Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Flächenflugzeuge, Hubschrauber, Großgerät, Fliegerhorste, ...
theoderich
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich »

opticartini hat geschrieben:
Sa 11. Jan 2020, 12:16
Technisch und taktisch geiler ist natürlich eine vollständig in die Avionik und Waffensysteme integrierte Ausstattung (z. B. mit FLIR und helmet-mounted display), aber nur um o.g. Zweck erfüllen zu können, braucht man das nicht.
Zum x-ten Mal: IRST und HMD benötigt man zur DOKUMENTATION von Luftraumverletzungen bei schlechten Sichtbedingungen! Mit NVGs funktioniert das nicht! Außerdem kann man sich mithilfe des IRST mit abgeschaltetem Bordradar an andere Flugzeuge annähern.

Acipenser
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Acipenser »

Die Nachbeschaffung der ursprünglich angedachte und Vertragliche Vereinbarten Ausrüstung für die EF muss nun umgesetzt werden: Nicht zuletzt der Untersuchungsauschuß Nr. 3 hat gezeigt wie fahrlässig Darabosch gehandelt hat als er im Alleingang eine scheinbare Billiglösung und damit gefährlichen Sparversion ausgehandelt hat als der Zivildiener im sozialdemagogisch voreilenden Gehorsam unsere Piloten im Stich gelassen hat (rollende Version).

Beim in den nächsten Jahren nötigen Update der EF sollten nun die nötigen Ausrüstungen Nachgerüstet werden und die Anzahl auf die ursprüngliche Anzahl 18 EF, zum Beispiel durch Kauf 3 gebrauchter, generalüberholter Twin EF die Lücke zu schließen.
Aufgrund der allgemeinen Lage, mit gestiegener Kriegs- und Terrorgefahr ist das durchaus nachzuvollziehen! Das Geld ist wie wir nun wissen da, Budgetüberschuss aufgrund nicht umgesetzter, ursprünglich beschlossener Investitionen fürs österreichische Bundesheer!

iceman
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von iceman »

https://www.nachrichten.at/politik/inne ... 85,3210628
Dafür bleibt uns ein mit einem Upgrade versehener Eurofighter "Typhoon" erhalten (Kostenpunkt: 200 Millionen Euro).
Ob da was "dran" ist?

cliffhanger
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von cliffhanger »

Ein volles Upgrade der 15 EF um schlappe 200mio......da müssten doch eh alle aplaudieren.....befürchte das ist nur a bissi neue Farbe und a Duftbaum im Cockpit...

opticartini
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von opticartini »

theoderich hat geschrieben:
So 12. Jan 2020, 22:32
opticartini hat geschrieben:
Sa 11. Jan 2020, 12:16
Technisch und taktisch geiler ist natürlich eine vollständig in die Avionik und Waffensysteme integrierte Ausstattung (z. B. mit FLIR und helmet-mounted display), aber nur um o.g. Zweck erfüllen zu können, braucht man das nicht.
Zum x-ten Mal: IRST und HMD benötigt man zur DOKUMENTATION von Luftraumverletzungen bei schlechten Sichtbedingungen! Mit NVGs funktioniert das nicht! Außerdem kann man sich mithilfe des IRST mit abgeschaltetem Bordradar an andere Flugzeuge annähern.
Das wird nicht wahrer nur weil du es "zum x-ten Mal" wiederholst.

Die Tatsachen sehen unverändert so aus:
- Um ein Flugzeug bei Nacht fotografieren (oder gar filmen) zu können, braucht man weder FLIR und schon gar kein IRST.
- Um ein Flugzeug bei Nacht finden zu können, braucht man das auch nicht - selbst wenn das Bordradar abgeschalten ist.

opticartini
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von opticartini »

cliffhanger hat geschrieben:
Mo 13. Jan 2020, 09:27
Ein volles Upgrade der 15 EF um schlappe 200mio......da müssten doch eh alle aplaudieren.....befürchte das ist nur a bissi neue Farbe und a Duftbaum im Cockpit...
Ich gehe davon aus, dass es hauptsächlich darum gehen wird, den langfristigen Betrieb sicherzustellen (also die berüchtigten Obsoleszenzen zu beseitigen).

Mal sehen was davon für wirkliche "Upgrades" im Sinne von "Verbesserung der Fähigkeiten" übrig bleibt.

theoderich
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich »

Wollte man die Obsoleszenzen wirklich beseitigen, hätte man das längst umsetzen können. Das ist seit zwölf Jahren bekannt!
  • Luftraumüberwachungsflugzeuge: Vergleich der Republik Österreich mit der Eurofighter Jagdflugzeug GmbH (Reihe Bund 2009/1)
    35.4 Der RH erwiderte, dass gemäß Vergleich sechs gebrauchte Flugzeuge der Tranche 1–Konfiguration von Block 2 auf Block 5 umzurüsten waren. In diesem Zusammenhang wies er auch darauf hin, dass die angestrebte Einheitlichkeit gefährdet werden könnte, etwa durch obsolete Komponenten oder durch die Verwendung von gebrauchten Systembauteilen. Darüber hinaus waren im Vergleich bzw. in der Detailvereinbarung unbestimmte Formulierungen enthalten („fast neuwertig“, „in logistischer Hinsicht baugleich“, „keine relevanten Unterschiede in der logistischen Versorgbarkeit“).
    Nicht mehr produzierte Ersatz– und Umlaufteile (obsolete Komponenten)

    43.1 Laut Vergleich ist eine „angemessene Versorgbarkeit“ mit Ersatz– und Umlaufteilen von der Eurofighter GmbH sicherzustellen.

    Die Eurofighter GmbH informierte das BMLV im Jänner 2008 über obsolete Komponenten für die Flugzeuge der Tranche 1–Konfiguration. Dies betraf vorerst 27 verschiedene Ersatz– und Umlaufteile pro Flugzeug. Laut BMLV seien die obsoleten Teile teilweise durch Komponenten der Tranche 2–Konfiguration oder anderer Standards ersetzbar, wodurch zum Teil der vollständige Austausch größerer Bauteile erforderlich werden könnte. Zusätzlich bemühte sich das BMLV, mit anderen Luftwaffen Vereinbarungen über die Leihe von Komponenten abzuschließen.

    Das BMLV konnte dem RH weder die Verfügbarkeit von Ersatzlösungen für die betroffenen Ersatz– und Umlaufteile bestätigen noch die Kosten hiefür angeben.

    43.2 Der RH stellte fest, dass die Versorgung mit Ersatz– und Umlaufteilen insbesondere durch das Auslaufen der Produktion von Tranche 1–Flugzeugen betroffen war. Er wies darauf hin, dass der Deutsche Bundesrechnungshof bereits im Jahr 2003 die Kostenproblematik im Zusammenhang mit obsoleten Bauteilen aufgezeigt hatte.

    Weiters wies der RH darauf hin, dass dem BMLV mit der unbestimmten Formulierung „angemessene Versorgbarkeit“ keine konkreten Durchsetzungsmöglichkeiten zur Verfügung standen. Er sah durch die ersatzweise Verwendung von Bauteilen der Tranche 2–Konfiguration mögliche Kostenerhöhungen sowie eine Gefährdung der vereinbarten logistischen Baugleichheit.

    Der RH empfahl daher, die Formulierung „angemessene Versorgbarkeit“ in den noch durchzuführenden Vertragsänderungen zu präzisieren.

    43.3 Laut Stellungnahme des BMLV sei die logistische Versorgbarkeit gemäß der Detailvereinbarung für 30 Jahre sichergestellt. Weiters seien Maßnahmen zur Bereinigung der Obsoleszenzen eingeleitet worden.

    43.4 Der RH verblieb im Hinblick auf die fehlenden konkreten Durchsetzungsmöglichkeiten bei seiner Empfehlung.
    https://www.rechnungshof.gv.at/rh/home/ ... _Oesterrei
_______________________________________________

Flygutbildningen är åter igång

https://www.forsvarsmakten.se/sv/aktuel ... ter-igang/ Am 13. November 2019 hat der leitende technische Offizier der Flygvapnet, in Absprache mit dem Leiter des Flugbetriebs, ein sofortiges Flugverbot für alle SK60 erwirkt. Bei Überprüfungen im Zusammenhang mit der Nutzungsdauerverlängerung der SK60 wurden Defekte in den Bolzen entdeckt, die den vorderen und hinteren Teil des Rumpfes verbinden. Die Schäden waren so schwerwiegend, dass sie die Flugsicherheit beeinträchtigten. Ein Bruch von einem der beiden Tragbolzen wurde als desaströs eingestuft und hätte die Struktur geschwächt, was wahrscheinlich zu einem Versagen geführt hätte. Die SK60 befinden sich nun wieder im Dienst. FMV bereitet derzeit die Beschaffung eines neuen Schulflugzeugs für die Flygvapnet vor.
Zuletzt geändert von theoderich am Mo 27. Jan 2020, 18:45, insgesamt 2-mal geändert.

opticartini
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von opticartini »

theoderich hat geschrieben:
Di 14. Jan 2020, 06:41
Wollte man die Obsoleszenzen wirklich beseitigen, hätte man das längst umsetzen können. Das ist seit zwölf Jahren bekannt!
Gebe ich dir völlig Recht, allerdings klaffen bekanntermaßen Theorie und Praxis weit auseinander. Dass Alouette III und Saab-105 ersetzt werden müssen, weiß man auch schon seit Jahrzehnten, aber wenn überhaupt irgendwann etwas getan wird, dann erst wenns schon fünf NACH zwölf ist.

Und jetzt haben wir eine Verteidigungsministerin, der anscheinend auf die Frage, wie es mit der Luftraumüberwachung weitergeht, als erstes Hubschrauber in den Sinn kommen!

Vielleicht sollte man den Grünen vorschlagen, dass sich Österreich als ökologischer Eurofighter-Vorreiter positionieren könnte. Nämlich indem man das "Aerodynamic Modification Kit" und die "Thrust-Vector-Nozzles" einrüstet, was angeblich den Sprit-Verbrauch senken soll. Wenn man das auf 30 Jahre rechnet, ergibt das sicher eine hübsches Einsparung, ganz zu schweigen vom verringerten Schadstoffausstoß, der sowieso unbezahlbar ist ...

Eine sinnvolle Investition wäre jedenfalls der Striker II Helm, damit wären die Schwächen mit der Nachtsicht behoben. Ist zwar nicht so gut wie das EuroFIRST PIRATE aber wäre immerhin ein Fortschritt.

chuckw
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von chuckw »

Kosteneffiziente Luftraumüberwachung

Bei der Luftraumüberwachung laufen in Bälde die 50 Jahre alten Saab 105 aus. Derzeit gibt es für sie noch keinen Ersatz. Tanner will jedoch in Absprache mit Deutschland und Italien im ersten Halbjahr des Jahres eine kosteneffiziente Entscheidung über die künftige Vorgehensweise treffen. „Im Regierungsprogramm ist ganz klar festgehalten, dass sowohl die aktive als auch die passive Luftraumüberwachung gesichert werden muss.“
https://www.krone.at/2079777
Alles läßt sich durch Standhaftigkeit und feste Entschlossenheit erreichen. (Prinz Eugen v. Savoyen)

Maschin
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Maschin »

chuckw hat geschrieben:
Fr 17. Jan 2020, 11:34
Kosteneffiziente Luftraumüberwachung

Bei der Luftraumüberwachung laufen in Bälde die 50 Jahre alten Saab 105 aus. Derzeit gibt es für sie noch keinen Ersatz. Tanner will jedoch in Absprache mit Deutschland und Italien im ersten Halbjahr des Jahres eine kosteneffiziente Entscheidung über die künftige Vorgehensweise treffen. „Im Regierungsprogramm ist ganz klar festgehalten, dass sowohl die aktive als auch die passive Luftraumüberwachung gesichert werden muss.“
https://www.krone.at/2079777
Tja wird langfristig ein teurer Spaß werden. Ab Phase III-V alles im Ausland einkaufen und wahrscheinlich noch weitere EF Stunden kaufen weil man keine Eier hat der Öffentlichkeit zu sagen das LRÜ etwas kostet.
Bevor man Fakten auf den Tisch legt das man dies und das benötigt um 24/7 betreiben zu können, heißt es nur die Kosteneffizienteste Variante. Klar man muss ja weiter den Bürger belügen was zb die Schweiz für LRÜ ausgibt.

Aber ich hätte einen Tipp für die Bäuerin. Wenn sie schon in Deutschland ist könnte sie bei Revell anklopfen ob man nicht paar EF Modelle so in Maßstab 1:1 günstig produzieren könnte. Wäre billiger wie echte und wäre wirklich die Günstigste Lösung für unseren Bananenstaat.

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