Schweiz: Programm "Air2030"

Wehrtechnik & Rüstung, Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik
muck
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Re: Schweiz: Programm "Air2030"

Beitrag von muck »

Der Vogel ist ja richtig qualmend vom Himmel getrudelt. Erstaunlich, dass das Ganze ohne Verletzte endete.

opticartini
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Re: Schweiz: Programm "Air2030"

Beitrag von opticartini »

Schaut nach Triebwerksbrand aus. Wenn der nicht sofort mit Bordmitteln (integrierte Feuerlöscher) unter Kontrolle gebracht werden kann, dann steigt der Pilot aus. Das ist übrigens unabhängig davon ob das Flugzeug ein oder zwei Triebwerke hat. Gottseidank hat der Schleudersitz gut funktioniert.

Karl P.
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Re: Schweiz: Programm "Air2030"

Beitrag von Karl P. »

Rafale der Gewinner?

Laut einem Zeitungsbericht liegt die Rafale bei der Auswertung voran. Wenn es so ist, ein schöner Erfolg für die Franzosen - bei vielen der letzten Ausschreibungen hatten die die Nase vorne

http://alert5.com/2021/06/09/rafale-is- ... more-89298

theoderich
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Registriert: So 29. Apr 2018, 18:13

Re: Schweiz: Programm "Air2030"

Beitrag von theoderich »

Der F-35 bringt die Kampfjet-Gegner in Rage – und die Fans ins Schwärmen (8. Juni 2021)
Die F-35 bringt Kampfjet-Gegner in Rage und Fans ins Schwärmen - ein Augenschein in den Werkhallen zeigt Stärken und Schwächen.

MARIE-ASTRID LANGER, FORT WORTH

Bereits die Zufahrt sieht so aus, wie man sich ein Sicherheitsgelände der amerikanischen Verteidigungsindustrie vorstellt: Die Besucherin muss an mehreren Schranken, bewaffneten Sicherheitsmännern und drei Ausweiskontrollen vorbei, von den unzähligen Kameras und dem Fotoverbot ganz zu schweigen. Das Fabrikareal des Rüstungskonzerns Lockheed Martin in Fort Worth ist derart gut bewacht, weil hier das Kronjuwel der amerikanischen Rüstungsindustrie entsteht: die F-35 Lightning II, ein Kampfjet der "fünften Generation".

Buhlen um Schweizer Auftrag

Hier könnten bald jene Jets aus den Hallen rollen, mit denen die Schweizer Luftwaffe ab 2027 fliegen wird. Lockheed Martin ist einer von vier verbliebenen Herstellern, die um den 6 Milliarden Franken schweren Auftrag aus Bern buhlen. Bis Ende Juni will sich der Bundesrat für einen Typ entscheiden. Im Rennen sind das europäische Gemeinschaftsprodukt Eurofighter von Airbus, die französische Rafale von Dassault und die Super Hornet des US-Herstellers Boeing - und der Elefant im Raum: die F-35.

Der Jet unterscheidet sich insofern von den anderen drei Modellen, als er als Kampfflugzeug der "fünften Generation" angepriesen wird; also zu einer Handvoll von Fliegertypen weltweit gehört, die mit besonders fortgeschrittenen Technologien ausgerüstet sind. Was das konkret bedeutet, erklärt der Testpilot Tony Wilson. Im grünen Jumpsuit steht er in einem Hangar nahe der Fertigungshalle und zeigt auf das grau gestrichene Flugzeug neben sich: Zum einen sei es ein Tarnkappenflieger - dank seiner Geometrie und einer speziellen Lackierung ist die F-35 also in bestimmten Winkeln auf bestimmten Radaren nicht zu erkennen.

Zum anderen sei der Flieger mit unzähligen Kameras, Radaren und Lasern ausgestattet, welche die Umgebung permanent selbständig auswerteten und untereinander kommunizierten. Ein Computer projiziere die daraus gezogenen Erkenntnisse auf das Visier des Pilotenhelms: "Das erlaubt es dem Piloten, weniger Zeit mit dem Fliegen selbst zu verbringen und sich mehr auf die taktischen Aufgaben seiner Mission zu konzentrieren", sagt Wilson, ein braun gebrannter 50-Jähriger mit kurzem, grauem Haar. 2013 sass er zum ersten Mal für die US Air Force in einer F-35; zuvor hatte er das Flugzeug über Hunderte Stunden hinweg im Simulator kennengelernt.

Nach 25 Jahren
https://www.nzz.ch/technologie/f-35-bri ... ld.1627450
Zuletzt geändert von theoderich am Mi 9. Jun 2021, 20:03, insgesamt 3-mal geändert.

forumla1express
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Re: Schweiz: Programm "Air2030"

Beitrag von forumla1express »

Die Rafale würde für die Schweiz mit Sicherheit gut passen. Bei der letzten Evaluierung, bei der man den Gripen auswählen wollte, lag die Rafale auch schon an der Spitze. Zusätzlich dazu verfügt Frankreich über ein komplettes System, vom französischen Triebwerk, über die A2A Bewaffnung bis hin zum Zielaufklärungsbehälter und A2G Munition.
Außerdem ist davon auszugehen, dass bei einem Rafale-Ankauf Frankreich den Schweizern noch stärker als bisher das Nutzen des französischen Luftraumes gewährt, was gerade von Payerne aus sehr sinnvoll ist und der Bevölkerung gut zu verkaufen ist.

Zudem hat Frankreich sicher nicht per Zufall dieses Monat bekanntgegeben bis zu 13 weitere PC-21 beschaffen zu wollen um die Phase IV der Alpha Jets künftig auch mit der PC-21 abzudecken. Auch hier könnte man künftig also noch stärker kooperieren. Bin schon gespannt wie viele Flieger es tatsächlich werden, 36 Stück sollten es schon mindestens werde.

muck
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Registriert: Do 9. Jul 2020, 05:10

Re: Schweiz: Programm "Air2030"

Beitrag von muck »

Dass amerikanische Flugzeuge schon allein deshalb nicht infrage kommen könnten, weil dann ein neues Referendum droht, ist Wahnsinn.

Nichts für ungut; mir gefällt vieles am politischen System der Schweiz; aber es ist in meinen Augen verrückt, Durchschnittsbürger über solche Detailfragen abstimmen zu lassen.

Es scheint, als böte die Super Hornet Synergieeffekte, und man arbeitet bereits mit der Herstellerfirma zusammen. Darauf zu verzichten, weil linke und rechte Kreise keine amerikanischen Flugzeuge wollen …

Mal ganz nebenbei, stellt sich die GSoA eigentlich auch gegen eine eventuell irgendwann in der Zukunft notwendige Wiederbewaffnung?

m.ileduets
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Registriert: So 29. Apr 2018, 11:33

Re: Schweiz: Programm "Air2030"

Beitrag von m.ileduets »

Taktisch macht dies die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee eigentlich schon geschickt: Entscheidet sich der Bundesrat nun für ein europäisches Produkt, entsteht der Eindruck, er habe dem politischen Druck nachgegeben und die GsoA kann es als Teilerfolg verbuchen.
Entscheidet er sich für ein amerikanisches Produkt, bleibt diese Beschaffung über weitere Jahre ein Thema und allfällige Probleme/ Kostenüberschreitungen können politisch ausgeschlachtet werden.
Umso wichtiger ist es, dass der Typenentscheid sachlich und nachvollziehbar, primär basierend auf der technischen Evaluation begründet wird.

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