D/F: Projekt "Common Indirect Fire System"

Wehrtechnik & Rüstung, Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik
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theoderich
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D/F: Projekt "Common Indirect Fire System"

Beitrag von theoderich » Mi 12. Dez 2018, 18:51

NEßLER Mjr Dominik: Weiterentwicklung der Artillerie, in: Zu Gleich. Zeitschrift der Artillerietruppe und der Streitkräftegemeinsamen Taktischen Feuerunterstützung, H 1 (2018), p. 12-17
Die bodengebundene Feuerunterstützung wird derzeit im Rahmen des binationalen Common Indirect Fire Systems (DEU-FRA, CIFS) zukunftsfähig entlang der Bedrohungslage konzipiert. Im Mittelpunkt steht die ganzheitliche Betrachtung des Systemverbundes F-AW-U als Beitrag des Heeres zur STF und zum Targeting-Prozess der NATO. Das Systemdesign wird durch Modularität, taktische Mobilität und große Agilität, weltweite Verlegefähigkeit, hohen aktiven und passiven Schutz, breitbandige Kommunikation, Interoperabilität und skalierbare Wirkung geprägt.

Für den Bereich der Wirkmittel werden drei sich gegenseitig ergänzende Teilsysteme derzeit näher untersucht, da es kein artilleristisches Waffensystem gibt, das alle Fähigkeitsforderungen in sich vereint. Das Wirksystem wird daher voraussichtlich aus einer Teilfähigkeit Rohr 155 mm mit Reichweiten bis 100 km, einer Teilfähigkeit Rakete mit Reichweiten bis mindestens 300 km und einer mit mittleren Transporthubschraubern luftbeweglich zu machenden Komponente mit einer Schussentfernung von bis zu 20 km bestehen. Die hinsichtlich ihrer Verlegefähigkeit und Wirkung aufeinander abgestimmten Waffensysteme sollen über Munitionen verfügen, die in einem Reichweitenband von unter drei bis mindestens 300 km das gesamte zu erwartende Zielspektrum effektiv bekämpfen können - einschließlich des Abriegelns mechanisierter Kräfte und der Wirkung gegen sich in Bewegung befindlicher Ziele sowie Infrastruktur.
Als eine Komponente der Teilfähigkeit Rohr 155 mm ist beispielsweise eine radbewegliche, im Feuerkampf voll automatisierte und in der Navigation autonome Haubitze vorgesehen. Sie soll über abgestufte Zwischenschritte mit einem deutlich verringertem Personalansatz von zunächst zwei Soldatinnen/Soldaten in der Endausbaustufe völlig autonom und fernbedient den Feuerkampf in jeder Bedrohungssituation mit hoher Agilität shoot and scoot (feuern und ausweichen) so führen können, dass gegnerisches Artilleriefeuer ins Leere läuft.
http://www.freundeskreis-artillerietrup ... 0-%20z.pdf


D/F: Projekt "Common Indirect Fire System"

http://www.doppeladler.com/forum/viewto ... 14&p=52979

theoderich
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Re: D/F: Projekt "Common Indirect Fire System"

Beitrag von theoderich » Fr 18. Okt 2019, 20:25

Dieser Präsentation zufolge soll die Bundeswehr lediglich 99 Granatwerferträger ("CIFS IC1 Mörser") bekommen. Wenn ich das richtig deute, sollen 108 PzH2000 kampfwertgesteigert und bis 2040 weiter betrieben werden, während nach 2025 weitere 108 neue Artilleriegeschütze aus dem Projekt CIFS ("Teilfähigkeit Rohr 155 mm") eingeführt werden sollen. Die "Teilfähigkeit Rakete" wird mit 56 neuen Werfern abgedeckt (dzt: 22 MARS II + 18 eingelagerte und für Modernisierung auf MARS II vorgesehene MARS):

Upgrading German Artillery and Target Acquisition

28 November 2018
ACCDC III 2
LTC Uwe Kraft

https://plsadaptive.s3.amazonaws.com/ec ... 64a24ff101

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