Schweiz: Bericht "Zukunft der Bodentruppen"

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theoderich
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Schweiz: Bericht "Zukunft der Bodentruppen"

Beitrag von theoderich » Do 16. Mai 2019, 22:56

Bundesrat fällt Richtungsentscheid für Modernisierung der Bodentruppen
Auf Antrag des VBS hat der Bundesrat beschlossen, die längerfristige Weiterentwicklung der Bodentruppen gemäss Option 2 zu verfolgen. Dabei gelten folgende Eckpunkte: Die Fähigkeiten sollen stärker auf das hybride Konfliktbild ausgerichtet werden, sowohl zur Unterstützung der zivilen Behörden als auch zur Verteidigung in einem bewaffneten Konflikt. Und bei der Ausrüstung ist eine stärkere Ausrichtung auf mobile, modular einsetzbare sowie einheitlicher ausgerüstete Einsatzverbände vorgesehen.
https://www.ar.admin.ch/content/ar-inte ... 75062.html
  • Der vorliegende Bericht soll darlegen, in welche Richtung sich die Bodentruppen entwickeln müssen, um für die künftigen Herausforderungen gerüstet zu sein. Sie sind ein Teil des Gesamtsystems Armee; deshalb muss ihre Weiterentwicklung im Zusammenhang mit den übrigen Teilen der Armee betrachtet werden. Den Rahmen bilden die gesetzlichen Grundlagen, die mit der Umsetzung der Weiterentwicklung der Armee (WEA)* am 1. Januar 2018 in Kraft getreten sind.
    Der vorliegende Bericht beschreibt, was die Bodentruppen können müssen, um vom Boden aus Wirkung am Boden zu erzielen.
    Für die Weiterentwicklung der Bodentruppen gibt es verschiedene Optionen

    Um die Weiterentwicklung der Bodentruppen kohärent zu planen, sind klare Vorstellungen über das zu erreichende Ziel notwendig. Dazu wurden drei Optionen ausgearbeitet, in welche Richtung sich die verschiedenen Kräftekategorien der Bodentruppen in der zweiten Hälfte der 2020er und in den frühen 2030er Jahren weiterentwickeln könnten.
    1. Die Fähigkeiten würden hauptsächlich auf einen bewaffneten Konflikt ausgelegt. Bei der Erneuerung der schweren Mittel würde eine klassische Duellfähigkeit angestrebt; die mittleren Kräfte wären besser geschützt. Insgesamt würden die Bodentruppen eher gegen konventionelle und weniger gegen nichtkonventionelle Gegner ausgerichtet. Für diese Option wären Investitionen in der Höhe von rund 10 Milliarden Franken notwendig.
    2. Die Fähigkeiten würden eher auf einen hybriden Konflikt ausgelegt. Schon in einer Phase von Spannungen könnten vor allem nichtkonventionelle Gegner wirksam bekämpft werden, um eine Eskalation der Lage zu verhindern. Die Verbände wären leichter und modularer, womit sich die Bodentruppen insgesamt besser auf das Einsatzumfeld ausrichten liessen. Die Umsetzung dieser Option würde Investitionen von circa 5,5–6 Milliarden Franken erfordern.
    3. Die Fähigkeiten würden analog zur Option 2 ausgelegt; zusätzlich würde die Durchhaltefähigkeit verbessert, indem der Sollbestand* von 100 000 auf 120 000 erhöht würde. Mit den zusätzlichen Truppen könnten Einsätze über längere Zeit durchgeführt oder die Schutzwirkung gesteigert werden. Je nach Ausrüstung dieser zusätzlichen Truppen würden sich die Investitionen auf 6–6,5 oder 8–9 Milliarden Franken belaufen.
    Bei allen Optionen wäre die Armee in der Lage, ihre Aufgaben in der Verteidigung*, bei der Unterstützung ziviler Behörden und in der Friedensförderung zu erfüllen. Option 3 bietet die meisten Vorteile, weil sie am besten auf das Umfeld und das moderne Konfliktbild ausgerichtet ist; der modulare Aufbau würde es erlauben, die eingesetzten Kräfte flexibel und der Lage angepasst einzusetzen. In dieser Hinsicht wäre auch Option 2 eine zukunftsgerichtete Lösung, wenngleich dabei auf eine Bestandeserhöhung verzichtet würde.
    Heute verfügen die Bodentruppen mit dem werterhaltenen Kampfpanzer 87 Leopard über ein Mittel, das auf eine Distanz von 2500 m im Direktschuss auf Sicht gegen sich bewegende Objekte wirken kann, aber nicht aus Strassenschluchten in höher gelegene Stockwerke. Geländeteile, wo Panzerverbände in Bataillonsstärke auf Maximaldistanz wirken können, gibt es in der Schweiz nur noch wenige. Mängel weist der Leopard bei einem Einsatz im überbauten Gelände auch deshalb auf, weil die Gefährdung eigener Kräfte in nächster Nähe aufgrund der hohen Schall- und Druckemissionen sehr hoch ist, bei einem Einsatz hohe Kollateralschäden in Kauf genommen werden müssen und eine vom Inneren des Fahrzeugs bedienbare Sekundärwaffenstation fehlt, die auch in der oberen Winkelgruppe wirken kann. Auch moderne aktive Schutzsysteme sind nicht vorhanden. Der Kampfpanzer 87 Leopard wird sein geplantes Nutzungsende zu Beginn der 2030er Jahre erreichen.

    Für den abgesessenen Kampf verfügen die mechanisierten Verbände über den Schützenpanzer 2000. Er hat eine 30-mm-Kanone, mit der panzerbrechende und Mehrzweckmunition verschossen werden kann. Im überbauten Gelände kann mit der 30-mm-Kanone im Unterschied zur 12-cm-Panzerkanone auch in die oberen Stockwerke geschossen werden. Zudem kann mit der Kanone auch gegen langsam und tief fliegende Luftfahrzeuge geschossen werden. Ohne werterhaltende Massnahmen wird der Schützenpanzer 2000 sein geplantes Nutzungsende spätestens Mitte der 2020er Jahre erreichen.

    Verschiedene Grosssysteme der Bodentruppen, allen voran die Radschützenpanzer und geschützten Mannschaftstransportfahrzeuge der Infanterie, verfügen über Waffenstationen mit dem 12,7-mm-Maschinengewehr 64/93. Damit kann unter anderem Spreng- und Panzersprengmunition verschossen werden, womit sich leicht gepanzerte Ziele bekämpfen lassen. Das 12,7-mm-Maschinengewehr ist das weitreichendste direkte Wirkmittel der Infanterie.

    Ab Beginn der 2020er Jahre sollen die Bodentruppen mit einer neuen schultergestützten Mehrzweckwaffe als Ersatz der Panzerfaust wieder fähig sein, gepanzerte Ziele ausserhalb von Fahrzeugen, im sogenannten abgesessenen Einsatz, auf mittlere Distanzen zu bekämpfen. Überdies wird die Fähigkeit aufgebaut, Gegner zu bekämpfen, die sich in Gebäuden oder hinter improvisierten Hindernissen verschanzt halten. Die schultergestützte Mehrzweckwaffe wird ab 2022 in drei verschiedenen Typen mit unterschiedlicher Einsatzdistanz (200 m, 600 m und 800 m) und unterschiedlicher Wirkung eingeführt. Der für die Beschaffung erforderliche Kredit wurde mit dem Rüstungsprogramm 2016 genehmigt. Umgekehrt wird aber bald die Fähigkeit verschwinden, gepanzerte Objekte jenseits von 800 m zu bekämpfen, nämlich dann, wenn der Panzerjäger 93 noch vor Mitte der 2020er Jahre ausser Dienst gestellt wird.
    Die Fähigkeit zur indirekten Feuerunterstützung auf kurze Distanz wird mit dem neuen 12-cm-Mörser 16 wiederaufgebaut. Dieser kann als Einzelgeschütz oder im Verbund mit mehreren Geschützen vor allem Flächenfeuer mit grosser Splitterwirkung schiessen. Aufgrund der steilen Flugbahn der Geschosse kann auch aus Strassenschluchten heraus und in Strassenengnisse geschossen werden. Allerdings ist es mit dem vorhandenen Feuerleitrechner Fargo nicht möglich, mit einzelnen Geschützen einer Batterie* gleichzeitig auf verschiedene Ziele zu schiessen, was die Wirksamkeit namentlich im überbauten Gebiet stark einschränkt. Für die Befähigung zur Feuerunterstützung auf sehr kurze Distanz verfügen die Infanterie- und Grenadierverbände über den 8,1-cm-Minenwerfer 72, der sein Nutzungsende Anfang der 2020er Jahre erreicht und mit dem Rüstungsprogramm 2019 ersetzt werden soll.

    Auf mittlere Distanzen sollen die eingesetzten Kräfte hauptsächlich aus dezentralen Stellungen mit präzisen indirekt wirkenden Mitteln unterstützt werden können. Dabei soll die Fähigkeit vorhanden sein, eindeutig identifizierte Ziele in der Grösse von Einzelfahrzeugen innert weniger Minuten möglichst punktgenau zu bekämpfen. Daneben sollen aber auch Flächenziele bekämpft werden können (z. B. Massierungen von gegnerischen Truppen, Waffensystemen oder Fahrzeugen). Heute setzen die Bodentruppen dazu die kampfwertgesteigerte und werterhaltene 15,5-cm-Panzerhaubitze M-109 ein. Mit der vorhandenen Munition können Flächenziele auf eine Distanz von rund 20 km bekämpft werden. Moderne Rohrartilleriesysteme erreichen Einsatzdistanzen von bis zu 50 km und Raketenartilleriesysteme der taktischen Stufe können sogar auf über 200 km wirken. Wird die eigene Artillerie aus solch grossen Distanzen beschossen, ist es nicht möglich, das gegnerische Feuer zu erwidern. Die Panzerhaubitze und mit ihr zusammenhängende Systeme erreichen ihr geplantes Nutzungsende 2025.
    12.3 Schutz und Mobilität

    Infolge der Unübersichtlichkeit und der Notwendigkeit zur raschen Schwergewichtsverlagerung gerade im überbauten Gelände müssen die Bodentruppen mobil sein, was Fahrzeuge und geeignete Verkehrsträger voraussetzt. Dies bedeutet einerseits, dass Hindernisse in allen Geländetypen zu überwinden und Verkehrsträger offenzuhalten sind. Andererseits sollen die eingesetzten Formationen fähig sein, sich in unterschiedlichem Gelände zu bewegen: über Barrikaden, Trümmer, Gräben oder durch Flüsse, Tunnel und Tiefgaragen. Minen und improvisierte Sprengsätze sollen unschädlich gemacht oder geräumt werden können. Zudem werden Fähigkeiten benötigt, um den Gefährdungsgrad von kontaminierten Gebieten zu messen. Grundsätzlich sind diese Fähigkeiten heute vorhanden, Einschränkungen bestehen in der Minenräumung und der Kampfmittelbeseitigung.

    Zumindest ein Teil der Fahrzeuge soll über eine Abwehrbewaffnung verfügen, um einem Angriff entgegentreten zu können. Einsatzfahrzeuge müssen – je nach Bedrohung und Umfeld – mit aktiven oder passiven Schutzsystemen ausgerüstet sein.17 Neben diversen gepanzerten Raupenfahrzeugen verfügen die Bodentruppen heute für geschützte Mobilität mit den Radschützenpanzern (Piranha I bis III) und den geschützten Mannschaftstransportfahrzeugen (GMTF) über eine grosse Zahl von Fahrzeugen für den splittergeschützten Personentransport. Die verschiedenen Versionen des Piranha erreichen ihr geplantes Nutzungsende zwischen 2023 und 2028. Die GMTF werden in den frühen 2030er Jahren ans Ende ihrer Nutzungsdauer gelangen.

    Die Luftmobilität soll ermöglichen, dass Verbände rasch und geländeunabhängig zu verlegen. Die Luftwaffe verfügt über eine Flotte von Transporthelikoptern und Flächenflugzeugen. Die Transporthelikopter Super Puma werden voraussichtlich im Jahr 2030 an ihr Nutzungsende gelangen, die Cougar 2038 und die leichten Transport- und Schulungshelikopter 2040. Mit der gegenwärtigen Helikopterflotte kann das Gros der alltäglichen Lufttransportbedürfnisse insbesondere im Inland abgedeckt werden. Eine Beschaffung von Grossraumhelikoptern, mit denen die Transportkapazitäten und das Einsatzspektrum erweitert werden könnten, hat der Bundesrat in Beantwortung eines Postulats Ende 2017 vorläufig abgelehnt, weil die dazu erforderlichen Finanzmittel in den nächsten Jahren für andere, dringendere Erneuerungen benötigt werden.

    Die eigenen Verbände müssen über die Fähigkeit verfügen, die Mobilität von Fahrzeugen und von Personen einzuschränken, sei dies mit (reversiblen) Hindernissen oder mit dauerhaften Zerstörungen. Namentlich bei Einsätzen im überbauten Gelände ist es schwierig, die Mobilität der gegnerischen Akteure einzuschränken, ohne auch die eigene Handlungsfreiheit und die Bewegungsmöglichkeiten der Zivilbevölkerung zu behindern. Eine irreversible Sperrung ist in den meisten Fällen wenig zweckmässig. Vielmehr geht es darum, die gegnerische Mobilität durch nicht permanente Massnahmen einzuschränken, beispielsweise mit reversiblen Hindernissen oder mit Mitteln der elektronischen Kriegführung. Mit der Ausserdienststellung von Sperrstellungen und der Liquidation der Panzerabwehrminen verfügt die Armee nur noch beschränkt über die Fähigkeit, einen konventionellen Gegner zu kanalisieren oder zu stoppen, um ihn in den Stauräumen mit Artilleriefeuer zerschlagen zu können. Durch improvisierte Hindernisse kann ein Gegner allenfalls verzögert werden, mittels Sprengmitteln und baulichen Massnahmen lassen sich Verkehrsträger unpassierbar machen. In den heutigen Einsatzunterstützungsformationen der Armee kommen Spezialfahrzeuge (u. a. Sappeur- und Minenräumpanzer) zum Einsatz, die auf dem Schützenpanzer M‑113 basieren. Dieser wird das Nutzungsende 2025 erreichen und gemäss Planung spätestens 2030 ausser Dienst gestellt sein. Wenn kein Ersatzsystem beschafft wird, entfällt die Fähigkeit der splittergeschützten Beweglichkeit der Einsatzunterstützungsverbände.
    16.1 Option 1

    Das Schwergewicht bei der Fähigkeitsentwicklung läge bei der Option 1 in der Fähigkeit zur Abwehr eines bewaffneten Angriffs herkömmlicher Art; daneben würde auch bei der Erfüllung von Schutzaufgaben im Falle erhöhter Spannungen ein sehr gutes Leistungsvermögen erreicht. Die Fähigkeit zur Unterstützung der zivilen Behörden im Bereich der Katastrophenhilfe bliebe gleich wie heute.

    [...]

    Erforderliche Beschaffungen

    Bei dieser Option ginge es darum, die Fähigkeiten der heutigen Armee und deren Ausrichtung auf Kampf- und Schutzaufgaben zu erhalten und durch Systemerneuerungen schrittweise zu modernisieren. Dazu würde die heutige Flotte der schweren Mittel durch eine grosse Anzahl neuer (gepanzerter, geschützter und ungeschützter) Fahrzeuge gleicher Art ersetzt (vor allem gepanzerte Raupenfahrzeuge). Die Fähigkeiten für die direkte Wirkung (Panzerabwehr im Direktschuss) und den abgesessenen Kampf würden dem aktuellen Technologieniveau entsprechend in einer ähnlichen Ausprägung wie heute erneuert.

    Im Bereich der geschützten Mobilität würden die heute (vor allem bei der Infanterie) vorhandenen geschützten und ungeschützten Mittel primär durch aktuelle Systeme an schweren und leichten geschützten Radfahrzeugen ersetzt. Mit einer Familie von Fahrzeugen, die auf möglichst wenig unterschiedlichen Grundtypen basierten, könnten bei den mittleren Kräften auch Waffenstationen mit grösserem Kaliber oder gar Panzerabwehrlenkwaffen eingeführt werden, mit denen zumindest eingeschränkt ein mobiler Kampf geführt werden könnte. Dadurch würden ihre Fähigkeiten im Vergleich zur heutigen Infanterie im ganzen Bedrohungsspektrum verbessert.

    Zudem würden bei den schweren Kräften und bei den Kampfunterstützungskräften die Mittel der Einsatz- und Führungsunterstützung mit modernen Systemen gleicher Art ersetzt (d. h. schweren geschützten Radfahrzeugen) oder quantitativ erweitert, z. B. durch die Beschaffung zusätzlicher Mittel zur Bewegungsführung (mit schweren geschützten Raupenfahrzeugen). Für die Kampfunterstützungskräfte würden tendenziell eher Radfahrzeuge beschafft, wodurch die Fahrzeugflotten ein wenig einheitlicher würden. Die Artillerie würde gegenüber heute beim Kaliber 15,5-cm bestandesmässig reduziert, dafür würden Präzision und Reichweite erheblich erhöht, letztere auf bis zu 100 km. Generell würde bei den Bodentruppen die indirekte Wirkung und geschützte Mobilität verbessert.

    Im Bereich der Unterstützung und Durchhaltefähigkeit würde für die Einsatzlogistik ein grosser Anteil schwerer geschützter Radfahrzeuge beschafft. Neben der Artillerie würden auch die Fähigkeiten bei den anderen Komponenten des Sensor-Führung-Wirkungsverbundes erneuert und der Eigenschutz erhöht. Dafür würden geschützte Fahrzeuge beschafft, die als Plattform für das taktische Aufklärungssystem dienten (Kategorie 3). Die Nachrichtenbeschaffung würde so stärker als heute auf eine mobile Kampfführung ausserhalb von Ortschaften ausgelegt.

    Die Fähigkeit zur vernetzen Aktionsführung würde bei den schweren und mittleren Kräften bis auf Stufe Einzelfahrzeug erreicht, indem sowohl ein autonom angebundenes Führungsinformationssystem bis auf mittlere taktische Stufe als auch separate Netze innerhalb der Verbände zur Verfügung stünden. Schnittstellen zu den zivilen Behörden könnten auf mittlerer taktischer Stufe eingerichtet werden.
    16.2 Option 2

    Bei der Option 2 würde im Bereich der Durchsetzungsfähigkeit der Fokus auf die Durchführung von Einsätzen in einem hybriden Konfliktumfeld gelegt. Es ginge darum, bereits in der Phase erhöhter Spannungen über eine hohe Abhaltewirkung und über ein hohes Leistungsvermögen gegenüber nichtkonventionellen Kräften zu verfügen, um eine Eskalation der Lage nach Möglichkeit überhaupt zu verhindern, oder – falls dies nicht gelingt – möglichst friktionslos in die Abwehr eines bewaffneten Angriffs überzugehen. Für eine solche Schwergewichtsbildung gäbe es auch sicherheitspolitische Gründe, sind doch solche Bedrohungen nicht nur besonders gefährlich, weil insbesondere Angriffe nichtkonventioneller Kräfte gegen kritische Infrastrukturen für das Funktionieren der Schweiz eine erhebliche Herausforderung darstellen würden, sondern auch wahrscheinlicher als ein konventioneller bewaffneter Angriff. Die Bodentruppen würden bei dieser Option überdies stärker auf Einsätze im überbauten Gelände ausgerichtet.

    Das Leistungsvermögen zur Unterstützung der zivilen Behörden im Bereich der Katastrophenhilfe bliebe gleich wie heute; verbessert hingegen würden jenes zur Erfüllung von Schutzaufgaben, die entweder subsidiär oder – in der Verteidigung – originär erbracht werden könnten. Die Fähigkeiten der Bodentruppen würden so ausgestaltet, dass die Kräfte eine möglichst hohe Modularität erreichen würden. Während bei den schweren Kräften der Schutzgrad gegen direkte Waffenwirkung verglichen mit heute verringert würde, wären ihre Fähigkeiten zugleich stärker auf das Einsatzumfeld ausgerichtet.

    [...]

    Erforderliche Beschaffungen

    Mit dem Ziel, die Fähigkeiten der schweren und mittleren Kräfte besser auf Aktionen im überbauten Gelände und auf ein variierendes Eskalationspotenzial auszurichten, würden die geschützten Plattformen möglichst vereinheitlicht. Dabei ginge es darum, die heutige Flotte gepanzerter Fahrzeuge (Kategorie 1) durch eine grössere Anzahl neuer geschützter Radfahrzeugen (der Kategorie 2) mit unterschiedlichen Wirksystemen zu ersetzen. Diese Plattformen würden sowohl den schweren Kräften und den Kampfunterstützungskräften als auch den mittleren Kräften zugeteilt, in jeweils unterschiedlicher Konfiguration und in unterschiedlicher Menge.

    Mit einer Familie von Fahrzeugen, die auf dem gleichen Grundtyp basierten, könnten Waffenstationen mit grösserer Durchsetzungsfähigkeit oder gar weitreichende Wirksysteme zur Panzerabwehr eingeführt werden. Dies würde die Kampfkraft der Bodentruppen erheblich steigern [In vielen Streitkräften etablieren sich zunehmend moderne geschützte Radfahrzeuge in der Gewichtsklasse bis etwa 30 Tonnen als Basisplattform für die unterschiedlichsten Anwendungen. In den Nato-Streitkräften beispielsweise sind die Piranha- oder Stryker-Fahrzeugfamilie im Einsatz, der Boxer, das VBCI, der AMV oder PARS. Radfahrzeuge sind sehr mobil, der Schutzgrad ist in der Gewichtklasse um 30 Tonnen im Vergleich zu Raupenfahrzeugen ähnlich. Raupenfahrzeuge sind zwar abseits asphaltierter Strassen grundsätzlich mobiler als Radfahrzeuge, aber auch ihr durch das höhere Gewicht erreichter Schutz genügt angesichts der heute verfügbaren Panzerabwehrwaffen nicht vollständig. Wichtige Komponenten eines geschützten Radfahrzeuges wie beispielsweise der Motor, das Schaltgetriebe, die Bremsen aber auch Subsysteme der missionsspezifischen Ausrüstung stammen aus der zivilen Grossserienfertigung des Automobil- und Lkw-Baus und entsprechen der jeweils neusten verfügbaren Technologie. Der technische Fortschritt unterstützt die Miliztauglichkeit, weil damit die Bedienung vereinfacht, die Sicherheit im Betrieb erhöht und der Unterhalt des Fahrzeuges verbessert wird.]. Hauptanforderungen an ein solches System wären ein hoher ballistischer Schutz, Schutz gegen Minen, improvisierte Sprengvorrichtungen und ABC-Bedrohungen sowie eine hohe Mobilität schwergewichtig auf der Strasse und etwas weniger im Gelände. Grundsätzlich liesse sich der gleiche Fahrzeugtyp beispielsweise in der Ausführung als Radpanzer, Truppentransporter, Führungsfahrzeug, schweres Aufklärungsfahrzeug, Sanitäts- oder Logistikfahrzeug ausführen. Mit einer solchen Ausgestaltung der Kräfte würden die Fähigkeiten in den Bereichen direkte Wirkung und geschützte Mobilität erneuert, stärker dem Einsatzumfeld angepasst und insgesamt quantitativ erweitert.

    Die Kampfunterstützungskräfte (insbesondere der Bereich indirekte Wirkung) würden ebenfalls mit geschützten Plattformen ausgerüstet, wodurch sich die Fahrzeugflotten stark vereinheitlichen liessen (Kategorien 2 und 3). Gegenüber heute würde die Fähigkeit zur indirekten Feuerunterstützung auf mittlere Distanz quantitativ reduziert, dafür bezüglich Reichweite, Präzision und Mobilität qualitativ verbessert. Die Reichweite beim indirekten Feuer würde wesentlich erweitert (von heute knapp 20 km auf bis zu 100 km).

    Im Bereich der Unterstützung und Durchhaltefähigkeit könnten einige wenige schwere geschützte Radfahrzeuge beschafft werden, während das Gros der Transportbedürfnisse mit zivilen Fahrzeugen befriedigt werden könnte. Neben der Artillerie würden auch die restlichen Fähigkeiten im Bereich Sensor-Führung-Wirkungsverbund erneuert und mit einer Mischung aus geschützten und ungeschützten Radfahrzeugen ersetzt. Das Ziel wäre, eher mehr, dafür leichtere Sensoren einzusetzen, die sich dafür weniger gut orten lassen. Die Nachrichtenbeschaffung wäre verstärkt auf die Bekämpfung nichtkonventioneller Kräfte ausgelegt.

    Die Fähigkeit zur vernetzten Aktionsführung würde grossmehrheitlich der Option 1 entsprechen. Der Unterschied würde hauptsächlich darin liegen, dass die Verbände vor allem auf taktischer Stufe innerhalb ihrer Zone beweglich wären und nicht – wie heute – geschlossen eingesetzte grosse Verbände, die auch eine operative Mobilität benötigen. Die Vernetzung der einsatzgegliederten Verbände würde kleinräumiger und weniger komplex, dadurch aber auch weniger störungsanfällig und ortsfester. Die Anbindung könnte auch auf Basis ziviler Netze erfolgen. Schnittstellen zu den zivilen Behörden könnten auch auf unterer taktischer Stufe betrieben werden.

    Erforderliche Investitionen und Betriebskosten

    Für die Beschaffung der neuen und zusätzlichen Systeme wären Investitionen von rund 5,5–6 Milliarden Franken erforderlich. Hinzu kämen Investitionen für die Beschaffung von Telekommunikationsmitteln für die Bodentruppen im Umfang von etwa 1,5 Milliarden Franken. Der gesamte Investitionsbedarf würde sich auf etwa 7–7,5 Milliarden Franken belaufen. Wie bei Option 1 liesse sich auch hier die Fähigkeitsentwicklung umso schneller umsetzen, je mehr investive Mittel verfügbar sind. Bei geringeren Mitteln würde der Fähigkeitsaufbau länger dauern.

    Die jährlichen Betriebskosten für die Systeme der Bodentruppen für Ersatzmaterial und Instandhaltungsbedarf sowie für Munitions- und Treibstoffverbrauch lägen (aus heutiger Sicht) künftig bei rund 205 Millionen Franken. Diese wären im Vergleich zu heute in etwa identisch.
    16.3 Option 3

    Eine Herausforderung der heutigen Armee liegt darin, dass aus militärischer Sicht der Bestand eher knapp bemessen ist, um insbesondere länger andauernde Schutzaufgaben mit einer ausreichenden Durchhaltefähigkeit zu erfüllen. Bei dieser Option wäre deshalb vorgesehen, den Sollbestand der Armee längerfristig wieder zu erhöhen, von aktuell 100 000 auf 120 000. Die konzeptionelle Grundidee von Option 3 entspricht grundsätzlich jener der Option 2. Das heisst, es würde ebenfalls darum gehen, die Bodentruppen stärker auf Einsätze im überbauten Gelände in einem hybriden Konfliktumfeld auszurichten und die geschützten Systemplattformen schrittweise zu vereinheitlichen mit dem Ziel, die Modularität der Kräfte zu erhöhen.

    [...]

    Erforderliche Investitionen und Betriebskosten

    Welche Beschaffungen erforderlich wären, um die rund zwanzig zusätzlichen Bataillonsäquivalente auszurüsten, ist abhängig davon, wo das Leistungsvermögen erhöht würde, d. h. ob leichte und mittlere Kräfte ausschliesslich zur Erhöhung der Durchhaltefähigkeit gebildet würden oder ob zur Verbesserung der Schutzwirkung zusätzliche mittlere Kräfte aufgestellt und mit Korpsmaterial vollständig ausgerüstet würden.

    Die Nachbeschaffung von kleinerem Material zur Ausrüstung zusätzlicher leichter Kräfte sowie für mittlere Kräfte, die ausschliesslich zur Erhöhung der Durchhaltefähigkeit gebildet würden, würde zu einmaligen Investitionen von geschätzten 100 bis 200 Millionen Franken führen, die übrigen erforderlichen Investitionen für die Bodentruppen wären in etwa gleich wie in Option 2. Für die Umsetzung der Option in dieser Ausprägung wären folglich insgesamt etwa 6–6,5 Milliarden Franken nötig. Auch hier kämen für die Telekommunikationsmittel der Bodentruppen etwa 1,5 Milliarden Franken dazu.

    Würden stattdessen zusätzliche mittlere Kräfte gebildet und mit Korpsmaterial ausgerüstet, so hätte dies Investitionen von mehreren 100 Millionen Franken zur Folge. Die Kosten lägen insgesamt in einer geschätzten Grössenordnung von etwa 8,5–9 Milliarden Franken, inklusive ungefähr 1,5 Milliarden Franken für Kommunikationssysteme.

    Die jährlichen Betriebskosten würden abhängig von der Art der zusätzlich zu bildenden Kräfte ansteigen. Würde die Bestandeserhöhung lediglich der Erhöhung der Durchhaltefähigkeit bei länger andauernden Einsätzen dienen, wäre jährlich mit Betriebskosten von 230 Millionen Franken zu rechnen. Würden die zusätzlichen Truppen als mittlere Kräfte ausgerüstet, würden die Betriebskosten noch einmal um rund 10 Millionen Franken ansteigen.
    Die Optionen unterscheiden sich in Bezug auf die unterschiedliche Ausprägung der Fähigkeiten:
    • Im Bereich Sensor-Führung-Wirkungsverbund weist die Option 1 den höchsten Grad an stark geschützter Mobilität auf, d. h., bei dieser Option ist der Verbund eher auf eine mobile Kampfführung ausgerichtet.
    • In der direkten Wirkung weist die Option 1 ebenfalls den höchsten Grad an konventioneller Duellfähigkeit auf – die Optionen 2 und 3 gehen in Richtung einer alternativen, aber ebenfalls wirksamen Form der Durchsetzungsfähigkeit, die insbesondere auf abstandsfähigen Panzerabwehrwaffen im überbauten Gelände basiert.
    • Bei der indirekten Wirkung würden die Bodentruppen in Option 1 stärker auf eher mobile Einsätze ausserhalb von überbautem Gelände ausgerichtet – demgegenüber stehen die Optionen 2 und 3, die einen eher statischen und dezentralen Einsatz der schweren und mittleren Kräfte in einer raumgebundenen Aktionsführung vorsehen.
    • Den höchsten Grad an Schutz und Mobilität über alle eingesetzten Kräfte erreicht die Option 1, da dort alle Mittel 1:1 ersetzt werden und die mittleren Kräfte besser geschützte Mittel erhalten. Bei den Optionen 2 und 3 werden sämtliche Kräfte zu weiten Teilen mit leistungsfähigen geschützten Plattformen ausgerüstet, die allesamt auf Verschiebungen im überbauten Gelände ausgelegt sind.
    • Zur Sicherstellung der Unterstützung und Durchhaltefähigkeit ist die Logistik bei Option 1 am stärksten darauf ausgelegt, einen eher mobilen Kampf zu unterstützen, wozu ein grösserer Anteil an geschützten Mitteln erforderlich ist, während in den Optionen 2 und 3 auch die Logistik statischer ist, in Einklang mit dem eher raumgebundenen Ansatz der Einsatzführung.
    • Der Grad an Modularität schliesslich ist bei den Optionen 2 und 3 am grössten; einsatzgegliederte Verbände liessen sich hier relativ einfach bilden.
    • Die Durchhaltefähigkeit in Einsätzen ist bei Option 3 am grössten, weil Ablösungen mit den zusätzlichen Kräften durchgeführt werden könnten.
    Die Armee als Gesamtsystem und die Bodentruppen als grosser Teil davon müssen auf eine ausbalancierte Art und Weise weiterentwickelt werden. Es gilt zu vermeiden, dass sich eine Schere zwischen einem modern ausgerüsteten, schweren Kern und dem Gros der Verbände öffnet, namentlich bezüglich Schutz gegen direkte Waffenwirkungen und Durchsetzungsvermögen gegen verschiedene Arten von Akteuren.

    Das beste Fähigkeitsspektrum und Leistungsvermögen hat die Option 3. Sie sorgt für ein ausgeglichenes Gesamtsystem und erneuert die Fähigkeiten ausgerichtet auf das künftige Einsatzumfeld und die Bedrohung und ermöglicht es, die Armee auch während längerdauernden Spannungen einzusetzen. Mit Ausnahme des zusätzlichen Nutzens, der sich aus der längeren Durchhaltefähigkeit ergibt, weist die Option 2 die gleichen Vorteile auf wie Option 3, da ihr derselbe konzeptionelle Ansatz zugrunde liegt.
    Würden die Fähigkeiten der Bodentruppen, wie im Teil 4 beschrieben, gemäss Option 2 weiterentwickelt, so wären Investitionen in der Grössenordnung von 5,5–6 Milliarden Franken für die Erneuerung der fähigkeitsrelevanten Hauptsysteme erforderlich und etwa 1,5 Milliarden Franken für die Telekommunikation der Bodentruppen; bei Option 3 wären es 7–7,5 Milliarden für die fähigkeitsrelevanten Hauptsysteme und für die Ausrüstung der zusätzlichen Armeeangehörigen sowie ebenfalls etwa 1,5 Milliarden Franken für die Telekommunikation.
    https://www.newsd.admin.ch/newsd/messag ... /56947.pdf

Modernisierung der Bodentruppen

https://www.vbs.admin.ch/de/verteidigun ... uppen.html





Schweiz: Ablöse des Radschützenpanzers "Piranha"

viewtopic.php?f=9&t=520
Zuletzt geändert von theoderich am Mo 10. Jun 2019, 22:51, insgesamt 9-mal geändert.

theoderich
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Re: Schweiz: Bericht "Zukunft der Bodentruppen"

Beitrag von theoderich » So 9. Jun 2019, 23:04

Eidgenössisches Departement für Verteidigung,
Bevölkerungsschutz und Sport VBS
Schweizer Armee
Kommando Ausbildung - Lehrverband Panzer/Artillerie

Übersicht moderne Gefechtsfahrzeuge

https://www.vtg.admin.ch/de/organisatio ... ui-tab-279
  • 2. Potenzielle Schwächen / möglicher Bedarf mech Syst die Massnahmen erfordern bzgl Spz 2000 und Pz Leo.

    2.1. Panzer 87 Leopard 2 WE

    2.1.1. Schwächen
    • Optik des Richters (WBG);
    • Analoge Systeme noch vorhanden in der Feuerleitanlage;
    • Fehlende Aktivpanzerung und Schutz gegen oben;
    • Fehlende Laserwarnung;
    • Wirkung der Munition;
    • Einsatzdistanz der Munition;
    • Keine Wirkungsmöglichkeit im KIUG über dem 3. Stock mit einer Niederhalte-waffe mit Wirkung;
    • Keine Möglichkeit, die eigenen Truppen auf einer Karte zu sehen (Blue Force Tracking);
    • keine Klimaanlage;
    • kein Notstromaggregat;
    • keine Rundumsicht des Fahrers mit Kameras möglich;
    • Tarnung.
    2.1.2. Möglicher Bedarf
    • Neues EMES für den Richter inkl WBG;
    • Digitalisierung des Fahrzeuges;
    • Minenschutz;
    • Aktivpanzerung und oder aktives Schutzsystem;
    • Aktive Laserwarnung mit Möglichkeit Täuschungskörper auszustossen;
    • Programmierbare Munition (Airburst);
    • Erweiterung der Munitionseinsatzdistanz auf ca 5000m;
    • 12,7 mm AWS auf dem Turm mit 360° Wirkungsweise gesteuert aus dem Pz;
    • min Blue Force Tracking und GPS für den Fahrer;
    • Klimaanlage;
    • zusätzlicher Stromerzeuger für Check-Point Einsatz;
    • 360° Rundumsicht mit Kameras für die Bes;
    • Multispektraler Tarnkit;
    • Grundinstandsetzung der Getriebe.
    Alle technischen Probleme und Mängel sind aus den Obsoleszenzberichten der entsprechenden MKZ oder der LBA zu entnehmen.


    Schützenpanzer 2000

    2.1.3. Schwächen
    • Fehlende Aktivpanzerung und Schutz gegen oben;
    • Fehlende Laserwarnung;
    • Wirkung der Munition;
    • Stahlraupe
    • keine panzerbrechende Waffe für den Einsatz bis 4000m;
    • Rundumsichtmöglichkeit vor dem Absitzen der Gef;
    • Verstaumöglichkeiten von Pers- und Korpsmaterial;
    • Batteriehaushalt;
    • Klimaanlage;
    • Keine Möglichkeit die eigenen Truppen auf einer Karte zu sehen (Blue Force Tracking);
    • Tarnung
    • Duellfähigkeit gegen moderne Kampf- bzw Schützenpanzer.
    2.1.4. Möglicher Bedarf
    • Optimierung Minenschutz Fz inkl Bes und Gef (Sitze);
    • Aktivpanzerung oder aktives Schutzsystem;
    • Aktive Laserwarnung mit Möglichkeit Täuschungskörper auszustossen;
    • Einbau eines Rundblickperiskops mit WBG;
    • Programmierbare Munition (airburst);
    • Ersatz Stahlraupe durch Vollgummiraupe (inkl Verbau eines Dumping Systems):
    • Waffe mit Einsatzdistanz bis ca 4000m (z Bsp SPIKE oder JAVELIN)
    • 360° Beobachtung der Gef vor dem Absitzen;
    • Grösserer Turm und evtl Verstaumöglichkeiten hinten oben auf dem Spz (z Bsp NW);
    • Verbessertes Batteriekonzept
    • Klimaanlage
    • min Blue Force Tracking und GPS für den Fahrer;
    • Multispektraler Tarnkit;
    • Anpassung des Kalibers auf 35mm.
    Alle technischen Probleme und Mängel sind aus den Obsoleszenzberichten der entsprechenden MKZ oder der LBA zu entnehmen.
    https://www.vtg.admin.ch/content/vtg-in ... rzeuge.pdf

theoderich
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Re: Schweiz: Bericht "Zukunft der Bodentruppen"

Beitrag von theoderich » Mo 24. Jun 2019, 22:56


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