma ... on-system/



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