Medienberichte 2026

Landesverteidigung, Einsätze & Übungen, Sicherheitspolitik, Organisation, ...
theoderich
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

Heeresmuseum macht mit neuer Ausstellung einen großen Reformschritt

https://www.derstandard.at/story/300000 ... e1_zonekur


Und der "Standard" stellt das HGM wieder mal in ein bestimmtes Eck:
dem letzten großen Bundesmuseum in Staatsverwaltung, das an multiplen Problemen laborierte und vielfach noch in Monarchie-Nostalgie schwelgte
Monarchisten, Militaristen, leider auch Rechtsextreme fühlten sich davon angezogen, nun ist ein erster großer, sichtbarer Schritt getan, um dem entgegenzuwirken:
Wie die lange als "unschuldig" geltende Wehrmacht am Holocaust und Vernichtungskrieg mitwirkte, wird klar benannt.
die Statue eines den Kopf senkenden k.u.k.-Soldaten vor dem Eingang, die 2014 Aufstellung fand und dem HGM ein Kriegerdenkmal-ähnliches Gesicht gab, wurde im Zuge der Vorplatzsanierung entfernt;
dass Hoffmann und sein Team aber überhaupt so weit gekommen sind, ist nicht selbstverständlich angesichts des internen und externen Widerstands gegen die Reform. Nur eine Unwägbarkeit bleibt: Die strukturell nach wie vor bestehende Unterordnung unter das Verteidigungsministerium bindet das Schicksal des Hauses an die Gunst der Minister oder Ministerinnen.
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

Tag der Miliz: Längerer Grundwehrdienst gefordert

https://salzburg.orf.at/stories/3358216/


Österreich auf der internationalen Luftfahrtmesse

12.6.2026, 12.42 Uhr
Ö1 Mittagsjournal
Thomas Langpaul (ORF): "Sagt EU-Kommissar Magnus Brunner zum Europäischen Migrationspakt.

Noch bis zum Sonntag läuft in Berlin die ILA, die Internationale Luft- und Raumfahrtmesse. Und in Zeiten wie diesen zeigt sich deutlich, wie sich der Markt auf den Rüstungs- und Verteidigungsbereich zubewegt und dabei insbesondere Neuheiten für Kampfflugzeuge und Drohnentechnologie präsentiert werden. Unter den 750 Ausstellern aus 37 Ländern befindet sich auch ein Stand der österreichischen Wirtschaftskammer, der Produkte aus der Metallverarbeitung, der Elektronik und der Logistik anbietet. Andreas Pfeifer hat die ILA in Berlin besucht."

Andreas Pfeifer (ORF): "Das Getümmel von Kampfhubschraubern und surrenden Drohnen erweckt rund um den Berliner Flughafen den Eindruck, als würden sämtliche Kriegsvideospiele in die Realität übertragen. Daran gemessen entfaltet der kleine Österreich-Stand in Halle B eine überschaubare Wirkung. Allerdings kann sein Angebot technologisch und qualitativ mit dem Entwicklungstempo durchaus Schritt halten, sagt der Repräsentant der Wirtschaftskammer, Reinhard Marak."

Reinhard Marak: "Also Österreich war immer schon ein Technologieland, ein Innovationsland. Und insofern passen wir sehr, sehr gut auch in den Luftfahrtbereich. Im Luftfahrtbereich haben wir eine Exportquote von jenseits der 90 %. Insofern sind vor allem diese internationalen Auftritte ganz, ganz wesentlich für uns."

PFEIFER: "Die ausgestellten Elektronik- und Metallprodukte sind mehrheitlich dem zivilen Bereich zuzuordnen aber bei Bedarf auch militärisch verwendbar. Ein Beispiel: Der eLion, ein virtuelles Vehikel, mitentwickelt von Just Bernasch."

Just Bernasch: "Das ist einzige in Österreich entwickelte und produzierte, straßenzugelassene E-Fahrzeug für kommunale Aufgaben. Und wir haben das jetzt vom Forschungszentrum Virtual Vehicle in Graz mit den Lösungen für autonome Fahrfunktionen ausgestattet. Das heißt, ich kann im Autobahnbereich, aber auch im Defence-Bereich, gewisse Teile autonom fahren. Und das ist eigentlich die Zukunft, dass ich kombiniere: Das Fahrzeug wird irgendwo hingefahren, in gefährlichen Einsätzen oder in Dauereinsätzen fährt das Fahrzeug autonom."

PFEIFER: "Mit dem Auftrag, das internationale Angebot zu durchforsten, bahnt sich Österreichs Nationaler Rüstungsdirektor seinen Weg durch die Hallen. Generalleutnant Harald Vodosek."

Harald Vodosek: "Unsere Interessen liegen vor allem im Luftverteidigungsbereich. Das ist der Grund warum wir auch hier sind. Wir wollen unseren Eurofighter ersetzen. Hier gibt es einige Angebote und einige Anbieter, die für uns von Interesse sind.

Für uns ist wichtig auch die Drohnenbeschaffung. Wir haben jetzt einmal mit kleinen Drohnen begonnen und wollen dann in leistungsfähigere Drohnensysteme einsteigen.

Wesentlich für uns ist aber auch, dass hier demonstriert wird, dass es nicht nur um ein Luftfahrzeug und um eine Drohne geht, sondern um Gesamtsysteme. Kommunikationssysteme, Datenaustauschsysteme. Das wird hier schön dargestellt. Und hier haben wir die Möglichkeit auch, einen Eindruck zu gewinnen, wie's technologisch weitergeht."

PFEIFER: "Auch das neutrale Österreich läuft also mit im internationalen Wettlauf der Waffen. Mit dem erklärten Ziel, die zur Realität gewendeten Kriegsspiele durch Aufrüstung und Abschreckung zu verhindern."
https://orf.at/av/audio/148373

https://oe1.orf.at/player/20260612/835022/1781260932000
Zuletzt geändert von theoderich am So 14. Jun 2026, 07:55, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

Auch Bundesheer warnt vor Angriff auf NATO
Aber Christian Freuding, Generalleutnant der deutschen Bundeswehr, warnte erst diese Woche eindringlich, dass Russland schon 2029 zu einem solchen Angriff in der Lage wäre. Warum 2029? „Es handelt sich um eine nachrichtendienstliche Einschätzung, auf die sich die NATO verständigt hat“, sagte Freuding zu „Politico“.

NATO-Oberbefehlshaber Alexander Grynkevich erklärte aber nur Stunden später: „Russland sucht keinen Konflikt mit der NATO.“ Auch er bezog sich auf Geheimdiensterkenntnisse. Wie passt das zusammen? In der NATO löst man den scheinbaren Widerspruch gegenüber der „Presse“ so auf: Zwar gehe man nicht von einem konventionellen Angriff in den nächsten zwei Jahren aus. Russland hätte da „keine Chance“. Sollten sich die russischen Streitkräfte aber neu sortieren und der Westen nicht aufrüsten, sähe die Lage danach anders aus.

Die Warnung des Heers

Auch das Bundesheer im neutralen Österreich hält einen Angriff Russlands auf die NATO für möglich: „Durch rasches Handeln kann Russland in wenigen Jahren versuchen, der laufenden Aufrüstung in Westeuropa zuvorzukommen und vollendete Tatsachen zu schaffen, bevor ein Angriff keinen Erfolg mehr verspricht.“ Das geht aus dem Landesverteidigungsbericht 2026/27 hervor. Er liegt der „Presse“ vor.

Der Bericht schränkt ein, dass Russland einen konventionellen Angriff gegen eine geschlossen agierende NATO „aller Wahrscheinlichkeit nach vermeiden wird“. Eine „Reduktion des Schutzschildes der USA über Europa“ könne Russland aber „zu einem offensiveren Vorgehen ermutigen“. In einer ersten Phase wäre „die militärische Landnahme durch Großverbände nicht zwingend erforderlich“. Die Formationen dafür seien wahrscheinlich erst in einigen Jahren verfügbar. Stattdessen würde der hybride Krieg eskaliert werden, um den NATO-Bündnisfall zu testen: „Von russischen Geheimdiensten werden bereits jetzt Angriffe bis hin zu Sabotageakten und Attentatsvorbereitungen gegen mehrere europäische Staaten durchgeführt.“ Sollte der NATO-Zusammenhalt schwinden, stellte „die Androhung des Einsatzes, bis hin zum tatsächlichen Einsatz, weitreichender – auch nuklearer – Wirkmittel eine realistische militärische Handlungsoption dar“. Und was wäre das Motiv? Russlands „geostrategische Lage“ habe sich durch die NATO-Beitritte Finnlands und Schwedens „entscheidend zum Nachteil Russlands“ verändert, heißt es im Bericht. Moskau könnte daher bestrebt sein, diese Situation wieder „umzustoßen“ und „versuchen, seine historisch beanspruchte bestimmende Machtposition in Europa wieder einzunehmen“.
„Das war erwartet worden“

„Reduktionen des US-Beitrags waren schon vor Trump erwartet worden“, sagt Militäranalyst Franz-Stefan Gady zur „Presse“. Und: „Es gab unter europäischen Entscheidungsträgern immer eine gewisse Illusion darüber, mit wie viel Soldaten die Amerikaner im Ernstfall zu Hilfe kommen würden.“

Gady sieht auch gar nicht in den Fähigkeitslücken das Hauptproblem der Europäer, sondern in einer ungeklärten Grundsatzfrage: Wer führt im Ernstfall die NATO-Antwort an, wenn russische Kräfte in einem „Fait accompli“ Bündnisgebiet besetzen wollen (was auch als Ausgangsszenario in Gadys Buch „Überfall“ dient). Bisher hätten die USA diese „Speerspitze“ angeführt— jene Truppen also, die im Ernstfall zuerst verlegt würden. Aber diese Rolle, sagt Gady, wollten die Amerikaner nicht mehr übernehmen. Europäische NATO-Staaten müssten daher kurzfristig einsatzbereite Verbände in Divisions- oder zumindest Brigadestärke aufstellen und verlegen können. Dafür reiche die Kampfkraft der europäischen Streitkräfte aber noch nicht aus: „Das ist das Hauptproblem.“
https://www.diepresse.com/29888269/auch ... f-auf-nato
  • Verteidigung wegen Renovierung geschlossen: Bitte nicht angreifen (Kolumne)
    Das österreichische Bundesheer ersucht gefälligst um Kenntnisnahme: Bitte greifen Sie uns nicht vor 2032 an. Wir sind erst dann voll verteidigungsfähig. Unsere Bevölkerung verlässt sich nämlich auf die Hilfe anderer, wie „Die Presse“ erst wieder diese Woche anhand einer Studie des European Council for Foreign Relations berichtete. Da wollen wir sie nicht enttäuschen.

    Österreich ist wirklich eine Koryphäe im La-La-Land der Realitätsverweigerung. Leider muss hier ein Satz wiederholt werden, der schon oft angeführt worden ist: In unserer Liebe zur Lächerlichkeit soll uns niemand übertreffen.

    Seit Wochen verdrängt das Chaos im ORF nach einer operettenreifen Intrige wichtige Themen aus dem öffentlichen Diskurs. Das wird sich so bald nicht ändern, sollte Stiftungsrat Peter Westenthaler die Wahl des früheren APA-Chefs Clemens Pig anfechten. Es ist nicht anzunehmen, dass sich die FPÖ, die Westenthaler aus der politischen Versenkung in das ORF-Gremium geholt hat, diese Chance entgehen lassen wird.
    Die Aufmerksamkeit hätte sich diese Woche eigentlich auf einen überlebenswichtigen Passus im Budget der Dreierkoalition von ÖVP, SPÖ und Neos richten sollen: Auf die Tatsache, dass in den Doppelbudgets 2027/2028 kein Posten für eine Verlängerung des Wehrdienstes aufscheint.

    Offensichtlich glaubt man ob der Uneinigkeit in der Regierung bis 2032 genügend Zeit zu haben. Man kann sich ja nicht immer um die Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit des Landes kümmern. Die Regierung lässt sich in ihrer unendlichen Leidensfähigkeit (siehe Umfragewerte) Ignoranz gegenüber internationalen Entwicklungen vorwerfen (© Milizbeauftragter Erwin Hameseder). Weil kein politischer Beschluss zur Wehrdienstreform vorliegt und diese also keinesfalls per Jänner 2027 umgesetzt werden wird, erspart sich Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) die nötigen Mittel.

    Wer weiß, vielleicht hat sich die geopolitische Lage bis dahin ja verbessert und man kann eine Reform aus den allgemeinen Mitteln von 5,30 beziehungsweise 5,43 Milliarden Euro finanzieren.
    https://www.diepresse.com/30075653/vert ... -angreifen
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

ZIB1

12.6.2026, 19:30 Uhr | ORF 2

Verteidigung von Einsparungen verschont
Tarek Leitner (ORF): "Gespart wird, neben der Altersteilzeit, wie soeben berichtet, in vielen Bereichen. Von gröberen Einschnitten verschont bleibt aber die Verteidigung."

Nadja Bernhard (ORF): "Das Budget des Bundesheeres steigt in den nächsten zwei Jahren in absoluten Zahlen sogar leicht an. Allerdings weniger stark als ursprünglich geplant. Und so wackeln dann doch wieder einige zentrale Vorhaben."

[Geräteschau am "Tag der Miliz"] Hier in Salzburg feiert das Bundesheer den "Tag der Miliz" und zeigt, was es hat. Und das soll noch mehr werden. So steigt das Heeresbudget auch in den kommenden zwei Jahren. Die Ministerin zeigt sich zufrieden.

Klaudia Tanner (Verteidigungsministerin, ÖVP): "Der Aufbauplan muss fort'g'setzt werden. Wir tun ja nichts anderes als Nachrüsten! Als nachrüsten um weiterhin den Frieden a garantieren zu können. Und einsatzfähig zu sein."

[M346 im Flug] Geld fließt etwa für neue Trainingsjets. Doch zwischen dem Aufbauplan und der Realität klafft eine große Lücke. [Grafik: "Bundesheerbudget 2027/28 im Mrd. €"; Balkendiagram: 2027 - 6,3 I 2028 - 6,9] Für kommendes Jahr waren ursprünglich 6,3 Milliarden Euro vorgesehen, für 2028 fast sieben Milliarden. Tatsächlich [Balkendiagramm: 2027 - 2,4 I 2028 - 5,4 I 2029 - 2 % BIP 10,8] werden es nun 5,3 Milliarden Euro für 2027. Das Jahr darauf dann 5,4 Milliarden. Das Ziel, 2 % der Wirtschaftsleistung für Verteidigung auszugeben, rückt damit in weite Ferne.

[Soldat mit Feldstecher] Ein beunruhigender Ausblick, warnen Militärfachleute.

Franz-Stefan Gady (Militärexperte): "Weil die nächsten Jahre - vor allem die Jahre nach einem Waffenstillstand in der Ukraine - für die gesamte europäische Sicherheitsarchitektur die gefährlichste Zeit eintreten wird, was einen potentiellen militärischen Konflikt betrifft. Und genau zu diesem Zeitpunkt wird das Österreichische Bundesheer in relativer Perspektive am schwächsten sein."

[Eurofighter am Rollfeld des Fliegerhorsts Hinterstoisser] Für einige zentrale Vorhaben ist derzeit kein Geld eingeplant. Das betrifft die Nachfolge für die Eurofighter-Kampfjets ebenso [Grundwehrdiener mit Kampfhelm, Rucksack und StG77 beim Marsch durch einen Wald] wie eine mögliche Verlängerung des Wehrdienstes.

Bericht: Niklas Lercher

Mitarbeit: Peter-Paul Hahnl
https://on.orf.at/video/14326698/161027 ... -verschont


Starre Fronten in der Koalition zur Dauer der Wehrpflicht
Am Freitag wurde wieder verhandelt: Die Vertreter der drei Koalitionsparteien trafen zusammen, um bei der geplanten Reform des Wehrdienstes einen Schritt nach vorn zu kommen. Zuletzt war die Situation ziemlich verfahren. Die ÖVP hat den präferierten Vorschlag der Wehrdienst-Kommission zu ihrem eigenen gemacht und den Druck erhöht, die Variante 8 plus 2 umzusetzen: Das würde bedeuten, den Grundwehrdienst von derzeit sechs auf acht Monate zu verlängern und durch verpflichtende Milizübungen von zwei Monaten zu ergänzen. Parallel dazu sollte der Zivildienst von neun auf zwölf Monate verlängert werden.

Die Bedingungslosigkeit, mit der die ÖVP diese Variante umgesetzt sehen will, scheint es den anderen Koalitionsparteien umso schwerer zu machen, diesem Vorschlag zuzustimmen. Zuletzt waren Verteidigungsminister Klaudia Tanner und Kanzleramtsministerin Claudia Bauer, die für den Zivildienst zuständig ist, gemeinsam ausgerückt, um diese "Österreich plus" genannte Variante als alternativlos darzustellen. Das hat bei SPÖ und Neos mehr Verärgerung als Verständnis erweckt.

Alternative Vorschläge

Die SPÖ war mit einem eigenen Vorschlag vorausgegangen, um die Blockade aufzulösen, brachte das Modell 6+2 beim Heer und 9+2 beim Zivildienst ins Spiel. Was die ÖVP bereits abgelehnt hat. Die Neos sind mit all diesen Vorschlägen nicht glücklich, sie präferieren stattdessen ein Berufsheer, das liegt aber in weiter Ferne. Pragmatischerweise versuchen die Neos daher den Weg in der Mitte zu wählen. An verpflichtenden Milizübungen dürfte kein Weg vorbeiführen. Als Dauer für die Wehrpflicht könnten sich die Neos offenbar sieben Monate vorstellen, die genaue Mitte zwischen den Vorschlägen von ÖVP und SPÖ. Ärgerlich sei, dass über die Qualität der Ausbildung nicht geredet werde. Es wird noch ein paar Verhandlungsrunden brauchen, ehe eine Lösung gefunden wird. Im Budget ist derweil nichts in der Richtung eingeplant.
https://www.derstandard.at/story/300000 ... ehrpflicht
Zuletzt geändert von theoderich am So 14. Jun 2026, 07:31, insgesamt 5-mal geändert.
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

Bundesheer: Zur Erfüllung von Aufbauplan fehlen 12,6 Milliarden Euro

https://www.nachrichten.at/politik/inne ... Art__outer
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »


Ö1 Mittagsjournal

12:10

NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger im Journal zu Gast
Paul Schiefer (ORF): "Jetzt kommen wir zur Politik in Österreich. Da war in den letzten Tagen einiges los. Diese Woche hat ja der Finanzminister das Budget für die kommenden zwei Jahre präsentiert und damit sind wir schon bei unserer Interviewreihe am Samstag. [Off-Stimme: "Im Journal zu Gast"]

Das ist heute NEOS-Chefin und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger. Sie kann die Kritik an fehlenden Reformen im Budget nicht nachvollziehen. Bei der schwierigen Debatte um den Wehrdienst glaubt sie, dass eine Einigung in Sichtweite ist. Und sie erklärt, wie Österreich den Sitz im UNO-Sicherheitsrat nutzen will.

Im Gespräch mit Viktoria Waldegger geht es aber am Anfang gleich um das Doppelbudget."
Viktoria Waldegger (ORF): "Schauen wir über die Ländergrenzen hinaus: Österreichs Position in der Welt, die wurde vor kurzem gestärkt. Zwei Jahre lang werden wir einen Sitz im UN-Sicherheitsrat haben. Der Jubel bei Ihnen war sehr groß. Viele haben die Bilder wahrscheinlich gesehen, aber: Wie will Österreich diesen Sitz nutzen?"

Beate Meinl-Reisinger (Außenministerin, NEOS): "Also zunächst, es ist wirklich ein großer Erfolg. Und ich versteh' schon, dass viele sagen ,Wozu brauch'ma eine UNO?', ,Was macht der Sicherheitsrat dort?' und es wird auch unsere Aufgabe sein, das sehr transparent zu kommunizieren.

Natürlich funktioniert derzeit vieles nicht. Die Einhaltung des Völkerrechts, das ist ... ja, wir sehen's überall, dass es sehr brüchig ist. Und dass halt auch die großen Staaten, die ständigen Mitglieder des Sicherheitsrats sehr schnell mit ihrer Veto-Keule sind und in substanziellen Fragen, wie der Ukraine oder auch im Nahen Osten, dadurch der Sicherheitsrat handlungsunfähig ist.

Es gibt aber viel, was weitergeht: Wenn Sie zum Beispiel auch auf den Friedensplan für Gaza schauen, der ist auch durch den Sicherheitsrat gegangen. Und wir haben eine ... eine Tradition bei bestimmten Themen, auch eine Kompetenz. Das Thema Rüstungskontrolle ist etwas, wo Österreich sehr viel Kompetenz hat und auch sehr viel auch grad im Bereich nukleare Abrüstung geleistet hat. Jetzt gibt's die große Frage: Was macht die KI mit neuen Waffensystemen? Ich glaube wir brauchen da dringend eine Regulierung. In dem Bereich wollen wir arbeiten.

Es gibt andere Bereiche, wie Friedensmissionen, wo ja viele Österreicher - über hunderttausende - teilgenommen haben an Blauhelmmissionen. Die gehören auch weiterentwickelt, da werden wir uns einbringen.

Und dann gibt's einen ganz wesentlichen Punkt: Das ist der Schutz von Zivilistinnen und Zivilisten in bewaffneten Konflikten. Insbesondere Kinder. Das liegt mir sehr am Herzen, weil das ist einfach unerträglich, die Bilder, die wir da jeden Tag sehen. Und da werden wir massiv daran arbeiten, hier weiterzukommen."
WALDEGGER: "Damit möcht' ich zurück nach Österreich kommen: Seit Monaten beschäftigt uns eine Debatte über die Reform der Wehrpflicht. Die NEOS halten sich da mit einem klaren Ja oder Nein zur Verlängerung bisher zurück. Sind Sie sich da intern nicht einig?"

MEINL-REISINGER: "Nein, wir sind uns einig. Wir haben auch eine klare Position. Aber ich bin der Meinung, dass wir hier konstruktiv in Verhandlungen zu einer Lösung kommen wollen. Und ich frag' mich halt immer: Wie sinnvoll ist das, wenn wir die Diskussionen öffentlich führen?

Ich glaub' es ist kein Geheimnis, was unsere Stoßrichtung ist: Wir brauchen eine Wehrhaftigkeit, vor allem auch in einem europäischen Kontext. Und dann ist natürlich die Frage: Wie kommen wir rasch zu einer Stärkung auch ... des Österreichischen Bundesheers. Und das wird vor allem über eine Stärkung der Miliz gehen. Da sind wir auch sehr klar darin.

Ich bin auch sehr zuversichtlich, dass es hier möglich sein wird, eine Einigung zu erzielen und hoff' auch selber, dass wir hier bald Ergebnisse auf den Tisch legen können."

WALDEGGER: "Also Sie wollen die Position der NEOS auch hier nicht nennen. Aber offenbar stößt die Dreierregierung schon an ihre Grenzen. Sie sind jetzt ,optimistisch', aber eine Einigung ist nicht in Sicht."

MEINL-REISINGER: "Sie ist in Sicht, meines Erachtens nach. Aber ich glaub' über ungelegte Eier sollte man nicht gackern, sondern man sollte dann erst präsentieren, wenn es am Tisch liegt.

Aber es ist natürlich eine schwierige Frage. Ich mein' es ist ja nicht etwas, das ich im Vorübergehen entscheide. Ich entscheide quasi über - und so ehrlich muss man sein - über junge Männer und deren Verpflichtung zu einem Wehrdienst und muss das aber auch noch in einen Kontext stellen, der europäisch ist. Und das halt' ich schon für wesentlich. Und vor allem auch die Frage stellt: Wie kann ich denn insgesamt die Wehrhaftigkeit steigern? Da geht's ja nicht nur um militärische Landesverteidigung, da geht's auch um geistige Landesverteidigung.

Ich finde schon: Das macht man nicht im ... in dem Vorübergehen. Das ist keine schnelle Entscheidung. Und es ist auch gut, dass an dem Ort passiert, die Verhandlungen, die dafür da ... dafür da ... dafür da ist, nämlich das Parlament, die gewählte Voksvertretung."
https://oe1.orf.at/player/20260613/835069/1781345400300


Verzögert Umsetzung
Bundesheer fehlen 12,6 Milliarden für Aufbauplan

https://www.krone.at/4175828

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Zuletzt geändert von theoderich am Mo 15. Jun 2026, 21:38, insgesamt 10-mal geändert.
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von iceman »

Man hat fette Verträge mit gdls, Leonardo, rheinmetall, embrear, sikorsky abgeschlossen und jetzt ist der Katzenjammer groß….
cliffhanger
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von cliffhanger »

iceman hat geschrieben: Sa 13. Jun 2026, 12:03 Man hat fette Verträge mit gdls, Leonardo, rheinmetall, embrear, sikorsky abgeschlossen und jetzt ist der Katzenjammer groß….
….die österreichische Bauwirtschaft bitte nicht vergessen…
iceman
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von iceman »

Naja, die Modernisierung der Kasernen finde ich grundsätzlich richtig, aber wenn das Geld da ist hätte ich zB kleine Kasernen wie Freistadt trotzdem geschlossen, die Garagen für die skyranger werden in Hörsching oder Sietzemheim auch Platz haben.
theoderich
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

Starlinger warnt:
„Krisen können wir nur alle gemeinsam bewältigen“

https://www.krone.at/4174780
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