D: Mehrzweckkampfschiff 180

Wehrtechnik & Rüstung, Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik
theoderich
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Re: D: Mehrzweckkampfschiff 180

Beitrag von theoderich »

7,8 Milliarden Euro für mögliche F-126-Alternative
Das Bundesverteidigungsministerium kann in den kommenden Haushaltsjahren mit rund 7,8 Milliarden Euro gegebenenfalls die Beschaffung einer alternativen Plattform zur Fregatte 126 angehen. Das beschloss der Haushaltsausschuss in seiner Bereinigungssitzung zum Bundeshaushalt 2026 am Donnerstag. Die Koalitionsfraktionen hatten dazu Änderungsanträge zum Verteidigungsetat und dem Sondervermögen Bundeswehr vorgelegt, mit denen im Einzelplan und im Sondervermögen neue Titel aufgenommen wurden.

Eigentlich plant die Bundeswehr, Fregatten des Typs 126 zu beschaffen. Dafür gibt es auch entsprechende Haushaltsansätze. Allerdings gibt es in dem Beschaffungsprojekt erhebliche Verzögerungen.

Laut Koalitionsanträgen sollen für die mögliche Beschaffung der alternativen Plattform 2026 zunächst 724,7 Millionen Euro aus dem Sondervermögen fließen können, für 2027 sind zudem 878,2 Millionen Euro als Verpflichtungsermächtigung ausgebracht. Ab 2028 soll die Finanzierung dann aus dem Kernhaushalt erfolgen: Dafür sind insgesamt 6,2 Milliarden Euro als Verpflichtungsermächtigung im Haushaltsplan veranschlagt, die bis einschließlich 2033 verausgabt werden sollen.

Bevor die Mittel genutzt werden können, muss aber der Haushaltsausschuss eine in dem Sondervermögen ausgebrachte Sperre aufheben. Auch die bereits bestehenden Ansätze für die eigentliche Beschaffung der Fregatte 126 sind im Haushalt 2026 und im Sondervermögen qualifiziert gesperrt. Damit wird ein Beschluss des Haushaltsausschusses zum Bundeshaushalt 2025 fortgeschrieben.
https://www.bundestag.de/presse/hib/kur ... en-1126850
theoderich
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Re: D: Mehrzweckkampfschiff 180

Beitrag von theoderich »

BMVg will Vorvertrag für MEKO A-200 DEU mit TKMS schließen

https://www.hartpunkt.de/bmvg-will-vorv ... chliessen/
theoderich
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Re: D: Mehrzweckkampfschiff 180

Beitrag von theoderich »

Nur „Teilerfolge“ für F126 und MEKO-Fregatten
Laut hartpunkt vorliegenden Informationen konnten gestern im Bundestag in beiden Vorhaben jedoch nur „Teilerfolge“ erzielt werden.
Aufgrund von jahrelangen Verzögerungen und dem Verfehlen von Projekt-Meilenstein, die dem Hauptauftragnehmer Damen Schelde Naval Shipbuilding zur Last gelegt werden, strebt das Verteidigungsministerium seit letzten Jahr einen Wechsel des Generalauftragnehmers an, wobei NVL diese Rolle übernehmen soll. Die Verhandlungen dazu laufen dem Vernehmen noch bis April 2026.
Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat mit der gestrigen Billigung der 25-Mio-Vorlage die dafür notwendigen Haushaltsmittel freigegeben. Mit dem Abschluss des Vorvertrages soll sichergestellt werden, dass die erste MEKO-Fregatte im Dezember 2029 der Bundeswehr zuläuft. Neben TKMS als Hauptauftragnehmer sind auch mehrere Unterauftragnehmer im Vorvertrag erwähnt, wie es heißt. Darunter die Ostseestahl GmbH aus Stralsund, die RENK AG aus Augsburg, die Stahlbau Nord GmbH aus Bremerhaven sowie Noske-Kaeser aus Hamburg. Mit den Finanzmitteln soll sichergestellt werden, dass Fertigungsslots bei den beteiligten Firmen reserviert, Material und Langläufer-Teile bestellt und die Konstruktionspläne vorangetrieben werden.

Gut informierten Kreisen zufolge sind im Haushalt Mittel für bis zu acht MEKO A-200 als Alternative zu den sechs F126 eingeplant. Allerdings könnten diese acht Schiffe nur beauftragt werden, wenn das F126-Vorhaben beendet wird. Beobachter gehen allerdings davon aus, dass womöglich auch weniger MEKO-Fregatten als Brückenlösung bestellt werden könnten, sollte am F126-Projekt festgehalten werden es dabei aber zu weiteren Verzögerungen kommen.

Dem Vernehmen nach wollten die Haushälter der Regierungsfraktionen im Rahmen der gestrigen Sitzung neben der Billigung der 25-Mio-Vorlage für den MEKO-Vorvertrag auch einen Maßgabebeschluss einbringen und beschließen, der Beobachtern zufolge das Verteidigungsministerium deutlich stärker in Richtung MEKO-Beschaffung gedrängt hätte. Alleine die direkte Intervention des Verteidigungsministers – so wissen es gut unterrichtete Kreise gegenüber hartpunkt zu berichten – habe dazu geführt, dass der Maßgabebeschluss doch nicht eingebracht wurde.

Der Sachverhalt macht deutlich, dass das Verteidigungsministerium weiter an den Plänen für die Beschaffung der gegenüber der MEKO als leistungsfähiger geltenden Fregattenklasse 126 festhalten will. Schon zur Vorbereitung eines Vorvertrages musste das Ministerium mittels eines am 20. Dezember beschlossenen Maßgabebeschlusses gezwungen werden, hartpunkt berichtete.
Zumindest die Problematik mit der Übermittlung der Konstruktionsdaten könnte sich erübrigt haben. In einer gestern versendeten Mitteilung von NVL heißt es, dass die Werft mit Hochdruck daran arbeitet, das F126-Projekt in wenigen Wochen als Generalunternehmer zu übernehmen. Demnach ist es gelungen, „den Gordischen Knoten zu lösen“ und die Konstruktionsdaten der niederländischen Damen-Werft erfolgreich ins eigene System zu übertragen. „Damit haben wir die Schnittstelle zwischen Konstruktion und Fertigung geschlossen und gemeinsam mit Damen den Weg freigemacht für einen beschleunigten Hochlauf der Produktion in den Werfthallen“, schreibt das Unternehmen.

Ob es sich bei den angesprochenen Konstruktionsdaten um die finalen Bauzeichnungen handelt oder ob noch weitere Konstruktionsarbeiten notwendig sein werden, ist derzeit aber wohl noch nicht absehbar und muss durch NVL geprüft werden. „Wir haben in den zurückliegenden Wochen die Migration der Konstruktionsdaten in unser System geprüft und erfolgreich realisiert. Das war der kritischste Meilenstein und die wesentliche Voraussetzung, um die Fertigung hochzufahren. Derzeit werden Terrabyte an Daten übermittelt, die parallel auf Vollständigkeit und Richtigkeit hin überprüft werden“, erklärt NVL auf Nachfrage von hartpunkt.
https://www.hartpunkt.de/nur-teilerfolg ... fregatten/


Neue Ausbildungsboote für die Marine und mögliche Alternative zur Fregatte F126
Vorvertrag für Fregatte vom Typ MEKO A-200 DEU

Der Haushaltsausschuss billigte einen Vorvertrag zur Wahrung sogenannter „terminabsichernder Maßnahmen“ im Falle des Kaufs einer möglichen alternativen Plattform zum Projekt F126. Hintergrund ist: Der Bau von Fregatten der Klasse F126 durch eine niederländische Werft verzögert sich erheblich. Deshalb hatte ein deutscher Hersteller sein Produkt, Schiffe des Typs MEKO A-200 DEU, als Alternative präsentiert und eine Lieferung des ersten Schiffs bis Dezember 2029 in Aussicht gestellt. Bedingung sei jedoch der Abschluss eines Bauvertrags im Januar 2026. Um insbesondere Produktionskapazitäten reservieren zu können, wurde mit dem Hersteller ein Vorvertrag verhandelt. So könne der angekündigte Liefertermin, auch bei einem späteren Vertragsschluss, weiterhin zugesichert werden. Die Lieferung bis Ende 2029 dient der Bereitstellung hinreichend leistungsfähiger U-Boot-Jagd-Einheiten, wie sie auch die NATO fordert. Diese Lösung dient primär der Risikovorsorge.

Das Kürzel MEKO steht für Mehrzweck-Kombination. Mit dem praxiserprobten modularen Konzept lassen sich Patrouillenschiffe, Korvetten, Fregatten und kleine Zerstörer individuell konfigurieren. Schiffe der MEKO-Familie sind bei vielen Marinen weltweit im Einsatz.
https://www.bmvg.de/de/aktuelles/genehm ... 00-6061846
theoderich
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Re: D: Mehrzweckkampfschiff 180

Beitrag von theoderich »

Volles Tempo bei der Beschaffung: U-Boot-Jagd-Fregatten zukunftsfest gemacht
Konkret hat der Haushaltsausschuss des Bundestags einen Änderungsvertrag gebilligt, der die Zeitlinien für den Bau und die Lieferung von Fregatten des Typs MEKO (Mehrzweck-Kombination) A-200 Deutsche Version (DEU) durch die Beauftragung erster Maßnahmen bis zum 30. Juni 2026 im Vorfeld des noch zu schließenden Bauvertrags absichert. Dafür werden aus dem Sondervermögen Bundeswehr rund 240 Millionen Euro bereitgestellt.

Zum Hintergrund: Der Bau der Fregatten der Klasse F126 durch den niederländischen Generalunternehmer hat sich erheblich verzögert. Ein deutscher Hersteller hatte dazu mit MEKO A-200 DEU eine tragfähige Brückenlösung und Ergänzung präsentiert. Die aktuelle Billigung des Haushaltsausschusses dient dazu, Produktionskapazitäten für das Projekt MEKO A-200 DEU zu reservieren. Damit soll die Lieferung des ersten neuen Schiffes bis Ende des Jahres 2029 ermöglicht werden.
https://www.bmvg.de/de/aktuelles/u-boot ... st-6081186
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