Medienberichte 2020

Landesverteidigung, Einsätze & Übungen, Sicherheitspolitik, Organisation, ...
cliffhanger
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Re: Medienberichte 2020

Beitrag von cliffhanger »

Dr4ven hat geschrieben:
Mo 18. Mai 2020, 13:39
Das sehe ich auch so, das Bundesheer hat bei einem an der Börse notierten Konzern nichts verloren, wie kommen die bitte dazu dort einen AssE aufzufahren? Auf welcher rechtlicher Basis?
Das heisst den Schutz und die Bewachung von Kraftwerken als systemrelevante Infrastruktur braucht man auch nicht mehr gewährleisten oder üben.
Verbund, EVN, ect. sind ja auch AG´s. Die solln sich gefälligst selber darum kümmern.....

Glaube auch kaum das Soldaten die ein Speicherkraftwerk irgendwo in den Alpen bewachen , dann 4Sterne Superior residieren....

Alle wollen die Wirtschaft retten, aber die POST als System das für die Lieferung von Waren wichtig ist , würde man im Chaos versinken lassen ? Denkt hier noch wer mit ?????
Zuletzt geändert von cliffhanger am Mo 18. Mai 2020, 14:11, insgesamt 1-mal geändert.

cliffhanger
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Re: Medienberichte 2020

Beitrag von cliffhanger »

Dr4ven hat geschrieben:
Mo 18. Mai 2020, 13:39

- dort lagen bereits hunderttausende Pakete im Freien bei strömenden Regen vor Zugriff ungeschützt gestapelt. Unfassbar was da los ist!
Klingt nach absolutem Notfall - da darf das ÖBH natürlich nicht helfen ! Wäre ja noch schöner....

cliffhanger
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Re: Medienberichte 2020

Beitrag von cliffhanger »

theoderich hat geschrieben:
So 17. Mai 2020, 22:03


Oh der arme......

cliffhanger
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Re: Medienberichte 2020

Beitrag von cliffhanger »

iceman hat geschrieben:
Mo 18. Mai 2020, 12:02
Unsere GWD müssen wirklich jeden Sch.... verrichten. Kein Mensch würde so hausen wollen, warum findet man keine Quartiere, wenn doch alle Beherbergungsbetriebe sowieso bis 29. Mai geschlossen haben müssen?
Darf man aber Übungen auch keine mehr machen, da müssen sogar in Zelten übernachten......wie schrecklich.....

Dr4ven
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Re: Medienberichte 2020

Beitrag von Dr4ven »

cliffhanger hat geschrieben:
Mo 18. Mai 2020, 14:01
Dr4ven hat geschrieben:
Mo 18. Mai 2020, 13:39
Das sehe ich auch so, das Bundesheer hat bei einem an der Börse notierten Konzern nichts verloren, wie kommen die bitte dazu dort einen AssE aufzufahren? Auf welcher rechtlicher Basis?
Das heisst den Schutz und die Bewachung von Kraftwerken als systemrelevante Infrastruktur braucht man auch nicht mehr gewährleisten oder üben.
Verbund, EVN, ect. sind ja auch AG´s. Die solln sich gefälligst selber darum kümmern.....

Glaube auch kaum das Soldaten die ein Speicherkraftwerk irgendwo in den Alpen bewachen , dann 4Sterne Superior residieren....

Alle wollen die Wirtschaft retten, aber die POST als System das für die Lieferung von Waren wichtig ist , würde man im Chaos versinken lassen ? Denkt hier noch wer mit ?????
Die Post bewacht man auch nicht!!
Auf der Post verteilt man PAKETE, das ist eine Arbeit die jede am Markt operierende Leihfirma sofort übernehmen kann, denn die GWD wurden ja offensichtlich auch nicht eingeschult.

Deine Polemik kannst dir stecken.

Dass die jetzt auf a paar Feldbetten oder gammeligen Liegestühlen schlafen müssen ist mir dabei recht egal, das ist nunmal das Soldatenleben.
Es geht hier nur noch um die Kostenersparnis, denn die werden den GWDs sicher nicht den Leiharbeiter Lohn zahlen, ODER?

cliffhanger
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Re: Medienberichte 2020

Beitrag von cliffhanger »

Tatsache : Absolutes Chaos durch 100% infiziertes Personal.

Da geht es nicht mehr darum neue Leihabreiter zu finden und das der Kuchen von der Mizzitant rechtzeitig beim Karli ankommt, sondern darum , den Betrieb zu übernehmen und die Zustellung von bundesweit (teils dringend) benötigten Waren sicherzustellen.

Variante A: Bundesheer , sofort einsatzbereit , militärisch organisiert , was Infizierung betrifft eher auf der sicheren Seite , löst das Problem schnell und effektiv.

Variante B: Die nächste Leiharbeitsfirma vergrössert das Chaos.

Als Staat, der verantwortlich dafür ist , das das Gesamtsystem funktioniert , würde ich auch Variante A wählen. Das sich die PostAG dadurch Lohnkosten erspart kann ich verschmerzen , die müssen sich aufgrund der Situation eh schon in O.. eine genieren.

innsbronx
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Re: Medienberichte 2020

Beitrag von innsbronx »

Die Post ist bekannt dafür, dass sie mies bezahlt, deshalb finden sie auch in vielen Bundesländern keine Mitarbeiter. Schaut euch das einmal an: "Bezahlung mindestens € 1.490,- brutto/Monat (bei 37,5 Wochenstunden)" für einen Sortierer bei der Post! Aktuelles Angebot. Jetzt nehmen Sie Leiharbeitsfirmen her die noch mieser bezahlen. Die einzigen, die den Job dann machen, sind Flüchtlinge, die das Geld wahrscheinlich unbedingt brauchen. Reinste Ausbeutung.

Jetzt dürfen Soldaten dann für Kaltverpflegung und Gottes Lohn dort arbeiten.

Dr4ven
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Re: Medienberichte 2020

Beitrag von Dr4ven »

cliffhanger hat geschrieben:
Mo 18. Mai 2020, 14:32
Tatsache : Absolutes Chaos durch 100% infiziertes Personal.

Da geht es nicht mehr darum neue Leihabreiter zu finden und das der Kuchen von der Mizzitant rechtzeitig beim Karli ankommt, sondern darum , den Betrieb zu übernehmen und die Zustellung von bundesweit (teils dringend) benötigten Waren sicherzustellen.

Variante A: Bundesheer , sofort einsatzbereit , militärisch organisiert , was Infizierung betrifft eher auf der sicheren Seite , löst das Problem schnell und effektiv.

Variante B: Die nächste Leiharbeitsfirma vergrössert das Chaos.

Als Staat, der verantwortlich dafür ist , das das Gesamtsystem funktioniert , würde ich auch Variante A wählen. Das sich die PostAG dadurch Lohnkosten erspart kann ich verschmerzen , die müssen sich aufgrund der Situation eh schon in O.. eine genieren.
Das kann man argumentieren.
Nur ist das Problem hausgemacht und wurde ganz offensichtlich verschleppt.
Ich bleibe aber dabei, dass die Post das Problem selbst lösen sollte und hoffe, dass diese sanitären und sozialen Misstände für die Leiharbeiter auch beseitigt werden.

theoderich
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Re: Medienberichte 2020

Beitrag von theoderich »

Feldpost an der Covidfront

Am Wochenende mussten 270 Bundesheersoldaten für die Post zum Einsatz ausrücken. Dem Falter vorliegende Fotos zeigen: die Grundwehrdiener sind unter mangelhaften sanitären Bedingungen untergebracht. Wieso lässt eine Aktiengesellschaft das zu?

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Foto: FALTER

Der junge Mann nennt sich Florian Schuster, aber das ist nicht sein richtiger Name. “Schuster” ist Grundwehrdiener und absolviert derzeit einen speziellen Einsatz. Da in zwei Postverteilzentren der börsennotierten Österreichischen Post AG mehrere Fälle von Covid-19-Infektionen bekannt wurden, musste das Bundesheer zum Sortieren von Briefen und Paketen anrücken. Florian Schuster ist jetzt Schichtarbeiter in Uniform, verdient als Grundwehrdiener 340 Euro und schläft auf einem Klappbett in einer Garage.

“Es ist streng verboten, in militärischen Einrichtungen zu fotografieren und ich würde gerne auf eine Freiheitsstrafe verzichten, daher nenne ich meinen echten Namen nicht”, schreibt der Mann mit dem Pseudonym am Sonntag in einem Mail an den Falter.

Die mitgeschickten Fotos zeigen Klappbetten auf dem nackten Beton einer Halle, die über dicke Schläuche mit Warmluft von einem Dieselaggregat geheizt werden. ”Sanitäreinrichtungen befinden sich in verdreckten Containern. Für alle 250 Soldaten stehen 4 Duschen zur Verfügung”, schreibt der Grundwehrdiener. Das Wasser in den Duschen ist kalt.

Es sind Bilder, die man eher mit einem Auslandseinsatz des Bundesheeres in einem afrikanischen Krisengebiet assoziiert, nicht bei einer Unterstützungsleistung für einen Milliardenkonzern wie die Post im Jahr 2020. Es sind Bilder des kontrollierten Ausnahmezustandes, der sich Corona nennt.

“Natürlich ist das nicht optimal, aber wir schaffen täglich Verbesserungen. Es sind trotz allem menschenwürdige Bedingungen, wie sie Soldaten im Auslandseinsatz oft wochenlang erleben”, sagt Michael Bauer, Pressesprecher des Bundesheeres. Am Montag wurden zusätzliche Sanitärcontainer geliefert. “Normalerweise hätten wir die Soldaten in einem Hotel untergebracht, aber aufgrund der Corona-Verordnungen haben wir in so kurzer Zeit keines gefunden, dass 270 Leute unterbringen kann”, so Bauer. In der Korneuburger Dabsch-Kaserne war auch kein Platz, abgesehen von drei Hallen, die sonst als Garagen genutzt werden. Es musste schnell gehen.
Um den Betrieb weiter aufrecht halten zu können hat die Post beim Verteidigungsministerium das Bundesheer für eine Unterstützungsleistung angefordert. “Es gibt in Österreich keine andere Institution, die so schnell so viel in Logistik geschultes Personal bereitstellen kann”, erklärt Markus Leitgeb, Sprecher der Österreichischen Post AG. Die Post, die für den Einsatz aufkommen muss, ist vom Verteidigungsministerium als systemrelevant eingestuft worden. So, wies es auch zu Beginn der Corona-Pandemie bei großen Handelsunternehmen wie Rewe und Spar der Fall war. Auch dort hatte das Bundesheer die Lagerlogistik unterstützt, um volle Regale in den Supermärkten zu gewährleisten.

Nachdem auch Wirtschaftskammer und Gewerkschaft zugestimmt haben – diese prüfen, ob nicht auch private Dienstleister die Aufgabe übernehmen können – gab es am Freitag grünes Licht für den Einsatz. Nach einer Desinfektion durch die ABC-Einheit des Bundesheeres rückten die Soldaten am Sonntag in ihre Unterkünfte in den Heeresgaragen ein. Dort werden sie voraussichtlich die kommenden zwei Wochen untergebracht sein. So lange soll der Arbeitseinsatz nach derzeitigem Stand dauern. Es sei denn, die Post kann schon vorher ihren Standort in Hagenbrunn selbst wieder betreiben.

In dieser Zeit könnte man sich, wenn es nach Grundwehrdiener Florian Schuster geht, grundlegende Gedanken machen: “Ich möchte mit diesem Schreiben auf die Entlohnung der Grundwehrdiener aufmerksam machen, eine Entlohnung die weit weg von unserer Mindestsicherung ist. Und auf die Frage, ob die eine Wehrpflicht heutzutage überhaupt noch zeitgemäß ist.”

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Klappbetten auf dem nackten Beton (Foto: FALTER)

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Warmluft von einem Dieselaggregat als Heizung (Foto: FALTER)

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Foto: FALTER

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Sanitäreinrichtungen in Containern (Foto: FALTER)

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Sanitäreinrichtungen in Containern (Foto: FALTER)

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Sanitäreinrichtungen in Containern (Foto: FALTER)

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Sanitäreinrichtungen in Containern (Foto: FALTER)

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4 Duschen für 250 Soldaten. Mit kaltem Wasser (Foto: FALTER)
https://www.falter.at/zeitung/20200518/ ... covidfront










Zuletzt geändert von theoderich am Di 19. Mai 2020, 18:15, insgesamt 1-mal geändert.

Dr4ven
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Re: Medienberichte 2020

Beitrag von Dr4ven »

Dem Falter diese Fotos zu schicken war ein schwerer Fehler des GWD, der wird das sicher noch ordentlich bereuen.

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