DE/FR: "Europäische Interventionsinitiative"

Wehrtechnik & Rüstung, Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik
theoderich
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Re: DE/FR: "Europäische Interventionsinitiative"

Beitrag von theoderich »

EU-Staaten weiten militärische Zusammenarbeit aus
Die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen sieht "große Schritte" auf dem "Weg zu einer Armee der Europäer".
"Es sind Schritte auf dem Weg zu einer Armee der Europäer", kommentierte Deutschlands Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen den Beschluss. Europa müsse in ihren Augen auch bei den Entscheidungsabläufen schneller werden.
(APA/dpa/AFP)
https://diepresse.com/home/ausland/eu/5 ... arbeit-aus

NATO official warns EU force would be ‘unwise’ (18. November 2018)
A top uniformed NATO official warned Friday the European Union army concept endorsed by French President Emmanuel Macron and German Chancellor Angela Merkel would be “duplicative” and “unwise.”

In an interview at the Halifax International Security Forum, U.K. Air Marshal Stuart Peach, chairman of the NATO Military Committee, pointed to NATO’s strength as a single set of forces, with a unique command-and-control network and planning process.

“It’s not rhetoric-based. It’s real planning based on real data,” Peach said. “And therefore, why would you wish to duplicate or replicate the strengths of an existing strong alliance?”
On Tuesday, NATO Secretary General Jens Stoltenberg alluded to the proposal of a European force at a NATO conference in Berlin, saying he welcomed “increased EU efforts on defense because I think that can actually help to strengthen NATO.”

European allied militaries can act without the U.S. so long as they use NATO command structures, Stoltenberg said.

“It will be not a wise decision by all those nations who are members of both NATO and the European Union to start to have two sets of command structures, or duplicate what NATO is doing,” Stoltenberg said.

On Friday, Peach referred to Stoltenberg’s remarks, saying: “Of course, as chairman of the Military Committee, I agree with [Stoltenberg]. It’s unwise to duplicate.”
https://www.defensenews.com/global/euro ... be-unwise/

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Doppeladler
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Re: DE/FR: "Europäische Interventionsinitiative"

Beitrag von Doppeladler »

A top uniformed NATO official warned Friday the European Union army concept endorsed by French President Emmanuel Macron and German Chancellor Angela Merkel would be “duplicative” and “unwise.”
In an interview at the Halifax International Security Forum, U.K. Air Marshal Stuart Peach, chairman of the NATO Military Committee, ...
GB steht traditionell auf der Bremse bei EU Verteidigungsprojekten. Auch wenn die bedeutenden militärischen Kapazitäten GBs wegfallen (außer es gibt eine Koorperation), wird sich der Brexit positiv auf die Zusammenarbeit in der Verteidigungspolitik auswirken.
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theoderich
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Re: DE/FR: "Europäische Interventionsinitiative"

Beitrag von theoderich »

Kunasek schließt Teilnahme an EU-Armee aus

https://orf.at/#/stories/3102146/


Kunasek schließt Teilnahme Österreichs an europäischer Armee aus

https://diepresse.com/home/innenpolitik ... -Armee-aus

theoderich
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Re: DE/FR: "Europäische Interventionsinitiative"

Beitrag von theoderich »

Déclaration conjointe des 13 Etats européens membres de l’Initiative européenne d’intervention

Gemeinsame Erklärung der 13 europäischen Mitgliedsstaaten der Europäischen Interventionsinitiative

Bild
https://www.defense.gouv.fr/actualites/ ... tervention

Der angehängten Broschüre zufolge handelt es sich bei der IEI um eine absolut unverbindliche Diskussionsplattform. Mehr nicht.

theoderich
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Re: DE/FR: "Europäische Interventionsinitiative"

Beitrag von theoderich »

Zweite Grundsatzrede der Verteidigungsministerin
Wir waren und sind für Freiheit, Frieden und gutes Leben der Menschen in unserem Land immer auf Verbündete angewiesen.

Der wichtigste Verbündete in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik waren und sind nach wie vor die Vereinigten Staaten von Amerika. Und sie werden es auf absehbare Zeit auch bleiben. Ohne die nuklearen und konventionellen Fähigkeiten Amerikas können Deutschland und Europa sich nicht schützen. Das sind die nüchternen Fakten.

Das renommierte Londoner RUSI-Institut schätzt, dass die USA derzeit 75 Prozent aller NATO Fähigkeiten stellen.

Die USA stellen 70 Prozent der sogenannten „strategic enabler“, das heißt beispielsweise Aufklärung, Hubschrauber, Luftbetankung und Satellitenkommunikation.

Nahezu 100 Prozent der Abwehrfähigkeiten gegen ballistische Raketen werden von den USA in die NATO eingebracht. Und natürlich stellen die USA den weit überwiegenden Teil der Fähigkeiten zur nuklearen Abschreckung.

Etwa 76.000 US-Soldatinnen und Soldaten dienen in Europa. Das umfasst noch nicht die Truppen, die die USA im Ernstfall zur Verstärkung schicken würden.

All dies zu kompensieren würde nach seriösen Schätzungen Jahrzehnte dauern und unsere heutigen Verteidigungshaushalte mehr als bescheiden daherkommen lassen.

Wir haben also ein besonderes Interesse daran, dass Amerika weiter an der Verteidigung Europas interessiert ist, während es gleichzeitig seinen strategischen Fokus nach Asien verlegt.

Die beste Art das zu erreichen, ist selbst mehr für unsere eigene Sicherheit zu tun. Nur wenn wir unsere eigene Sicherheit ernst nehmen, wird Amerika das auch tun.

Das hat auch der französische Präsident gerade festgestellt – und ich stimme ihm zu.
Gleichzeitig kann ich nur unterstreichen, was Bundespräsident Steinmeier vor wenigen Tagen, anlässlich des 65. Geburtstags der Bundeswehr, sagte:

„Allein und nur auf die EU zu setzen, hieße Europa in die Spaltung zu treiben. Wir werden den stärksten und größten Partner im Bündnis weiter dringend brauchen. Aber nur ein Europa, das sich selbst glaubwürdig schützen will und kann, hat die besten Chancen, die Vereinigten Staaten in der Allianz halten zu können.“

Genau darum geht es jetzt. Dieses Paradox müssen wir aushalten: wir bleiben sicherheitspolitisch von den USA abhängig und müssen gleichzeitig in Zukunft als Europäer mehr von dem selbst tun, was uns die Amerikaner bisher abgenommen haben.

Die Idee einer strategischen Autonomie Europas geht zu weit, wenn sie die Illusion nährt, wir könnten Sicherheit, Stabilität und Wohlstand in Europa ohne die NATO und ohne die USA gewährleisten.
https://www.bmvg.de/de/aktuelles/zweite ... kk-4482110

theoderich
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Re: DE/FR: "Europäische Interventionsinitiative"

Beitrag von theoderich »



Die Frage bleibt: Wozu?

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