Entwicklungen Fliegerabwehr

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muck
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Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Beitrag von muck »

Es würde mich nicht wundern, wenn man sich darauf bezieht. Nehammer hat es ja schon früher so gehalten.
Desantnik
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Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Beitrag von Desantnik »

Meiner Meinung nach macht der Exxpress viel Lärm um nichts.
Die deutschen “Patriot”-Raketen haben eine Reichweite von 68 Kilometern und könnten somit von slowakischem Staatsgebiet aus auch über weiten Teilen des Ostens Österreichs Kampfjets ins Ziel nehmen und vernichten.
Völliger Schwachsinn, man wird die Patriot-Batterie wohl eher so aufstellen, damit Bratislava und der umliegende Bereich abgedeckt wird und nicht damit die österreichische Grenzregion und ein Stück von Bratislava.

Es kann alles mögliche schon über der Slowakei abgefangen werden ehe es über Österreich abstürzt, muss aber nicht. Kann genauso vorkommen wie im Falle Kroatien, dass eine Drohne einfach drüberfliegt, weil die Patriot-Batterie aus welchen Gründen auch immer nicht reagiert. Genau dafür braucht man eine eigene Luftabwehr, aber so weit denkt wohl keiner in der Politik.
maro-airpower
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Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Beitrag von maro-airpower »

öbh hat geschrieben: Do 21. Jul 2022, 23:19 Die Leistungsdaten der NASAMS AMRAAM C7 liegt laut Deagel bei 33 km Reichweite und 15 km im Höhenbereich. Sind keine berauschenden Daten für heutige FlA-Systeme, die ER-Version soll etwa 25% darüber liegen. Etwa DIEHL mit der IRIS-T SLX liegt bei mehr als doppelter Reichweite u Höhenbereich. Ich finde für unsere bodengebundene FlA wäre mit modernisierter ZFlak 35mm samt Mistral für VSHORAD, IRIS-T SLS für SHORAD und IRIS-T SLX für mittlere Entfernungen eine gute Option.
Der Vergleich zwischen Systemen die im Dienst stehen und Systemen die bisher nur als Versuchsmuster existieren hinkt halt ein bisschen. Und auch die veröffentlichten Reichweiten-Angaben sind relativ wenig aussagekräftig.

Was ich vom DIEHL System gerne wissen würde ist wie flexibel - theoretisch - die Einrüstung anderer LFKs machbar ist.
Ich seh (auch in Zukunft) bei uns das prall gefüllte LFK Lager nicht....und das sourcing bei sofortigem Bedarf ist ein Thema..und da liegt NASAMS einfach weit vorne.
Die haben AMRAAM-ER schon im Test
https://www.janes.com/defence-news/news ... fire-tests

Weiters ein Thema ist der LFK Preis.

Ich weiß ehrlich nicht wie es Israel macht das der Tamir Interceptor (Irone Dome) basierend auf "Derby" LFK nur kolportierte $100-150k/ Stk kostet während eine IRIS-T um eine $Mio. und eine AMRAAM an die drei $Mio. kostet.
Für eine IRIST-T SLX und AMRAAM-ER rechne ich mal mit fünf $Mio. und lass mich überraschen....eine PAC-3 kommt auf ca. $8 Mio.

Ein am Papier hochleistungsfähiges System für das man in der Praxis kaum Munition hat ist alt auch nix wert....
muck
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Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Beitrag von muck »

maro-airpower hat geschrieben: Sa 30. Jul 2022, 09:47
Ich weiß ehrlich nicht wie es Israel macht das der Tamir Interceptor (Irone Dome) basierend auf "Derby" LFK nur kolportierte $100-150k/ Stk kostet während eine IRIS-T um eine $Mio. und eine AMRAAM an die drei $Mio. kostet.
Für eine IRIST-T SLX und AMRAAM-ER rechne ich mal mit fünf $Mio. und lass mich überraschen....eine PAC-3 kommt auf ca. $8 Mio.
Iron Dome wird von den Amerikanern mitfinanziert, aber die sonst genannten Preise sind nicht das, was ich im Internet finde. Immer zu bedenken ist natürlich, dass Herstellerstaaten generell draufzahlen (z.B. wegen der Entwicklungskosten), während Exportkunden oft Verbilligungen erhalten.

Die Luft-Luft-Variante der IRIS-T kostete 2020 Exportkunden €500.000, für die Variante SLM zahlte Ägypten rund €900.000. SLX wird so viel mehr nicht kosten. Die PAC-3-Rakete wurde Deutschland für €3 Mio. angeboten. Das war 2019, aber selbst mit der galoppierenden Inflation sind wir noch nicht bei $8 Mio. angelangt.
theoderich
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Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Beitrag von theoderich »

Neuer Generalstabschef Striedinger im Interview: „Rund um die Uhr fliegen können“

https://www.tt.com/artikel/30829199/neu ... en-koennen

Bild
https://www.facebook.com/wehrhaftesoest ... %2CO%2CP-R

Bild
https://twitter.com/JueSchlechter/statu ... 2152279041
Salzburger Nachrichten vom 19. August 2022 hat geschrieben:Neuer General ruft nach einer Raketenabwehr

Raketen und Drohnen bestimmen das Kriegsgeschehen in der Ukraine. Das gibt auch dem designierten Generalstabschef des Bundesheeres, Rudolf Striedinger, zu denken: Die derzeitige bodengebundene Luftabwehr Österreich sei "völlig unzureichend", sagt der Generalmajor im SN-Gespräch.

Da Österreich keine Grenze zu Russland habe, sei die Bedrohung durch Bodentruppen überschaubar. Gegen Luftschläge müsse sich Österreich aber neue, weiter reichende Waffensysteme überlegen. Ideal wäre in dieser Beziehung ein Vorgehen im europäischen Verbund, meint Striedinger, da eine solche Raketenabwehr überaus kostspielig sei. Ein europäischer Raketenabwehrschild sei zwar Zukunftsmusik, aber nicht ausgeschlossen.

Grundsätzlich meint Striedinger, dass das Bundesheer seine Kernaufgabe nicht in dem Ausmaß erfüllen könne, wie es wünschenswert wäre. Defizite ortet er in vier großen Bereichen: beim Schutz der Soldaten, bei den Waffensystemen und der Munition, bei der geschützten Mobilität und bei der Autarkie des Bundesheeres, was etwa die Energieversorgung betrifft. Einen weiteren Schwerpunkt will der künftige Generalstabschef bei der Miliz setzen, die er als ganz zentrales Element des Bundesheeres ansieht. Eine Rückkehr zu den verpflichtenden Milizübungen hält er zumindest vorerst für nicht notwendig.
propellix
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Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Beitrag von propellix »

Angesichts der aktuellen budgetären Herausforderungen (Preisdeckel Energie, Wirtschaftsabschwung durch Teuerung) sieht es eher nach weiteren Budgetkürzungen fürs ÖBH aus. Der Vorteil vom Generalstabschef ist nur, dass er nicht zurücktreten müsste, wenn seine Forderungen konterkariert werden. Entweder baut das ÖBH von sich aus 70% Prozent der Offiziere über Oberstleutnant ab und besetzt die Funktion mit entsprechend rangniedrigeren und schließt alle Kommanden außer den direkten Linienverantwortlichen und beseitigt jedwede Doppelgleisigkeit oder es wird nie mehr Investitionen geben.
chuckw
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Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Beitrag von chuckw »

propellix hat geschrieben: Sa 20. Aug 2022, 12:58 Angesichts der aktuellen budgetären Herausforderungen (Preisdeckel Energie, Wirtschaftsabschwung durch Teuerung) sieht es eher nach weiteren Budgetkürzungen fürs ÖBH aus.
Worauf bzw. auf welchen Infos fußt deine Argumentation?
Alles läßt sich durch Standhaftigkeit und feste Entschlossenheit erreichen. (Prinz Eugen v. Savoyen)
Berni88
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Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Beitrag von Berni88 »

Ich glaube auch das das eher das Wunschdenken des neuen Generalstabchefs ist, bzw. jetzt in der derzeitigen Situation (Ukrainekrieg) eine „Beruhigungspille“ fürs Wahlvolk ist.
Es ist ja vorerst nicht mehr als eine Ankündigung - und wie er selbst sagt, das Budget ist ja noch nicht beschlossen.

Wenn sich bald sehr viele das Heizen und den Strom nicht mehr leisten können, wer glaubt ihr ist dann noch für ein höheres Wehrbudget?
muck
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Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Beitrag von muck »

Berni88 hat geschrieben: Sa 20. Aug 2022, 18:37 Ich glaube auch das das eher das Wunschdenken des neuen Generalstabchefs ist, bzw. jetzt in der derzeitigen Situation (Ukrainekrieg) eine „Beruhigungspille“ fürs Wahlvolk ist.
Wenn ich mir die Kommentare in den diversen Zeitungen und den Sozialen Medien ansehe, gewinne ich eher den Eindruck, dass allenfalls die Wähler von NEOS und Teilen der ÖVP überhaupt eine "Beruhigungspille" brauchen. Die Mehrzahl der Menschen scheint jedoch zu glauben, dass sie dieser ganze Krieg nichts angeht, nichts mit ihnen zu tun hat, und allenfalls wer bisher schon mehr Geld für das Bundesheer forderte, sieht sich jetzt bestärkt.
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Doppeladler
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Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Beitrag von Doppeladler »

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