Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Flächenflugzeuge, Hubschrauber, Großgerät, Fliegerhorste, ...
Verweigerer
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Registriert: Do 3. Mai 2018, 13:03

Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Verweigerer »

Wie unter anderem auch in den Tiroler Nachrichten angekündigt, sucht man eine mittel- bis langfristige Lösung.
Leasing soll jetzt der Heilsbringer sein. Soso. Aha.
Klingt bzw. liest sich verdammt nach einem Arrangement mit Saab.
C/D mittelfristig (bis dahin noch 1 - 2 Jahre die EF ohne Nachrüstung, eh klar), danach vielleicht Umstieg auf E/F. Jo eh.
Wenn es nicht so traurig wäre. Just my 2 cents.

Maschin
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Registriert: Di 29. Mai 2018, 22:53

Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Maschin »

Der Vorteil was die SPÖVP beim Leasen sehen ist folgender. Leasing auf 5 Jahre und bei jeder Wahl kann man stolz sagen wir müssen neu evaluieren ob man die Flieger behalten oder nicht. Und man kann schneller das Licht abdrehen falls die Umfragewerte nicht passen.
Das werden wahrscheinlich 15 der 60 PR Berater vom Kurz auch so sehen.


theoderich
Beiträge: 7256
Registriert: So 29. Apr 2018, 18:13

Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich »






keine Nachbeschaffung der Saab 105 und weitere Maßnahmen der Luftraumüberwachung (2834/J) (Beantwortet am 9. September 2020)
1. An wie vielen Tagen waren in den Jahren 2016 bis 2019 jeweils die Eurofighter Typhoon für die Durchführung der Luftraumüberwachung eingesetzt?
  • Zu 1:

    Die aktive Luftraumüberwachung ist von einem Überschallflugzeug durchzuführen. Von 2016 bis 2019 war der „Eurofighter Typhoon“ 884 Tage im Einsatz eingesetzt.
2. An wie vielen Tagen waren in den Jahren 2016 bis 2019 jeweils die Saab 105 für die Durchführung der Luftraumüberwachung eingesetzt?
  • Zu 2:

    Ergänzt wird die Luftraumüberwachung durch weitere Luftfahrzeuge wie die „Saab 105 Ö“ und weiteren Flächenflugzeugen und Hubschraubern.
3. An wie vielen Tagen war in den Jahren 2016 bis 2019 kein Eurofighter einsatzbereit?
5. An wie vielen Tagen wurde in den Jahren 2016 bis 2019 die Saab 105 für die Luftraumüberwachung eingeteilt, obwohl die Eurofighter Typhoon einzusetzen gewesen wäre, die aufgrund technischer Unzulänglichkeiten jedoch nicht einsatzbereit war?
  • Zu 3 und 5:

    An keinen.
4. An wie vielen Tagen war in den Jahren 2016 bis 2019 keine Saab 105 einsatzbereit?
6. An wie vielen Tagen wurde in den Jahren 2016 bis 2019 der Eurofighter Typhoon für die Luftraumüberwachung eingeteilt, obwohl die Saab 105 einzusetzen gewesen wäre, die aufgrund technischer Unzulänglichkeiten jedoch nicht einsatzbereit war?
  • Zu 4 und 6:

    Da Luftfahrzeuge der Type „SAAB 105 Ö“ an zwei Tagen wegen Triebwerksproblemen nicht einsatzbereit waren, übernahmen Luftfahrzeuge der Type „Eurofighter Typhoon“ die Luftraumüberwachung. Darüber hinaus gab es an 44 Tagen eine Sperre der SAAB 105 Ö-Flotte wegen Bolzenproblemen; zehn Tage davon wurden stattdessen Luftfahrzeuge der Type „Eurofighter Typhoon“ eingesetzt.
7. Wie viele Eurofighter Typhoon Flugstunden wurden in den Jahren 2016 bis 2019 tatsächlich absolviert
  • Zu 7:

    Von 2016 bis 2019 haben die Luftfahrzeuge der Type „Eurofighter Typhoon“ insgesamt 4.762 Flugstunden absolviert.
8. Wie viele Eurofighter-Flugzeuge sind aktuell aufgrund der Entnahme von Ersatzteilen für andere Eurofighter nicht einsatzbereit?

9. Wie hoch ist hierfür der Kostenaufwand?
  • Zu 8 und 9:

    Derzeit ist ein Luftfahrzeug auf Grund der Entnahme von Ersatzteilen nicht einsetzbar. Für ein Luftfahrzeug, das nicht in Betrieb ist, entstehen keine Kosten.
10. Für welchen Zeitraum sind für den Weiterbetrieb der Eurofighter Ersatzteile vorhanden?
  • Zu 10:

    Da die Zeiträume des Weiterbetriebs der Flotte abhängig vom jeweiligen Ersatzteil unterschiedlich lang sind, kann zu dieser Frage keine Aussage getroffen werden.
11. Gab es seit dem Rechtsstreit mit Airbus Einschränkungen bzw. Verzögerungen bei der Ersatzteillieferung durch Airbus?
  • Zu 11:

    Einschränkungen bzw. Lieferverzögerungen gab es keine, jedoch führten überhöhte Preise bei Ersatzteilen in jüngster Zeit manchmal zu Verzögerungen bei Bestellungen.
12. Wie hoch ist der jährlichen Gesamtbetriebsaufwand für den Weiterbetrieb der Eurofighter?
  • Zu 12:

    Der Gesamtbetriebsaufwand beträgt rund 64 Mio. Euro pro Jahr.
    Der von der Ministerin angegebene "Gesamtbetriebsaufwand" für die 15 Eurofighter ändert sich auch Monat für Monat:
    • Luftraumüberwachung in Österreich (274/J) (Beantwortet am 4. Februar 2020)
      10. Wie viel kostet eine durchschnittliche Flugstunde einer Saab-Maschine?

      11. Wie viel kostet eine durchschnittliche Flugstunde eines Eurofighters?
      • Zu 10 und 11:

        Der jährliche Betriebsaufwand für das System SAAB 105 Ö beläuft sich auf rund 3,5 bis 4 Mio. Euro; für das System Eurofighter Typhoon liegt dieser bei 60 bis 65 Mio. Euro.
      https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XX ... ndex.shtml
    • vorsätzliche Gefährdung der Sicherheit Österreichs durch BM Tanner (3786/J-BR/2020) (Mündlich beantwortet am 15. Juli 2020)
      18. Wie hoch liegt der jährliche Gesamtbetriebsaufwand für den Eurofighter?
      • Zu 18:

        Der jährliche Betriebsaufwand für den Eurofighter liegt aktuell bei 80 bis 90 Millionen Euro im Jahresschnitt. Darunter fallen die Logistik, der Treibstoff und die Munition.
      viewtopic.php?p=13090#p13090
13. Was kostet 2020 eine Flugstunde für den Eurofighter?

14. Was kostet 2020 eine Flugstunde für die Saab 105?

15. Aus welchen Bereichen setzen sich diese Kostenangaben zusammen?
  • Zu 13 bis 15:

    Eine Flugstunde des „Eurofighter Typhoon“ kostet rund 56.000 Euro, eine Flugstunde der Type „SAAB 105 Ö“ rund 3.300 Euro. Diese Beträge ergeben sich aus den Kosten für Treibstoff, Ersatz- und Umlaufteile, Betriebsmittel, Instandsetzung und technische Unter-stützungsleistungen.
16. Sind die Kosten für eine Flugstunde Saab 105 vergleichbar mit modernen Advanced Jet Trainern?
  • Zu 16:

    Nein.
17. Wie lange sind ohne jegliche Aufrüstung die Eurofighter noch einsatztauglich?

18. Wir hoch wären die Kosten für die Aufrüstung zur Sicherstellung der Einsatzbereitschaft der Eurofighter für die nächsten 10 Jahre?
  • Zu 17 und 18:

    Die Luftfahrzeuge können in der bestehenden Konfiguration die nächsten zehn Jahre betrieben werden. Zur Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft werden zwischen 165 Mio. und 210 Mio. Euro an Kosten anfallen.
19. Wie wird dem Umstand, dass diese lediglich „tagflugtauglich“ sind und über kein Infrarotsystem zur Identifikation in der Nacht verfügen, entgegengewirkt?
  • Zu 19:

    Die Luftfahrzeuge der Type „Eurofighter Typhoon“ können entgegen der Annahme, sie seien lediglich „tagflugtauglich“, sehr wohl auch in der Nacht eingesetzt werden. Eine Identifikation fremder Luftfahrzeuge ist in der Nacht zwar erschwert, aber nicht unmöglich.
20. Ist wie in der neutralen Schweiz ein Betrieb der aktiven Komponente 7 Tage die Woche rund um die Uhr geplant?

21. Wenn nein, warum nicht?
  • Zu 20 und 21:

    Das Österreichische Bundesheer (ÖBH) stellt seit Jahren die Einsatzbereitschaft von Militärflugzeugen über zehn Stunden pro Tag sicher und wird diese auch weiterhin sicherstellen.
  • Zu 21:

    Für eine 7-tägige Einsatzbereitschaft rund um die Uhr wären insbesondere mehr Luftfahrzeuge und rund 35 bis 45 Piloten notwendig, die dem ÖBH nicht zur Verfügung stehen.
22. Werden „Trainersysteme“, wie von der Kunasek-Kommission angedacht, nachfolgen?

23. Wenn ja, welche?
  • Zu 22 und 23:

    Die Ausbildung der österreichischen Jetpiloten wird wie bisher mit Trainersystemen einer Luftwaffe eines anderen Staates sichergestellt. Das Trainersystem der „Saab 105 Ö“ wird durch Zukauf einer weiteren Ausbildungsphase kompensiert werden.
34. Wie soll eine lückenlose Luftraumüberwachung in Österreich ab 2021 sichergestellt werden?
  • Zu 34:

    Die aktive Luftraumüberwachung wird ab 2021 durch 15 Luftfahrzeuge der Type „Eurofighter Typhoon“ sichergestellt werden. Bei Luftraumsicherungsoperationen werden diese im Einsatz gegen langsame Ziele durch Luftfahrzeuge der Typen „PC-7“ und „Bell OH 58“ und anderen Flugzeugtypen ergänzt.
https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XX ... ndex.shtml

Alpine hat geschrieben:
Do 10. Sep 2020, 22:26
https://www.profil.at/oesterreich/gener ... mFD4BOux9g
Läuft unter den Ministern ein Wettbewerb? Erster täglicher Tagesordnungspunkt: "Steigere Dich im Dilettantismus-Ranking"?
Zuletzt geändert von theoderich am So 13. Sep 2020, 20:18, insgesamt 4-mal geändert.

muck
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Registriert: Do 9. Jul 2020, 05:10

Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von muck »

Ohne Worte.

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Doppeladler
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Doppeladler »

Ich habe erst gestern mit eigenen Ohren gehört, wie Tanner wiederholt hat, dass der Generalstab empfohlen hat, mit Indonesien zu sprechen. Sie meinte allerdings auch, dass sie die Chancen für das Geschäft als gering einstuft.
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7L*WP
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von 7L*WP »

Amerherd äussert sich in der SRF-Sendung überraschend undiplomatisch über die Armee des Nachbarlandes. «Das österreichische Bundesheer ist in einem so schlechten Zustand, dass es gar nicht mehr richtig funktioniert. Das gilt auch für die Luftwaffe.» Darum sei es falsch, wenn man sich die österreichische Luftwaffe als Vorbild nehme.
Wenn die Schweizer Verteidigungsministerin einmal so ungeschminkt die Wahrheit sagt, dann sollten in Wien eigentlich die Alarmglocken läuten!
Zum Glück ist die Insel der Seligen, im Gegensatz zur Schweiz, nur von "Freunden" umgeben!

7L*WP
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von 7L*WP »

Doppeladler hat geschrieben:
Sa 12. Sep 2020, 14:30
Ich habe erst gestern mit eigenen Ohren gehört, wie Tanner wiederholt hat, dass der Generalstab empfohlen hat, mit Indonesien zu sprechen.
Vielleicht verwechselt sie auch nur Generalstab mit Generalsekretär?? *gg*

öbh
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von öbh »

Sehr treffend der SRF-Bericht über unser Bundesheer und speziell die Luftstreitkräfte. Dieser Bericht sollte im ORF, in jeder heimischen Zeitung präsentiert sowie allen Politiker im Parlament ans Hirn gepickt werden!!! Ist doch gut, wenn bereits die Verteidigungsministerin unseres Nachbarlandes Stellung über unser marodes Bundesheer sowie der Unfähigkeit zur Verteidigung des Luftraumes Österreichs Stellung nimmt!

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