Lkw-Beschaffungen

Fahrzeuge, Waffen, Wasserfahrzeuge, Ausrüstung und Uniformen
theoderich
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Re: Lkw-Beschaffungen

Beitrag von theoderich »

Phoenix hat geschrieben:
Do 7. Jan 2021, 11:19
Gemäss heutiger Anfragebeantwortung
BMLV-Bürgerservicestelle?

Phoenix
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Re: Lkw-Beschaffungen

Beitrag von Phoenix »

Genau

Wolfgang
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Re: Lkw-Beschaffungen

Beitrag von Wolfgang »

Wäre der Nexter Titus nichts für uns. Personentransport unter geschützten Bedingungen. Sozusagen Pinzgauer heutiger Standard.

theoderich
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Re: Lkw-Beschaffungen

Beitrag von theoderich »

Das haben wir schon. Das Fahrzeug nennt sich Pandur EVO.

Tschechien hat 62 NEXTER TITUS bestellt - für umgerechnet 238,6 Mio. EUR. Das ist ein MRAP, wie der "Dingo 2" bzw. "Dingo 2A3", nur mit deutlich höherer Schutzklasse. Und deutlich teurer.

https://www.nexter-group.fr/sites/defau ... NSE_EN.pdf

Außerdem soll der TITUS in Tschechien als JFSCG-Fahrzeug (KOVVŠ) zur Unterstützung der künftigen Artilleriegeschütze NEXTER CAESAR 8x8 und als Kommunikationsfahrzeug (KOVS) eingesetzt werden. Nicht als Gruppenfahrzeug.
Zuletzt geändert von theoderich am Mo 18. Jan 2021, 20:56, insgesamt 1-mal geändert.

Wolfgang
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Re: Lkw-Beschaffungen

Beitrag von Wolfgang »

Das ist richtig, aber unsere Dingo sind keine Mannschaftstransportfahrzeuge. Der Pandur Evolution ist eigentlich eine Klasse höher.

theoderich
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Re: Lkw-Beschaffungen

Beitrag von theoderich »

Den "Pinzgauer" mit gepanzerten und minengeschützten Fahrzeugen zu ersetzen ist undenkbar. Dafür würden nie die Mittel zur Verfügung gestellt werden.

Jetzt heißt es erst einmal abwarten, was aus den Iveco MUV wird. Denn die kürzlich bestellten 55 Stück sind weniger als ein Tropfen auf den heißen Stein (2014 wurden 699 "Pinzgauer" ersatzlos verkauft.).


P.S.: Der L200-Umbau der Firma Tusch ist schon einigermaßen seltsam (Ich wette Erich Ledwinka dreht sich bei dieser Tafel an der Stoßstange im Grab um.):

Bild
http://www.security-car.com/

Waffengattungsseminar 2015. Beitrag Aufklärung, in: Exempla Docent. Schriftenreihe der Heerestruppenschule, H 1 (2015), p. 14-15

https://bibisdata.bmlv.gv.at/184533.pdf
Zuletzt geändert von theoderich am Mo 18. Jan 2021, 10:50, insgesamt 4-mal geändert.

Phoenix
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Re: Lkw-Beschaffungen

Beitrag von Phoenix »

Weiss wer ob die Iveco Gruppenfahrzeuge oder Sanitätsfahrzeuge werden? Oder gemischt?

muck
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Re: Lkw-Beschaffungen

Beitrag von muck »

theoderich hat geschrieben:
So 17. Jan 2021, 14:19
Den "Pinzgauer" mit gepanzerten und minengeschützten Fahrzeugen zu ersetzen ist undenkbar. Dafür würden nie die Mittel zur Verfügung gestellt werden.
Was womöglich auch gar nicht nötig wäre. Selbst finanzstarke Armeen wie die der Amerikaner beschaffen auch weiterhin ungeschützten Transportraum, und sicherlich nicht ohne Grund.

Geschützte Fahrzeuge wie MRAPs sind ein Kind dieser Zeit, erdacht für asymmetrische Konflikte, wo der Feind in jedem Hauseingang warten könnte, aber konventionelle Taktiken (z.B. Meidung von Flaschenhälsen oder Aufklärung durch Feuer) nicht zweckmäßig wären. Hinzutritt der innenpolitische "Fallout" von Bildern flaggendrapierter Särge.

In der klassischen Kriegsführung mit idealerweise klaren Frontverläufen kann es sich lohnen, zulasten des Schutzniveaus auf höhere Beweglichkeit zu setzen. Auch wird allgemein eine höhere Bereitschaft bestehen, Verluste hinzunehmen.

Wobei ich mich in diesem Zusammenhang frage, warum nicht Ausstattungskonzepte weitere Verbreitung finden, die vor ausgewählten Gefahrenquellen schützen oder zumindest deren Wirkung abmildern, und wohl zwischen den Kategorien der 'ungeschützten' und 'geschützten' Fahrzeuge anzusiedeln wären.

Solche Maßnahmen könnte man vielleicht als 'ausfallreduzierend' bezeichnen (analog zu den 'weniger-tödlichen Waffen').

Ich denke etwa an Tatra's Militär-Lkws, deren Unterböden Schutz bieten vor Streumunition und Schützenminen. Auch haben verschiedene Hersteller und Ausrüster handelsübliche Fahrzeuge im Angebot, die ballistischen Schutz nur an neuralgischen Stellen aufweisen, z.B. Frontscheibe und Türen.

Im "Großen Vaterländischen" hat auch ein Fahrzeug der MRAP-Klasse nichts dort zu suchen, wo der Feind bereits mit schwerem Gerät aufgefahren ist. Transportfahrzeuge werden sich eher hinter der Front bewegen, wo die größte Gefahr von explosiven Hinterlassenschaften früherer Kampfhandlungen oder eingesickerten Spähtrupps ausgeht.

Jedenfalls hat man es mir so beigebracht.

cliffhanger
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Re: Lkw-Beschaffungen

Beitrag von cliffhanger »

In allen Konflikten der jüngeren Vergangenheit sieht man (meist bei Kämpfen im urbanen Raum) das gleiche Bild, das auch bei uns so sein würde: zivile Fahrzeuge mit rundherum Eisen/Stahlplatten draufgeschweisst.....

https://preview.redd.it/lv710qalsw751.j ... 0e0492b126

https://thumbs.dreamstime.com/z/kubinka ... 097762.jpg
Mein Favorite ;-)
https://external-preview.redd.it/5yuCTJ ... 2f231b8fb0

muck
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Re: Lkw-Beschaffungen

Beitrag von muck »

Dabei handelt es sich aber um Fundstücke aus asymmetrischen Konflikten. Du willst in die Städte rein, Präsenz zeigen, Gesprächsaufklärung betreiben etc. pp., und musst immer darauf gefasst sein, dass es vom nächsten Hausdach aus plötzlich knallt.

In einem Szenar á la Einfall von "Ostland" in Niederösterreich würde man nie so vorgehen. Transporte von Mensch und Material würden hinter dem vorderen Rand der Verteidigung stattfinden, wo Schnelligkeit und Benutzbarkeit möglichst vieler Verkehrswege, von befestigten Straßen bis hin zu Wildpfaden, wichtiger wären als ein hohes Schutzniveau.

Wenn Deine Kräfte sich dort generell mit ballistischen Bedrohungen oder Beschuss aus Panzerabwehrwaffen herumschlagen müssten, wäre Dein VRV längst zusammengebrochen und Du wärst im Begriff, den Krieg oder zumindest die Schlacht zu verlieren.

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