Aus- und Weiterbildung.



mit dem Fallschirm erreicht man völlig lautlos das Dach eines Hauses. Jeder Spezialist absolviert 130 Fallschirmsprünge pro Jahr ! © GEK

Man hat den Eindruck, die Cobra wartet nicht auf einen Alarmeinsatz, sondern unterbricht das Training für ihre Einsätze.

Zum Eko Cobra können sich nur aktive Polizei- und Gendarmeriebeamte melden - d.h. alle Bewerber sind bereits ausgebildete Beamte.

Wie kommt man zur Cobra:
1. Bestandene Aufnahmeprüfung zum Dienst     als Exekutivbeamter.
2. Polizeischule (21 Monate).
3. Mind. zwei Jahre Dienst in einer
    Polizeiinspektion.
4. Freiwillige Meldung zur Cobra.
5. Auswahlverfahren.

Das dreitägige Auswahlverfahren besteht aus physischen und psychischen Tests, sowie aus einer Bewertung über den Umgang mit der Dienstwaffe.

Danach beginnt eine harte 6monatige Grundausbildung: Neben harter körperlicher Ausbildung auch Einsatztaktik, Scharfschießen, Nahkampf, psychologische Schulungen etc.
Für Frauen gelten in jeder Hinsicht die gleichen Limits. Bisher hat nur eine einzige Beamtin die Ausbildung erfolgreich abschließen können.

Im Anschluss an die Grundausbildung beginnen die Spezialausbildungen für Einsatzfahrer, (Eis-)Taucher, Fallschirmspringer, Alpinisten, Präzisionsschützen, Sprengstoff- und Technikexperten.
Durch die enge Kooperation mit heimischen Fluglinien ist es möglich, dass die Cobra einmal wöchentlich ein abgestelltes Flugzeug für Trainingszwecke nutzen kann.
 

die Taucher der Cobra trainieren auch das Tauchen unter einer Eisdecke. Sie werden gerne bei besonders anspruchsvollen Tauchgängen um Hilfe gebeten.
© BMI
  In der zumindest zweieinhalbjährigen Dienstzeit wird monatlich die Leistungsfähigkeit der Männer überprüft. Wer das hohe Niveau der Truppe zweimal hintereinander nicht halten kann, muss die Cobra wieder verlassen.
Die Verletzungsrate beim harten realitätsnahen Training ist relativ hoch.

Tandemabsprung aus 6000m Höhe. Mit dabei der Anti-Terror-Hund Danger le Bosseur. Hunde spielen beim Eko Cobra eine wichtige Rolle. Sie werden in erster Linie für den Zugriff verwendet - ihre feine Nase spielt eher eine untergeordnete Rolle.
Der Einsatz der Cobra
-Hunde unterliegt übrigens dem Waffengebrauchsgesetz
von 1969!

  Es wird gerne betont, dass die Cobra keine schießwütigen Rambos züchtet, die nur Befehle ausführen. Vielmehr will man selbständig denkende Beamte, die Konflikte auch auf dem Verhandlungsweg lösen können. Auf die "soft facts" - also die intellektuelle und emotionale Dimension - wird viel Wert gelegt.

hier fliegen schon mal Pflastersteine!
Zur Nahkampfaus-
bildung gehört das Erlernen von Kampf-
sportarten (Kick-
Boxen, Boxen, Ken-
Jitsu/AEK, ...) aber auch Vorgehens-
weisen gegen gewaltätige Demonstranten. Generell zieht man bei der Cobra einen gezielten Schlag einem gezielten Schuss vor.
mit dem Kopf vorraus das Bürogebäude hinunter. Durch diese Technik kann man unaufällig einen Blick in betroffene Stockwerke
richten. Mehr über Seiltechnik und Fassadenklettern auf der nächsten Seite.
© GEK
  
Bewaffnung und Ausrüstung.

zwei Cobra Beamte mit Innenministerin Prokop.
Links eine Heckler & Koch HK MP7 im Kaliber 4,6mm. Rechts ein Sturmgewehr
StG 77 von Steyr Mannlicher.
© BMI
  Die Cobra ist für ihre anspruchsvollen und gefährlichen Einsätze optimal gerüstet. Wie schon erwähnt bleibt ein großer Teil der Spezialausrüstung im Dunklen. Das betrifft vor allem Observationsmittel. Hier ein kurzer Überblick über die bekannten Aurüstungsgegenstände.
 



dieser Beamte ist mit einer Glock 17 Pistole und dem bewährten StG77 bewaffnet.

© GEK

Die Standardbewaffnung der Cobra Beamten stammt aus heimischer Produktion. Sie besteht aus einem 5,56 mm Sturmgewehr
StG 77 - Version A2 von Steyr Mannlicher, das vor allem wegen seiner Zuverlässigkeit und Zielgenauigkeit sehr geschätzt wird, und einer 9 mm Glock 17 Pistole. Die Scharfschützen benutzen in der Regel das bewährte 7,62 mm Scharfschützengewehr SSG 69 von Steyr.
Der Cobra steht im Bedarfsfall aber noch eine ganze Reihe anderer Waffen zur Verfügung.
Die gründliche Schießausbildung bereitet die Einsatzteams auch auf das Nahkampfschießen und den Einsatz von Waffen aus Fahrzeugen oder Hubschraubern vor.
Im Einsatz werden die Beamten durch einen flammhemmednen Overall, einer speziellen Schutzweste und einem Helm mit kugelsicheren Visier geschützt. Bei Bedarf werden zusätzlich kugelsichere Schilde verwendet.
Natürlich ist die Cobra auch mit modernsten digitalen und abhörsicheren Kommunikationsmitteln sowie Nachtsichtbrillen ausgestattet.

das 5,56 mm Sturmgewehr StG 77 (Steyr AUG) wird mit kurzen Lauf oder Schalldämpfer verwendet.
Neben dem standardmäßigen optischen Visier mit 1,5facher Vergrößerung werden auch Zielfernrohre von Svarovsky, Laserzieleinrichtungen (Bild), Halogenscheinwerfer (Bild) und Aimpoints verwendet.
© GEK

ein Cobra Scharfschütze mit dem SSG 69. Bei Bedarf wird anstelle des Zielfernrohres ein Nachtsichtzielgerät verwendet.
Die Cobra benutzt auch das leise SSG 69 SD mit Schalldämpfer und Kunststoffschaft.
© GEK

die Steyr TMP (taktische Maschinenpistole, 9mm) mit aufgesetzer Schulterstütze und Schalldämpfer. Die Waffe wird fast außschließlich mit Laserzieleinrichtung verwendet.

die kompakte Franchi Spas 12 ist ein Schrothalbautomat, der auf Pump-Action umgeschaltet werden kann. Die Scattergun ist mit Zielfernrohr und Zweibein ausgerüstet.
Daneben werden noch die Heckler & Koch M 512 und Remington 870 Schrotflinte verwendet.
© GEK

die Heckler & Koch Maschinenpistolen MP5.
Die Cobra verwendet die A3 Version, die schallgedämpfte SD Version (rechts mit Nachtsichtzielgerät), die K und KA1 (unten im Koffer)
.
9mm Pistole Glock 17 mit Magazin mit Sure-
Fire-Beleuchtung. Die Glock 19 ist eine kurze Version des Modells 17. Das Eko Cobra verwendet auch die Spezialversion Glock 18, die auf Dauerfeuer umgestellt werden kann! Dafür kann ein 30 Schuss Magazin verwendet werden.
die Heckler & Koch Mehrzweckpistole 1 im Kaliber 40mm. Mit der MZP 1 werden Sound&Flash und Tränengas Granaten verschossen. In der Mitte ist eine Übungsgranate abgebildet.

Der Beamte links trägt einen Titan-Helm US95 mit kugelischeren Visier und Tarnüberzug; eine kugelischere Weste und ein kugelsicheres Schild mit eingebauter Lampe. Die dicke Schutzweste ist relativ schwer - umso höher sind die wirklich akrobatischen Leistungen der Cobra-Männer zu bewerten!


links: die Schutzwesten des GEK wurden von der Cobra übernommen wurde. © GEK

rechts: auf diesen US95 Helm wurde mit verschiedenen Kalibern geschossen. Beachte die Kugel, die im Visier steckt!
© Tögel

Nachtsichtbrillen und abhörsichere digitale Funksprechgeräte. Beide Photos: © GEK
  
Transportmittel


mit dem Notfallfahrzeug auf Basis des Chevrolet Blazer erreicht man schnell das erste Stockwerk oder die Einstiegsluken eines Verkehrsflugzeugs.
© GEK


Das Einsatzkommando ist natürlich auch für "mobile Lagen" gerüstet. Ein großer Teil der Einsätze erfordert geeignete Fahrzeuge und natürlich auch fähige Fahrer. Beobachtet man die Cobra beim Fahrtechniktraining fühlt man sich sofort in einen James Bond Film versetzt. Die Fahrer trainieren sogar mit nationalen und internationalen Rally Größen wie Rudi Stohl oder Rauno Aaltonen.

Es ist mit durchwegs besten europäischen Fahrzeugen ausgerüstet - Audi A8, 5er und 7er BMWs, Mercedes S und E-Klasse usw.. Außerdem verfügt die Einheit über mehrere gepanzerte PKWs (oben ein gepanzerter Puch G der Firma Achleitner), Sanitätskraftwagen, LKWs, Motorräder einen ganzen Fuhrpark von unauffälligen PKWs und Lieferwagen.
Der Tauchergruppe steht ein Motorschlauch-
boot Bombard Explorer mit 90PS Außenbord-
motor zur Verfügung.

dieser gepanzerte Mercedes E wurde von der Nationalbank zur Verfügung gestellt. Er weisst die höchste Beschussklasse auf, die ein PKW erreichen kann. Erst auf dem zweiten Blick erkennt man, dass die Scheiben etwa 4 cm dick sind.
© Tögel

ein ausgebildeter Anti-
Terrorhund spring aus Hubschraubern und schnappt jeden Flüchtigen.
Flugzeuge: Auf dem Gelände der Cobra in Wr. Neustadt ist ein fix zugeteilter Hubschrauber vom Typ Ecureuil AS 355 N des Innenministeriums stationiert. Außerdem befindet sich dort auch eine Augusta-Bell 212 des Bundesheeres. Für Fallschirmeinsätze stehen Pilatus PC-7 vom nahegelegenen Zentrum Jagdkampf zur Verfügung. Mit den beim Bundesheer eingeführten S-70A-42 Black Hawk erreichen Einsatzgruppen weiter entfernte Ziele. Mit den C-130 Hercules Transportflugzeugen, die in der Luft betankt werden können, bekommt die Cobra theoretisch sogar eine globale Reichweite (etwa für eine Geiselbefreiung in Indonesien).
 
Wir bitten um Verständnis, dass wir keine Fragen zu Aufnahmebedingungen oder Bewerbungen beantworten. Ihre Fragen richten Sie bitte an:
Bundesministerium für Inneres - Abt. I/5 Öffentlichkeitsarbeit Bürgerdienst- und Auskunftsstelle; Herrengasse 7; A-1014 Wien
Telefon +43-(0)1-531 26 - 3100; infomaster@bmi.gv.at
      
 Seitenanfang


</Anzeige>