Medienberichte 2019

Landesverteidigung, Einsätze & Übungen, Sicherheitspolitik, Organisation, ...
iceman
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Re: Medienberichte 2019

Beitrag von iceman » Sa 6. Apr 2019, 14:37

Claudia Gamon, diesen Namen sollte man sich merken....

theoderich
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Re: Medienberichte 2019

Beitrag von theoderich » Sa 6. Apr 2019, 17:30

Diese Dame träumt wohl von einem Berufsheer samt "Légion étrangère".

theoderich
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Re: Medienberichte 2019

Beitrag von theoderich » Di 9. Apr 2019, 15:43

Schützenhöfer im TT-Interview: „Stärkster ist nicht immer der Beste“
Der Minister und steirische FPÖ-Chef Mario Kunasek denkt an eine Verlängerung der Wehrpflicht. Hätten Sie das gern?

Hermann Schützenhöfer: Ich bin da skeptisch. Was ich für interessant halte, ist der Vorschlag der bedingten Tauglichkeit von Staatssekretärin Karolin­e Edtstadler. Ich habe auch schon einmal gesagt, dass wir darüber nachdenken müssen, ob es auch einen sozialen Dienst für Frauen geben sollte, vielleicht drei Monate. Ich will das gar nicht mit dem Präsenzdienst vergleichen. Aber wann lernen junge Menschen kennen, dass sie sich das, was sie haben, täglich erarbeiten müssen? Wir müssen erkennen, dass wir trotz aller Probleme ein sehr privilegiertes Leben haben.
https://www.tt.com/politik/innenpolitik ... -der-beste


8. April 2019
  • Tauglichkeitskriterien: Herumdoktern statt hofieren (Kommentar)
    Dem Bundesheer kommen die Wehrpflichtigen, den Blaulichtorganisationen die Zivildiener abhanden – was an den geburtenschwachen Jahrgängen sowie an zunehmenden Beeinträchtigungen der jungen Männer liegt. Deswegen will die für den Zivildienst zuständige Innenstaatssekretärin, ÖVP-Listenzweite im EU-Wahlkampf, die Kriterien lockern, damit die Zahl der Tauglichen wieder steigt.

    Auch wenn dieses Ansinnen neu daherkommt, ist das Vorhaben ungefähr so alt, wie die ÖVP Regierungsverantwortung trägt, also mehr als drei Jahrzehnte: Von Robert Lichal (1988) über Günther Platter (2004) bis zu Karoline Edtstadler (2019) wollte man stets lieber an den Eignungsvoraussetzungen fürs Militär herumdoktern, anstatt einmal darüber nachzudenken, wie man den Dienst am Vaterland sowie die Hilfsjobs in der Altenbetreuung, in den Asylheimen und bei den Rettungsdiensten besser honoriert.

    Einst hat die heutige Kanzlerpartei die Volksbefragung zur Wehrpflicht vor allem mit ihrer Panikmache gewonnen, wonach ein Wegfall der kostengünstigen Zivildiener das Sozialwesen ins Wanken brächte. Sechs Jahre später meldet sich nicht einmal mehr die Hälfte der tauglichen Stellungspflichtigen für den Wehrersatzdienst. Hoch an der Zeit für die Koalition, auch hier einen neuen Stil an den Tag zu legen – anstatt Asylwerber und Achtzehnjährige in puncto Stundenlohn gegeneinander auszuspielen.
    https://derstandard.at/2000101045231/Ta ... t-hofieren

    Nach der Ansicht der Autorin herrscht wohl "Wehrgerechtigkeit", wenn sich niemand mehr für den Grundwehrdienst meldet ...

theoderich
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Re: Medienberichte 2019

Beitrag von theoderich » Di 9. Apr 2019, 17:17

Minister Kunasek sucht nach Kooperation in den USA

https://www.krone.at/1900590


Verteidigungsminister Kunasek auf mehrtägiger USA-Reise im Pentagon und bei der UNO

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS ... ei-der-uno

opticartini
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Re: Medienberichte 2019

Beitrag von opticartini » Di 9. Apr 2019, 22:06

theoderich hat geschrieben:
Di 9. Apr 2019, 15:43
Nach der Ansicht der Autorin herrscht wohl "Wehrgerechtigkeit", wenn sich niemand mehr für den Grundwehrdienst meldet ...
Ich würde sagen "Wehrgerechtigkeit" herrscht dann, wenn sich auch die andere Hälfte der Bevölkerung zum Grundwehrdienst melden muss.

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Re: Medienberichte 2019

Beitrag von souverän AT » Mi 10. Apr 2019, 10:10

Generalstabschef warnt
„Viele Waffensysteme werden bald ausfallen"

https://www.krone.at/1900585

interessant ist auch die Frage des Tages:
Ihre Meinung zählt

Budget: Macht Regierung zu wenig für das Bundesheer?

https://www.krone.at/

theoderich
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Re: Medienberichte 2019

Beitrag von theoderich » Mo 15. Apr 2019, 16:38

Brennpunkt Balkan: 305 Österreicher mitten im "Kalten Frieden"

https://kurier.at/chronik/oesterreich/b ... /400465681

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Re: Medienberichte 2019

Beitrag von souverän AT » Mi 17. Apr 2019, 15:13

Höchste Alarmstufe“
Sparpaket beim Militär: Heer fehlen 300 Millionen (Kärnten)

Jetzt zeigen sich die Folgen des jahrelangen Sparkurses beim Bundesheer: Kasernen verfallen, Fahrzeuge sind verrostet, die Ausrüstung ist völlig veraltet. Für Landeshauptmann Peter Kaiser und Militärkommandant Walter Gitschthaler herrscht „höchste Alarmstufe“. Das Heer brauche dringend eine Finanzspritze.



https://www.krone.at/1905775

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Re: Medienberichte 2019

Beitrag von theoderich » Sa 20. Apr 2019, 09:06

Bundesheer finanziell „im freien Fall“
Jüngst war es Generalstabschef Robert Brieger, der Alarm schlug. „Ohne geeignete Gegenmaßnahmen werden schon bald die wesentlichen militärischen Kernfähigkeiten aufgrund der Überalterung nahezu aller wichtigen Waffensysteme nicht mehr vorhanden sein.“ Die Entwicklung stehe in krassem Gegensatz zum Regierungsprogramm, das die „Wiederherstellung der Fähigkeit zur militärischen Landesverteidigung“ vorsieht.

Altes Gerät

Scharfe Kritik kommt nun von den Bundesländern. Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ), derzeit Chef der Landeshauptleutekonferenz, sieht das Heer bedroht. „30 bis 40 Jahre alte Fahrzeuge, Gerätschaften, auch für den Katastrophenschutz, die mangels Infrastruktur im Freien mehr oder weniger verrotten“, zählt Kaiser auf. „Kasernen, die aufgrund ihres Zustandes sogar als Asylquartiere abgelehnt wurden, in denen aber Soldaten weiter untergebracht sind, uralte Geschütze – was unserem Bundesheer seitens der Bundesregierung zugemutet wird, spottet jeder Beschreibung.“

Die Sicherheit der Bevölkerung stehe auf dem Spiel. „Wir haben gerade in Kärnten gesehen, wie unverzichtbar ein sowohl personell als auch technisch entsprechend ausgestattetes Bundesheer beispielsweise bei Naturkatastrophen ist“, so Kaiser.

Aktuell liegt das Budget des Bundesheeres bei rund 2,3 Milliarden Euro. Zu wenig, attestiert Heeressprecher Oberst Michael Bauer: „Drei Milliarden Euro Budget pro Jahr wären notwendig, um die vordringlichsten Maßnahmen umzusetzen“, verwies er jüngst auf ein Positionspapier des Generalstabschefs. Laut Bauer benötigen 65 Prozent der derzeitigen Kasernen eine dringende Instandsetzung.

Fuhrpark

Tatsächlich ist es so, dass an allen Ecken und Enden Investitionsbedarf herrscht. Der KURIER sprach mit hochrangigen Offizieren in Niederösterreich, die Stimmungslage ist einheitlich düster. „Es gibt mittlerweile keine Kaserne mehr, wo kein Sanierungsbedarf bestünde“, sagt einer. Natürlich gebe es immer wieder Projekte, diese seien aber „nur Tropfen auf den heißen Stein“.

In Fahrt kommt ein Heeresangehöriger auch, wenn er über den Zustand des Fuhrparks spricht. „Die Pinzgauer, die Busse, schwere Lastautos, die Puch-G und sogar die Feuerwehrfahrzeuge sind in die Jahre gekommen. Da gibt es dringend Handlungsbedarf. Natürlich ist es schön und wichtig, wenn man neue Dingo-Fahrzeuge bekommt, aber es bräuchte viel, viel mehr.“ Um die Mobilität der Soldaten auch weiterhin zu garantieren, rechnet man im Verteidigungsministerium mit Kosten von rund 640 Millionen Euro.

Wettlauf

Und auch wenn sich die öffentliche Debatte derzeit hauptsächlich um die Zukunft des Fluggerätes wie des Eurofighters dreht, ist die Misere am Boden mindestens genauso akut. „Wichtige Waffensysteme sind ans Ende ihrer Lebenszeit gekommen, sie benötigen ganz dringend ein Update“, betont ein Offizier. Betroffen seien unter anderem die Fliegerabwehr (Radar und Waffen) sowie Panzer wie der mächtige „Leopard“ oder der Schützenpanzer „Ulan“. Auch die elektronische Drohnenabwehr sei bald nicht mehr zukunftsfit.

Sollte der Wettlauf mit der Zeit verloren werden, müsse man mit „massiven Einschnitten rechnen“, heißt es. „Dann müssen wir wieder Kasernen verkaufen.“

Landeschef Kaiser will Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ) zur Sitzung der Landeshauptleute am 16. Mai auf die Burg Taggenbrunn einladen. Dort soll dieser über die dramatische Situation der Armee informieren. Kaiser: „Das Bundesheer braucht dringend einen finanziellen Rettungsfallschirm, damit es nicht im freien Fall am Boden aufschlägt und zerschellt.“
https://kurier.at/chronik/oesterreich/b ... /400471882



iceman
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Re: Medienberichte 2019

Beitrag von iceman » Sa 20. Apr 2019, 09:24

Die Bundesländer werden sicher freiwillig zu Gunsten des Bundesheeres auf Budgetmittel verzichten.
Und das LH Kaiser (SPÖ) die Bundesregierung kritisiert ist auch klar. Ich kann mir schon die SPÖ-Wahlplakate bei modernisierten Leopard/Ulan vorstellen: Hier fährt ihr Steuergeld!

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