Danke Maro für diese Informationen, dachte mir auch, dass das nicht ein und das selbe sein kann. Kommen die 24 Starteinrichtungen zu den 24 Oerlikon GDF009 TREO hinzu oder ist nur die Zahl ident.
In diesem Bericht steht auch aktive und passive Radargeräte bzw. Überwachung. Werden auch passive Radargetäte für das ÖBH beschafft?
Entwicklungen Fliegerabwehr
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theoderich
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Re: Entwicklungen Fliegerabwehr
Direktion IKT&Cyber Leistungsbericht 2025theoderich hat geschrieben: ↑Fr 2. Jan 2026, 07:16Bundesheer 2025: Positive Entwicklung auf allen Ebenen
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS ... len-ebenenWeitere Großvorhaben waren [...] das Aufklärungs- und Zielzuweisungsradar (140 Millionen Euro)
S. 40 hat geschrieben:Routinemäßig erarbeiten wir Planungsdokumente als Grundlage für die nachfolgende, meist mehrjährige Realisierung der Fähigkeiten.
2025 waren dies (federführend oder mitwirkend) die Erstellung der Planungsgrundlagen für u.a. Raketenartilleriebatterie, bodengebundene Luftabwehr, Schützen- und Radpanzerflotte, Gefechtsstandsystem großer Verband, Joint Fire Support, ortsfeste und verlegbare Einsatzrechenzentren, EloKa-Zug- und -Kompanie.
https://bibisdata.bmlv.gv.at/215072.pdfS. 82 hat geschrieben:Military Air Surveillance and Acquisition Radar System Short Range Radar (MARS SRR)
Das MARS SRR wird als Teilsystem der Nachfolge des Aufklärungs – und Zielzuweisungsradarsysteme (AZR) beschafft. Das MARS SRR-System wird in 2 Varianten eingeführt werden.
Die Variante 1 ist ein System, das mit einem Wechselaufbau auf einem „PickUp“-Kfz montiert ist, um eine hohe Mobilität sicherzustellen. Es besteht die Möglichkeit das Radarsystem bis zu einer Fahrgeschwindigkeit von 60 km/h zu betreiben.
Die Variante 2 ist ein System, welches auf einem 3-Bein montiert wird und somit einen Einsatz im urbanen Raum z.B.: auf Flachdächern und dergleichen sehr flexibel ermöglicht.
Das Radarsystem besteht aus 4 hochmodernen starren Full-Active Electronically Scanned Array (AESA)-Radarantennen, welche gemeinsam eine volle Rundumsicht ermöglichen. Das System ist auf eine mittlere Reichweite ausgelegt, wobei Flugobjekte mit einem sehr kleinen Radarquerschnitt (z.B.: Micro Drohnen) bis in einer kurzen Entfernung detektiert werden können.
Da das MARS SRR ein Software Defined Radar ist, besteht die Möglichkeit das Radarsystem an diverse Einsatzanforderungen zeitnah anzupassen und kann daher auch als Multi-Mission-Radar eingesetzt werden.
Erstmals mit einer Grafik des "verlegbaren" SRR (davon kommen 8 Stk.) - sieht aber nicht nach einem ELM-2138M aus. Es ähnelt dem StormGuard ELM-2135, wenn auch mit einem viel kompakteren Design.

Optisch vergleichbar mit dem TMMR, das bei der Schweizer Luftwaffe eingeführt wird:
theoderich hat geschrieben: ↑Di 21. Okt 2025, 10:14
https://electronics.leonardo.com/en/pro ... sion-radar
Dazu gab es vor ca. zwei Jahren eine Aussage des Kommandanten des Radarbataillons in "Militär Aktuell":maro-airpower hat geschrieben: ↑Mo 30. Mär 2026, 17:37Die "Green Rock" gehören glaub ich nicht der Fliegerabwehr sondern gehen zum Radarbataillon.
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TESCH Stefan: Tiefflieger auf dem Schirm, in: Militär Aktuell, H 2 (2024), p. 32-36
p. 36 hat geschrieben:Doch beim Thema Drohnen reichen die bestehenden Systeme trotzdem nicht aus. Es sei aber etwas in der Pipeline, lässt der Bataillonskommandant durchklingen. Das Dilemma bei der Erkennung von kleinen Drohnen ist aber: "Man benötigt damit mehr Leistung am Radar, was wiederum zulasten der Reichweite geht", schildert Burgstaller. So wird es künftig auch ein Short Range Radar geben, das im Radius von circa 40 Kilometern einen Schirm um ein Schutzobjekt aufzieht. Burgstaller schätzt mit 2025 die ersten Prototypen zu testen und bis 2028 solche System implementiert zu haben.
Es scheint Überlegungen zu geben, solche Systeme via ESSI anzuschaffen. Aber nichts konkretes:
theoderich hat geschrieben: ↑Mi 2. Jul 2025, 09:00 Subgroup on Passive Surveillance Systems Meets in Prague to Boost European Air Defence
Die Typenbezeichnung lautet MATIS MP3.maro-airpower hat geschrieben: ↑Mo 30. Mär 2026, 17:37ich glaub das das neue bilddarstellende Visier, dass auch wir bekommen.
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MATIS LR

https://www.safran-group.com/fr/produit ... gue-portee
Re: Entwicklungen Fliegerabwehr
In der aktuellen Militär Aktuell steht, dass alle Mistral (3) zu den Landstreitkräften kommen sollen. 24 Lafetten und der Rest zu den Skyrangers. Das heißt also das die Landstreitkräfte Aufgaben von VShoRAD übernehmen (30mm Kanone und Mistral 3 samt Zielzuweisungsradar auf leichten Pickup und Standradargeräten).
Die Luftstreitkräfte/Fliegerabwehrbataillon verfügen dann über VShoRAD Rheinmetall/Oerlikon GDF009 TREO und MRAD und hoffentlich noch über LRAD. Sind hier dann keine Lenkwaffen für VShoRAD und ShoRAD angedacht?
Abwehrdrohnen, welcher Art auch immer, werden dann wahrscheinlich bei Land- und Luftstreitkräften eingeführt.
Stimmen meine Schlussfolgerungen?
Die Luftstreitkräfte/Fliegerabwehrbataillon verfügen dann über VShoRAD Rheinmetall/Oerlikon GDF009 TREO und MRAD und hoffentlich noch über LRAD. Sind hier dann keine Lenkwaffen für VShoRAD und ShoRAD angedacht?
Abwehrdrohnen, welcher Art auch immer, werden dann wahrscheinlich bei Land- und Luftstreitkräften eingeführt.
Stimmen meine Schlussfolgerungen?
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Re: Entwicklungen Fliegerabwehr
TESCH Stefan: Die Auferstehung der Fliegerabwehr, in: Militär Aktuell, H 1 (2026), p. 32-36Wolfgang hat geschrieben: ↑Di 31. Mär 2026, 16:55 In der aktuellen Militär Aktuell steht, dass alle Mistral (3) zu den Landstreitkräften kommen sollen. 24 Lafetten und der Rest zu den Skyrangers. Das heißt also das die Landstreitkräfte Aufgaben von VShoRAD übernehmen (30mm Kanone und Mistral 3 samt Zielzuweisungsradar auf leichten Pickup und Standradargeräten).
p. 36 hat geschrieben:Die von der Lafette startende Rakete Mistral 1 wird derzeit durch die zeitgemäße Mistral 3 ersetzt und schafft dann acht statt drei Kilometer Reichweite. Sie wandert aber künftig zu den Landstreitkräften und wird dort den Fliegerabwehrturm Skyranger des Pandur Evolution als Bewaffnung ergänzen.
Die bisherigen Mistral-Elemente im FlAB2 werden dann zu MRAD-Spezialisten.
Die Luftstreitkräfte sollen SHORAD und MRAD bekommen:
Zuletzt geändert von theoderich am Mi 1. Apr 2026, 13:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Entwicklungen Fliegerabwehr
Wie wir jetzt wissen ist es nicht schlau, weitreichende Fliegerabwehr und Radaranlagen nicht durch Nahbereichs-Abwehr schützen zu lassen. Alle Nahbereichs-Abwehr den Landsteitkräften zuzuordnen macht das schwieriger, oder?
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maro-airpower
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Re: Entwicklungen Fliegerabwehr
Habe den Artikel von Stefan gelesen. Dieser Satz entspricht aber nicht meinem bisherigen Kenntnisstand.Wolfgang hat geschrieben: ↑Di 31. Mär 2026, 16:55 In der aktuellen Militär Aktuell steht, dass alle Mistral (3) zu den Landstreitkräften kommen sollen. 24 Lafetten und der Rest zu den Skyrangers. Das heißt also das die Landstreitkräfte Aufgaben von VShoRAD übernehmen (30mm Kanone und Mistral 3 samt Zielzuweisungsradar auf leichten Pickup und Standradargeräten).
Die Luftstreitkräfte/Fliegerabwehrbataillon verfügen dann über VShoRAD Rheinmetall/Oerlikon GDF009 TREO und MRAD und hoffentlich noch über LRAD. Sind hier dann keine Lenkwaffen für VShoRAD und ShoRAD angedacht?
Abwehrdrohnen, welcher Art auch immer, werden dann wahrscheinlich bei Land- und Luftstreitkräften eingeführt.
Stimmen meine Schlussfolgerungen?
Wir haben im LV Bericht 2023 stehen....

..und im LV Bericht 24/25 steht

...und hier ein Teil einer Grafik aus dem Haus am Donaukanal...

Das ist mein Kenntnisstand.
Die 24 Mistral-Starter gehören und bleiben bei den Luftstreitkräften/Fliegerabwehrbaon(en) werden mit dem Skynex/Skyguard aus dem Container für die 35mm geführt. Der Skynex/Skyguard Container tauscht sein Luftlagebild mit der Goldhaube und den mobilen Kurz- und Mittelstreckenradargeräten des Radarbataillons über ein C2-Element.
Ist ja auch logisch so. Das Radarbataillon sorgt für das Luftlagebild und das Fliegerabwehrbataillon führt den Feuerkampf.
Und die Pandur Skyranger deto. Die gehören den Landstreitkräften und tauschen ihrerseits ihr Luftlagebild mit der Goldhaube-Luftlagebild und den Geräten des Radarbataillons über ein C2-Element.
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Re: Entwicklungen Fliegerabwehr
theoderich hat geschrieben: ↑Mi 4. Mär 2026, 13:20Zeichnet sich da schon ein grober Preisrahmen für die Beschaffung der Systeme mittlerer Reichweite ab?
Der LKW und die Abschusseinrichtungen sind verhältnismäßig günstig, das wirklich Teure sind aber die Lenkwaffen. Ich halte mich zurück, aber sagen wir so: Wir haben geistig da schon etwa zweieinhalb Milliarden Euro eingepreist. Das heißt aber nicht, dass wir das auch ausgeben müssen.
Wann soll denn über den Kauf entschieden werden?
Realistischerweise sollte die Typentscheidung heuer im Sommer fallen. Das ist aber auch vom künftigen Verteidigungsbudget abhängig.
Investitionen geplanttheoderich hat geschrieben: ↑Di 17. Mär 2026, 22:34
D.h. jetzt wird doch eine Ausschreibung durchgeführt. Vertragsunterzeichnung Ende 2026.
Bundesheer will Luftabwehr vom Boden aus stärken
https://www.krone.at/4096571Während die Debatte um den Luftraumschutz hierzulande häufig nur um neue Jets kreist, will das Heer um 1,8 Milliarden Euro in die bodengebundene Luftabwehr investieren. So wird seitens des Ministeriums eine „baldige Entscheidung zur Beschaffung moderner Mittelstrecken- und Kurzstrecken-Luftabwehrsysteme“ in Aussicht gestellt.
Bisher war immer von 2,5 Mrd. EUR die Rede. Schweiz: 1 Mrd. EUR für zwei Feuereinheiten IRIS-T SLM.


