Medienberichte 2026

Landesverteidigung, Einsätze & Übungen, Sicherheitspolitik, Organisation, ...
theoderich
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

Aufrüstung, Wehrdienst-Debatte und ein blinder Fleck bei der Landesverteidigung

https://www.derstandard.at/story/300000 ... rteidigung

„Da geht es um die Überlebensfähigkeit“: Milizverband drängt auf acht Monate Wehrdienst
Wenn es zu einem absoluten Ernstfall kommt, könnten Sie also unter Umständen einberufen werden. So sehe es das Gesetz vor, sagt Armin Richter, Präsident des Milizverbandes: „Die Verfassung besagt: Wenn wir militärische Landesverteidigung brauchen, sind alle männlichen Staatsbürger dafür zuständig, diese Aufgabe zu übernehmen.“ Die Zukunft des Heeres betreffe also nicht bloß 18-jährige Männer. „Der Grundwehrdienst ist eigentlich nur die Vorbereitung auf den eigentlichen Wehrdienst, der sich im Erwachsenenleben abspielt.“

Armin Richter ist hauptberuflich Unternehmer, im Zweitjob Milizoffizier, aber zuletzt entwickelte er sich immer mehr zum Rechtsexperten. Denn Richter war Teil der Kommission, die der Koalition dringend eine Verlängerung des Präsenzdienstes nahelegt. Um die Empfehlung zu argumentieren, muss er oft aus Gesetzestexten zitieren.

Im Ernstfall rückt die Miliz ein

Zum Beispiel eben aus der Verfassung: Dort ist festgeschrieben, dass das Heer nach „den Grundsätzen eines Milizsystems einzurichten“ ist. Es baut also auf Soldatinnen und Soldaten mit zivilem Job, die nur für bestimmte Anlässe einrücken. „Das heißt, dass nach einem Grundwehrdienst Wiederholungsübungen folgen, und wenn nötig eben auch ein Einsatzpräsenzdienst.“ Berufssoldaten seien unter anderem dafür da, um das Ausbildungssystem am Laufen zu halten und einen etwaigen Einsatz vorzubereiten. Im Notfall müsse die Miliz das Land verteidigen.

Allerdings übt nur ein sehr kleiner Teil der Milizsoldaten einen Einsatz – nämlich jene, die sich freiwillig dazu verpflichtet haben. Auch Führungsposten in der Miliz sind offen: 8000 Offiziere und Unteroffiziere werden dringend gesucht. Das Heer hat in seinem jährlichen Bericht aus all diesen Gründen festgehalten, dass man bei einem Angriff zwei Monate Übungszeit einplanen müsste.

„Damit das Erlernte nicht verlernt wird“

Nun zitiert Richter aus dem Regierungsprogramm: Dort hat sich die Koalition darauf verständigt, „die volle Einsatzbereitschaft des mobilgemachten Bundesheeres“ wiederherzustellen. Deswegen pocht Richter – wie die gesamte Kommission – auf die Wiedereinführung von verpflichtenden Milizübungen. Damit „das Erlernte nicht verlernt wird“, sollen erwachsene Männer immer wieder üben, was sie im Grundwehrdienst gelernt haben. Dann müsste man im Ernstfall keine zwei Monate abwarten. Außerdem, und der Punkt sei mindestens genauso wichtig: Neben der Übungspflicht sollte unbedingt die Verlängerung des Grundwehrdienstes kommen.

Denn die ersten sechs Monate, die jetzt schon bestehen, würden bloß für eine Basisausbildung reichen: Die Grundwehrdiener lernen dort im Idealfall, wie sie ein Gewehr oder anderes Gerät benutzen, wie sie sich selbst notverarzten können. „Da geht es um die Feldverwendungsfähigkeit und Überlebensfähigkeit. Alles andere wäre ja unverantwortlich aus Sicht des Staates, wenn es seine Bürger in den Einsatz schickt.“ Nach diesen sechs Monaten plädiert die Kommission für zwei weitere Monate Wehrdienst. „Nach einem halben Jahr ist der Einzelsoldat ausgebildet, aber dann geht es in die Truppenausbildung.“ Er soll also lernen, wie man sich in einer militärischen Formation bewegt, zusammenarbeitet und agiert. „Das Ziel ist, dass das österreichische Bundesheer alle Soldaten im Rahmen ihrer Kompanien und Bataillone so ausgebildet hat, dass wir binnen Tagen einsatzfähig sind“, sagt Richter. Weil die wöchentliche Ausbildungszeit im Vergleich zu früher geringer ist und die militärischen Systeme und Angriffsarten viel komplexer geworden sind, brauche es einen längeren Dienst.

Dass die Österreicherinnen und Österreicher in einer Volksbefragung über diesen Vorschlag entscheiden könnten, sieht die Wehrdienstkommission kritisch. Um das zu argumentieren, zitiert Richter noch einmal aus dem Gesetz. Laut Verfassung gelten für solche Befragungen zwei Bedingungen: dass sie grundsätzliche und gesamtösterreichische Bedeutung haben. „Dass die Wehrpflicht österreichweite Bedeutung hat, ist ja unstrittig. Aber ob die Fragestellung von grundsätzlicher Natur ist – das bezweifle ich.“ Die Entscheidung 2013 zwischen Wehrpflicht und Berufsheer sei jedenfalls grundsätzlich gewesen. Nun würde es aber um zwei Monate zusätzlichen Wehrdienst und 60 Übungstage gehen.

Besser wäre es, die Politik würde rasch aktiv werden, findet Richter. Jeden Monat, in dem sie keine Entscheidung fällt, verzögert auch die Verteidigungsfähigkeit der Gesellschaft. „Und ich glaube nicht, dass wir uns das leisten sollten. Wenn wir Pech haben, können wir uns das gar nicht leisten.“
https://www.sn.at/politik/innenpolitik/ ... art-636910

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So überwacht das Bundesheer den Luftraum vom Kolomansberg aus

https://www.sn.at/salzburg/chronik/so-u ... art-636700
iceman
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von iceman »

Frage:
Wie kommt man zu mehr Miliz Unteroffizieren und Offiziere, die Ausbildung dazu ist doch nicht verpflichtend, oder??
theoderich
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

theoderich
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

Trotz Aufrüstung
Kein Vertrauen in unsere Verteidigungsfähigkeit

https://www.krone.at/4056209


Neuer EU-Top-Job
Ein Jahr nach "Nein" zu Kickl: Nehammers neues Leben
Etwas mehr als ein Jahr ist seit seinem Rücktritt als Bundeskanzler vergangen. Karl Nehammer (nun mit Bart) sprach mit "Heute" über sein neues Leben.
Aufrüstung in Europa

"Man sieht, unter welchem Druck Demokratien heutzutage stehen. Es ist umso wertvoller, die liberale Demokratie, Menschenrechte und Freiheit zu verteidigen – notfalls mit der Waffe."

Debatte um Verlängerung der Wehrpflicht

"Ich finde es erst einmal gut, dass über die Wehrpflicht grundsätzlich diskutiert wird, weil damit die Sicherheitspolitik auch wieder breiter in die Öffentlichkeit kommt. Ich halte es auch für wichtig, dass die Regierung alle Schritte setzt, die Österreich sicherer machen. Das tut dem Land und der Demokratie gut."

Volksbefragung zur Klärung

"Das ist eine politische Entscheidung."
https://www.heute.at/s/ein-jahr-nach-ne ... -120164390
Zuletzt geändert von theoderich am Di 24. Feb 2026, 06:12, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

GUTEN MORGEN
Verheerend fürs Heer | Strategie zuerst

https://www.krone.at/4056909
Klar, dass man sich bei der "Krone" wünscht, dass sich die Politik jahrelang wegen eines im Endeffekt belanglosen Dokuments gegenseitig die Schädel einschlägt, statt ein echtes Problem zu lösen. Damit man anschließend das Heer attackieren kann, weil zur Erfüllung der Aufgaben aus diesem Dokument das Personal fehlt.
Zuletzt geändert von theoderich am Di 24. Feb 2026, 10:06, insgesamt 2-mal geändert.
theoderich
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

Marterbauer zu geplantem Doppelbudget

24.2.2026, 7.11 Uhr
Ö1 Morgenjournal
Felix Novak: "Im Regierungsprogramm sind recht viele Vorhaben ab dem Jahr 2027 unter Budgetvorbehalt. Das sind Wünsche von allen drei Parteien. Was davon wird sich denn in diesem kommenden Doppelbudget abbilden lassen und was wird einfach nicht kommen."

Markus Marterbauer: "Na ja, was sich umsetzen lässt, das wird Ergebnis der Budgetverhandlungen sein und die kann ich jetzt jedenfalls nicht vorwegnehmen. Aber wir sind natürlich weiterhin auf Sanierungskurs. Das heißt, wenn jemand die Vorstellung hat, es werden jetzt große Geldgeschenke verteilt, dann kann ich sagen: Das wird nicht der Fall sein.

Also wenn man die Lohnnebenkosten senken will, mehr Militärgerät ankaufen will, dann ist immer die Frage der Finanzierung gleichzeitig zu stellen. Das wird es alles nicht geben, wenn nicht die gleichen Minister und Ministerinnen Gegenfinanzierungsvorschläge - und zwar in vollem Ausmaß - vorlegen."
https://orf.at/av/audio/135308
theoderich
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

EU-Beistandspflicht: Meinl-Reisinger fordert Klärung

24.2.2026, 12.34 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

https://orf.at/av/audio/135367

https://bsky.app/profile/ralphjanik.com ... m72a7lh22c

https://bsky.app/profile/ralphjanik.com ... mf6s7el22c
Zuletzt geändert von theoderich am Mi 25. Feb 2026, 09:28, insgesamt 1-mal geändert.
theoderich
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

Zuletzt geändert von theoderich am Do 26. Feb 2026, 01:23, insgesamt 3-mal geändert.
theoderich
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

Wehrpflicht: NEOS bleibt bei Nein zu Volksbefragung

https://orf.at/stories/3421221/
theoderich
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

GUTEN MORGEN
Wehrdienst-Skepsis | 6 Monate reichen

https://www.krone.at/4057900
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