Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Flächenflugzeuge, Hubschrauber, Großgerät, Fliegerhorste, ...
theoderich
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich »

Eurofighter-Verfahren wegen Doskozil-Anzeige vor Einstellung

https://www.kleinezeitung.at/service/ne ... tc=INT-920


Eurofighter: Die Geschichte eines Absturzes

https://www.profil.at/oesterreich/titel ... s-11356254


Causa Eurofighter: Doskozil-Anzeige soll eingestellt werden

https://www.profil.at/oesterreich/causa ... e-11357126


Umfrage: 32% für ersatzlose Stilllegung der Eurofighter

https://www.profil.at/oesterreich/umfra ... r-11357422

Acipenser
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Acipenser »

Ja wenn hier Leute alles verdrehen dann ist das sinnlos zu diskutieren. Die Zivile Luftfahrtbehörde hat sehr wohl was im militärischen Bereich zu sagen, ist ja ein Teil der Republik. Und die Gutachter sind in beiden Bereichen tätig. Das Militär arbeitet nicht abgehoben sondern innerhalb der Regel eines Rechtsstaats.

Der Minister ist ja auch eine zivile Person und kein Militär, also bitte zuerst Denken und dann Unsinn verzapfen.

"England" betraf vom Hersteller vorgeschriebene Services die nicht von unserer Werft Zeltweg durchgeführt werden können. Mit der Hercules hatten wir bei den Services in England ja auch gute Erfahrungen gemacht.
Zuletzt geändert von Acipenser am Sa 22. Feb 2020, 14:18, insgesamt 1-mal geändert.

theoderich
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich »

Acipenser hat geschrieben:
Sa 22. Feb 2020, 13:51
Ja wenn hier Leute alles verdrehen dann ist das sinnlos zu diskutieren. Die Zivile Luftfahrtbehörde hat sehr wohl was im militärischen Bereich zu sagen, ist ja ein Teil der Republik. Und die Gutachter sind in beiden Bereichen tätig.
Es wird deshalb trotzdem nicht richtiger, wenn Du hier behauptest, die "Luftfahrtbehörde" würde "zweimotorige" Kampfflugzeuge und Hubschrauber "vorschreiben"!
Acipenser hat geschrieben:
Fr 21. Feb 2020, 18:05
Zweimotorige Kampfjets oder auch Hubschrauber sind daher aus guten Grund von der Genehmigungsbehörde vorgeschrieben
Acipenser hat geschrieben:
Fr 21. Feb 2020, 19:43
(2) Luftfahrtbehörde
Gemäß Luftfahrtgesetz und Bundesgesetz über die Austro Control Gesellschaft mit beschränkter Haftung, mit dem das Luftfahrtgesetz und das Bundesgesetz über den zwischenstaatlichen Luftverkehr geändert werden, hat die Austro Control im militärischen Bereich absolut nichts zu melden!

Acipenser
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Acipenser »

Also Theo, als ich die HTL Maschinenbau gemacht habe, und das ist schon einige Jahre her, war das damals schon ein Thema. Und mein Abteilungsvorstand kam gerade von der Flugtechnik HTL zu uns. Das ist Expertenwissen, Sachverständigenwissen, das bei jeden Absturz ob Drehflügler oder Flächenflugzeug Thema ist. Insbesondere bei der Einführung der modernen Eurocopter bei der Polizei, Standort Meidlinger Kaserne gabs da auch Anrainerdiskussionen. Die einmotorigen bei der Polizei werden daher eher im Alpinbereich (klein, leicht) benutzt, der Ranger in WrN.
Die Nennung der 12 Saab 105 bezog sich auf die Tatsache das Jets unkontrolliert abstürzen (können).

Die Forderung nach Zweimotorigen Luftfahrzeugen geht auch immer wieder durch die Medien, bezieht sich Behördlich auf Einsatzluftfahrzeuge die sich zumeist über bewohnten Gebiet bewegen.

Die Austro Control ist nicht die Luftfahrtbehörde!

7L*WP
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von 7L*WP »

Acipenser hat geschrieben:
Sa 22. Feb 2020, 13:51
"England" betraf vom Hersteller vorgeschriebene Services die nicht von unserer Werft Zeltweg durchgeführt werden können. Mit der Hercules hatten wir bei den Services in England ja auch gute Erfahrungen gemacht.
Danke, jetzt bin ich wieder beruhigt! *gg*

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Doppeladler
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Doppeladler »

Ich habe das Leasingthema einmal näher betrachtet:

Macht das Leasing neuer Abfangjäger Sinn?

Diese Frage stellen wir uns angesichts der jüngsten Diskussionen und stellen das tschechische Modell vor.

Weiterlesen: http://www.doppeladler.com/da/oebh/leas ... fangjager/
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theoderich
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich »

Verfahren drohte Aus:
Neuer Wirbel um Eurofighter-Ermittlungen


https://orf.at/stories/3155300/

Acipenser hat geschrieben:
Sa 22. Feb 2020, 14:10
Die Austro Control ist nicht die Luftfahrtbehörde!
Es gibt aber zwei! Die Austro Control und darüber noch eine Oberste Zivilluftfahrtbehörde.
Zuletzt geändert von theoderich am Sa 22. Feb 2020, 23:36, insgesamt 1-mal geändert.

opticartini
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von opticartini »

Acipenser hat geschrieben:
Sa 22. Feb 2020, 14:10
Das ist Expertenwissen, Sachverständigenwissen, das bei jeden Absturz ob Drehflügler oder Flächenflugzeug Thema ist.
Das mag alles sein, unterm Strich gibt es jedoch keine Vorschrift, wonach Österreichs Bundesheer keine Kampfjets mit einem Triebwerk betreiben könnte. Das mit den zwei Triebwerken ist also keine Notwendigkeit, so wie du das dargestellt hast.
iceman hat geschrieben:
Fr 21. Feb 2020, 21:01
Punkt 8, bzgl. upgrades: Ist eine Ersatzteilversorgung für T1 in Zukunft sichergestellt und leistbar? Mir ist diese Frage zu wenig beantwortet. Herr Mader sollte es eigentlich wissen.
Das werden nur die wissen, die Einblick in die Wartungsverträge haben und was die alles beinhalten und was extra zu bezahlen ist. Wenn ich mich richtig erinnere, ist laut Airbus ein Betrieb bis 2035 (oder 2040?) sichergestellt, wobei nicht dazugesagt wird zu welchen Kosten.

Was die Zukunft der Tranche 1 betrifft gibt es keine einheitliche Vorgehensweise. Deutschland wird sie außer Dienst stellen, in den anderen Ländern dienen sie teilweise als Reserve, zur Ausbildung, Feinddarsteller, Experimentalflugzeuge, werden nach eigenen nationalen Vorstellungen weiterentwickelt oder als reine Abfangjäger gebraucht. Auch Versuche sie zu verkaufen gab es, ich glaube die waren aber alle nicht erfolgreich.

Jedenfalls sind Tranche 1-EF nirgendwo außerhalb Österreichs als primäre Kampfjets im Einsatz. Das heißt wenn sich eine ungünstige Versorgungslage abzeichnet, können die anderen Betreiberländer ihre T1 relativ rasch abstellen, Österreich würde hingegen mit heruntergelassenen Hosen dastehen.

Soweit ich das verstehe, läuft die Software ab der Tranche 2 nicht auf der Elektronik der T1, das heißt ein wirkliches Upgrade auf T2-Standard müsste mit einem Austausch der betroffenen Teile der Elektronik beginnen. Allerdings habe ich beobachtet, dass der Begriff "Upgrade" häufig einfach auf die Nachrüstung von Systemen wie DASS und Pirate und radargelenkten Langsteckenraketen bezogen wird, daher sollte man immer dazusagen, was man unter "Upgrade" versteht.

theoderich
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich »





opticartini hat geschrieben:
Sa 22. Feb 2020, 17:04
Jedenfalls sind Tranche 1-EF nirgendwo außerhalb Österreichs als primäre Kampfjets im Einsatz. Das heißt wenn sich eine ungünstige Versorgungslage abzeichnet, können die anderen Betreiberländer ihre T1 relativ rasch abstellen, Österreich würde hingegen mit heruntergelassenen Hosen dastehen.
Das ist aber sehr unwahrscheinlich, weil fast jeder Nutzerstaat von Flugzeugen der Tranche 1 diese Flugzeuge weiter betreiben wird. Der einzige Staat, der eine Außerdienststellung der Tranche 1 offiziell beschlossen hat, ist Deutschland - und das weniger aus militärischen, als aus industriepolitischen Gründen (Stichwort: "Tranche 4"). Und Italien will von seinen 19 Einsitzern und 10 Doppelsitzern aus der Tranche 1 mindestens acht Stück verkaufen.
Zuletzt geändert von theoderich am So 23. Feb 2020, 19:03, insgesamt 1-mal geändert.

opticartini
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von opticartini »

Doppeladler hat geschrieben:
Sa 22. Feb 2020, 16:08
Ich habe das Leasingthema einmal näher betrachtet:

Macht das Leasing neuer Abfangjäger Sinn?

Diese Frage stellen wir uns angesichts der jüngsten Diskussionen und stellen das tschechische Modell vor.

Weiterlesen: http://www.doppeladler.com/da/oebh/leas ... fangjager/
Interessanter Artikel, das mit den jährlichen Betriebskosten ist wirklich schwer zu vergleichen. Ehrlicherweise müsste man die durchschnittlichen Kosten heranziehen, also Gesamtkosten (inklusive Anschaffungskosten und allen laufenden Kosten) dividiert durch Betriebsjahre.

Die laufenden Betriebskosten des Eurofighters in Österreich mit den Gripen in Tschechien oder Ungarn zu vergleichen ist unsauber. Warum? Bei ersteren sind die Anschaffungskosten nicht berücksichtigt, bei zweiteren diese aber sehr wohl (in Form der Leasingrate). Das heißt man müsste entweder die Anschaffungskosten dazurechnen oder die Leasingrate wegrechnen.

Die Behauptung, die manchmal aufgestellt wird, nämlich dass österreichische Eurofighter pro Jahr weniger kosten würden als die tschechischen Gripen, ist also nicht die ganze Wahrheit.

Nehmen wir folgende Daten für den Eurofighter an:
Betriebskosten: 62.500.000 pro Jahr
Anschaffungskosten: 1.589.000.000
Im Einsatz seit 2007, also 13 Jahre

1.589.000.000 : 13 = ~122.230.000 + 62.500.000 = 184.730.000

Das heißt unter Berücksichtigung der Anschaffungskosten kosten die Eurofighter im Schnitt rund 185 Millionen pro Jahr, die Gripen kosten laut Artikel ca. 60 bis 80 Millionen.

Rechnet man mit 22 Jahren (so wie die Leasingdauer der Gripen lt. Artikel) schauts so aus:

1.589.000.000 : 22 = ~72.227.000 + 62.500.000 = 134.727.000

Ergo: Wenn man alle Kosten berücksichtigt (nicht nur die laufenden) kann eine Leasingvariante günstiger sein, speziell bei kürzeren Laufzeiten (so ca. < 25 bis 30 Jahre).

Trotzdem bin ich der Meinung, dass gerade ein neutraler Staat voller Eigentürmer seiner Militärgeräte sein sollte.

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