Medienberichte 2020

Landesverteidigung, Einsätze & Übungen, Sicherheitspolitik, Organisation, ...
iceman
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Re: Medienberichte 2020

Beitrag von iceman »

Es scheint ja auch niemanden im Land mehr zu stören, daß bewaffnete Soldaten die Quarantäne in Sölden überwacht haben.

Dr4ven
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Re: Medienberichte 2020

Beitrag von Dr4ven »

iceman hat geschrieben:
Mi 29. Apr 2020, 19:17
Es scheint ja auch niemanden im Land mehr zu stören, daß bewaffnete Soldaten die Quarantäne in Sölden überwacht haben.
Wenn man erst so richtig Angst hat, lässt man sich alles gefallen und vertraut der Führung.
Was bei uns passiert ist einfache Massenpsychologie aus dem Lehrbuch, dazu gehört auch das tägliche und pünktliche spielen eines gewissen Fendrich Songs vor Problembauten und auf öffentlichen Plätzen um 18 Uhr, sowie das 1000fache Wiederholen von Schlagwörtern und Gesten dazu (täglich 12mal vor der Kamera Mund-Nasenschutz sagen und zugleich dort hin greifen), sowohl auch das permanente in Spiel bringen der eigenen Familie, sodass man glaubt, der Typ der da in die Kamera grinst sei ein Kerl wie du und ich. Das kann man den ganzen Tag fortsetzen.

Fakt ist, dass die Regierung das macht, was die Umfragen sagen und nicht was ihnen Risikomanager raten.
Nicht umsonst werden weder die Regierungsberater, noch die ganzen Studien auf die sich der Kanzler dauernd bezieht, nicht öffentlich gemacht.
Und dazu gibt es 60 Angestellte nur für die Überwachung der Medien und im BMI eine ganze Abteilung für soziale Medien.

Und wenn jetzt in den sozialen Medien ein Aufruhr herrscht, weil Soldaten da oder dort stehen, werden die dann eben nicht mehr lange dort stehen. Deswegen gibt es auch die Umfragen zur Stimmungslage wegen dem Einsatz der Miliz/des Bundesheeres..

Das und Interventionen (oder sollte ich Angst vor milieubedingten Unmutsäusserungen sagen?) von gewissen Gruppen sind auch der Grund, dass man zu einem gewissen Datum jetzt die Massnahmen als erstes Land trotz steigenden Zahlen in ITA wieder lockerte und - auweh - einen dummen dummen "Fehler" auf der Webseite des Gesundheitsministeriums korrigierte, durch den das ganze Land glaubte, man dürfe keine Privatbesuche machen.

Wenn sich der mündige Bürger so dermassen vorführen lässt, hat er es verdient und a paar Soldaten vor der Botschaft sollten das geringste Problem sein - sie dürfen im Ernstfall eh nichts machen, ausser 133 wählen!

Jeder Bürger sollte sich mal darüber Gedanken machen, was er vor 3 Monaten noch nicht für möglich gehalten hat und was er jetzt als normal betrachtet und wie schnell sowas gehen kann.

Das Einzige was ich positiv mitnehme, ist die erhöhte Resilienz von vollen 3 Generationen Österreichern, die jetzt gerade alle zugleich konditioniert werden.

innsbronx
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Re: Medienberichte 2020

Beitrag von innsbronx »

Die Massenpsychologie funktioniert auch so: Zuerst haben alle Schiss und übererfüllen sämtliche rechtliche Vorgaben (was manchmal auch Sinn macht) inkl. Denunziationen (was leider sehr unschön ist). Nach einigen Tagen/Wochen kommt dann der Stimmungswandel und man war eh immer schon dagegen und Kritiker. So kommen dann auch absurde Debatten, wie jene um die Verwandtenbesuche heraus.

theoderich
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Re: Medienberichte 2020

Beitrag von theoderich »

Bundesheer testet knapp 4.000 neu einrückende Soldaten

https://orf.at//#/stories/3164099/

theoderich
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Re: Medienberichte 2020

Beitrag von theoderich »




"Miliz hat Nachholbedarf in Milliardenhöhe"
Die Presse: Bekommt das Bundesheer jetzt in der Coronakrise jene Anerkennung, die es sich seit Jahrzehnten gewünscht hat?

Robert Brieger: Es wird anerkannt, dass das Bundesheer einen ganz wichtigen Beitrag zur Krisenbewältigung leistet.

Die Krise hilft Ihnen?

Die Anerkennung der Leistungen des Bundesheers war von Seiten der Bevölkerung immer gegeben. Weniger anerkann wurde der finanzielle Bedarf, um die Ausrüstung zu erneuern und einsatzbereit zu erhalten.

Der frühere Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil will dem Heer sogar die Führungsrolle bei der Bewältigung der Krise zuteilen. Wollen Sie das?

Ich denke, dass die derzeitige Aufgabenverteilung durchaus vernünftig ist. Das staatliche Krisen- und Katastrophenschutzmanagement liegt beim Innenministerium, wir leisten Assistenzeinsätze. Denn die primäre Aufgabe der Streitkräfte ist die Landesverteidigung.

Eine führende Rolle des Heeres bei einem Inlandseinsatz würde vermutlich auch der Verfassung widersprechen?

Das müssten die Juristen bewerten. Ich stelle nur fest, dass dass ich keine Veranlassung sehe, die Federführung für das Verteidigungsressort einzufordern.

Am Montag wird erstmals die Miliz eingesetzt. Deren Rolle wird im Heer kontroversiell gesehen. Für die einen ist sie ein lästiges Anhängsel, für die anderen ist sie das eigentliche Bundesheer. Wo positionieren Sie sich da?

In der Mitte. Das Bundesheer besteht auch Aktiven und Milizanteil, daneben gibt es noch die Reserve. Tatsache ist, dass die Aufgaben des Bundesheeres im In- und Ausland ohne Milizanteil nicht darstellbar sind. Im Ausland geht der Anteil bei manchen Missionen bis zu 50 Prozent. Und im Inland haben alle präsenten Verbände sehr wohl einen Milizanteil. Die Miliz ist unverzichtbar.

Sie ist aber auch nicht das eigentliche Bundesheer?

Ich würde von dieser Diktion ein wenig abrücken, es gibt nur ein Bundesheer und das besteht aus beiden Komponenten, wir ergänzen uns gegenseitig. Es gibt auch keine Abstufung in der Wertigkeit.

Wie gut ist die Miliz ausgerüstet?

Da gibt es einen hohen Nachholbedarf, es ist dringend notwendig, Ressourcen zuzuführen.

Wie hoch ist der Nachholbedarf?

Die Miliz ist derzeit in zehn Verbänden strukturiert, davon sind nur drei mit Gerät so weit beweglich zu machen, dass man von einer gewissen Mobilität sprechen kann. Wir bemühen uns derzeit, den dringendsten Nachholbedarf mit einem Sonderfinanzierungspaket abzudecken. Die Vollausstattung würde mehrere Milliarden kosten, es ist klar, dass das nur in Schritten gehen kann.

Was heißt das in der Praxis? Hat jeder Milizsoldat ein Schutzausrüstung und ein Gewehr?

Es gibt für jeden Milizsoldaten einen Kampfhelm, ein Gewehr und eine ABC-Schutzmaske. Aber es gibt zu wenig Funkgeräte und Nachtsichttechnik und es gibt vor allem keine Fahrzeuge, sodass die Miliz weitgehend stationär und unbeweglich ist. Hier ist der größte Nachholbedarf.

Ist die Ausbildung ausreichend?

Natürlich bleiben auch hier Wünsche offen. Ich habe immer schon gesagt, dass es überlegenswert wäre, die verpflichtenden Milizübungen wieder einzuführen. Ich weiß aber, dass das derzeit politisch nicht auf der Agenda steht. Das ist nicht Teil des derzeitigen Regierungsprogrammes. Aus militärischer Sicht gibt es auch hier Luft nach oben. Wir müssen aber auch selbst etwas dazu beitragen, indem wir bei den freiwilligen Übungen die Qualität entsprechend ansetzen.

Vor einem Jahr haben Sie mittels einer Broschüre einen Hilfeschrei abgesetzt und gesagt, das Bundesheer wird beim derzeitigen Budgetpfad seinen verfassungsmäßigen Auftrag nicht mehr erfüllen können. Der Budgetpfad hat sich aber bisher nicht geändert. Steht das jetzt knapp bevor?

Es hat sich nicht viel geändert und auch die Frau Bundesminister hat mehrfach geäußert, dass die Broschüre und auch der Bericht ihres Amtsvorgängers Starlinger Grundlagen sind für weitere Überlegungen. Ich gehe davon aus, dass bei den Budgetverhandlungen insbesondere jene Bereiche, die neue Herausforderungen betreffen, wie etwa die Bewältigung von Cyberattacken oder einer Blackoutsituation bis hin zu terroristischen Bedrohungen, in den Mittelpunkt der Überlegungen gestellt werden. Aber zugegebenermaßen ist der Bedarf hoch und es kann nicht alles gleichzeitig erfüllt werden.

Das Bundesheer wünscht sich ein Budget von einem Prozent des BIP, was fast einer Verdoppelung entspricht. Jetzt stehen wir vor einer großen Wirtschaftskrise. Ist es realistisch, dass Sie das bekommen?

Ich glaube auch, dass in der Öffentlichkeit jetzt einmal die Bewältigung der gesundheitlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise im Mittelpunkt stehen wird. Aber als Militär muss ich darauf hinweisen, dass auch die Sicherheit ihren Preis hat.

Aber hat nicht anderes jetzt Priorität?

Es gibt sehr viele wichtige Politikfelder, vom Sozialen über die Gesundheit bis zur Umweltpolitik. Aber all diese Politikfelder können ja nur erfolgreich bewältigt werden, wenn man auch ein sicheres Umfeld hat. Daher ist es nicht zynisch, auch vor dem Hintergrund der Coronakrise Geldmittel einzufordern, denn gerade diese Krise hat ja gezeigt, wie schnell eine Eskalation in einem bestimmten Bereich erfolgen kann. Genauso wie eine Pandemie eintreten kann, können sich auch andere Bedrohungen, etwa Terrorszenarien, wieder verstärken.
https://www.diepresse.com/5808696/miliz ... iardenhohe




Erste Bewährungsprobe für das Milizsystem

https://www.derstandard.at/story/200011 ... ilizsystem


Umstrittener Einsatz
2300 Milizsoldaten rücken heute ein - doch warum erst jetzt?

https://www.kleinezeitung.at/politik/in ... e-ein-doch


Straß, St. MichaelMilizsoldaten rückten zum Corona-Einsatz ein

https://www.kleinezeitung.at/steiermark ... insatz-ein


Miliz rückt ein: "Wäre sauer gewesen, nicht einberufen worden zu sein“

https://kurier.at/politik/inland/mit-ma ... /400831913

souverän AT
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Re: Medienberichte 2020

Beitrag von souverän AT »

Budgetbeschluss bringt Sicherheit für Ressorts - Abänderungsantrag der Regierungsparteien für Covid 19 Übergangsbudget und Überschreitungsermächtigung
Vorliegender Budgetentwurf sichert mehr Geld für Polizei, Bundesheer, Justiz und Klimaschutz

Trotz der aktuell unsicheren Zeiten ist es wichtig, dass das vorliegende Budget beschlossen wird, weil damit die finanzielle Absicherung für viele wichtige Maßnahmen und Projekte der einzelnen Ressorts verbunden ist. Vorgesehen sind etwa zusätzliche Mittel für Polizei und Bundesheer, etwa im Bereich der Miliz und für die Anschaffung von Fahrzeugen

Das Bundesheer, die Polizei und die Justiz werden deutlich gestärkt und die Bereiche Klima, Gesundheit und Soziales erhalten mehr Budget. Gleichzeitig geben wir allen Ressorts mehr finanziellen Spielraum, um wichtige Projekte für Österreich umzusetzen.

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS ... erechenbar


theoderich
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Registriert: So 29. Apr 2018, 18:13

Re: Medienberichte 2020

Beitrag von theoderich »

Corona infiziert Post – Heer trägt Briefe und Pakete aus

https://www.derstandard.at/story/200011 ... pakete-aus




















iceman
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Re: Medienberichte 2020

Beitrag von iceman »

Unsere GWD müssen wirklich jeden Sch.... verrichten. Kein Mensch würde so hausen wollen, warum findet man keine Quartiere, wenn doch alle Beherbergungsbetriebe sowieso bis 29. Mai geschlossen haben müssen?

Dr4ven
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Re: Medienberichte 2020

Beitrag von Dr4ven »

Das sehe ich auch so, das Bundesheer hat bei einem an der Börse notierten Konzern nichts verloren, wie kommen die bitte dazu dort einen AssE aufzufahren? Auf welcher rechtlicher Basis?

Ein Freund von mir war vor ein paar Tagen in Hagenbrunn und ist mit dem PKW dort mal durchgefahren, weil er als Waffenhändler seine registrierungspflichtige Ware nicht bekommt und deswegen Anzeige erstatten musste - dort lagen bereits hunderttausende Pakete im Freien bei strömenden Regen vor Zugriff ungeschützt gestapelt. Unfassbar was da los ist!

Aber ich verstehe schon - 80 GWD sind billiger als die 80 afrikanischen Migranten, die selbst auch von ihren Leihfirmen abgezockt werden, weil sie von dem bisschen Einkommen abhängig sind und jetzt in Quarantäne festgesetzt wurden.

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