Generalstab schlägt Alarm

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theoderich
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Re: Generalstab schlägt Alarm

Beitrag von theoderich » Di 15. Okt 2019, 12:15

Oder man privatisiert die Leistungen, die bisher mit militärischen Hubschraubern erbracht wurden.

Acipenser
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Re: Generalstab schlägt Alarm

Beitrag von Acipenser » Fr 18. Okt 2019, 15:47

Wenn wir 12 "zivile" H 135 bekommen würden, dann wäre das für die Ausbildungsstaffel eh gut. Und nach 2-5 Jahren (nach Grün-Schwarzsehen) kommen dann die bewaffneten und Beschussmattenverstärkten Mehrzweckhubschrauber (z.B H145M) für Einsätze. Bis dahin sind die 2 Staffeln (z.Z. 23 Stk) AB 212 nahe ihrem Lebensende und müssen durch neue Hubschrauber ersetzt werden.
Übrigens wer Hubschrauber und Fluggerät sehen will kommt am 26 Oktober wie jedes Jahr nach Innsbruck am Flughafen, Gratisshuttel ab HBF!

theoderich
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Re: Generalstab schlägt Alarm

Beitrag von theoderich » Fr 18. Okt 2019, 18:30


Maschin
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Re: Generalstab schlägt Alarm

Beitrag von Maschin » Mo 21. Okt 2019, 15:01

Sehr sehr interresant. Vorallem der Plan B würde gut ins Konzept von Schwarz-Grün passen.

https://www.addendum.org/bundesheer/systemversagen/

chuckw
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Re: Generalstab schlägt Alarm

Beitrag von chuckw » Mo 21. Okt 2019, 18:06

Maschin hat geschrieben:
Mo 21. Okt 2019, 15:01
Sehr sehr interresant. Vorallem der Plan B würde gut ins Konzept von Schwarz-Grün passen.

https://www.addendum.org/bundesheer/systemversagen/
Die völlige Streichung der Fliegerabwehr ist im Kampf gegen den Terrorismus sicher die "richtige" Maßnahme. Man greift sich auf den Kopf...

Aber bei der aktuell am wahrscheinlichsten auf uns zu kommenden Koalition muss man ja auf das Schlimmste gefasst sein.
Alles läßt sich durch Standhaftigkeit und feste Entschlossenheit erreichen. (Prinz Eugen v. Savoyen)

theoderich
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Re: Generalstab schlägt Alarm

Beitrag von theoderich » Mo 21. Okt 2019, 18:52



https://de-de.facebook.com/daswasfehlt/ ... ?__tn__=-R

https://de-de.facebook.com/daswasfehlt/ ... &__tn__=-R

https://de-de.facebook.com/daswasfehlt/ ... &__tn__=-R

https://de-de.facebook.com/daswasfehlt/ ... ?__tn__=-R


In dieser "Recherche" werden völlig unsinnige Vergleiche angestellt:
Addendum hat geschrieben:Berücksichtigt man, dass Finnland laut Bundesheer-Schätzung ein Viertel seines Budgets für die Marine ausgibt, dann bleibt ein Etat, der mit dem österreichischen vergleichbar ist. Der Steuerzahler bekommt dafür:
Bild
Addendum hat geschrieben:Die finnische Armee kann sich durch geringe Ausgaben für Berufssoldaten erheblich mehr Gerät für die Miliz leisten.
















Dazu kommt noch parteipolitisch motivierte Fehlinformation:
Addendum hat geschrieben:Finanzielle Zusagen wurden in der Vergangenheit nicht eingehalten. Ex-Verteidigungsminister Herbert Scheibner erzählte uns, wie es dazu kam, dass das Heer heute 100 Mio. Euro jährlich für den Eurofighter, und nicht 50 Mio. Euro jährlich für den Betrieb des alternativen „Gripen“-Jets aufwenden muss:

"Im Ministerrat wurde garantiert, dass das dem Militär ersetzt werde. Unter dieser Bedingung stimmte ich zu. Warum meine Nachfolger die Zusage nie eingemahnt haben, weiß ich nicht."
Und Belege braucht man natürlich nicht, die Behauptung reicht schließlich, um die Medienkonsumenten aufzuhetzen. Dass Lebenszykluskosten in erheblichem Maß von Betriebskonzepten abhängen, lässt man unter den Tisch fallen - genauso wie die extrem hohen Kosten, die z.B. das Leasing von nur 14 "Gripen" für den tschechischen Staat verursacht:

viewtopic.php?p=2226#p2226
_______________________________________________________
Obst Rudolf Kury, MSD, Kdt JgB26, in: Der Gebirgsschütze. Truppenzeitung des Hochgebirgs-Jägerbataillons 26, H 3 (2019) hat geschrieben:Die derzeitige Budgetlage schränkt natürlich auch uns 26-er im Bereich der Ausbildung und bei Übungen sowie im Einsatz ein. Einerseits haben wir zu wenig Geld für die Durchführung einer gediegenen Ausbildung, andererseits fehlen uns essentielle Ausrüstung und Fahrzeuge sowie die finanziellen Mittel für die Aufrechterhaltung und Verbesserung der Infrastruktur unserer Türkkaserne.

Leider wurde letztendlich auch auf Grund der derzeitigen budgetären Situation unsere Kaderpräsenzeinheit (KPE) von einer Kompanie auf einen Jägerzug reduziert. Dieser Jägerzug ist ab sofort der KPE des JgB23 mit Sitz in Landeck unterstellt. Dies bringt natürlich auf Grund der großen Entfernung nach Nordtirol in organisatorischer Hinsicht große Probleme mit sich.

Es schmerzt natürlich sehr und ist nach dem Auflösen der Tragtierstaffel sowie der Abgabe der 3. Jägerkompanie in Tamsweg eine weitere wesentliche Schwächung unseres Bataillons.

Als Folge dieser Strukturänderung werden wir bis Jahresende wieder unsere, zu Gunsten der KPE, stillgelegte 2. Jägerkompanie aufstellen.
Obst Mario Mikosch, Kdt JgB Kärnten, in: Der Gebirgsschütze. Truppenzeitung des Hochgebirgs-Jägerbataillons 26, H 3 (2019) hat geschrieben:Die Kommandanten und Stabsoffiziere der Milizbataillone bzw. die Vertreter der sbst strukt Jägerkompanien wurden bereits am 14. Juni 2019 nach St. Pölten einberufen. Nach der Begrüßung durch den MilKdt von NÖ, Herrn Bgdr Mag. Martin Jawurek und einer Vorstellung des MilKdo NÖ, folgten Vorträge von Herrn Ministerialrat Mag. Wolfgang Mayerhofer zum Thema „Personalgewinnung Miliz“ und Vorträge von Herrn Obst Reinhard Guggenberger, Herrn Bgdr Mag. Stefan Thaller und des Milizbeauftragten des Österreichischen Bundesheeres, Herrn GenMjr Mag. Erwin Hameseder zum aktuellen Zustand der Miliz und den weiteren geplanten Maßnahmen zur Verbesserung der katastrophalen Lage.

[...]

Derzeit fehlen der Miliz tausende ausgebildete Milizsoldaten, alle planmäßig vorgesehenen Fahrzeuge und weiteres militärisches Gerät wie Funkgeräte, Nachtsichtgeräte und Schutzausrüstung für die Soldaten.
https://bibisdata.bmlv.gv.at/194113.pdf
Zuletzt geändert von theoderich am Mi 23. Okt 2019, 17:44, insgesamt 1-mal geändert.

iceman
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Re: Generalstab schlägt Alarm

Beitrag von iceman » Di 22. Okt 2019, 20:39

Im Grunde ein interessanter Bericht, den Plan "B" gibt es schon seit Jahren, nur will es keiner wahrhaben.
Sonst hätte man in manche Waffensysteme investiert bzw. ersetzt.
Ich würde sagen, es kommt kein Geld, außer für Szenarien im Plan "B".
Wenn auch der Vergleich mit Finnland nicht ganz stimmt, alle anderen Punkte sind richtig (Strukturreform).

FLA vs. Terrorangriffe: Wo positioniert man die FLA (1 Bat!), man weiß ja nicht welches Objekt angegriffen wird?
Außer man konzentriert sich auf die Bundeshauptstadt oder Großveranstaltungen.

Einrückungstermine: Wozu braucht man 12 (!!) ET, ist eine Verringerung auch zu teuer? Das hätte man schon nach der Volksbefragung ändern können.

theoderich
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Re: Generalstab schlägt Alarm

Beitrag von theoderich » Di 22. Okt 2019, 20:59










iceman hat geschrieben:
Di 22. Okt 2019, 20:39
FLA vs. Terrorangriffe: Wo positioniert man die FLA (1 Bat!), man weiß ja nicht welches Objekt angegriffen wird?
Außer man konzentriert sich auf die Bundeshauptstadt oder Großveranstaltungen.
Es sind nach dem Sparpaket "ÖBH 2018" nur noch Restbestände von ZFlAK 85 und "Mistral" für den "minimalen Fähigkeitserhalt" vorhanden. Für maximal ein Schutzobjekt und zur Ausbildung. Kein effektiver Schutz, sondern lediglich zur "Hebung des subjektiven Sicherheitsgefühls".

iceman hat geschrieben:
Di 22. Okt 2019, 20:39
Einrückungstermine: Wozu braucht man 12 (!!) ET, ist eine Verringerung auch zu teuer? Das hätte man schon nach der Volksbefragung ändern können.
Man wollte es ändern. Stand im internen Bericht des Generalstabs, als auch in der publizierten Variante:

Bericht der Sektion II/Generalstab

Vorschläge zur „Reform des Wehrdienstes“


WIEN, Juni 2013
Thema:

Kontingentierung - Optimierung der ET - Systematik

Problembeschreibung:

Ausgangslage:
  • Derzeit besteht nur eine beschränkte Möglichkeit der Berücksichtigung des regionalen GWD-Aufkommens auch in zeitlicher Hinsicht.
  • Das derzeitige Kontigentierungssystem erfordert eine Vielzahl an Fremdkontingenten außerhalb von Vollkontingenten bei der Truppe. Dadurch ist ein Austausch von Wehrpflichtigen, die nach der Einstellungsuntersuchung eine verminderte WZ bekommen haben, nicht möglich und die Zahl der "zusätzlichen" Funktionssoldaten erhöht.
  • Bei Umschichtung von mehr als 500 FukS der Grundorganisation in die Vollkontingente (VK) der Truppe ist eine Adaptierung des derzeitigen Systems aufgrund von Beschränkungen im Bereich Infrastruktur und Ausbildungspersonal notwendig.
Zielsetzung:
  • Flexibilisierung der ET – Systematik bei der Truppe von VK auf Teilkontingente (TK) bei Bedarf, mit der Zielsetzung einer Optimierung der Ableistung des GWD im eigenen Bundesland. Aufgabe des Prinzips der Gleichschaltung der ET`s - auch unter Inkaufnahme eines leichten Absinkens der Präsenzfähigkeit zu einem bestimmten Zeitpunktes.
  • Harmonisierung der Kontingentierung der Schulen und Ämter mit den VK der Truppe mit der Zielsetzung der Reduktion von „zusätzlichen“ Funktionssoldaten, die durch Einschränkungen der Tauglichkeit nach der Einstellungsuntersuchung entstehen.
  • Berücksichtigung der regionalen Beschränkungen in Bezug auf Infrastruktur und Ausbildungskapazitäten der Verbände.
  • Reduzierung der ET`s.
[...]

Darstellung der Maßnahmen:

[...]

Nr.:

3

Beschreibung:

Änderung ET - Systematik

Umsetzung:

Reduzierung der Belastungsspitzen der VK durch Umstellung auf TK mit geringeren Zeitabständen (Reduzierung auf 6 ET/Jahr).

Wiedereinführung 4. VK (erfordert 10 ET/Jahr).

Mischformen von VK und TK zur Abdeckung von regional unterschiedlichem GWD – Aufkommen.

Rahmenbedingungen, Voraussetzungen, Kosten:

Derzeitige Beibehaltung der ET – Systematik bei Umschichtung von bis zu 500 GWD in Vollkontingente.

Bei Beibehaltung der Tauglichkeitskriterien bis 2017 (danach ca. 18.000 GWD Aufkommen) ist eine Anpassung der Systematik zwingend erforderlich.

Verminderung von „zusätzlichen“ Funktionssoldaten und Bildung von volltauglichen VK durch Synchronisierung der ET`s der
Fremdkontingente der Grundorganisation zusammen mit den VK der Truppe.

Harmonisierung der Kontingentierung von Schulen und Ämter mit VK der Truppe (Einsparung von zusätzlichen ET`s).

Keine Einteilung von GWD als WchKdten (Einsparung von zusätzlichen ET`s) – Konsequenzen dieser Maßnahme werden noch zu prüfen sein.

Aufgabe des Prinzips der Gleichschaltung der ET – Systematik zur Optimierung der Ableistung des GWD im eigenen Bundesland.

Reform des Wehrdienstes
10.11. Anpassung der Systematik der Einberufung von Wehrpflichtigen

[...]

Mit einer Synchronisierung der Einrückungstermine (Fremdkontingente und Vollkontingente) soll die Anzahl an Funktionssoldaten weiter reduziert werden. Dadurch kann gewährleistet werden, dass auch die Vollkontingente bei den Einsatzverbänden mit großteils voll tauglichen Rekruten befüllt werden.
http://www.bundesheer.at/download_archi ... dienst.pdf


Laut RH ist es indirekt am Geld gescheitert, weil man keine geeigneten Unterkünfte und nicht ausreichend Personal für die Ausbildung zur Verfügung hatte:

Reihe BUND 2019/6
Bericht des Rechnungshofes
Reform des Wehrdienstes

Einberufung

19.1 (1) Laut Ministerium stellten der Einberufungsort und der Zeitpunkt des Antritts des Wehrdienstes neben der Bezahlung zwei wesentliche Faktoren für die Zufriedenheit der Grundwehrdiener dar. Im Rahmen der Wehrdienstreform war das Ministerium bestrebt, das regionale Aufkommen der Wehrpflichtigen durch flexiblere Einrückungstermine besser zu berücksichtigen und dadurch die Möglichkeiten zur Ableistung des Grundwehrdienstes im eigenen Bundesland zu verbessern.

Nach den Angaben des Ministeriums setzte es diese Maßnahme in Form von aufeinander abgestimmten Einrückungsterminen und jährlichen Weisungen zur Erhebung des Bedarfs bei der Wehrpflichtigenkontingentierung [Die Wehrpflichtigenkontingentierung regelte die Zuweisung von Grundwehrdienern (Anzahl, Zeitpunkt) zu einem Verband.] um. Einschränkungen bei der Umsetzung der Maßnahme ergaben sich laut Ministerium insbesondere aus der Verfügbarkeit von geeigneten militärischen Unterkünften und von Kaderpersonal für die Ausbildung bei den Verbänden.

(2) Der RH erhob, dass der Anteil jener Grundwehrdiener, die ihren Wehrdienst im eigenen Bundesland leisteten, bereits vor der Wehrdienstreform bei über 80 % lag. Zwischen 2010 und 2016 stieg er geringfügig von 83 % auf 84 %, wobei die Entwicklung in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich verlief.
19.2 Der RH anerkannte die Bemühungen des Ministeriums, Grundwehrdienern durch flexiblere Einrückungstermine zu ermöglichen, ihren Wehrdienst im eigenen Bundesland abzuleisten. Nach Ansicht des RH waren diese Bemühungen im Wesentlichen jedoch bereits vor der Wehrdienstreform gängige Praxis im Ministerium.

19.3 Das Ministerium nahm die Feststellung des RH zur Kenntnis.
https://www.rechnungshof.gv.at/rh/home/ ... dienst.pdf

Maschin
Beiträge: 201
Registriert: Di 29. Mai 2018, 21:53

Re: Generalstab schlägt Alarm

Beitrag von Maschin » Mi 23. Okt 2019, 15:08

Interview mit dem Verteidigungsminister.

https://www.addendum.org/bundesheer/sta ... form-idee/

souverän AT
Beiträge: 72
Registriert: Mi 12. Sep 2018, 08:50

Re: Generalstab schlägt Alarm

Beitrag von souverän AT » Do 24. Okt 2019, 13:18

Warum brauchen wir ein Bundesheer?
Broschüre

Wien, 24. Oktober 2019 - Wer oder was bedroht uns eigentlich? Warum gibt es eine Wehrpflicht für Männer, aber keine für Frauen? Und welche Aufgaben haben unsere Soldaten?
Rund um das Bundesheer gibt es viele Fragen, die uns immer wieder gestellt werden. Wir beantworten sie gerne: Unsere neue Broschüre hilft dabei zu verstehen, wie wichtig das Heer für Österreich ist.
Die Broschüre "Wir schützen Österreich" gibt Auskunft über diese Dinge und bringt viele Fakten und Beispiele. Denn unsere Soldaten nehmen viele Aufgaben zum Wohle der österreichischen Bürger wahr, nicht alle sind immer bekannt.

Ein Hundertstel
der Wirtschaftskraft Österreichs muss
uns die Sicherheit von Österreichs
Bevölkerung wert sein.


http://www.bundesheer.at/cms/artikel.php?ID=10164

Antworten