Generalstab schlägt Alarm

Landesverteidigung, Einsätze & Übungen, Sicherheitspolitik, Organisation, ...
iceman
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Re: Generalstab schlägt Alarm

Beitrag von iceman »

Für die jetzige Regierung hat die innere Sicherheit einen höheren Stellenwert. Vielleicht sollte sich der Brieger damit abfinden, daß weder eine politische Partei, noch das Volk bereit ist, mehr für die Landesverteidigung auszugeben.
Wenn der Herr BP mehr Mittel fordert, ist das seine Aufgabe als Oberefehlshaber. Noch vor ein paar jahren als Grünen-Chef hat er sich für die Abschaffung der Wehrpflicht und die Reduktion des ÖBH auf eine UN-Brigade stark gemacht.

innsbronx
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Re: Generalstab schlägt Alarm

Beitrag von innsbronx »

Er mag das gefordert haben (ich weiß es nicht), aber ÖVP-SPÖ-FPÖ haben in den letzten 20 Jahren de facto darauf hingearbeitet. Das ist das Entscheidende. Insofern ist es auch kleinlich ausgerechnet auf den HBP hinzuhauen, der als erstes Staatsoberhaupt der jüngeren Vergangenheit entschieden auf den mangelhaften Zustanden des BH hingewiesen hat.

iceman
Beiträge: 891
Registriert: Do 17. Mai 2018, 21:05

Re: Generalstab schlägt Alarm

Beitrag von iceman »

Was bei der Diskussion untergeht ist die Mob-Stärke: 50.000 Mann inkl. Rekruten sind wahrscheinlich auch zu wenig.
Man stelle sich die geforderten Mittel bei 100.000 Mann vor....
Nur dazu wird es nicht kommen, denn dann müßte man die verbindlichen Truppenübungen wieder einführen und den Präsenzdienst verlängern.
Selbst zu meiner GWD-Zeit, 1996, war nie eine Übungsannahme die Verteidigung, sondern immer der Einsatz gegen subversiver Kräfte.

Miliz_Aktiv
Beiträge: 3
Registriert: Di 26. Mär 2019, 06:15

Re: Generalstab schlägt Alarm

Beitrag von Miliz_Aktiv »

Also eigentlich bin ich nur Mitleser
aber hier muss ich mir kurz einblenden
auch wir haben bereits 1994!!! als Übungsszenario subversive Kräfte "bekämpft"
Annahme war dass die vom Balkan her kommen würden Infolge der dortigen Konflikte

cliffhanger
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Registriert: Do 7. Jun 2018, 12:20

Re: Generalstab schlägt Alarm

Beitrag von cliffhanger »

Kann ich (Et98) nur bestätigen. Wir haben immer nur gegen div subversive Kräfte geübt. Von "der grossen Panzerschlacht im Osten" , aber auch von aufständischen Östereichern war nie die rede....

Acipenser
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Re: Generalstab schlägt Alarm

Beitrag von Acipenser »

Alle haben hier Recht: Während meines Präsenzdienstes durften wir keine Truppenzugehörigkeitsrelevante Abzeichen tragen, danach war ich beruflich in SLO als der Krieg ausbrach, später in KRO. Die Milizübungen alle 2-3 Jahre waren dann gezeichnet von der "Panzerschlacht" bei uns z.B. Luftlandeübung und ein anders mal eher Subversiver Abwehr. Die allgemeine Landesverteidigung war vor den Yugosl. Unruhen immer wieder geübt worden und konnten viele Erfahrungswerte gesammelt werden. Als dann die Neue Lage möglich erschien wurden verstärkt je nach Truppenteil auch diese verstärkt beübt um bis in die Stäbe auch Erfahrung zu erüben, damit haben alle Recht.

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Doppeladler
Beiträge: 353
Registriert: Di 24. Apr 2018, 12:51

Re: Generalstab schlägt Alarm

Beitrag von Doppeladler »

POSITIONSPAPIER SOLL WACHRÜTTELN

Der Generalstab des Österreichischen Bundesheeres hat in Abstimmung mit Verteidigungsminister Kunasek das Positionspapier „Effektive Landesverteidigung – ein Appell“ veröffentlicht.

Weiterlesen: http://www.doppeladler.com/da/oebh/posi ... hruetteln/
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iceman
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Registriert: Do 17. Mai 2018, 21:05

Re: Generalstab schlägt Alarm

Beitrag von iceman »

Kann sich noch jemand an die Broschüre von Minister Fasslabend erinnern?
Die wurde gleich an alle Haushalte verschickt, der Inhalt war natürlich ähnlich hinsichtlich Budgetnöte, allerdings wurde in der Broschüre gleich der Nato-Beitritt schmackhaft gemacht.

Maschin
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Registriert: Di 29. Mai 2018, 22:53

Re: Generalstab schlägt Alarm

Beitrag von Maschin »

iceman hat geschrieben:
Do 28. Mär 2019, 21:18
Kann sich noch jemand an die Broschüre von Minister Fasslabend erinnern?
Die wurde gleich an alle Haushalte verschickt, der Inhalt war natürlich ähnlich hinsichtlich Budgetnöte, allerdings wurde in der Broschüre gleich der Nato-Beitritt schmackhaft gemacht.
Ja denn NATO Beitritt wird man der Bevölkerung auch schmackhaft machen müssen!
Weil nur mit der Nacheile der Nachbarstaaten ist keine LRÜ garantiert. Da muss man schon fremde Flieger in Zeltweg stationieren müssen.

Wird auch lustig wenn ab 2022 die C-130 ausgemustert werden wie man alles im Transportbereich vorallem im Ausland abdeckt. Ich vermute da wird man bei der zukünftigen Multinationalen A400M Staffel in Lechfeld sich anschließen.

Für den Bereich Luft sehe ich in Zukunft nur mehr vl die Hubschrauber mit 12 S-70 u eine Staffel mit 12-18 AB 212 und vielleicht 12 neue Hubschrauber. Das wars dann auch schon.

Am Boden wird man sehr rasch die Leo2 und M-109 verkaufen und vielleicht einen Teil der Ulan modifizieren. Sowie das noch ein Fliegerhorst und 1/3 der Kasernen fallen werden.
Die Personalkosten werden rasch an die 90% heran kommen und zum üben kauft man billig paar 100 Schaufeln und man den ganzen Tag das Füllen von Sandsäcken beüben! Das ÖBH 2025!

theoderich
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Registriert: So 29. Apr 2018, 18:13

Re: Generalstab schlägt Alarm

Beitrag von theoderich »

Jahresbericht 2018
Das Ende der Lebensdauer der Saab 105 und der Alouette 3 steht in wenigen Jahren bevor. Die Nachfolgefrage ist noch nicht entschieden. Immerhin werden ca. 40% der aktiven LRÜ durch die Saab 105 wahrgenommen.

Eine besondere Problematik stellt der Kostenanstieg bei der Flugstundenproduktion des Eurofighter dar. Dies betrifft eine schleppende Ersatzteilversorgung und die mangelhafte Ausstattung für den Luftraumüberwachungsdienst.

Die passive LRÜ stützt sich auf 3 Radarstationen, 1 verlegbares Radar und 8 Tieffliegererfassungsradar ab. Mit dem Fliegerabwehrbataillon kann nur ein größeres Schutzobjekt gesichert werden.
Personal:

Der Mangel an Piloten, insbesondere bei der Alouette und der Saab 105, ist eklatant. Viele Piloten rüsten aufgrund attraktiver ziviler Jobangebote ab. Personelles Fehl besteht auch im Bereich Air-Traffic-Control und beim Radarpersonal. Verschärft wird die Personalsituation durch eine altersbedingte Pensionierungswelle von etwa einem Drittel des Personals in den nächsten fünf bis sechs Jahren.
Die Parlamentarische Bundesheerkommission stellt zur Miliz Folgendes fest:
  • Die Einsatzbereitschaft der selbständig strukturierten Miliz ist unter anderem wegen eines Personal-Fehls und fehlender Ausrüstung nur eingeschränkt möglich. Es fehlt der ausreichende Nachwuchs an UO, insbesondere bei den FachUO. Mängel bestehen bei der Ausstattung mit Heereskraftfahrzeugen, der Nachtsichtfähigkeit, den Verbindungsmitteln (Funk-Ausstattung), beim ABC-Selbstschutz und bei den Pistolen.
  • Um 10 JgB Miliz bis 2020 voll ausstatten zu können, ist eine zusätzliche budgetäre Bedeckung notwendig.
  • Milizsoldaten, welche während eines Präsenzdienstes einen Bezug von mehr als Euro 1.828,22 pro Monat haben, werden dahingehend „benachteiligt“, dass in deren Pensionskonten nicht der tatsächliche höhere Bezug verbucht wird.
  • Jene Arbeitnehmer, die nebenbei eine Milizfunktion ausüben, haben einen „Mehrwert“ für einen Arbeitgeber und sind damit auch für die Wirtschaft von Bedeutung.
https://www.parlament.gv.at/ZUSD/PDF/Bu ... __2018.pdf

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