Medienberichte 2026

Landesverteidigung, Einsätze & Übungen, Sicherheitspolitik, Organisation, ...
theoderich
Beiträge: 29934
Registriert: So 29. Apr 2018, 18:13

Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

NÖ Militärkommandant im Interview
Georg Härtinger – Stellung für Frauen wäre positiv

https://www.meinbezirk.at/niederoesterr ... v_a8680776
Zuletzt geändert von theoderich am Fr 12. Jun 2026, 13:17, insgesamt 2-mal geändert.
Woyzeck
Beiträge: 297
Registriert: Mi 15. Nov 2023, 14:55

Re: Medienberichte 2026

Beitrag von Woyzeck »

Herrn GenLt Hofbauers Kommentar ist bezeichnend für die Einstellung der Bundesheerführung und voll mit guten Gründen, warum man ja eigentlich eh nichts machen muss und weiter so tun kann, als wäre die Welt irgendwo um 1990 stehengeblieben - siehe Aufbauplan ÖBH2032+. Drohnen, massenhaft verfügbare günstige Fernwaffen und KI haben auf mehreren Ebenen gleichzeitig keine punktuellen Verbesserungen, sondern einen weitgehenden Paradigmenwechsel ausgelöst, der selbstverständlich Waffengattungen obsolet machen wird. Selbst das mit einem umfangreichen Vorrat an Panzern ausgestattete Russland hat einen Großteil davon in wenigen Jahren verloren und denen kann man nicht vorwerfen, bei der FlA schwach aufgestellt zu sein. Und das Ende der Entwicklung ist nicht absehbar. Sicher ist jedoch, dass das nicht die ferne Zukunft, sondern bereits die Gegenwart ist. Siehe Ukraine, siehe Iran.

Zu behaupten, das Bundesheer wäre im Drohnenbereich irgendwo dabei ist lächerlich. 300 FPV Drohnen zur Aufklärung sind nicht mal nichts.
theoderich
Beiträge: 29934
Registriert: So 29. Apr 2018, 18:13

Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

Woyzeck hat geschrieben: Mo 8. Jun 2026, 14:14Zu behaupten, das Bundesheer wäre im Drohnenbereich irgendwo dabei ist lächerlich. 300 FPV Drohnen zur Aufklärung sind nicht mal nichts.
Wo behauptet er das? Und die MAGNI-X ist kein FPV-UAV.
Benutzeravatar
Doppeladler
Beiträge: 1394
Registriert: Di 24. Apr 2018, 12:51

Re: Medienberichte 2026

Beitrag von Doppeladler »

Woyzeck hat geschrieben: Mo 8. Jun 2026, 14:14 Drohnen, massenhaft verfügbare günstige Fernwaffen und KI haben auf mehreren Ebenen gleichzeitig keine punktuellen Verbesserungen, sondern einen weitgehenden Paradigmenwechsel ausgelöst, der selbstverständlich Waffengattungen obsolet machen wird.
Ich finde die grundsätzliche Haltung richtig, dass man nicht davon ausgehen kann, dass der "nächste Krieg" so aussieht wie die "Gegenwart" im Ukraine-Krieg. Andere Waffengattungen zurückfahren, nur um heute tausende Drohnen zu kaufen und auf Lager zu legen, die morgen veraltet sind, ist nicht der richtige Weg. Man darf nicht vergessen, dass das ÖBH bei den schweren Waffen ohnehin nur mehr einen kleinen Rekonstruktionskern betreibt. Der wird etwas modernisiert, damit er nicht völlig aufgegeben werden muss und die Truppengattung erhalten bleibt. Ich kann nicht erkennen, dass sich das ÖBH für eine Panzerschlacht vorbereiten würde. Daher geht der Vorwurf auch etwas ins Leere.
Natürlich muss man auch FPV Drohnen beschaffen und Personal dafür aufbauen sowie sich um ein Beschaffungsprozedere kümmern, um bei Bedarf schnell an Drohnen dann aktueller Bauart zu kommen.
Und Russland hat sicher viel Gerät in der Fliegerabwehr, aber gute Systeme, die Panzerzügen in Bewegung Drohnen vom Hals halten können, sind da offensichtlich nicht dabei. Und der Rest dürfte auch nur so halb funktionieren, wenn ich mir die jüngsten Erfolge in Russland, Iran und Venezuela ansehe.
DOPPELADLER.COM - Plattform für Österreichs Militärgeschichte. Bundesheer | k.u.k. Monarchie | Weitere Themen
Woyzeck
Beiträge: 297
Registriert: Mi 15. Nov 2023, 14:55

Re: Medienberichte 2026

Beitrag von Woyzeck »

Das oft strapazierte Argument, man könne nicht tausende Drohnen auf Lager legen, weil die in ein paar Jahren veraltet sind, greift zu kurz. Es ist zwar valide, aber der Schluss, der daraus abgeleitet wird ist es nicht. Fast nichts zu tun, weil man nicht weiß was die Zukunft bringt, ist der falsche Weg. Es geht darum, mit den kurzen Innovationszyklen Schritt zu halten und gerade im Drohnenbereich sind das keine Rieseninvestments - jedenfalls nichts im Vergleich zu den anderen ausstehenden Summen. Und UAV sind für den Verteidiger sehr mächtige Waffen, die neben der Transparenz des Gefechtsfelds die (Präzisions-)Artillerie zumindest teilweise ersetzen werden und auch weitreichende Wirkung ermöglichen. Drei Dinge, die das Bundesheer derzeit nicht hat, aber dringend bräuchte. Das kann man nicht im Bedarsfall rasch nachkaufen, weil es dann kein ausgebildetes Personal geben wird und die ganzen Einsatzverfahren geübt werden müssen - quer über alle Waffengattungen.

Egal - wir haben das eh schon mehrmals diskutiert. Mich wundert nur ein bisschen die Gelassenheit der Heeresführung in Punkto technologischer Entwicklungen und der notwendigen Anpassung daran.
theoderich
Beiträge: 29934
Registriert: So 29. Apr 2018, 18:13

Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

Mehr Geld für das Bundesheer, doch es gibt Wermutstropfen
Auf das reguläre Militärbudget haben sich ÖVP, SPÖ und Neos geeinigt, wie die Koalition am Wochenende bekannt gab. Es soll insgesamt auf 5,3 Milliarden Euro steigen und im Jahr darauf nochmals auf 5,43 Milliarden Euro. Das Budget für das heurige Jahr beträgt knapp 5,2 Milliarden Euro, im Vorjahr waren es 4,74 Milliarden Euro gewesen. Zuvor war das Militärbudget seit dem Beginn des Ukraine-Krieges 2022 deutlich angestiegen. Das Verteidigungsministerium kommentierte die Einigung auf Anfrage nicht. Verwiesen wird auf ein Pressegespräch, das am Donnerstag nach der Budgetrede des Finanzministers stattfinden wird.

Anstieg seit Ukraine-Krieg

Militärintern zeigt man sich zufrieden, dass bei der Landesverteidigung anders als in vielen Bereichen nicht gespart wird und erneut eine Erhöhung zu verzeichnen ist. Der Spielraum für Investitionen und einen Personalaufwuchs sei weiterhin gegeben – ganz anders als in den finanziellen Hungerjahren zu Beginn der 2010er-Jahre. Der „Aufbauplan 2032+“ des Militärs wird damit auch zu einem guten Teil als gesichert angesehen.

In dem Plan ist festgeschrieben, wie das Bundesheer bis zum Jahr 2032 und darüber hinaus aufgestellt sein soll. Mit der Beschaffung der bodengebundenen Luftabwehr mittlerer Reichweite steht etwa eine milliardenschwere Investition an: Die Typentscheidung für ein Waffensystem soll noch heuer fallen. Diese Investition sieht man intern als nicht gefährdet, möglicherweise müsse man aber bei anderen Vorhaben Abstriche machen oder diese zeitlich etwas nach hinten verschieben.

Denn eines hat die Einigung auch gezeigt: Das Ziel der Bundesregierung, bis 2032 jährlich zwei Prozent des BIP in die Landesverteidigung zu investieren, ist nicht in Sicht. Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) hat dieses Ziel erst im Mai bekräftigt. Ein gradueller Anstieg zu diesem Wert hätte aber für 2027 und 2028 ein deutlich höheres Militärbudget erfordert: Demnach hätte es für 2027 6,2 Milliarden Euro und für 2028 6,9 Milliarden Euro betragen müssen. Von diesen Beträgen ist man mit der jetzigen Einigung weit entfernt.

Erklärung zu Eurofightern

Mit der Eurofighter-Nachfolge steht eine weitere milliardenschwere Finanzierung an. Sie kann nicht aus dem Regelbudget des Militärs gestemmt werden, eine Sonderfinanzierung ist notwendig. Die ÖVP drängte mit Verteidigungsministerin Klaudia Tanner auf ein Budget-Begleitgesetz. Dieses dürfte nun noch nicht kommen. Wie der „Presse“ berichtet wird, werden die Verhandlungen gesondert weitergeführt. Geplant ist aber eine Absichtserklärung der Koalitionspartner, die demnächst präsentiert werden soll: Die Fachzeitschrift „Militär Aktuell“ schreibt von einer „Willensbekundung zur Abfangjägernachbeschaffung”. Damit soll das Verteidigungsressort seine Pläne aktiv vorantreiben können. Militärintern hofft man auf eine Vertragsunterzeichnung mit einem Rüstungsunternehmen im Jahr 2028.
https://www.diepresse.com/28667690/mehr ... utstropfen






17 Milliarden Euro warten auf Österreich – wenn die ÖBB die richtige Rolle spielt

https://www.trend.at/unternehmen/wie-di ... itiert-rp2
Zuletzt geändert von theoderich am Di 9. Jun 2026, 20:59, insgesamt 2-mal geändert.
theoderich
Beiträge: 29934
Registriert: So 29. Apr 2018, 18:13

Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

Nach Jahren der Kritik: Heeresgeschichtliches Museum startet neu

https://orf.at/stories/3432013/
theoderich
Beiträge: 29934
Registriert: So 29. Apr 2018, 18:13

Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

NGOs mit "Budget der Vielen" gegen "Kürzungspläne"
Teil des Konzepts, an dem neben FAIRSorgen! unter anderem der Österreichische Frauenring, Attac Österreich, Fridays for Future, die Armutskonferenz und Global 2000 beteiligt waren, ist etwa eine progressive Vermögenssteuer.
Statt Investitionen in das Bundesheer wollen die Organisationen zudem mehr Geld für Friedensarbeit und Entwicklungszusammenarbeit.
https://www.sn.at/politik/innenpolitik/ ... art-655427
theoderich
Beiträge: 29934
Registriert: So 29. Apr 2018, 18:13

Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

Das Wehrbudget steigt, bleibt aber weit hinter dem angepeilten Ziel
Es war einer der härtesten Brocken in den Budgetverhandlungen der vergangenen Wochen. Bis zuletzt sollen die Koalitionspartner ÖVP, SPÖ und Neos darüber debattiert haben. Am Sonntag, drei Tage vor der Budgetrede von Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) im Parlament, verkündete die Bundesregierung schließlich per Aussendung die Einigung. Auch auf einen neuen Etat für Verteidigung.

2027 soll das Heeresbudget demnach auf 5,3 Milliarden Euro steigen, im Jahr darauf noch einmal leicht auf 5,43 Milliarden. Heuer liegt der Wehretat bei 5,2 Milliarden Euro, im Vorjahr waren es 4,7 Milliarden. Im Vergleich zu vorab kolportierten Wünschen des Verteidigungsministeriums bleiben die Beträge für das Doppelbudget allerdings unter den eigenen Erwartungen. Vom Ressort angestellte Berechnungen im Landesverteidigungsbericht 2024/2025 hätten nämlich ein Budget von rund 6,2 Milliarden im Jahr 2027 und gar knapp sieben Milliarden 2028 vorgesehen.

"Nur eingeschränkt umsetzbar"

Hintergrund für diese Kalkulation sind einerseits die anvisierten Investitionen im Rahmen des "Aufbauplan 2032+", der bis zu diesem Jahr rund 17 Milliarden Euro für militärische Beschaffungen vorsieht. "Bei Nichteinhaltung des vorgesehenen Budgetpfades, vor allem ab den Jahren 2027, ist der Aufbauplan ÖBH 2032+ in der derzeit geplanten Form nicht bzw. nur eingeschränkt umsetzbar", schreibt das Ministerium selbst in seinem bisher letzten Landesverteidigungsbericht. Andererseits beruht die Rechnung auch auf einem im Arbeitsübereinkommen der schwarz-rot-pinken Koalition definierten Ziel. Dort ist festgehalten, dass die Verteidigungsausgaben bis 2032 zwei Prozent des BIP erreichen sollen.

Dieses Ziel scheint mit dem neuen Doppelbudget in weite Ferne gerückt und nach aktuellem Stand wenig realistisch. Laut den Heereskalkulationen hätte es dafür einen linearen – und deutlich höheren – Anstieg der jährlichen Wehretats gebraucht. Ergänzt um die Pensionszahlungen an frühere Heeresmitarbeiter (was der international vergleichbaren Berechnung laut Nato-Zielen entspricht) hätten die für 2027 proklamierten 6,2 Milliarden immerhin rund 1,43 Prozent des BIP entsprochen, die für 2028 gewünschten sieben Milliarden bereits 1,54 Prozent. Mit stattdessen 5,3 beziehungsweise 5,4 Milliarden Euro an jährlichem Budget hat man sich weit von diesen Planungen entfernt.
Auf aktuelle Nachfrage im Ministerium heißt es, der Aufbauplan werde fortgesetzt. Zu Verzögerungen oder auch gewissen Abstrichen bei einzelnen Beschaffungsvorhaben könne es aber kommen. Ob das Erreichen des Zwei-Prozent-Ziels bis 2032 beim Heeresetat noch realistisch sei, hänge auch von der ökonomischen Situation bis zur nächsten Budgeterstellung in zwei Jahren ab. Die Entwicklung der wirtschaftlichen Lage bis dahin könne man nicht voraussehen. Fest stehe dagegen: "Im Regierungsprogramm haben wir die zwei Prozent gemeinsam festgeschrieben."
https://www.derstandard.at/story/300000 ... ilten-ziel
Antworten