Pandur EVO

Fahrzeuge, Waffen, Wasserfahrzeuge, Ausrüstung und Uniformen
theoderich
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Re: Pandur EVO

Beitrag von theoderich »

Boliden fürs Grobe (11. März 2020)
Eine richtungsweisende Phase durchläuft gerade der in Wien-Simmering ansässige Standort des Rüstungskonzerns General Dynamics European Land Systems, kurz GDELS. Die fünf Buchstaben mit Headquarter in Spanien sind die Europa-Niederlassung des US-Konzerns General Dynamics (29 Milliarden Euro Umsatz).

Das Werk in Wien, die ehemaligen „Saurerwerke“, später Steyr Daimler Puch (Haflinger, Pinzgauer, Schützenpanzer Saurer, Jagdpanzer Kürassier), ging 2003 an General Dynamics. Geblieben ist in Wien die Produktion des Kettenschützenpanzers Ulan für den Heimmarkt sowie jene des Radpanzers Pandur. Letzteres Modell ist in Österreich seit 1996 im Einsatz, ebenso verwenden ihn die Armeen Sloweniens, Belgiens, Portugals, Tschechiens. Wien ist im Konzern das Pandur-Kompetenzzentrum und baut daher auch die neueste Pandur-Variante namens „Evolution“. Aber: „Derzeit arbeiten wir daran, neue Aufträge zu bekommen“, sagt GDELS-Österreich-Geschäftsführer Martin Reischer. Und die wären essenziell, um den Standort Wien – aktuell 65 Millionen Euro Jahresumsatz bei 150 Mitarbeitern – im Konzern zu rechtfertigen.

„Der Einkauf einer wesentlichen Stückzahl von Pandur-Fahrzeugen durch das Bundesheer stellt das Fundament für zukünftige Geschäfte auf internationalen Märkten dar“, fügt Reischer hinzu. Daher hofft man auf das Abrufen der vertraglich festgehaltenen Option von 62 weiteren Fahrzeugen durch das Bundesheer. 34 Pandur „Evo“ wurden in den vergangenen Jahren fix geordert und sind teilweise ausgeliefert. Bis März soll es sich entscheiden, ob die Order mit rund 120 Millionen Euro Volumen eintrudelt.
https://www.gewinn.com/management-karri ... ers-grobe/

Mein Optimismus, dass es diesen Optionsabruf tatsächlich geben wird, hält sich in Grenzen. Nicht mit diesem Hungerbudget. Auch wenn es für einige Verbände dringend notwendig wäre.

iceman
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Re: Pandur EVO

Beitrag von iceman »

Haben die bereits gelieferten 34 Pandur Evo nicht über 100 Mio gekostet? Deshalb kommen mir die 120 Mio. wenig für 68 Stück vor.

theoderich
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Re: Pandur EVO

Beitrag von theoderich »

Der Preis für die 34 Fahrzeuge, Waffenstationen und sonstige Subsysteme, lag bei ca. 80 Mio. EUR. Mit allen sonstigen Leistungen bei 105 Mio. EUR.

120 Mio. EUR für 62 Radpanzer scheint mir aber auch relativ wenig zu sein. Womöglich ist das der Preis für die "nackten" Fahrzeuge, ohne Waffenstationen, Rundumsichtsystem, ETCs, Systemintegration und dazugehörigen Ersatzteilpaketen.

Robos
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Re: Pandur EVO

Beitrag von Robos »

theoderich hat geschrieben:
Di 24. Mär 2020, 23:40
Der Preis für die 34 Fahrzeuge, Waffenstationen und sonstige Subsysteme, lag bei ca. 80 Mio. EUR. Mit allen sonstigen Leistungen bei 105 Mio. EUR.

120 Mio. EUR für 62 Radpanzer scheint mir aber auch relativ wenig zu sein. Womöglich ist das der Preis für die "nackten" Fahrzeuge, ohne Waffenstationen, Rundumsichtsystem, ETCs, Systemintegration und dazugehörigen Ersatzteilpaketen.
Nicht womöglich, sondern ganz sicher sogar! Der Preis betrifft sicher nur den Anteil GDELS und das Konjunkturpaket könnte dabei schon wesentlich helfen!

Verweigerer
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Re: Pandur EVO

Beitrag von Verweigerer »

Der Preis verwundert nicht. Vielmehr wird ja hinter vorgehaltener Hand gemunkelt, Doskozil habe dazumal zu teuer eingekauft. Nicht weil man ihn über‘s Ohr gehauen hätte sondern vielmehr mal wieder die rote Partei bei einem Rüstungsgeschäft hat zuschlagen können. Mehrere unabhängige Medien und Plattformen berichteten.

Bei dem jetzt kolportierten Preis und dieser Stückzahl MUSS man eigentlich zustimmen! Wer auch immer da schon wieder schläft, der Tanner wird‘s nicht von alleine einfallen wenn es ihr keiner „steckt“. Medial verkaufen ließe es sich allemal.

Robos
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Re: Pandur EVO

Beitrag von Robos »

Verweigerer hat geschrieben:
Mi 25. Mär 2020, 20:33
Der Preis verwundert nicht. Vielmehr wird ja hinter vorgehaltener Hand gemunkelt, Doskozil habe dazumal zu teuer eingekauft. Nicht weil man ihn über‘s Ohr gehauen hätte sondern vielmehr mal wieder die rote Partei bei einem Rüstungsgeschäft hat zuschlagen können. Mehrere unabhängige Medien und Plattformen berichteten.

Bei dem jetzt kolportierten Preis und dieser Stückzahl MUSS man eigentlich zustimmen! Wer auch immer da schon wieder schläft, der Tanner wird‘s nicht von alleine einfallen wenn es ihr keiner „steckt“. Medial verkaufen ließe es sich allemal.
Welcher Preis verwundert nicht, welcher Preis wäre vorher zu bezahlen gewesen und welcher Preis wäre angemessen gewesen ?

Verweigerer
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Re: Pandur EVO

Beitrag von Verweigerer »

Der jetzt kolportierte Preis in Relation zur Stückzahl kommt in etwa hin. Doskozil bezahlte für weniger ergo mehr, laut den ach so bösen Zungen. Von ungefähr wird’s nicht kommen...

Soll sich jeder selbst seinen Teil denken.

Ich hoffe zumindest dass die jetzige Option annähernd genutzt werden sollte.

theoderich
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Re: Pandur EVO

Beitrag von theoderich »

Verweigerer hat geschrieben:
Mi 25. Mär 2020, 20:33
Der Preis verwundert nicht. Vielmehr wird ja hinter vorgehaltener Hand gemunkelt, Doskozil habe dazumal zu teuer eingekauft. Nicht weil man ihn über‘s Ohr gehauen hätte sondern vielmehr mal wieder die rote Partei bei einem Rüstungsgeschäft hat zuschlagen können. Mehrere unabhängige Medien und Plattformen berichteten.
Absoluter Blödsinn.

chuckw
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Re: Pandur EVO

Beitrag von chuckw »

Die Differenz der Kosten pro Stück zwischen den 34 angekauften und der Option auf 62 liegt mAn hauptächlich an den eingepreisten Entwicklungskosten.
Alles läßt sich durch Standhaftigkeit und feste Entschlossenheit erreichen. (Prinz Eugen v. Savoyen)

Wolfgang
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Re: Pandur EVO

Beitrag von Wolfgang »

Das ist sogar sicher so, da die Entwicklungskosten auf die Optionen nicht gerechnet werden. Es ist ja auch so, dass die Optionen in Österreich auch nicht oft gelöst werden, leider.

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