FMV stärker Försvarsmaktens mörkerförmåga

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theoderich hat geschrieben: ↑Fr 16. Mai 2025, 23:18Wie gut unterrichtete Kreise gegenüber hartpunkt bestätigt haben, wird der Plan allerdings nicht aufgehen. Während das Sturmgewehr und das Laser-Licht-Modul nach geringfügigen Anpassungen – die im Rahmen der sogenannten Integrierten Nachweisführung mit der darin enthaltenen Taktischen Einsatzprüfung festgestellt wurden – die Forderungen der Bundeswehr erfüllen, wurde beim Hauptkampfvisier offenbar eine Abweichung identifiziert, welche auch mit Nachbesserungen nicht beseitigt werden konnte. Konkret geht es dem Vernehmen nach um Inkompatibilitäten bei der Nutzung der Optik in Kombination mit der in die Truppe eingeführte Nachtsichtbrille, die im Rahmen der Ausschreibung gefordert waren. Insidern zufolge sollen Heckler & Koch sowie Rheinmetall bereits seit geraumer Zeit die finalen Konstruktionsstandsurkunden erhalten haben, während dies für die Optik bis vor kurzem nicht der Fall war. Der finale Konstruktionsstand bildet sozusagen das finale „Design“ eines Produktes ab, das im Rahmen der Serienfertigung hergestellt und geliefert werden soll.
Seit kurzem soll Insidern zufolge ein Lösungsweg beschlossen worden sein, der in Fachkreisen bereits seit geraumer Zeit vermutet wurde, der aber dem Vernehmen nach zu signifikanten Mehrkosten führen wird. Konkret sieht der Lösungsvorschlag vor, ein zusätzliches Rotpunktvisier als „Huckepack-Lösung“ auf die „ELCAN Specter DR 1-4x“-Optik zu setzen, um so die geforderte Nachtkampffähigkeit in Kombination mit allen geforderten Nachtsichtbrillen gänzlich erfüllen zu können.
Gut informierten Kreisen zufolge soll es sich bei dem Rotpunktvisier, welches nun zusätzlich beschafft werden soll, um das Rotpunktvisier des Typs ACRO P2 des schwedischen Herstellers Aimpoint handeln.
Die Bundeswehr hat die vom Haushaltsausschuss per Maßgabebeschluss angeordnete Marktsichtung von Optiken für das neue Sturmgewehr mit dem Ergebnis abgeschlossen, dass an der geplanten Beschaffung zusätzlicher Hauptkampfvisiere des Typs ELCAN Specter DR 1-4x in Kombination mit dem Aimpoint ACRO P2 festgehalten wird. Wie gut unterrichtete Kreise gegenüber hartpunkt berichten, wird derzeit eine 25-Mio-Vorlage vorbereitet, die noch im Juni dem Parlament vorgelegt werden soll. Absicht ist offenbar, weitere 200.000 Hauptkampfvisiere im Wert von rund 575 Millionen Euro aus einem im Dezember 2025 geschlossenen Rahmenvertrag abzurufen.
https://www.hartpunkt.de/nach-erfolgter ... iken-fest/Wie gut unterrichtete Kreise gegenüber hartpunkt erklären, hat das Bundeswehr-Beschaffungsamt BAAINBw in den vergangenen Monaten eine Marktsichtung durchgeführt, bei der neben dem ausgewählten Hauptkampfvisier – ELCAN und Aimpoint – noch neun andere marktverfügbare Produkte betrachtet wurden. Keine der getesteten und für den Einsatz als Querschnitts-Hauptkampfvisier als geeignet beurteilten Lösungen wurde demnach besser getestet als die ELCAN-Lösung. Zumindest ein Teil der ursprünglichen Testtruppe soll auch an dem neuen Test beteiligt gewesen sein. Visierkombinationen – wie sie bei den Spezialkräften der Bundeswehr sowie den spezialisierten Kräften der Bundeswehr eingeführt sind – sollen im Test zwar besser abgeschnitten haben, wurden aber unter anderem aus Gründen eines höheren Ausbildungsaufwandes für die Nutzung der Rotpunkt-Booster-Kombination nicht weiter betrachtet, wie es heißt. Preislich – wenn es auch nur unverbindliche Preisangaben waren – lagen alle in der Marktsichtung betrachteten Optik-Lösungen, bis auf ein einziges Produkt, offenbar unterhalb des aktuellen Hauptkampfvisiers, teilweise um mehr als die Hälfte.
Der Grund für das Festhalten an der Beschaffung des aktuellen Hauptkampfvisiers soll dem Vernehmen nach in der Dringlichkeit liegen. Da keine als geeignet getestete und bewertete Alternativoptik besser bewertet wurde als das aktuelle Hauptkampfvisier, erfüllt das Visier nach Ansicht der Bundeswehr die gestellten Anforderungen und kann daher aus dem bestehenden Rahmenvertrag abgerufen werden und bereits in den Folgejahren zulaufen.