Entwicklungen Luftraumüberwachung
Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung
Den Iranern gelang es jetzt anscheinend, eines von 16 verbliebenen E-3 Sentry AWACS-Flugzeunge in Saudi Arabien am Boden zu zerstören, nachdem am Wochenende auch mehrere KC-135 Tankflugzeuge zumindest schwer beschädigt wurden. Es ist einfach unglaublich, mit welcher Naivität sie in den Konflikt gegangen sind und wie schlecht die Drohnenabwehr dort funktioniert.
Und wenn es nicht mal die Amerikaner schaffen, denen man weder einen Mangel an FlA-Systemen, noch Kampfflugzeugen nachsagen kann, dann würde sowas bei uns erst recht passieren. Die wunderschönen 36 geplanten Kampfflugzeuge wären in den ersten Stunden eines Konflikts am Boden zerstört.
Daher: Keinen Cent in Kampfflugzeuge ohne Kavernen/gehärtete Unterstände. Das wäre heute völlig unverantwortlich und so lange die Voraussetzungen für einen Einsatzbetrieb nicht vorhanden sind, braucht man über Kampfflugzeuge mMn nicht mal nachdenken. Außer man beschränkt sich wieder nur auf die Friedens-LRÜ.
Und wenn es nicht mal die Amerikaner schaffen, denen man weder einen Mangel an FlA-Systemen, noch Kampfflugzeugen nachsagen kann, dann würde sowas bei uns erst recht passieren. Die wunderschönen 36 geplanten Kampfflugzeuge wären in den ersten Stunden eines Konflikts am Boden zerstört.
Daher: Keinen Cent in Kampfflugzeuge ohne Kavernen/gehärtete Unterstände. Das wäre heute völlig unverantwortlich und so lange die Voraussetzungen für einen Einsatzbetrieb nicht vorhanden sind, braucht man über Kampfflugzeuge mMn nicht mal nachdenken. Außer man beschränkt sich wieder nur auf die Friedens-LRÜ.
Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung
Und nicht einmal dafür wird´s Geld geben; Ende EF wird Ende effektive LRÜ sein, denn so wie auch eine Saab 105 keinem Airliner je hinterherkam, wird´s auch bei der M346 bei den meisten Bizjets sein. Ich denke genauso, dass eine Blau-rote Regierung auch diese Beschaffung rückabwickeln wird, egal was es kostet. Sie haben immer das Argument der eingesparten Betriebskosten.
Na, es geht schon wieder los. Alle die jetzt beim ÖBH angefangen haben, sollten alle gleich wieder gehen, denn irgendwann werden sie dann sowieso wieder "eingespart" werden.
Na, es geht schon wieder los. Alle die jetzt beim ÖBH angefangen haben, sollten alle gleich wieder gehen, denn irgendwann werden sie dann sowieso wieder "eingespart" werden.
Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung
Es wird Kampfflugzeuge geben, aber sicher nicht 36 Stück - das war von Anfang an ein Fiebertraum. Wozu auch, wenn man sich das drumherum nicht leisten kann oder will.
Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung
Schlägt ihnen das kalte Frühlingswetter aufs Gemüt?propellix hat geschrieben: ↑Mi 1. Apr 2026, 07:53 Und nicht einmal dafür wird´s Geld geben; Ende EF wird Ende effektive LRÜ sein, denn so wie auch eine Saab 105 keinem Airliner je hinterherkam, wird´s auch bei der M346 bei den meisten Bizjets sein. Ich denke genauso, dass eine Blau-rote Regierung auch diese Beschaffung rückabwickeln wird, egal was es kostet. Sie haben immer das Argument der eingesparten Betriebskosten.
Na, es geht schon wieder los. Alle die jetzt beim ÖBH angefangen haben, sollten alle gleich wieder gehen, denn irgendwann werden sie dann sowieso wieder "eingespart" werden.
An blau-rot kann ich noch nicht richtig glauben, eher an blau-schwarz.
Ansonsten hat man offiziell außer den Äußerungen des BMF nichts vernommen…
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theoderich
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Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung
„Schaffen schon Jets an, die angeblich ganz toll sind“: Marterbauer stellt Eurofighter-Ersatz infrage
Wolf stutzte Finanzminister Marterbauer in der „ZiB 2“ die Flügel
ZIB 2
31.3.2026, 22:00 Uhr | ORF 2
Wann die ÖVP jemals behauptet hat, man könne durch die Nationale Ausweichklausel "das Defizit größer machen", weiß wohl nur Herr Wolf. Tatsächlich hat der ÖVP-Generalsekretär von "Flexibilität im Defizitverfahren" gesprochen. Problem dabei: Die Ausweichklausel gilt nur bis 2028 - die Ausgaben für den EFT-Nachfolger werden aber erst in den 2030er-Jahren schlagend:
COUNCIL RECOMMENDATION Allowing Austria to deviate from the maximum growth rates of net expenditure as set by the Council under Regulation (EU) 2024/1263 (Activation of the national escape clause)
Im Zwist um die Eurofighter-Nachfolge deutet sich zwischen ÖVP und SPÖ keine Entspannung an. Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) stellte am Dienstagabend in der „Zeit im Bild 2“ überhaupt infrage, ob der Kauf neuer Kampfjets in dieser Legislaturperiode eingeleitet wird.
https://www.diepresse.com/20732738/scha ... uer-stelltMarterbauer hielt fest, man müsse sich alle Maßnahmen, die im Abkommen „vorgesehen sind, unter dem Gesichtspunkt der Budgetsanierung überlegen“: „Wir haben diese zehn Milliarden Euro, die dieser Abfangjäger-Ersatz angeblich kostet, nicht irgendwo versteckt.“
Marterbauer erklärte, dass man bereits Leonardo M-346FA-Jets anschaffe: „Zwölf Flugzeuge, die angeblich ganz toll sind.“ Als Eurofighter-Ersatz würde man nun „angeblich 36 Flieger brauchen, jetzt haben wir 15“, sagte der Minister. Derzeit sei das Geld für die Beschaffung nicht vorhanden.
„Ich führe keine Budgetverhandlungen und Gespräche dazu über die Medien“, reagierte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) in einer Stellungnahme: „Ich gehe aber davon aus, dass sich jeder seiner Verantwortung bewusst ist und hier die richtige Entscheidung im Sinne der Sicherheit treffen wird.“ Faktum sei, dass eine „lückenlose Luftraumüberwachung ohne aktive Luftraumsicherung eine Illusion“ sei: „Diese Fähigkeit kann Österreich derzeit ausschließlich mit den Eurofightern sicherstellen“.
Wolf stutzte Finanzminister Marterbauer in der „ZiB 2“ die Flügel
https://www.diepresse.com/20731186/wolf ... -inflationHerr Marterbauer, das lernte man in diesem Gespräch, ist stets auf der Suche nach einer Gegenfinanzierung für Dinge, die sich die Regierung trotz oder wegen allem leisten will. Neue Abfangjäger zum Beispiel, die im Regierungsprogramm stehen und die die ÖVP jetzt fordert. „Ich habe nichts gegen eine bessere Luftraumüberwachung. Wir schaffen ja diese Jets von Leonardo an, die angeblich ganz toll sind.“ Moment mal, lag da ein leichter sarkastischer Ton in der Luft? „Angeblich brauchen wir 36 Flieger, jetzt haben wir glaube ich 15.“ Ja, da war es schon wieder, dieses nonchalante „angeblich“. „Das klingt ein bisschen so, als würden Sie nicht daran glauben, dass wir 36 brauchen“, bemerkte Wolf. Marterbauer, ein „Pfff“, durch die Lippen pressend, erinnerte sich an die hohe Kunst der Diplomatie: „Mich interessiert vor allem: Gibt’s ein gutes Konzept, den Luftraum zu überwachen und kann man’s auch finanzieren?“ Vorschläge nimmt der Finanzminister ab jetzt entgegen – per E-Mail, zur Not auch per Brief. Aber lieber nicht per Flugpost.
ZIB 2
31.3.2026, 22:00 Uhr | ORF 2
https://on.orf.at/video/14317195/zib-2-vom-31032026Armin Wolf (ORF): "Sie haben die ÖVP extrem verärgert, indem Sie gesagt haben, für neu Abfangjäger ist kein Geld da. Jetzt müssen die Eurofighter erneuert werden und tatsächlich steht ja im Regierungsprogramm, um unsere aktive Luftraumüberwachung weiter sicherzustellen, werden wir die Nachfolgebeschaffung der Eurofighter einleiten. Was gilt denn jetzt?"
Markus Marterbauer (SPÖ): "Ja, ich habe auch nichts gegen bessere Luftraumüberwachung. Ich habe das gerade, oder wir haben das im Zuge des Doppelbudgets auch gezeigt, gemeinsam, die Verteidigungsministerin und ich. Wir schaffen ja diese Jet-Trainer von Leonardo an, zwölf Flugzeuge, die angeblich ganz toll sind, die ab 2028 geliefert werden, und die genau im Budgetpfad vorhanden sind. Aber es ist so, dass wir auch über das Jahr 2029, also diese Legislaturperiode hinaus, dann keine besonders tollen Budgetprognosen haben. Die Budgetprognose des Finanzministeriums sagt, dass das Defizit, wenn wir nichts tun, auf diesem Niveau bleibt und dann gibt es keinen Spielraum für zusätzliche Flieger, angeblich brauchen wir 36 Flieger, jetzt haben wir, glaube ich, 15. Wie auch immer, das wird man klären müssen."
WOLF: "Das klingt so, als würden Sie nicht dran glauben, dass wir 36 brauchen?"
MARTERBAUER: "Mich interessiert vor allem, gibt es ein gutes Konzept, den Luftraum zu überwachen und kann man es auch finanzieren? Wir haben auch die zehn Milliarden, die dieser Abfangjäger-Ersatz angeblich kostet, nicht irgendwo versteckt."
WOLF: "Warum steht es dann im Regierungsprogramm?"
MARTERBAUER: "Man will das machen und im Regierungsprogramm wird auch drinnen stehen, wir müssen uns überlegen, wie man es finanziert."
WOLF: "Das steht eigentlich nicht drinnen."
MARTERBAUER: "Das gilt generell, dass wir alle Maßnahmen, die im Regierungsübereinkommen vorgesehen sind, unter dem Gesichtspunkt, dass das Budget saniert werden muss, uns überlegen."
WOLF: "Und Sie sagen jetzt halt momentan, jetzt ist das Geld nicht da?"
MARTERBAUER: "Im Moment ist das Geld nicht da, aber wenn's gute Finanzierungsvorschläge gibt, ist es offen."
WOLF: "Die ÖVP sagt, die EU erlaubt, dass man dafür das Defizit größer macht."
MARTERBAUER: "Nein, das stimmt nicht, das entspricht nicht den europäischen Vorgaben. Das hat mit dem Defizit gar nichts zu tun. Diese sogenannte ,National Escape Clause', so heißt das in europäischer Terminologie, erlaubt nur, dass wir, während wir im ÜD-Verfahren sind oder im Anpassungspfad sind, etwas höhere Staatsausgaben haben dürfen. Aber das Defizit darf nicht höher werden. Das heißt auch dort, wenn wir mehr ausgeben, für welche Dinge auch immer, die uns gefallen, müssen wir es finanzieren. Also es ist nicht so, dass wir das Defizit erhöhen könnten."
Wann die ÖVP jemals behauptet hat, man könne durch die Nationale Ausweichklausel "das Defizit größer machen", weiß wohl nur Herr Wolf. Tatsächlich hat der ÖVP-Generalsekretär von "Flexibilität im Defizitverfahren" gesprochen. Problem dabei: Die Ausweichklausel gilt nur bis 2028 - die Ausgaben für den EFT-Nachfolger werden aber erst in den 2030er-Jahren schlagend:
COUNCIL RECOMMENDATION Allowing Austria to deviate from the maximum growth rates of net expenditure as set by the Council under Regulation (EU) 2024/1263 (Activation of the national escape clause)
The flexibility provided by the national escape clause will also be considered in the implementation of the excessive deficit procedure, and when assessing if Austria has taken effective action. Therefore, until 2028, the corrective net expenditure path set out in the Council Recommendation under Article 126(7) of 8 July 2025 is complemented by the flexibility that is allowed by the increase in defence expenditure under the national escape clause.
viewtopic.php?p=57382#p57382Moreover, for some of the contracts for military equipment signed during the period of activation of the national escape clause, delivery may occur at a later stage, therefore impacting public finances only after the period of activation of the clause. To cater for this eventuality, the flexibility granted under the national escape clause should also apply to defence expenditure linked to such later delivery, provided that the corresponding contracts were signed during the period of activation of the clause and that this delayed defence spending remains within the overall cap mentioned above.
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theoderich
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Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung
theoderich hat geschrieben: ↑Mo 30. Mär 2026, 07:48
- Neutralität ohne Verteidigungsfähigkeit ist nur eine Illusion (Gastkommentar, GenMjr Gerfried Promberger)
https://www.sn.at/kolumne/gastkommentar ... art-642067
- Hoffnung schafft keine Sicherheit, Vorsorge schon (Gastkommentar, GenMjr Gerfried Promberger)
https://www.diepresse.com/20733711/hoff ... orge-schon
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alps_spirit
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Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung
Steh ich jetzt auf der Leitung?
EF T1 geht bis ca. 2035, dann werden die ersten (Teil)- Zahlungen wohl erst entsprechend später und nicht die Budgets dieses Jahrzehntes belasten.
Allerdings müßte es jetzt mit dem Typenentscheid schnell gehen... weiter möchte ich nicht denken...
EF T1 geht bis ca. 2035, dann werden die ersten (Teil)- Zahlungen wohl erst entsprechend später und nicht die Budgets dieses Jahrzehntes belasten.
Allerdings müßte es jetzt mit dem Typenentscheid schnell gehen... weiter möchte ich nicht denken...
Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung
Der Nachfolger soll schon 2033 schrittweise kommen, zuvor gibt es natürlich Lieferzeiten, ein Kaufvertrag muss unterzeichnet werden, man braucht ein Budgetgesetz und natürlich ein Budget überhaupt, man wird wohl nicht mit heruntergelassenen Hosen verhandeln….alps_spirit hat geschrieben: ↑Mi 1. Apr 2026, 21:15 Steh ich jetzt auf der Leitung?
EF T1 geht bis ca. 2035, dann werden die ersten (Teil)- Zahlungen wohl erst entsprechend später und nicht die Budgets dieses Jahrzehntes belasten.
Allerdings müßte es jetzt mit dem Typenentscheid schnell gehen... weiter möchte ich nicht denken...
Falls es noch dazu kommt, nur an 36 Stück glaube ich überhaupt nicht mehr.
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alps_spirit
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Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung
Ok, dann wären - wenn es so läuft wie beim T1 - die ersten Halbjahresraten 2034 fällig. Wie hoch die vorherige Kosten (zB Adaptierung Flugplatz, Ausbildung Personal, etc.) wären, hängt vom Typenentscheid ab.
Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung
Es wird nichts kommen, gewöhnt Euch daran. Am Ende haben wir 12 M346 in Vollausstattung ohne Bewaffnung (da zu teuer) und zehn abgerockte, geleaste schwedische JAS-39 C und zwei noch mehr abgeflogene JAS-39D, die außer für Schulungsflüge nur zu Feiertagen aus dem Hangar gerollt werden.
Das blöde daran ist nur, dass vom Life-Cycle bis Anfang 2030er nix mit einer brauchbaren Restnutzungsdauer verfügbar sein wird. Andererseits waren die österr. Draken ja auch schon seit über zehn Jahren abgestellt, bloß hatten die noch Nutzungsdauer auf den Zellen übrig, was man wahrscheinlich von irgendwelchen Gripen nicht wird sagen können.
Das blöde daran ist nur, dass vom Life-Cycle bis Anfang 2030er nix mit einer brauchbaren Restnutzungsdauer verfügbar sein wird. Andererseits waren die österr. Draken ja auch schon seit über zehn Jahren abgestellt, bloß hatten die noch Nutzungsdauer auf den Zellen übrig, was man wahrscheinlich von irgendwelchen Gripen nicht wird sagen können.
