Bundeswehr: Schützenpanzer PUMA

Wehrtechnik & Rüstung, Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik
muck
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Re: Bundeswehr: Schützenpanzer PUMA

Beitrag von muck »

cliffhanger hat geschrieben:
Mi 21. Okt 2020, 09:41
Noch extremer: Zusätzliche Pandur als 3 und 4 achser in allen möglichen Variationen zu sowas Formen : https://de.wikipedia.org/wiki/Stryker_B ... ombat_Team
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/ ... rigade.png
und man braucht weder Leo ,Ulan noch M109 mehr....
Gar nicht abwegig, wenn man sich ansieht, was derzeit alles auf den Stryker oder auch auf den Boxer gesetzt wird. Letzterer könnte sogar zum europäischen NATO-Standard mutieren, denn mit der modularen Bauweise ist dem Programm ein echter Glücksgriff gelungen.

Transportpanzer, Schützenpanzer, Panzerjäger, Panzerhaubitze, Panzermörser, Flugabwehrkanonenpanzer, Flugabwehrraketenpanzer, Aufklärungspanzer als Sensorenträger, Pionierpanzer, Sanitätspanzer, Befehlsstellenpanzer, ABC-Spürpanzer, Bergepanzer, Brückenlegepanzer…

All diese Module sind entweder bereits umgesetzt oder existieren zumindest als Prototypen oder Machbarkeitsstudien.

theoderich
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Re: Bundeswehr: Schützenpanzer PUMA

Beitrag von theoderich »

muck hat geschrieben:
Sa 24. Okt 2020, 09:27
Letzterer könnte sogar zum europäischen NATO-Standard mutieren, denn mit der modularen Bauweise ist dem Programm ein echter Glücksgriff gelungen.
Die modulare Bauweise wirkt sich aber nur in der Produktion aus. Theoretisch lassen sich die Missionsmodule innerhalb von 30 Minuten auswechseln und z.B. in Containerform oder am Hakenlader transportieren.

Bild

Bild
http://artec-boxer.com/index.php?id=18





Praktisch macht das aber keiner der Nutzer.

So eine Modularität wurde auf einem Kettenfahrzeug erst einmal umgesetzt: Bei der schwedischen Splitterskyddad Enhetsplattform (SEP):

Bild
http://www.ointres.se/projekt_sep.htm

Das Projekt wurde aber, mangels internationaler Partner, vor zehn Jahren abgebrochen und durch die Beschaffung des Patgb 360 (Patria AMV) ersetzt.

muck
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Re: Bundeswehr: Schützenpanzer PUMA

Beitrag von muck »

theoderich hat geschrieben:
Sa 24. Okt 2020, 12:38
Die modulare Bauweise wirkt sich aber nur in der Produktion aus. Theoretisch lassen sich die Missionsmodule innerhalb von 30 Minuten auswechseln und z.B. in Containerform oder am Hakenlader transportieren. Praktisch macht das aber keiner der Nutzer.
Die Deutschen haben das im Auslandseinsatz so gehandhabt, die brachten mehr Module als Boxer nach Afghanistan.

Und nach allem, was man aus Großbritannien hört, wird das Modularitätskonzept dort zum ersten Mal voll ausgespielt werden.

Überhaupt war nicht bei der Anfangsausstattung, sondern jetzt, in der Nutzungsphase, zu erwarten, dass die Plattform ihre Stärken ausspielen kann. Habe ich z.B. durch Umgliederungen plötzlich überzählige Boxer oder will ich einen neuen Effektor integrieren, brauche ich nun nicht länger für teuer Geld neue Fahrzeuge anzuschaffen; es genügt, die Module zu kaufen.

Auch zeigt die Entwicklungsgeschichte der ersten Module der zweiten Generation, was durch diesen Ansatz alles möglich wird.

So kommt von der Firma FFG ein in Eigenregie entwickeltes Bergemodul, das für einen Bruchteil der Summe zu haben ist, die FFG für die Entwicklung eines dedizierten Trägerfahrzeugs hätte hinblättern müssen – oder auch nur für die Adaption eines existierenden Fahrzeugs.

Taer
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Re: Bundeswehr: Schützenpanzer PUMA

Beitrag von Taer »

In der Theorie alles richtig und angesprochenes Bergemodul halte ich als Schlüssel dafür, damit solche Modularität auch gelebt und genutzt werden kann. Im Einsatz Module zu tauschen und schnell Fahrzeuge wieder nutzbar zu machen oder auf taktische Szenarien zu reagieren. Da ist Modularität wirklich starm.

Nur zeigt sich hier auch das Problem, dass wenn solche Module nicht von Rheinmetall oder KMW kommen, dass diese niemals in die Nutzung kommen. Rheinmetall wird z.B. niemals zulassen, dass ein FFG Produkt in ihre Märkte reinkommt. Sei es beim Boxer oder Leopard 2. Zumindest in Deutschland und ihre Primärmärkte (Niederlande, Australien...).

iceman
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Re: Bundeswehr: Schützenpanzer PUMA

Beitrag von iceman »

Für Österreich wahrscheinlich eine Nummer zu groß?

EVO II
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Re: Bundeswehr: Schützenpanzer PUMA

Beitrag von EVO II »

ÖBH lehnt 8x8 ab wegen der eingeschränkten Wendigkeit, deshalb max. 6x6. Die US SF haben auch keine Striker, sondern Pandur I, da im urbanen Einsatz wendiger und kleiner.

theoderich
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Re: Bundeswehr: Schützenpanzer PUMA

Beitrag von theoderich »

EVO II hat geschrieben:
So 25. Okt 2020, 11:19
Die US SF haben auch keine Striker, sondern Pandur I
Das USSOCOM hat beide Muster: Pandur (1st Special Forces Operational Detachment-Delta (Airborne)) und Stryker (75th Ranger Regiment (Airborne)).

Bild
https://www.facebook.com/75thRangerRegi ... 77/?type=3

EVO II
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Re: Bundeswehr: Schützenpanzer PUMA

Beitrag von EVO II »

Ich meint ja auch die SF (O) & nicht die Ranger.

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Doppeladler
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Re: Bundeswehr: Schützenpanzer PUMA

Beitrag von Doppeladler »

Admin: Off-topic!!! Bitte beim Thema PUMA bleiben!
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theoderich
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Re: Bundeswehr: Schützenpanzer PUMA

Beitrag von theoderich »

Wer's glaubt wird selig ...

Niederländische Armee modernisiert ihre Panzer CV90 IFV
Die Weiterentwicklung des CV90 und die Nutzung durch die Niederlande sind auch deshalb sehr interessant, weil er als heißer Kandidat für das deutsche Heer gilt, sollte der Schützenpanzer Puma seine Einsatzfähigkeit nicht nachweisen können. Der CV90 gilt als Favorit des Kommandos Heer bei einem möglichen Ersatz. Mitte 2020 wurde in Strausberg darüber beraten, den Schützenpanzer Puma gegebenenfalls frühzeitig durch ein anderes Fahrzeug zu ersetzen. Allerdings käme diese Entscheidung für eine Bewährungsprobe des Heeres bei der NATO-Speerspitze (Very High Readiness Joint Task Force/VJTF) 2023 zu spät. Eine Entscheidung, den Puma zu ersetzen, und ein Vertrag für Ersatz, die Herstellung, Lieferung und Ausbildung der Soldaten für den CV 90 kann bis 2023 nicht rechtzeitig ausgehandelt werden. Deshalb ist der Schützenpanzer Marder für die Einsatzbereitschaft des deutschen Heeres nach wie vor von herausgehobener Bedeutung.
https://esut.de/2020/11/meldungen/23863 ... -cv90-ifv/ So eine Entscheidung wäre beinahe so schwachsinnig, wie in Österreich den "Eurofighter" durch veraltete JAS-39C "Gripen" zu ersetzen.

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